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360/PS3 Eure Wertung für L.A. Noire?

Eure Wertung für LA Noire:


  • Umfrageteilnehmer
    56

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Oxblood schrieb:
Ein Openworld Spiel ohne Action...was...genau macht man da? Pfand sammeln? :)

Ich meine ja nicht kompett ohne, sondern nicht schwerpunktmäßig . Und was da möglich ist zeigt L.A. welches dir und anderen nicht zusagt, aber es gibt hier ja auch Leute denen es so wie es ist gut gefällt.

Wenn das nächste GTA einige Missionen die ähnlich gestrickt sind wie hier bei L.A. Noire ( muss natürlich passen, aber zB könnte ich mir vorstellen irgendwelche krummen Geschäfte wo man beim Gegenüber fesstellen muss ob man verarscht wird oder nicht, oder meinetwegen mit geschickte Gesprächsführung lukrative Deal´s einfädeln ) bieten würde wäre ich darüber höchst erfreut.

Oder zb ein Spiel wie L.A. Noire, wo man allerdings einen Privatdetektiv spielt, wo man Entscheidungsfreiheiten hat und auch mal fünfe gerade sein lassen kann oder sogar selber zum krummen Hund werden kann fände ich auch sehr geil.
 
tastepolice schrieb:
Und was da möglich ist zeigt L.A.

Ja. Nichts. Da passiert nichts, ausser daß man zu den Auslösern der Missionen fahren kann. Der Rest sind Statistikaufgaben.

Mit mehr Freiheit wär das vermutlich auch was geworden, so haben wir aber eine sinnlose leere Welt und schnurlineares Trial&Error Gameplay. Wenn ich die Fälle lösen könnte, wie ICH will, das wär was schönes, aber hier gehts nur darum, zu raten, was die Entwickler jetzt schonwieder von einem wollen.
 
Random-Street-Crimes ala RDR wäre was tolles gewesen für den freien Modus. Fährste rum und siehst wie einer Frau die Tasche gestohlen wird. Sofort hinterher. :grins:
 
Was, es IST Trial & Error, da einige Dinge nunmal keinen Sinn ergeben von der Konstellation her, haben wir doch auch schon 100 mal festgestellt mitlerweile.
 
Oder dass es besuchbare Kinos geben könnte, in denen man ein paar alte Schwarz-Weiß-Streifen angucken kann. Bietet sich in Hollywood an. Alles verpackt in eine Art "Ich bin nicht im Dienst"-Modus. :grins: Dazu auch Bar-Besuche, Minigolf etc.

Trial & Error bedeutet aber: von vorne beginnen und alles nochmal. Hier geht es aber IMMER weiter.
 
Oxblood schrieb:
Was, es IST Trial & Error, da einige Dinge nunmal keinen Sinn ergeben von der Konstellation her, haben wir doch auch schon 100 mal festgestellt mitlerweile.

Das hervorgehobene Element ist in L.A. Noire schlicht nicht existent. Mit Ausnahme einiger Actionszenen, die man nach 3mal Error überspringen kann.
 
Nur, weil es einem den Fortschritt nicht nimmt, heisst das nicht, daß man es weniger falsch gemacht hat. Immerhin SAGT einem das Spiel sogar, wieviel man pro Gespräch verbockt hat.
 
Oxblood schrieb:
Das Problem, was diese Spiele haben, ist nur oft, daß sie spielerisch nichts taugen, weil man sich eben um die Mechaniken nicht genug Gedanken gemacht hat, das trifft auf LA zu, das trifft auf Heavy Rain zu. Beide Bereiche sind gleich-wichtig bei einem guten Produkt.

Genau das kann man, und tuen ja auch einige, anders sehen. Für dich , oder zb Bart Wux ( is the interface broken ... ) steht das Gameplay anscheinend meilenweit über allem anderen. Für mich ist es wie Nasredin so schön sagt Mittel zum Zweck. Ich will eine Spielwelt die mich anspricht, Themen die mich ansprechen, Charaktere wie du und ich ( keine Superhelden oder Specialforces Agenten oder grantige Götter ) und eine Geschichte drumherum die für mich nachvollziehbar ist. Wenn das alles gegeben ist dann kann ich gut damit leben wenn das Gameplay nicht perkfekt, nicht super aussergewöhnlich oder innovativ ist und volle Kanne total Control mit tollen Supermoves ausgestattet ist.

Mal ganz davon ab ist L.A. Noire weit weg von spielerisch nichts taugen.
 
Ansichtssache. Ich bleibe dabei, LA Noire wär als Arcade-Episoden Titel besser dran gewesen vom Konzept her. Und man tut nunmal nichts in dem Spiel, das Ding hat denselben spielerischen Anspruch wie Phoenix Wright und dazu viel schlechteres Writing.
 
Wir sind uns doch eigentlich einig, dass L.A. Noire anders ist als ein Sherlock Holmes Adventure oder ein GTA Sandbox-Game. Gerade die Besonderheiten sind doch auch die Gründe, warum einige Kritiker hier im Forum das Spiel so hassen.

Deswegen verstehe ich ehrlich gesagt nicht die Diskussion, ob L.A. Noire nun was besonderes sei. Das Spiel ist anders. Manche mögen die Richtung von L.A. Noire nicht, andere lieben sie halt, so einfach ist das.

Für meinen Geschmack könnte man das Gameplay noch weiter beschneiden. Sternewertungen und Fragestatistiken streichen, Autos sammeln streichen, Shootouts und Verfolgungen noch behutsamer einsetzen etc.

Ich denke es wird deutlich, dass sowas Zugeständnisse an die Oxbloods dieser Welt ist, um die auch noch mitzunehmen. Das hat der Produzent ja selbst im Interview eingeräumt, dass man versucht Teile der GTA-Zielgruppe mitzunehmen. Insofern kann ich es verstehen, wenn sich ein klassischer Hardcoregamer vom Marketing an der Nase herumgeführt fühlt oder von L.A. Noire enttäuscht ist.

Aber (auch das zum hundertsten mal ;) ): All das was L.A. Noire nicht ist, ändert nichts daran, dass L.A. Noire vieles gut macht. Und dass es Leute gibt, die genau nach so einem Spielerlebnis suchen, wie L.A. Noire eines ist.
 
Oxblood schrieb:
Ansichtssache. Ich bleibe dabei, LA Noire wär als Arcade-Episoden Titel besser dran gewesen vom Konzept her. Und man tut nunmal nichts in dem Spiel, das Ding hat denselben spielerischen Anspruch wie Phoenix Wright und dazu viel schlechteres Writing.

Die zu einem Polizeispiel dazugehörenden Verfolgungsjagden zu Fuss und im Wagen genauso wie das observieren von Verdächtigen würden ohne offenen Welt IMO nicht funktionieren. Man könnte es so machen wie bei zB 007 Bloodstone, fände ich aber nicht mal ansatzweise so gut.
 
Auch die Schnitzeljagd wäre ohne Open World überhaupt nicht möglich. Die Spielwelt wird ja vielfach genutzt. Nur eben nicht im Sandbox-Sinne, sondern im Rahmen der Haupthandlung.
 
Wobei die Jagden zu Fuss im Grunde auch in einem abgeschlossenen Level stattfinden könnten, weil der Flüchtende ja den Weg vorgibt.

Versteh mich nicht falsch, ich mag die Atmo und den Feel von LA Noir, ich finde nur, daß es ein schlechtes Spiel ist ;)
 
Nasreddin schrieb:
@Zicke:

Wie ich an anderer Stelle dargelegt habe, bin ich der Meinung (gespeist durch das Spiel und die Aussagen Team Bondis), dass hinter L.A. Noire eine grundlegend unterschiedliche Designphilosophie im Vergleich zu einem Spiel wie Bioshock oder Monkey Island steckt.

Die meisten Videospiele werden um eine Spielmechanik herum gebaut. Bioshock ist ein Shooter, Monkey Island ist ein Adventure. Weil die Entwickler von vorne herein einen Shooter oder ein Adventure machen wollten. Spielwelt, Story und Charaktere werden um das Shooter- und Adventure-Gerüst herum gebaut.

Niemand bei Team Bondi ist hingegangen und hat gesagt: "Kommt, lasst uns mal ein Open-World-Action-Rätseladventure mit Rollenspiel-Dialogsystem und Wimmelbild-Suchelementen machen!" Team Bondi hat ein Krimispiel machen wollen und die Spielmechaniken sind Mittel zu Zweck. Sowas haben schon andere Entwickler zuvor gemacht, aber bei AAA-Mainstreamproduktionen ist dieser Designansatz sehr wohl neuartig und selten anzutreffen. Heavy Rain wäre einer der seltenen Ansätze der jüngeren Vergangenheit, wo ich eine ähnliche Philosophie sehe.

Ob einem L.A. Noire jetzt gefällt oder nicht, wer diesen fundamentalen Unterschied nicht sehen will, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Erstmal vorweg: mir gefällt es. Ich habe zwar mit ein paar Sachen meine Problemchen (über die du z. B. einfach hinweg siehst), aber das hat man ja bei fast allen Spielen.


Zu deinem Post: ich bin da völlig (!) konträrer Meinung! :D

Man merkt IMO L.A. Noire sofort an, dass es vom Prinzip her erstmal einem GTA gleicht. Das ganze Grundgerüst gleicht einem "normalen" Open World-Action-Adventure.

Dieses "Korsett" ist allgegenwärtig und hindert IMO das Spiel auch daran, mehr zu sein. Das Korsett sorgt nämlich bspw. dazu, dass die Geschichten IMMER linear sind. Es gibt keine Wendungen, keine Abzweigungen in der Handlung, alles läuft in vorgegebenen Bahnen. Die Dialoge, bzw. Verhöre sind mit drei Antwortmöglichkeiten (immer die Gleichen) arg limitiert. Anders als bspw. bei Heavy Rain, wo quasi jeder Dialog "massgeschneidert" ist und die gesamte Szene verändern kann, letztlich sogar das ganze Spiel.

Ich tuh' mich auch mit dem Begriff Krimispiel schwer. Für Krimi fehlt der Handlung (pro Episode und auch global) z. b. ein wichtiges Element: Spannung. Es gibt nie eine Szene, wo man z. B. innerhalb eines Zeitlimits an einem bestimmten Ort sein muss, weil sonst eine weitere Person stirbt und das den Fall ändern/erweitern würde. Es fehlen wirkliche Konsequenzen aus Fehlern / nicht Entdecken von Beweisen.

Zusätzlich verschenkt der Titel IMO enormes Potential beim Storytelling und bei den Charakteren.

Ich persönlich empfinde es eigentlich so wie ein Mafia II, wo der Action-Anteil runtergeschraubt wurde und das Dialog-System eingebaut wurde, es aber keinen Einfluss auf's Spiel nimmt.

edit:

Ja, IMO hätte man das Gameplay auch gerne noch weiter beschneiden können. Und dafür die Story mehr in den Vordergrund stellen. Entscheidungen hätten das Spiel beeinflussen können. Drücke A und es geht hier weiter. Drücke B, und es geht dort weiter, drücke C, und du wirst den Mörder nicht rechtzeitig finden, eine weitere Frau wird sterben und du landest bei D...
 
Oxblood schrieb:
Versteh mich nicht falsch, ich mag die Atmo und den Feel von LA Noir, ich finde nur, daß es ein schlechtes Spiel ist ;)

Ich finde auch, dass L.A. Noire kein gutes Spiel ist. Da sind wir uns einig. Ich würde sogar sagen, dass L.A. Noire kaum ein Spiel ist. (Wenn man den Begriff "Spiel" mal wörtlich nimmt).
 
Nasreddin schrieb:
Wir sind uns doch eigentlich einig, dass L.A. Noire anders ist als ein Sherlock Holmes Adventure oder ein GTA Sandbox-Game. Gerade die Besonderheiten sind doch auch die Gründe, warum einige Kritiker hier im Forum das Spiel so hassen.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich finde, dass die absolute Geistlosigkeit des Ermittlungs-Gameplays und die nichtvorhandenen Konsequenzen bei einem Fail ein absolutes NoGo sind. Der Fall löst sich so oder so, egal wie sehr man dabei abspackt. Wäre es so schwer gewesen, Verzweigungen in die Geschichte einzubauen, die auch u.U. auf verschiedene Enden hinauslaufen?
 
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