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Nasreddin schrieb:Hab das Spiel jetzt auch durch, hier meine Gedanken zum Finale:
Das Ende fand ich spielerisch eigentlich ganz angenehm. Nach den ruhigen Krimifällen der zwei Discs des Spiels gab es beim Branddezernat dann erwartungsgemäß zum Ende hin den ganz großen Fall. Deutlich actiongeladener und geradliniger, wie man es von einem modernen Thriller erwartet. Besonders gefallen hat mir die Kanalisation, sehr atmosphärisch und eines der Highlights des Spiels, obwohl nur geballert wird.
Zur Rahmenhandlung gibt es nicht allzu viel zu sagen. Die hat mir über weite Strecken nicht gefallen. Zum Ende hin fügt sich dann das Puzzle zusammen, wobei das Geflecht an Beziehungen schon sehr arg konstruiert ist. Klar, jeder kennt jeden und Phelps Kammeraden sind auch in jeder zweiten Szene involviert. Das waren mir deutlich zu viele Zufälle.
Phelps Tod hat mich nicht die Bohne interessiert. Was vor allem daran liegt, dass das Spiel wenig Raum zur Identifikation lässt. Phelps ist einfach ein Arschloch und da helfen auch die erklärenden Kriegs-Rückblenden nicht, weil der Typ von Anfang an ein obrigkeitshöriger, übereifriger Trottel ist. Und wenn ein Arschloch traumatisiert ist, wird es nur noch schlimmer.
Eine Chance zur Identifikation wurde damit vertan, dass das Privatleben von Phelps komplett aus dem Spiel ausgeblendet wurde. Nur wenn es für die Haupthandlung relevant war, wurde es gezeigt. Eigentlich fällt mir nur die Szene mit Phelps' Frau bei seiner Degradierung ein. Auch bei Elsa werden die Szenen nach dem Öffnen der Tür immer ausgeblendet, es sei denn es hat wie später etwas mit dem Fall zu tun.
Achja, edit: Kelso >>> Phelps -> Es ist klar, was beim Nachfolger zu tun ist!
Unterm Strich trotzdem mein Lieblingsspiel dieser Konsolengeneration. Aber wegen der Hauptstory oder dem Hauptcharakter hab ich es sicher nicht so gerne bis zum Ende gespielt.
Ich sag dir wie geil das gewesen wäre: Überhaupt nicht! Solche lächerlichen Twists waren schon vor fünf Jahren in Film und Spiel derart abgedroschen. Und es ist gut, wenn Regisseure und Spielemacher endlich realisieren, dass das Stilmittel an die Wand gefahren worden ist, wenn in jedem x-beliebigen Thriller der Täter immer eine "Überraschung" aus dem direkten Umfeld ist.Zimtzicke schrieb:Wie geil wäre es gewesen, wenn es z. B. Jack Kelso gewesen wäre. Tagsüber als Alibi auf der guten Seite, Nachts dann als Brandstifter, der für die Regierung seine schmutzige Arbeit erledigt. Oder Herrschel, der sich eine üppige Rente sichern möchte.
Es wäre besser gewesen, die schwachen Rückblenden komplett aus dem Spiel zu streichen. Oder empfindet irgendjemand die eindimensionale Kriegsstory als Bereicherung? Rausstreichen und stattdessen Phelps Privatleben ins Spiel integrieren. Und Frau und Geliebte nicht nur dann zeigen, wenns gerade was mit der Kriminalstory zu tun hat.Die letzte Rückblende nach den Credits zu zeigen ist IMO auch suboptimal. Gerade nach so langen Credits. Ich hab das nur durch Zufall gesehen, weil ich kurz eine rauchen war und die Credits laufen liess. Normalerweise mach ich dann nämlich aus.


Joe Genius schrieb:Ich fande es wirklich anstrengend durchzuspielen und bin froh das ich es nach heute hinter mir habe und verkaufen kann.
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