So, habe jetzt ca 1,5 Stunden gespielt und bin von dem bis jetzt Gesehehen durchaus begeistert. Die Grafik ist für ein Open World Game wirklich sensationell gut; ab und zu gibt's ein bischen Kantenflimmern, ist aber nicht weiter schlimm.
Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Richtig chillig im Westen derweil. Somit habe ich den Großteil der bisherigen Spielzeit auf der MacFarlane-Ranch verbracht und mir dort all die liebevollen Details zu Gemüte geführt...
Die wehende US-Flagge, das gackernde Huhn, das besteigbare Windrat, der umtretbare Stuhl, die umkippbare Milchkanne, der zu knackende Safe, das zu besteigende Haus,... mach es zu deiner Welt!

Nein wirklich, man muss schon sagen, auf Details wurde geachtet und so kann man richtig schön in die Spielwelt eintauchen. Das ruhig gehaltene Tutorial, dass dem Spieler signalisiert, man kann sich gerne Zeit lassen um ja alles zu erleben, was das Spiel bietet und bieten wird, erleichtert das "Eintauchen" in den Wilden Westen.
Die Steuerung ist meines Erachtens um einiges besser als in GTA IV. Man kann bei RDR glaube ich sogar von einer - guten - Steuerung sprechen. Nur manchmal sieht die Char-Animation komisch aus, wenn man aufhört den Sprint-Button zu drücken. Da stoppt Marston irgendwie komisch - aber auch irgendwie realistisch. ^^
Weiters kommen die Emotionen der einzelnen Chars schlicht weltklasse zum Ausdruck. Gefühlszustände und Mimik von fröhlich/traurig bis hin zu ernst gemeint/lustig/zynisch sind deutlich erkennbar. Damit ist es auch leichter, in die Ansichten der Chars "reinzuschauen" und Sympathie oder Antipathie zu entwickeln. So wie der alte Haudegen Jake oder wie der hieß, der ganz am Anfang da, der einem zur MacFarlane-Ranch bringt. Der Lacher, den er ablässt am Fort, kurz bevor er weiterreitet, ist doch mal richtig zynisch inszeniert worden.
Die Hauptstory gefällt mir bis jetzt ganz gut, Marston ist absolut sympathisch (im Gegensatz zu diesem Pseudo-Russen Bellic aus GTA IV) und die Spielwelt passt wie die Faust aufs Auge.
Die einzige Sorge, die ich noch hege ist die Größe der Spielwelt... So ein Ritt von Armadillo zur MacFarlane Ranch dauert bei Höchstgeschwindigkeit nicht wirklich lange... Gut, kann auch täuschen, immerhin habe ich einst ja selbst bei Sacred 2 gemeint, die Spielwelt wirke so klein und im Endeffekt habe ich dort dann in 60 Stunden gerade mal das erste Areal (von 5 oder 6?) vollständig erkundet.
So denn: In Bälde geht's weiter! Derweil parken mein Gaul und ich vor Armadillo - für ein Hotelzimmer gibt's noch kein Geld, da ich weder ein Leichenfledderer war, noch Glück bei den Nebenmissionen hatte (abgesehen von 4 $... *mist* die in einer Leiche versteckt waren. Aber ich habe die $ 4 Dollar nur genommmen, weil nicht ich für die Leiche verantwortlich war! Glaubt mir.

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