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Der granatenmäßige Zeichenthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

3D ohne Frage. Fall gelöst. Next please.

Korrekt zeichnen zu können ist sicherlich schwieriger als sich aus einem Baukasten zu bedienen. Da gibt es auch gar nichts zu diskutieren. Beides ist Kunst aber z.B. einen menschlichen Körper mit jeder Muskelfaser und jedem noch so kleinen Schatten, nur mit einem Bleistift auf Papier zu bringen erfordert da schon ein bisschen mehr können. Next please!
 
Und genau da liegst du falsch. Wenn man einen menschlichen Körper zeichnet, zeichnet man genau das, was man sieht. Wenn man ihn in 3D erstellt, dann muss man den kompletten Körper modellieren - also auch die Elemente, die gar nicht im Bild auftauchen. Und auch da muss man sich genau an die anatomische Realität halten, wenn man ein gutes Ergebnis will.
Ist man mit dem Modellieren fertig, darf man als nächstes ein Sculpt-Tool anwerfen, mit dem man dann die ganz feinen Details ausarbeitet. Anschließend geht es an die Shader und das Texturieren, denn das bisherige Model sieht aus wie eine Tonstatue. Will man glaubwürdige Haut, muss man die Figur mit einem Material versehen, welches die optischen Eigenschaften (Brechung, Reflexion, Subsurface-Scattering etc.) menschlicher Haut hat. Das alleine ist schon ein ziemlicher Krampf und da muss man mehrere Shader kombinieren.
Als nächstes geht es an die Textur. Soll ja auch wie Haut aussehen. Die kann man allerdings auch nicht einfach draufpappen. Dafür muss man das Modell erst mal aufschneiden und auseinanderrollen (nennt sich UV Unwrappen). Dann kann man da Texturen drauf platzieren. Allerdings hat man dann das Problem, dass an den Schnittstellen, wo man das Modell geöffnet hat, Nähte sind. Und die muss man auch fixen.
Man kann auch auf die Shader verzichten und gleich Fototexturen nehmen. Macht das Ganze aber nicht viel einfacher.
Wenn man dann ein texturiertes Modell hat...fehlen die Haare. Muss man über ein Partikelsystem erstellen und dann enstprechend wie beim Friseur in Form stylen. Auch nicht gerade einfach, da ein vernünftiges Ergebnis zu bekommen. Und wenn man damit fertig ist, hat man etwas, was so rumsteht:

Anne_02Thumb.jpg


Das ist die Grundpose beim Modellieren, da sie es erlaubt, symmetrische zu modellieren, so dass man "nur" eine Hälfte des Körpers erstellen muss. Sieht ja nach nix aus. Man muss die Figur erst noch in Pose werfen. Nur leider kann man jetzt nicht einfach alles so verschieben, bis es passt. Man muss der Figur zunächst mal ein Skelett verpassen (Rigging). Dabei muss man beachten, welche Gelenke in dem Skelett welchen Teil des Körpers beeinflussen. Sonst hat man schnell unnatürliche Haltungen. Auch hier ist wieder viel Feinarbeit gefragt. Und wenn man das hat, dann kann man die Figur in die gewünschte Pose drehen.

Jetzt kommen wir zum einfachen Teil des 3D: Wenn man das alles richtig gemacht hat, dann werden beim Rendern die Schatten automatisch erzeugt. Coole Sache. Allerdings muss man dafür auch erstmal eine richtige Beleuchtung erstellen. So einfach "Spot! Action!" ist da nämlich nicht. Da muss man auch genau wissen, was man tut. Ansonsten sieht die ganze tolle Arbeit nämlich nach nix aus.

Soviel mal als grober Abriss zur Erstellung eines Menschen in 3D. Jetzt können wir nochmal übers Zeichnen reden. ;)
 
Das war jetzt völlig unnötig mir das alles zu erzählen, wenn auch nett, ist ja nun nicht so das ich da völlig unbewandert bin. ;) Mir geht es um die Tatsache dass das reine Zeichen eine wesentlich höhere Kunst darstellt als sich eben aus dem Baukasten zu bedienen und nichts anderes ist jedes 3D Programm. Nur weil du ein bisschen modellieren kannst oder auch ein bisschen mehr, heisst das noch lange nicht das du auch Zeichnen kannst, wenn du verstehst was ich meine. Selbst wenn du noch so untalentiert bist was das Zeichnen betrifft, modellieren kannst du trotzdem lernen auch wenn du nie zeichnen können wirst. Klar lässt sich alles erlernen aber zeichnen lernt man nicht im handumdrehen. Artworks werden nicht umsonst von Künstlern erstellt und eben nicht von Modellierern. Zumindest in den meisten Fällen.
 
facepalm-lion-facepalm-demotivational-poster-1240941693.jpg


sry loomit, aber mehr gibts da echt net zu sagen. bzw gibt es schon... nur isses hier völlig überflüssig. also weitermachen... ich amüsier mich seit den letzten seiten köstlich hier^^
 
Du kannst dich amüsieren wie du willst, ändert nichts an den Tatsachen. Als nächstes willst du mir noch erzählen das Pfade ziehen komplizierter ist als aus dem Kopf mit dem Bleistift zu zaubern? Lass stecken...
 
Loomit schrieb:
Das war jetzt völlig unnötig mir das alles zu erzählen, wenn auch nett, ist ja nun nicht so das ich da völlig unbewandert bin. ;) Mir geht es um die Tatsache dass das reine Zeichen eine wesentlich höhere Kunst darstellt als sich eben aus dem Baukasten zu bedienen und nichts anderes ist jedes 3D Programm. Nur weil du ein bisschen modellieren kannst oder auch ein bisschen mehr, heisst das noch lange nicht das du auch Zeichnen kannst, wenn du verstehst was ich meine. Selbst wenn du noch so untalentiert bist was das Zeichnen betrifft, modellieren kannst du trotzdem lernen auch wenn du nie zeichnen können wirst. Klar lässt sich alles erlernen aber zeichnen lernt man nicht im handumdrehen. Artworks werden nicht umsonst von Künstlern erstellt und eben nicht von Modellierern. Zumindest in den meisten Fällen.

Informier dich mal, wie die Konzepte und das Artworking von Gears 2 entsanden ist, du Schwätzer!
Und Baukasten? Alter... unglaublich. DU hast absolut keine Ahnung.


Aber hey, sag ruhig irgendwas dazu, macht ja nichts!
 
Loomit schrieb:
Du kannst dich amüsieren wie du willst, ändert nichts an den Tatsachen. Als nächstes willst du mir noch erzählen das Pfade ziehen komplizierter ist als aus dem Kopf mit dem Bleistift zu zaubern? Lass stecken...

ob ich nun nen strich mit der maus oder mit dem stift ziehe ist doch mal sowas von egal.. auch texturen auf dein scheiss model setzen ist doch quasi wie die figur aufm blatt zu schattieren es sei denn du nimmst nur fertige models und ziehst fertige texturen drauf..
 
ich will dir gar nix erzählen da deine meinung sowieso feststeht und du nicht der typ bist der n fehler eingesteht. is mir auch relativ egal wenn du so ne blödsinn von dir gibst... is ja net so dass ich dadurch in irgendeiner form n nachteil hätt:)

weißt du, das problem an der sache is halt: hier gibts leute die durchs studium oder beruflich damit zu tun haben. sich mit der materie tatsächlich auseinander gesetzt haben und wirklich wissen wovon sie reden. und dann gibts leute die weder wissen wie in 3D programm funktioniert noch wissen was es wirklich bedeutet zu zeichnen oder zeichnen zu lernen.

das wars von mir an dieser stelle^^
 
Ihr versteht mich falsch, ich gebs auf und ihr habt recht.

ob ich nun nen strich mit der maus oder mit dem stift ziehe ist doch mal sowas von egal.. auch texturen auf dein scheiss model setzen ist doch quasi wie die figur aufm blatt zu schattieren es sei denn du nimmst nur fertige models und ziehst fertige texturen drauf..

Na eben nicht. Ich stelle doch gar nicht in Frage das 3D keine Kunst ist und man mal eben aus dem handumdrehen erlernen kann. Ich stelle lediglich in Frage das jeder der 3D kann auch gleichzeitig ein großer Zeichner ist. Das ist nämlich nicht der Fall. Und es gehört eben mehr dazu einen anatomisch korrekten Körper samt allen Schattierungen und Hautporen aus dem Handgelenk zu zaubern.
 
Beide Sachen kann man lernen. Und bei beiden Sachen wird man nie wirklich gut sein, wenn das Talent fehlt. Beim Zeichnen braucht es das gute Auge und das Wissen um entsprechende Techniken. Das ist bei 3D nicht anders. Auch da kommt es auf die Details an und das Wissen, wie man diese umsetzt. Und bis man mal richtig gute Modelle erstellen kann, vergehen auch Jahre. Daran ändern auch moderne Tools wie Zbrush nicht viel. Mit denen kann man jetzt zwar wirklich enorm realistische Modelle erstellen, aber dafür muss man dann auch zig Stunden Arbeit investieren. Von nix kommt da auch nix.
Mir ist auch nicht ganz klar, was du mit "Baukasten" meinst. Für ein richtig gutes Modell erstellt man jedes Polygon separat. Und das bedeutet, dass man mit einem einzigen Viereck beginnt. Imo nicht gerade "Baukasten".

Hier mal ein Beispiel für Boxmodelling. Dabei beginnt man mit einem Würfel. Das ist ein nettes Modell, aber auch nicht wirklich was Besonderes und der Typ hat das
a) schon vorher in einem Testlauf gemacht
b) kennt der Blender wie seine Hosentasche

http://www.blendercookie.com/2009/08/28/modeling-a-praying-mantis/

Und jetzt sieh mal wie lange das dauert. Wofür wird er wohl mehr Zeit aufgewendet haben? Die Referenzzeichnung oder das Modell in 3D?
 
Mir ist auch nicht ganz klar, was du mit "Baukasten" meinst. Für ein richtig gutes Modell erstellt man jedes Polygon separat. Und das bedeutet, dass man mit einem einzigen Viereck beginnt. Imo nicht gerade "Baukasten".

Das weiss ich doch Glod, mir geht es darum das es künstlerisch höher zu werten ist wenn jemand aus dem Handgelenk geniale korrekte Bilder malen kann. Bilder in denen alles stimmt, vom Schattenwurf bis zur Muskelfaser.

Und für Christian und seine Leseschwäche:

Zumindest in den meisten Fällen.
 
Christian86 schrieb:
Informier dich mal, wie die Konzepte und das Artworking von Gears 2 entsanden ist, du Schwätzer!
Und Baukasten? Alter... unglaublich. DU hast absolut keine Ahnung.


Aber hey, sag ruhig irgendwas dazu, macht ja nichts!

Soooo, nach mehrmaligen Ermahnen wegen deinem aggressiven Umgangston gibt es jetzt mal die fällige Verwarnung :roll:
 
Schon ok, Marcello. Ich übersteh`s.


Lustig eigentlich, was hier alles so steht. Ich wusste garnicht, wieviele Pros das Forum in dem Bereich hat.
Freut mich.

Ich geh weiter Baukasten-Lego spielen...
 
hmm... ich bastel in 3d und ich modelliere mit ton.. hat beides vor und nachteile... in 3d kann man wunderbar spiegeln und materialien überallhin kopieren... in ton musses jedesmal neu gemacht werden.. symmetrie? in 3d easy, in ton ein alptraum.
zeig mir nen artist, der in 2d schnell is und ich zeig dir einen, der mit ton schnell is. der 3d-typ kommt dann von selbst.
concept in photoshop oder markern, auch nochmal n unterschied. nutz ich brushes oder eigne ich mir techniken mt copics an...
es gibt da kein besser oder schlechter. hängt vom artist ab und was er drauf hat.
 
Loomit schrieb:
Das weiss ich doch Glod, mir geht es darum das es künstlerisch höher zu werten ist wenn jemand aus dem Handgelenk geniale korrekte Bilder malen kann. Bilder in denen alles stimmt, vom Schattenwurf bis zur Muskelfaser.

Okay, das interessiert mich. Wie genau begründest du, dass das hier:

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höher zu bewerten ist, als eine Zeichnung? Natürlich gibt es auch geniale Zeichner. John Wieser ist z.B. ein absoluter Gott, der gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Aber genauso gibt es im 3D-Bereich z.B. Scott Eaton.
 
:shock:
Beim ersten (und zweiten) Blick dachte ich "Hä? Wieso postet der Glod jetzt Fotos von Muskelbergen? Hat doch nix mim Thema zu tun" :lol:

Sieht schon unglaublich genial aus, das Bild :huldig:
 
Wie genau begründest du, dass das hier: höher zu bewerten ist, als eine Zeichnung?

Na versuch das Bild doch einfach mal zu malen. ;)
In 3D hast du einfach wesentlich mehr Unterstützung, ganz egal worum es nun geht. Bei einem Stück Papier hast du nur deinen Kopf, deine Hand und die Utensilien. Wobei dieses Bild natürlich schon wieder von einem wirklichen Pro kommt, den würd ich aber fast schon gleichwertig sehen. Würde mich aber mal interessieren ob er denn auch zeichnen kann. :D
 
Ich freu mich schon auf Teil 2 dieser Diskussion:

Pfff Gitarre spielen. Spiel mal Saxophon! Da musst du gleichzeitig noch blasen. Bei der Gitarre hast du den Verstärker der viel für dich übernimmt da brauchst du nur noch deine Hände aber son Saxophon alter, das haut rein.
 
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