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Kampfsportler oder Kampfkünstler hier?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

naja mit den ellbogen und knien auf dauer einzuschlagen wird sich schon irgendwann auswirken :deal:

An Muay Thai habe ich die Interesse verloren nachdem ich einige Kämpfe live miterlebt habe. War mir einfach zu dreckig und unehrenvoll, klar gibts das beim boxen auch aber gerade bei muay thai ist mir das sofort aufgefallen. Außerdem bin ich Schwergewichtler und habe es schon so an sich schwer genug meine Balance beim Boxen zu halten :deal:
Wenn meine Knie ausgeheilt sind werde ich mir normales Kickboxen mal ansehen aber bisher bin ich sehr zufrieden mit Boxen und hab keinen Drang meine Beine einzusetzen. ;)
 
Ich empfehle auch Boxen. Dort wirst du fit, das Verletzungsrisiko ist gering und mit 35 ist man auch fürs boxen nicht zu alt.

Und ja, ich empfinde Boxen auch am saubersten und am elegentesten im Vergleich zu Kickboxen usw. was für mich zu sehr nach Straßenkampf aussieht.
 
@funGus - thx für das einfügen des Threads.

Keine Ahnung warum bei mir die SUFU zu spinnen scheint... hab vorher nach Kampfsport gesucht und kein Ergebniss rausgespuckt bekommen...

Reicht es also nicht die Schnellsuche zu nutzen? Scheinbar...

Danke auch für die vielen Antworten :bier:
 
Ob es mit 27 noch sinn macht mit MMA anzufangen. Und das auch noch als 70 Kilo Fliegengewicht ... Habe mal WT gemacht , da ging es (komplett paradox) nur noch ums drauf dreschen gegen Pratzen und Menschentrauben.
 
MIIE schrieb:
Ob es mit 27 noch sinn macht mit MMA anzufangen. Und das auch noch als 70 Kilo Fliegengewicht
[...]

Kommt halt drauf, was man damit erreichen möchte. Wettkampffähig wird man wohl nicht werden, aber Fitness und Selbstverteidigung kann man dadurch ja trotzdem trainieren und als Ausgleichsport ist ja im Grunde eh fast alles geeignet.
 
BigB schrieb:
Wir haben ja ein paar Cracks zum Thema auf dem Board...

Welchen Kampfsport würdet ihr mir alten Mann mit 35 empfehlen.

Mehr als 2 mal die Woche habe ich keine Zeit.

Will keine richtigen Kämpfe bestreitet, stelle mich aber wenn ich es denn ein wenig drauf habe gerne fürs Sparring zur Verfügung.

Man sollte so wenig wie möglich extra Ausrüstung anschaffen müssen. Also am besten keine extra Kleidung wie son Karateanzug etc. --- das man meißt passende Schuhe, Pratzen, Mundschutz etc. braucht weiß ich und wäre auch OK.

Würde auf jeden Fall gerne mit einem Kampfsport anfangen... vielleicht gibts ja ein paar Tips... Nur Krafttraining ist mir auf die Dauer zu öde :roll:

Aikidō, Aiki-ken und Iaidō.

Sind alle drei Kampfkünste bei denen keine körperliche Kraft benötigt wird, sondern Konzentration, Disziplin und Technik das A und O sind. Wird auch sehr oft parallel angeboten, da alle drei Künste verdammt viel gemeinsam haben.

Insbesondere Aikidō und Aiki-ken, da Aiki-ken von Morihei Ueshiba entwickelt wurde, der auch als Schöpfer des Aikidō gilt. Im Grunde hat er sich verschiedene Stilrichtungen des Kenjutsu (Überbegriff für die japanischen Schwertkünste) angesehen und sie auf die Philosophie des Aikidō abgestimmt. Basiert hauptsächlich auf der Schule des Kashima Shintō-ryū. Iaidō ist die Disziplin des Schwertziehens, dem wiederum bereits im feudalen Kashima Shintō-ryū große Bedeutung zukam. ;)

Aikidō selbst ist rein defensiver Natur und kennt keine Angriffslehre (auch wenn sich viele Techniken sehr wohl dazu benutzen ließen). Geht darum die Bewegung und Kraft des Angreifers auf ihn selbst umzuleiten und so seine Körperspannung bzw. die Kontrolle seines eigenes Körpers vollkommen zu brechen. Aikidō besteht daher aus einer Vielzahl an Würfen und Sicherungstechniken.
Zum Aikidō, so wie Aiki-Ken und Iaidō gehört nebst der Techniken auch noch eine Wagenladung an Philosophie, welche diese drei Künste auszeichnet.

Allerdings spießt sich das etwas mit deiner Vorgabe zur Ausrüstung...

Du wirst ziemlich bald einen Keiko-Gi (40 Euro bis weit darüber, je nach Machart, wobei es ein billiger für den Start definitiv tut) benötigen und später einmal einen Hakama (zumindest bei uns im Dojo ist der Hakama ein Zeichen eines höheren Grades).

Fürs Aiki-ken und auch anfänglich im Iaidō benötigst du zusätzlich noch einen Bokken (japanisches Holzschwert) und später einen richtigen, ungeschliffenen Katana bzw. auch einen scharfen und Gozamatten, wenn du Interesse an richtigen Schnittübungen hast.

Ist für jung und alt geeignet, nur sollte man keine chronischen Knieprobleme mitbringen, da sehr viel aus der knieenden Position heraus gearbeitet wird.
Ansonsten verlangt es einem nur körperlich viel ab, wenn mal ein Fall nicht gelingt oder der Trainingspartner etwas übertreibt - dann kann es wirklich schmerzhaft werden. Die körperlich härteste Phase ist das wirklich wichtige Aufwärmprogramm, da die Techniken des Aikidōl, sehr stumpf formuliert, darauf basieren an den schwächsten Punkten des menschlichen Körpers anzusetzen: Den Gelenken. Dementsprechend ist ausgiebiges Aufwärmen einfach wichtig und auch das schweißtreibendste am Training, da der Rest reine Technik ist, die sich für den Anwender nicht wirklich schweißtreibend gibt, sondern ein hohes Maß an Koordination abverlangt. Ergo Perfektion und das bedeutend vor allem eines: Üben, üben, üben,...

Es gibt in allen drei Künsten auch keine traditionellen Wettkämpfe, sondern nur Vorführungen.
Wieso? Weil es der Ideologie widersprechen würde.
Man muss sich aber im klaren sein, dass die Lernkurve sehr, sehr steil ist, da die Techniken meist sehr komplex sind und eine absolut saubere und elegante Ausführung jedes einzelnen Schrittes oberstes Gebot sein sollte.
 
BigB schrieb:
Wir haben ja ein paar Cracks zum Thema auf dem Board...

Welchen Kampfsport würdet ihr mir alten Mann mit 35 empfehlen.

Mehr als 2 mal die Woche habe ich keine Zeit.

Will keine richtigen Kämpfe bestreitet, stelle mich aber wenn ich es denn ein wenig drauf habe gerne fürs Sparring zur Verfügung.

Man sollte so wenig wie möglich extra Ausrüstung anschaffen müssen. Also am besten keine extra Kleidung wie son Karateanzug etc. --- das man meißt passende Schuhe, Pratzen, Mundschutz etc. braucht weiß ich und wäre auch OK.

Würde auf jeden Fall gerne mit einem Kampfsport anfangen... vielleicht gibts ja ein paar Tips... Nur Krafttraining ist mir auf die Dauer zu öde :roll:

Aikidō, Aiki-ken und Iaidō.

Sind alle drei Kampfkünste bei denen keine körperliche Kraft benötigt wird, sondern Konzentration, Disziplin und Technik das A und O sind. Wird auch sehr oft parallel angeboten, da alle drei Künste verdammt viel gemeinsam haben.

Insbesondere Aikidō und Aiki-ken, da Aiki-ken von Morihei Ueshiba entwickelt wurde, der auch als Schöpfer des Aikidō gilt. Im Grunde hat er sich verschiedene Stilrichtungen des Kenjutsu (Überbegriff für die japanischen Schwertkünste) angesehen und sie auf die Philosophie des Aikidō abgestimmt. Basiert hauptsächlich auf der Schule des Kashima Shintō-ryū. Iaidō ist die Disziplin des Schwertziehens, dem wiederum bereits im feudalen Kashima Shintō-ryū große Bedeutung zukam. ;)

Aikidō selbst ist rein defensiver Natur und kennt keine Angriffslehre (auch wenn sich viele Techniken sehr wohl dazu benutzen ließen). Geht darum die Bewegung und Kraft des Angreifers auf ihn selbst umzuleiten und so seine Körperspannung bzw. die Kontrolle seines eigenes Körpers vollkommen zu brechen. Aikidō besteht daher aus einer Vielzahl an Würfen und Sicherungstechniken.
Zum Aikidō, so wie Aiki-Ken und Iaidō gehört nebst der Techniken auch noch eine Wagenladung an Philosophie, welche diese drei Künste auszeichnet.

Allerdings spießt sich das etwas mit deiner Vorgabe zur Ausrüstung...

Du wirst ziemlich bald einen Keiko-Gi (40 Euro bis weit darüber, je nach Machart, wobei es ein billiger für den Start definitiv tut) benötigen und später einmal einen Hakama (zumindest bei uns im Dojo ist der Hakama ein Zeichen eines höheren Grades).

Fürs Aiki-ken und auch anfänglich im Iaidō benötigst du zusätzlich noch einen Bokken (japanisches Holzschwert) und später einen richtigen, ungeschliffenen Katana bzw. auch einen scharfen und Gozamatten, wenn du Interesse an richtigen Schnittübungen hast.

Ist für jung und alt geeignet, nur sollte man keine chronischen Knieprobleme mitbringen, da sehr viel aus der knieenden Position heraus gearbeitet wird.
Ansonsten verlangt es einem nur körperlich viel ab, wenn mal ein Fall nicht gelingt oder der Trainingspartner etwas übertreibt - dann kann es wirklich schmerzhaft werden. Die körperlich härteste Phase ist das wirklich wichtige Aufwärmprogramm, da die Techniken des Aikidōl, sehr stumpf formuliert, darauf basieren an den schwächsten Punkten des menschlichen Körpers anzusetzen: Den Gelenken. Dementsprechend ist ausgiebiges Aufwärmen einfach wichtig und auch das schweißtreibendste am Training, da der Rest reine Technik ist, die sich für den Anwender nicht wirklich schweißtreibend gibt, sondern ein hohes Maß an Koordination abverlangt. Ergo Perfektion und das bedeutend vor allem eines: Üben, üben, üben,...

Es gibt in allen drei Künsten auch keine traditionellen Wettkämpfe, sondern nur Vorführungen.
Wieso? Weil es der Ideologie widersprechen würde.
Man muss sich aber im klaren sein, dass die Lernkurve sehr, sehr steil ist, da die Techniken meist sehr komplex sind und eine absolut saubere und elegante Ausführung jedes einzelnen Schrittes oberstes Gebot sein sollte.

aikido.at schrieb:
AIKIDO ist eine Synthese der traditionellen japanischen Künste des BUDO und gilt als wirksames System der Selbstverteidigung gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer.

Es hat sich aus der japanischen Tradition der Kampfkünste den defensiven Aspekt bewahrt. In erster Linie ist es also, wie die meisten Kampfkünste, eine effektive Methode des Selbstschutzes.

Das Ziel ist es, zwei entgegengesetzte Kräfte zu vereinen. Darüber hinaus ist AIKIDO ein in Körpersprache verfasstes Lehrbuch in moralischer und philosophischer Sicht.

Eine der vielen Besonderheiten liegt darin, dass es sich aus der engen Sphäre des Kampfes und Wettstreites gelöst hat und so auch zu einer dynamischen Form der Persönlichkeitsbildung für Erwachsene und Kinder geworden ist.

AIKIDO zeichnet sich durch Schnelligkeit und Effizienz aus. Regelmäßiges Training fördert die Harmonie zwischen Körper und Geist, es entwickelt Körperaufbau, Geschmeidigkeit, Beobachtungsgabe, Kondition, Raum- und Zeitgefühl, Körperbeherrschung und Ästhetik.


aikido.at schrieb:
Das japanische Schwert ist nicht die älteste Waffe Japans, wohl aber die Anspruchsvollste. Sie zählt zu den am höchsten entwickelten in Sachen Ethik, Moral und Technik. Heutzutage ist IAIDO eine Reflexion der Ideale vom Krieger dieser Zeit.

IAIDO ist eine Kunst, die dem Übenden den Kontrast zwischen "Leben" und "Lebenswerten Leben" verdeutlicht. Es ist eine einmalige Mischung der Ethiken des Konfuzianismus, den introspektiven Methoden des Zen, den natürlichen Philosophien des Taoismus und schließlich gekräftigt von der Strenge des Bushido.

Geübt wird der Umgang mit dem Schwert in Form von verschiedenen Katas (festgelegte Bewegungsabläufe). Zu Beginn wird die Klarheit und Reinheit der äußeren Figur, später die Eleganz und Kraft, erarbeitet.

Die Bewegungen im IAIDO sind von unglaublicher Perfektion und Schönheit.

Aikidō in Perfektion...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=-3DLFCKdoOg[/vid]

Iaidō und Aiki-ken...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=uocAfN1gfG0[/vid]

Ausschnitte aus Hachidan Prüfungen, im Iaidō (Hachidan ist der technisch höchste Meistergrad)...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=aLUzztpsjYU[/vid]
 
BigB schrieb:
Wir haben ja ein paar Cracks zum Thema auf dem Board...

Welchen Kampfsport würdet ihr mir alten Mann mit 35 empfehlen.

Mehr als 2 mal die Woche habe ich keine Zeit.

Will keine richtigen Kämpfe bestreitet, stelle mich aber wenn ich es denn ein wenig drauf habe gerne fürs Sparring zur Verfügung.

Man sollte so wenig wie möglich extra Ausrüstung anschaffen müssen. Also am besten keine extra Kleidung wie son Karateanzug etc. --- das man meißt passende Schuhe, Pratzen, Mundschutz etc. braucht weiß ich und wäre auch OK.

Würde auf jeden Fall gerne mit einem Kampfsport anfangen... vielleicht gibts ja ein paar Tips... Nur Krafttraining ist mir auf die Dauer zu öde :roll:

Aikidō, Aiki-ken und Iaidō.

Sind alle drei Kampfkünste bei denen keine körperliche Kraft benötigt wird, sondern Konzentration, Disziplin und Technik das A und O sind. Wird auch sehr oft parallel angeboten, da alle drei Künste verdammt viel gemeinsam haben.

Insbesondere Aikidō und Aiki-ken, da Aiki-ken von Morihei Ueshiba entwickelt wurde, der auch als Schöpfer des Aikidō gilt. Im Grunde hat er sich verschiedene Stilrichtungen des Kenjutsu (Überbegriff für die japanischen Schwertkünste) angesehen und sie auf die Philosophie des Aikidō abgestimmt. Basiert hauptsächlich auf der Schule des Kashima Shintō-ryū. Iaidō ist die Disziplin des Schwertziehens, dem wiederum bereits im feudalen Kashima Shintō-ryū große Bedeutung zukam. ;)

Aikidō selbst ist rein defensiver Natur und kennt keine Angriffslehre (auch wenn sich viele Techniken sehr wohl dazu benutzen ließen). Geht darum die Bewegung und Kraft des Angreifers auf ihn selbst umzuleiten und so seine Körperspannung bzw. die Kontrolle seines eigenes Körpers vollkommen zu brechen - sprich Ziel ist es, den Gegner vollkommen in der Hand zu haben. Aikidō besteht daher vorwiegend (aber nicht nur) aus einer Vielzahl an Würfen und Sicherungstechniken.
Zum Aikidō, so wie Aiki-Ken und Iaidō, gehört nebst der Techniken auch noch eine Wagenladung an Philosophie, welche diese drei Künste auszeichnet.

Allerdings spießt sich das etwas mit deiner Vorgabe zur Ausrüstung...

Du wirst ziemlich bald einen Keiko-Gi (der traditionelle Trainingsanzug; 40 Euro bis weit darüber, je nach Machart, wobei es ein billiger für den Start definitiv tut) benötigen und später einmal einen Hakama (zumindest bei uns im Dojo ist der Hakama ein Zeichen eines höheren Grades).

Fürs Aiki-ken und auch anfänglich im Iaidō benötigst du zusätzlich noch einen Bokken (japanisches Holzschwert) und später einen richtigen, ungeschliffenen Katana bzw. auch einen scharfen und Gozamatten, wenn du Interesse an richtigen Schnittübungen hast.

Ist für jung und alt geeignet, nur sollte man keine chronischen Knieprobleme mitbringen, da sehr viel aus der knieenden Position heraus gearbeitet wird.
Ansonsten verlangt es einem nur körperlich viel ab, wenn mal ein Fall nicht gelingt oder der Trainingspartner etwas übertreibt - dann kann es wirklich schmerzhaft werden. Die körperlich härteste Phase ist das wirklich wichtige Aufwärmprogramm, da die Techniken des Aikidōl, sehr stumpf formuliert, darauf basieren an den schwächsten Punkten des menschlichen Körpers anzusetzen: Den Gelenken. Dementsprechend ist ausgiebiges Aufwärmen einfach wichtig und auch das schweißtreibendste am Training, da der Rest reine Technik ist, die für den Anwender nicht wirklich in harter Arbeit ausartet, sondern ein hohes Maß an Koordination abverlangt. Ergo Perfektion und das bedeutend vor allem eines: Üben, üben, üben,...

Es gibt in allen drei Künsten auch keine traditionellen Wettkämpfe, sondern nur Vorführungen.
Wieso? Weil es der Ideologie widersprechen würde.
Man muss sich aber im klaren sein, dass die Lernkurve sehr, sehr steil ist, da die Techniken meist sehr komplex sind und eine absolut saubere und elegante Ausführung jedes einzelnen Schrittes oberstes Gebot sein sollte.

aikido.at schrieb:
AIKIDO ist eine Synthese der traditionellen japanischen Künste des BUDO und gilt als wirksames System der Selbstverteidigung gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer.

Es hat sich aus der japanischen Tradition der Kampfkünste den defensiven Aspekt bewahrt. In erster Linie ist es also, wie die meisten Kampfkünste, eine effektive Methode des Selbstschutzes.

Das Ziel ist es, zwei entgegengesetzte Kräfte zu vereinen. Darüber hinaus ist AIKIDO ein in Körpersprache verfasstes Lehrbuch in moralischer und philosophischer Sicht.

Eine der vielen Besonderheiten liegt darin, dass es sich aus der engen Sphäre des Kampfes und Wettstreites gelöst hat und so auch zu einer dynamischen Form der Persönlichkeitsbildung für Erwachsene und Kinder geworden ist.

AIKIDO zeichnet sich durch Schnelligkeit und Effizienz aus. Regelmäßiges Training fördert die Harmonie zwischen Körper und Geist, es entwickelt Körperaufbau, Geschmeidigkeit, Beobachtungsgabe, Kondition, Raum- und Zeitgefühl, Körperbeherrschung und Ästhetik.


aikido.at schrieb:
Das japanische Schwert ist nicht die älteste Waffe Japans, wohl aber die Anspruchsvollste. Sie zählt zu den am höchsten entwickelten in Sachen Ethik, Moral und Technik. Heutzutage ist IAIDO eine Reflexion der Ideale vom Krieger dieser Zeit.

IAIDO ist eine Kunst, die dem Übenden den Kontrast zwischen "Leben" und "Lebenswerten Leben" verdeutlicht. Es ist eine einmalige Mischung der Ethiken des Konfuzianismus, den introspektiven Methoden des Zen, den natürlichen Philosophien des Taoismus und schließlich gekräftigt von der Strenge des Bushido.

Geübt wird der Umgang mit dem Schwert in Form von verschiedenen Katas (festgelegte Bewegungsabläufe). Zu Beginn wird die Klarheit und Reinheit der äußeren Figur, später die Eleganz und Kraft, erarbeitet.

Die Bewegungen im IAIDO sind von unglaublicher Perfektion und Schönheit.

Aikidō in Perfektion...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=-3DLFCKdoOg[/vid]

Iaidō und Aiki-ken...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=uocAfN1gfG0[/vid]

Ausschnitte aus Hachidan Prüfungen, im Iaidō (Hachidan ist der technisch höchste Meistergrad)...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=aLUzztpsjYU[/vid]
 
Trayal - danke für die ausführliche Beschreibung. Hört sich echt interessant an aber iwie ist es vom Bauch her nix für mich.

Die Videos sehen für mich - und das soll nicht abwertend gemeint sein - als Laie aus wie eine Mischung aus Ballett und Wrestling. Damit meine ich das es halt sehr einstudiert ausschaut - was es ja wahrscheinlich auch ist damit sich keiner übel verletzt.

Bin aber doch auf der Suche nach etwas mit ein bißchen mehr subjektiv empfundener Action... und hätte auch keine Probleme eins auf Maul zu bekommen (solange ich nen Mundschutz drin hab ;))

Boxen hört sich gut an, würde aber auch gerne die Beine nutzen... hat jemand Erfahrung mit Taekwondo oder Kickboxen?
 
BigB schrieb:
Trayal - danke für die ausführliche Beschreibung. Hört sich echt interessant an aber iwie ist es vom Bauch her nix für mich.

Die Videos sehen für mich - und das soll nicht abwertend gemeint sein - als Laie aus wie eine Mischung aus Ballett und Wrestling. Damit meine ich das es halt sehr einstudiert ausschaut - was es ja wahrscheinlich auch ist damit sich keiner übel verletzt.

Wie gesagt, es gibt in genannten Disziplinen keine Wettkämpfe. Das sind alles nur Vorführungen der Techniken. Geht also nicht darum sich mit anderen zu messen, sondern mit sich selbst.

Obige Videos sind natürlich nur Vorführungen. Sprich du hast einen Angreifer der auf den Verteidiger los geht und dieser führt gewisse Techniken vor. Dass es so "balletthaft" wirkt, liegt an der Eleganz und der Perfektion dahinter. Zudem ist der Angreifer auch gut in der Fallschule unterweisen, wäre der Angreifer ein Laie, so würde er bereits nach der ersten, komplexeren Wurftechnik jammernd am Boden liegen. Würde man jemanden zusehen, der noch nicht so weit fortgeschritten ist, so würde er alles viel langsamer angehen oder es würde alles viel brutaler aussehen. Ein Meister hat es allerdings nicht nötigt, hier mit Schmackes ranzugehen, da er einen auch ohne großen Aufwand zum Schreien bringen würde und es zudem auch entgegen der Philosophie hinter dieser Kampfkunst ist. :D

Gezeigte Typen in dem Video sind Kampfkünstler auf wirklich hohem Niveau, in Meistergraden, die das schon etliche Jahre betreiben. Betreibe es selbst nun seit 10 Jahren und bin noch nicht aus dem Schülergrad heraus (derzeit im letzten Schülergrad und der ersten Dan Prüfung darf ich mich wohl 2012 oder 2013 stellen).

Ist halt eine noble Kampfkunst, die nach absoluter Perfektion strebt und kein Kampfsport, wie Boxen und co...was aber nicht bedeutet, dass sie nicht effektiv ist, ganz im Gegenteil sogar.
 
Wer Russisch-Aikido (also die Brutalo-Variante) sehen will, der braucht sich nur einen der alten Seagal-Heuler anzuschauen:

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=1csaRlEl5A4&feature=related[/vid]

Das sieht dann schon nicht mehr so ballettmäßig aus. :gerri:
 
BigB schrieb:
Trayal - danke für die ausführliche Beschreibung. Hört sich echt interessant an aber iwie ist es vom Bauch her nix für mich.

Die Videos sehen für mich - und das soll nicht abwertend gemeint sein - als Laie aus wie eine Mischung aus Ballett und Wrestling. Damit meine ich das es halt sehr einstudiert ausschaut - was es ja wahrscheinlich auch ist damit sich keiner übel verletzt.

Bin aber doch auf der Suche nach etwas mit ein bißchen mehr subjektiv empfundener Action... und hätte auch keine Probleme eins auf Maul zu bekommen (solange ich nen Mundschutz drin hab ;))

Boxen hört sich gut an, würde aber auch gerne die Beine nutzen... hat jemand Erfahrung mit Taekwondo oder Kickboxen?

Womit ich bisher immer große Probleme beim Kickboxen und Muyah Thai hatte war das "Publikum". Die Sportarten sind scheinbar grad in der Türsteherszene der Hit und daher hast du da überdurchschnittlich viele Asis. Natürlich nicht überall, aber nicht jeder mag das. Beim Boxen sieht das anders aus.
Taekwondo hab ich als Jugendlicher ein paar Jahre gemacht, aber ehrlichgesagt macht mir Boxen mehr Spaß. Beim Taekwondo wird auch recht viel auf Tradition wertgelegt und man muss auch so Choreographien auswendig lernen & einen Anzug trägt man auch.
Ich mags da eher rustikal und stimme daher fürs boxen!
 
Absolut, Kickboxen usw. hat wie schon erwähnt den Straßenschlägerchamre, dementsprechend gibts auch viele Pfosten die diesen Sport betreiben.
Und Beinarbeit ist beim Boxen sowas von anspruchsvoll dass das eigentlich für die Beine ausreichen sollte, auch ohne Kicks ;)
 
Glod schrieb:
Wer Russisch-Aikido (also die Brutalo-Variante) sehen will, der braucht sich nur einen der alten Seagal-Heuler anzuschauen:

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=1csaRlEl5A4&feature=related[/vid]

Das sieht dann schon nicht mehr so ballettmäßig aus. :gerri:

Wieso wusste ich nur, dass jemand ein Steven Seagal Video postet? :D

Der Kerl hat in der Tat bereits den höchsten, technischen Dan im Aikidō, aber für seine Filme und der Zurschaustellung des Aikidō in aggressiver Form, hat er mehr als nur genug Kritik weltweit von anderen Aikidōka geerntet. So sieht Aikidō aber aus wenn man es gegen die Prinzipien dieser Kampfkunst betreibt, mit der Absicht den Gegner wirklich zu verletzen und dass kann man auch, da man ihm mit jedem Griff irgendwas brechen, ausrenken und verdrehen oder das Ganze noch mit ein paar derben Schlägen versehen kann. :gerri:
 
Na ja, das muss man ja zeigen, um Aussagen von wegen Aikido wäre nur einstudiertes Ballett-Tanzen, entgegenzutreten. :D
Wenn man es gegen jemanden einsetzt, der damit nicht vertraut ist, dann hinterlässt man einen jammernden Fleischsack mit lauter gebrochenen Knochen darin. Ist also auch was für die ganz harten Kerle, die Aua machen wollen.
 
Wie schon gesagt - das mit dem Ballett war in keiner weise defätistisch gemeint.

Mir ist schon klar, dass man damit einen Gegner übelst vor die Pumpe laufen lassen kann.

Was glaubt ihr denn, wie würde ein Kampf von einem Boxprofi, sagen wir mal einem der Klitschkos, gegen nen Aikido Meister ausgehen? Hätte Klitschko ne Chance?
 
Ich kenn mich nicht aus, aber ich würde Nein sagen. Da Klitschko immer den Gegner kommen lässt und ihm per Jab das Gesicht massiert, der Aikido-Meister aber einen Teufel tun wird, anzugreifen...öhm...das könnte ein interessanter Kampf werden. :D
 
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