Warum muss man überhaupt zum Elternabend? Meine Eltern damals (in den 80ern und frühen 90ern) haben gesehen, dass die anderen Eltern zu 90 % "pseudo-soziale" Spät-68er waren, deren Handeln und Taten nicht mit ihren Worten übereinstimmten. Scheinheilige, sozusagen. Hinzu kam, dass mindestens jedes zweite Kind nach Ansicht von deren Eltern etwas Besonderes war und entsprechende Aufmerksamkeit braucht. Das artete dann auch gerne mal in ein "Mein Kind ist besser als eures"-Wettwichsen bei Elternabenden aus. Darauf hatten meine Eltern nach der dritten Veranstaltung keinen Bock mehr.
Und so haben wir lieber gemeinsam zuhause den Bergdoktor, Kommisar Rex, Ein Fall für Zwei oder Peter Strohm geguckt (je nach Wochentag), anstatt dass sie sich mit den anderen Eltern rumgeärgert haben. Schöne Zeiten!
Oder haben sich Elternabende inzwischen so stark verändert, dass es wirklich lohnenswerte Veranstaltungen sind?
PS: Ich bin heute Abend online. Mit Kindersitz im Fiat oder Abarth 500. Mit Kinderwagen im Kofferraum vom Nissan GT-R Gr. 2.