Bexter schrieb:
Deine Kritik ist in meinen Augen, sorry Dow, Schwachsinnig. Du erwartest scheinbar, dass jeder Journalist eines Gamemags in der lage ist einen Test SO zu schreiben, dass DU dich damit aus der Seele gesprochen fühlst. Menschen, die Dinge testen, und damit meine ich nicht nur aus der Gamesbranche, müssen und können immer nur zum Teil aus ihrer subjektiven Sichtweise bewerten - das lernt man in jedem Journalistikstudium.
Nein, ich erwarte von einem Journalisten, dass er, sollte er ein Review schreiben, über sein reines intuitives und subjektives Gefühl hinausgeht. Nicht in jedem Bereich, das ist unmöglich, aber im großen Teil.
Er kann jeweils den Sinn und Unsinn, von einem jeden Element eines Spiel auszeichnen. Steuerung, Gameplay, Grafik, Ton, Spezial Featues und die Dinge, die du in deinem eigenen Beitrag alle aufzählst. Das einzige (!) was subjektiv sein darf, ist die eigene Meinung zum Spiel.
Tests sind letztendlich in ihrem Gesamtbild IMMER subjektiv
Was soll ich mit diesem Satz anfangen? Ich will ein Review, dass zu größten Teilen nicht subjektiv ist, weil ich der Überzeugung bin, dass man ein Spiel, als Sachurteil, objektiv bewerten kann. Die eigene Meinung darf ein Journalist gerne haben....aber oft eben auch für sich behalten. Wie kommt es zum Beispiel, dass euer HALO: ODST Test, der so gerne von allen Seiten, auch von dir, gerne mal zerrissen wird? Ja, weil es eben hier andersrum geschehen ist. Die Meinung zu einem Spiel hat alle objektiveren Gesichtspunkte des Spiels völlig vernichtet.
Das Unterhält zwar (zumindest alle, die das Spiel haben wollen) bringt aber nichts!
Ich warte nicht, dass man mir aus der Seele spricht. Dafür kann ich Bart Wux anrufen. Bei einem Review will ich grade etwas haben, dass NICHT aus meiner Seele spricht. Die Seiten, bei dem Review und meine spätere Meinung übereinstimmen, besuche ich natürlich häufiger. Deshalb besuche ich ja auch Gameswelt ziemlich häufig. Leider scheint diese Übereinstimmung immer weiter abzunehmen, dass ja nicht unbedingt eure Schuld sein muss, dennoch die Kritik bleibt.
Was macht denn in deinen Augen dann bitte einen guten Journalisten aus, außer der Tatsache, dass er gut und flüssig schreibt? Dass er die Gedanken jedes einzelnen Users lesen soll? Er kann sich nur auf Tatsachen, Recherchen und eigenen Erfahrungen durch das Spielen des Spiels beziehen.
Erstmal will ich erwähnen, dass du hier jetzt selbst mehr Kriterien angibst. Und deine erste Bestimmung für einen guten Journalisten mehr zu einem trivialen Nebensatz verkommt. Das wäre Punkt eins.
Meine Bestimmung eines guten Journalisten besteht darin, sich zum großen Teil unabhängig von seinen eigenen Empfindungen zu machen. Es gibt eben Punkte an einem Spiel, die man objektiv bewerten kann, weil man es einfach sieht und hört.
Und wenn irgendwo der Satz auftaucht " Das war mir persönlich etwas zu dunkel" kann ich damit leben aber wenn wieder mal im besagten Beispieltest von eurem HALO: ODST folgendes auftaucht, muss man grübeln:
"Wenig Neues? Sicher, aber tatsächlich ist Halo 3: ODST ein echter Shooter-Spaß, der sich keineswegs hinter den bisherigen Episoden verstecken muss."
Wenn man den Test liest stellt sich die Passage "Wenig Neues" auf das Gameplay, die Grafik, die Sprachausgabe, sowie die restlichen Kritikpunkte, die ich jetzt nicht alle aufzähle und das Fazit lautet im Grunde genommen nur: Kaufen, alle Xbox-Besitzer sollte es kaufen, weil es MIR Spaß gemacht hat. Ich trete alle Fakten mit Füßen und schließe von meinem Spielspaß auf die Wertung von 89....nen Award gibt es schließlich auch noch!
Und das ist meiner Meinung nach der verkehrte weg. Deine Meinung darf und soll natürlich erwähnt werden, es sollte aber nicht die Note bestimmen. Das interessiert mich in dem Fall auch nicht. Ich will Fakten zum Spiel.
Dass muss er dann in einem kompetenten, flüssigen und unterhaltsamen Text packen.
Das ist lediglich die Mindestanforderung!
Und lass da jetzt Gameswelt außen vor. Das bezieht sich in meinen Augena uf die Pressearbeit im allgemeinen...
Nein, nehmen wir mal die Stiftung Warentest, die stellt sich auch nicht hin und sagt....mir gefällt dieser Kühlschrank, deshalb bekommt er ein "sehr gut" Es geht hier im Kriterien, die auch ein Spiel durchaus erfüllt. Scheint aber im Review nicht weiter zu interessien.
Alle springen auf den postmodernen - mir gefällts egal, was die anderen sagen Zug auf und der Leser darf mal lachen.
Is das dein Ernst?
Sorry Dow, da kommen wir einfach nicht auf einen Punkt. Ein Gamesmagazin, dass wie die Stiftung Warentest, die ich übrigens sehr gut finde, handeln würde, würde NULL funktionieren. Die Stiftung testet übrigens auch nur Nutzgegenstände und nichts aus dem Entertainmentbereich. Und ein Kühlschrank bietet sicher keinen Spielspaß oder eine tolle Storyline...
Es bringt auch nichts, wenn wir uns da zu Tode diskutieren und ich will mich da auch nicht mit dir streiten. Du siehst die Dinge da einfach etwas zu simpel bzw. aus der Sicht eines Aussenstehenden und so funktioniert das in der Praxis nicht (was du natürlich jetzt auch wieder widerlegen wirst). Der HALO ODST Test war in meinen Augen ebenfalls kein gutes Zeugnis unserer Seite, war ja kein Wunder, dass das nun wieder ausgepackt werden muss und drüber hergezogen wird.
@Ächti: Danke, genau so geht es mir nämlich auch!