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MULTI L.A. Noire

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@rancid:

Also ersten glaube ich nicht, dass es für den Entwickler/Publisher überlebenswichtig ist, ob ein paar Spielinhalte, die bereits während der Entwicklung kreiert wurden, nach 1-3 Monaten dann für 10€ verkauft werden. Aber da fehlt mir natürlich das exakte Wissen darüber.

Zweitens glaube ich aber, dass du mich gerade falsch verstehst: Wie gesagt, ich bin nicht gegen DLC - nur gegen DLC, der mehr schlecht als recht aus dem Gesamtkunstwerk "herausgebrochen" wurde, eigentlich in der Konzeption und Entwicklung dazugedacht und -gerechnet wurde, aus ökonomischen Gründen aber nachträglich wieder entfernt wurde. Hier nimmt man ganz klar ein schlechteres Produkt im Austausch für mehr Gewinn in Kauf. Bei solcher Handlungsweise hinterfrage ich als Konsument dann generell, wie wichtig dem Entwickler eigentlich sein Produkt war, wenn er scheinbar kein Problem damit hat, es künstlich zu kastrieren.

Wenn aber manche Entwickler wirklich so sehr von DLC abhängig sind und die Einkünfte daraus der Ausgleich dafür sein sollen, dass die Spieleentwicklung in den letzten Jahren viel teurer geworden ist, dann dürfen die ihr Spiel ruhig nach Release noch kräftig unterstützen und daraus auch Einnahmen generieren. Das hat Rockstar bei GTA4 gemacht und das hat Bethesda in ähnlichem Umfang bei beiden Fallout-Teilen gemacht - das wurde entsprechenderweise auch nirgends kritisiert, weil das eigentliche Produkt fertig, komplett und abgeschlossen war - ein homogenes Gesamtkunstwerk also. Niemand regt sich darüber auf, dass Entwickler für entsprechende Leistungen nach dem Release zusätzlich entlohnt werden möchten.

Mit den von dir aufgezählten Kostentreiber bin ich teilweise nicht einverstanden: Mehr Inhalte? Genau das Gegenteil ist der Fall! Multiplayer ohne Lag? Interessanterweise war das früher ein geringeres Problem als jetzt, im PC-Bereich gab es vor 15 Jahren schon Netcodes, die besser waren als das, was manche wagen, heutzutage auf DVD zu pressen.

Ich kann dir aber sagen, was heutzutage wirklich die Kostenexplosion ausgleichen sollte: Die Verkaufszahlen. Waren vor 15 Jahren Videospiele tatsächlich eine Randerscheinung und ein Nischenmarkt, bei dem 100.000 verkaufte Einheiten ein absoluter Meilenstein waren, empfinden Publisher bei großen Marken heutzutage alles unter 5 Millionen Stück als Misserfolg. Ja, die Kosten sind enorm gestiegen, aber dafür ist der Markt auch explodiert. Und wenn ich höre, dass Videospiele mittlerweile mehr Umsatz machen als Kinoproduktionen, diese aber nochmal deutlich mehr kosten und trotzdem nicht aussterben, dann bleibt mir nichts anderes übrig als an Gier zu denken, wenn Entwickler es nötig haben, ihr Kunstwerk für ein paar tausend $ zu kastrieren.
 
welcher content wurde denn tatsächlich nachträglich entfernt? alleine, dass er auf der disc mit drauf is, sagt ja nix darüber aus, wie sehr er implementiert ist oder war. das beispiel mit dem auto is da ja gar nich so verkehrt. du bekommst das vollwertige auto, für ein wenig extra gibts halt mehr. egal zu welchem zeitpunkt es entwickelt wurde.
sicher gibt es da auch abzocker, ohne frage. aber wenn das spiel ohne den zusatz funktioniert, die story passt usw, woran willst du dann festmachen, ob es nun vollwertig ist oder nicht? angenommen, der zusatzinhalt ist zum release fertig, wird aber aus strategischen gründen erst nen monat später verkauft. du würdest das doch nie mitbekommen, wenn du nicht gerade explizit auf die dateien und deren erstellungsdatum guckst.
und ich gebe dir recht, dass oftmals spiele weniger inhalt haben. dennoch steckt ne menge mehr arbeit darin als früher. der aufwand im modelling, zusätzliche normalmaps, verwaltung von effekten und texturlayern.. das is enorm. ein level gleicher grösse hat früher bedeutend weniger zeit in der erstellung gebraucht.
ich hab da glaub ich einen etwas anderen einblick, ich entwickel mittlerweile seit 11 jahren spiele für pc und konsolen. :)

edit: was jez nur verdeutlichen soll, warum ich das so sehe. aus der sicht des users kann ich das sicher verstehen.
 
Grundsätzlich finde ich den Vergleich zwischen einem Konsumprodukt und einem Kulturprodukt überhaupt nicht zutreffend - soviel mal vorweg. Wenn man es aber trotzdem vergleichen will, dann würde ich sagen, dass auch ein Auto ohne Sonderausstattung ein ordentliches Transportmittel ist. Wenn ich aber bei einem Kulturprodukt zu irgendeinem Zeitpunkt den Eindruck habe, dass hier etwas entfernt wurde und dadurch ein homogenes Produkt zerstört wird, wäre das so, als würde das Auto einfach mal auf halbem Weg für 5 Minuten zusammenbrechen - das wäre auch inakzeptabel.

Ob die Inhalte bei AC2 nachträglich entfernt wurden, oder das ganze immer schon als DLC gedacht war, weiß ich natürlich nicht. Tatsache ist aber, dass die Entwickler die fehlenden zwei Kapitel sehr wohl ins Gesamtwerk miteingerechnet haben, sonst hätten sie die Zählweise nicht so dringelassen. Ich messe ein vollwertiges Produkt also einfach daran, ob mir dieser Eindruck beim Spielen entsteht oder nicht. Aber mir ist klar: Solange die Entwickler hier schlau genug sind, diesen Eindruck zu wahren, wird diese Praxis den meisten Spielern völlig egal sein/bleiben. Und auch ich bin in solch einem Fall nicht wesentlich anders, wenn das Endprodukt stimmig ist, beschwere ich mich nicht sonderlich - im Fall von AC2 war das aber schlicht eine Frechheit und für jeden eindeutig und klar erkennbar!

Abgesehen davon entfernen wir uns ein bisschen vom ursprünglichen Thema, welches eigentlich die künstliche Heranzüchtung von 2 Käufer-Klassen war: Jemand, der zu Release im Media Markt exakt das selbe Produkt kauft, bekommt weniger Spiel fürs Geld, als jemand, der es sich bei einem anderen Händler im Voraus reservieren hat lassen. Inwiefern ist das gerecht? Muss ich in Zukunft darauf achten, dass ich nicht mehr spontan in das Kino um die Ecke gehen kann, sondern für den vollständigen Film ein bestimmtes Kino aufsuchen muss? Das ist doch völliger Wahnsinn!
Darüber hinaus ist es einfach ein seltsames Gefühl, wenn ich endlich das langerwartete Spiel in Händen halte und dabei weiß, dass ich 4 Waffen nie zu Gesicht bekommen werde, dafür zwar ein anderes Fortbewegungsmittel verwenden darf, und eigentlich schon 3h Zusatzinhalte für weitere 10€ runterladen könnte. Das alles, bevor das Spiel ein einziges Mal im LW war - sorry, aber WTF?

Dass Spieleentwicklung generell heute mehr Aufwand ist als früher ist klar - dass es im Gegensatz aber auch ein Business ist, welches Hollywood überflügelt, sollte dabei nicht unter den Tisch gekehrt werden. Und gerade das Argument, dass das nur für einige wenige Marken gilt, stimmt auch nicht so ganz: Gerade die Indie-Szene hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und hier kann man auch mit weniger ausgeklügelten Spielen Geld machen.

Aber weil du es erwähnst: Bei wem bist du denn tätig, würde mich jetzt doch sehr interessieren.
 
ich war jetzt zuletzt bei nem satellitenstudio von gameforge. davor viel indie-studios und mit ubisoft, bigben interactive, rtl, crave und jowood zusammengearbeitet. was nu kommt, weiss ich im moment noch nich :)

ok, ich gebe dir recht bei dem vergleich zwischen konsum und kultur. von dem punkt isses ein schlechter vergleich.
ich werd nochma ne ecke drauf rumkauen, der gedanke mit den 2 käuferschichten stört mich etwas. is das gleiche problem mit herr der ringe. ersmal kurze version raushauen und dann extended und nochma kassieren.
hmmm...
 
MouseMan schrieb:
Dann aber wieder wird hier oft gesagt dass diese inhaltliche Beschneidung (Missionen) doch eigentlich nicht so schlimm sei. Das ist doch einfach irrsinnig widersprüchlich.

Wenn es sich denn hier um eine inhaltliche Beschneidung handelt. Wenn ne generische Nebenmission oder ein bunter Hut für den Hauptcharakter einer bestimmten Version beigelegt wird, dann ist das für mich keine Beschneidung.

Solange das Spielerlebnis der Standard-Edition ohne Updates in sich schlüssig ist, bin ich zufrieden. Spiele mit offenem Ende, bei denen per DLC noch 2 Stunden Story nachgeliefert werden, gehen dagegen überhaupt nicht.

om3ga schrieb:
Die fehlenden Kapitel _müssen_ irgendeinen Wert für das Gesamtwerk haben - logisch, sonst würden sie gar nicht existieren.

Hier irrst du. Sowas kann nur jemand sagen, der sich den DLC noch nicht angeschaut hat. ;) Bei den meisten Add-Ons und Vorbesteller-Boni ist geradezu offensichtlich, dass die Entwickelr einfach irgendetwas zusammengeschustert haben, um noch einmal Kohle einzusacken. Es geht doch bei 90% der von vorne herein geplanten DLCs eigentlich nur darum, ein paar Hardcore-Nerds noch einmal abzukassieren.
 
Nasreddin schrieb:
om3ga schrieb:
Die fehlenden Kapitel _müssen_ irgendeinen Wert für das Gesamtwerk haben - logisch, sonst würden sie gar nicht existieren.

Hier irrst du. Sowas kann nur jemand sagen, der sich den DLC noch nicht angeschaut hat. ;) Bei den meisten Add-Ons und Vorbesteller-Boni ist geradezu offensichtlich, dass die Entwickelr einfach irgendetwas zusammengeschustert haben, um noch einmal Kohle einzusacken. Es geht doch bei 90% der von vorne herein geplanten DLCs eigentlich nur darum, ein paar Hardcore-Nerds noch einmal abzukassieren.

Du hast natürlich recht, dass ich die DLC-Kapitel nicht gespielt habe. Und was ich so mitbekommen habe, war deren Fehlen, dafür dass hier einfach 2 vollständige Kapitel aus der Story genommen wurden, erschreckend bedeutungslos. Ich kann auch nicht behaupten, ich hätte die Story von AC2 aufgrund der fehlenden Inhalte nicht verstanden, weswegen das hier wohl ein Grenzfall ist (auch nach meinen Maßstäben des Eindrucks eines homogenen Gesamtwerks): An der Story selbst habe ich nichts gemerkt, auch der Umfang war in Ordnung. Als der Kapitel-Zähler von 11 auf 14 gesprungen ist, habe ich trotzdem ganz schön blöd geschaut.

Ich gebe ja offen zu, dass dieser Schnitt von einer praktischen Perspektive her relativ unbedeutend war, eben weil die entfernten Inhalte qualitativ derartig minderwertig waren. Auf einer etwas abstrakteren Ebene ist dieser Schnitt in meinen Augen aber trotzdem nicht in Ordnung: Die Entwickler hatten ja eine bestimmte Vision für ihr Spiel (unterstelle ich ihnen jetzt einfach mal so, Kunst hin, Kulturprodukt her) und in dieser Vision waren Kapitel 12 und 13 enthalten. Irgendwann bemerkte jemand, dass diese Kapitel zwar einen zusätzlichen Aspekt der Story beleuchteten, jedoch für das große Ganze nicht absolut notwendig waren. Flugs war die Idee geboren, diese Kapitel auszugliedern und "nachzuliefern" - netter Nebeneffekt: Zusätzliches Einkommen. Die künstlerische Vision wurde also zugunsten der Profitmaximierung zurechtgestutzt.

Sowas _kann_ ich nicht gutheißen, egal ob bei Videospiel, Film oder Musikstück. Oft geben erst solche "Nebenschauplätze" einem Werk ein ganz besonderes Flair ... und als Fan möchte ich das natürlich erleben.
Die ganze Diskussion geht aber schon sehr in den Bereich der persönlichen Vorlieben, ob man eben lieber ein perfekt durchgestyltes Erlebnis will, oder auch mal etwaige Umwege in Kauf nimmt und die dann aber vielleicht trotzdem (oder: erst recht) zu schätzen weiß.

Ein ähnliches Negativ-Beispiel wie AC2 aus jüngster Vergangenheit war z.B. Test Drive Unlimited 2: Hier gab es, soweit ich mich erinnere, 6 verschiedene Vorbesteller-Boni, die dann "großzügigerweise" zusätzlich auch als DLC für alle verfügbar gemacht wurden (jedoch erst Wochen nach Release). Gipfel der Frechheit war die Bedeutung dieser Boni für das Gameplay: Das Casino (klar erkennbar künstlich aus dem Spiel entfernt) war eine enorm wichtige Geldquelle im Spiel, der Vorbesteller-Bonus von Gamestop das beste Auto im Spiel, welches gerade bei den User-Herausforderungen über Sieg und Niederlage entscheiden konnte.

Wenn mit solchen Vorbesteller-Belohnungen keine 2-Klassen-Gesellschaft unter Käufern herangezüchtet wird, was dann? Der 13-jährige Maxi, der sich seit langem auf das Spiel freut, 4 Monate für die 69€ sparen musste und um 9:00 Uhr früh als erster bei Media Markt endlich das Objekt der Begierde ersteht, bekommt für sein Geld weniger Spiel und ist zusätzlich sogar on- wie offline benachteiligt, bekommt also im Endeffekt sogar das schlechtere Produkt, als der Amazon-Vorbesteller (der sich dafür zwar alle Autos im Spiel leisten, nicht aber gegen den Gamestop-Vorbesteller gewinnen kann). Sowas ist einfach scheiße!

Über 2 goldene Waffen regt sich niemand auf, wenn aber (künstlerische) Visionen der Gier weichen oder aber "normale" Release-Käufer eindeutig benachteiligt werden, hört sich imho der Spaß ganz schnell auf.
 
Das TDU-Casino war wirklich eine Frechheit. Zum einen das eindeutige Rausschneiden aus dem Spiel (wenn man das Casino einfach nach dm DLC-Kauf irgendwo in der Stadt subtil eingesetzt hätte, wäre es noch OK gewesen) und zum Anderen das deutliche Eingreifen in den Spielverlauf durch künstliche Geldverknappung! Normalerweise verteufel ich die ganzen On-Disc-DLCs ja nicht so, damit kann ich eigentlich leben, aber da war das unmöglich!
 
L.A. Noire mit Rockstar Social Club Integration

29.04.11 - Rockstar Games gibt bekannt, dass L.A. Noire (PS3, Xbox 360) Rockstar Games Social Club Funktionalität besitzen wird. Das System wurde seinerzeit mit Grand Theft Auto IV (PS3, Xbox 360) eingeführt.

Der Rockstar Social Club ist eine Website für Mitglieder, die über Ranglisten, Statistiken, Turniere, spezielle Wettbewerbe und virtuelle Events informiert sowie Soundtracks als MP3 zum Kauf anbietet. Mit einer Registrierung lassen sich die Spieldaten mit dem Angebot verlinken.

Als Bonus für Mitglieder erhalten L.A. Noire-Spieler einen exklusiven "Chicago Lightning Anzug" im Spiel geschenkt, mit dem Held Cole Phelps präziser mit Shotguns und Maschinenpistolen schießen kann. Eine weitere wichtige Funktion ist "Ask The Community": Damit sehen online verbundene Spieler in Prozent, welche Entscheidungen andere Spieler in bestimmten Situationen getroffen haben.
 
Hatte mich nie soo intensiv mit dem Spiel befasst, auch wenn dieses 20 Filme Skript mir schon Angst gemacht hatte. Aber jetzt hab ich erst erfahren, dass das Ding in den 40ern spielt? Nu isses für mich tot. Ich HASSE diese Zeit. Ich hasse die Musik, ich hasse den Look, ich hasse, hasse HASSE die Autos in dieser Zeit. Potthässlich und langsam. Damit soll ich durch ein virtuelles LA fahren? Da reite ich doch lieber doch noch ein paar Stunden gen McFarlane Ranch.
 
Bart Wux schrieb:
Hatte mich nie soo intensiv mit dem Spiel befasst, auch wenn dieses 20 Filme Skript mir schon Angst gemacht hatte. Aber jetzt hab ich erst erfahren, dass das Ding in den 40ern spielt? Nu isses für mich tot. Ich HASSE diese Zeit. Ich hasse die Musik, ich hasse den Look, ich hasse, hasse HASSE die Autos in dieser Zeit. Potthässlich und langsam. Damit soll ich durch ein virtuelles LA fahren? Da reite ich doch lieber doch noch ein paar Stunden gen McFarlane Ranch.

geht mir ähnlich, aber da muss ich durch :p
 
Ein paar Jahrzehnte später hätte ich auch nichts gegen, aber immerhin sinds nicht die 30er oder früher.

Rockstar Games teilt außerdem mit, dass L.A. Noire ungeschnitten und zu 100 Prozent in der unveränderten Originalversion in Deutschland erscheinen wird. Obwohl L.A. Noire eine PEGI 18 Einstufung erhalten hat, ist die deutsche USK-Version komplett identisch zu dieser - PEGI wertet lediglich einige Inhalte anders als die USK (Nacktheit, Drogen, Schimpfwörter, usw.)

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