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MULTI L.A. Noire

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Glod schrieb:
Heavy Rain war aber auch kein Detektivspiel in dem Sinne. Und der Spieler erfuhr nicht, ob da noch was am Tatort war oder nicht.

Stimmt, es gab nur ein, zwei Tatort-Ermittlungszenen - aber bei der ersten, die auch in der Demo war, wurde per innerem Monolog gesagt, daß es hier wohl nichts mehr zu sehen gibt. Und bei der anderen ging die Handlung nur weiter, wenn man bestimmte Sachen entdeckt hatte. Ein wenig mehr Freiheit wünsche ich mir bei LA Noire schon. Es gibt da aber bestimmt Mittel und Wege, den Spieler ausreichend zu leiten ohne ihn zu unterfordern.
Der Vergleich mit Phoenix Wright ist vielleicht sowieso passender als der mit Heavy Rain. Ich denke, der Schwerpunkt dürfte bei LA Noire ähnlich zu Gunsten der Verhöre gewichtet sein.

Edit: Wenn LA Noire ein 3D Phoenix Wright in HD mit ein paar Action Einlagen als Konzession an die Action Freunde unter uns wird, ist eigentlich alles in Butter.
 
Nasreddin schrieb:
Du bist ja nicht der einzige, der sich von dem Spiel eine realitätsnahe Polizeisimulation erwartet. Ich weiß nicht, wie ihr euch den Ermittleralltag vorstellt, aber so ein Spiel wäre völlig spaßbefreit. Es ist doch klar, dass Rockstar versuchen muss monatelange frustrierende Kleinstarbeit in der Realiät in wenige Stunden unterhaltsames Gameplay packen muss.

Konkret zum Tatort absuchen: Denken wir an die Adventures der 90er. Da haben wir Spieler irgendwann einfach nur noch jeden verdammten Pixel auf dem Bildschirm angeklickt in der Hoffnung doch noch ein Objekt zu finden. Die Hölle! Und einer der Gründe, weshalb das Genre in die Nische verschwunden ist, wo es heute nur mühsam versucht rauszukommen.

Das gleiche gilt für das Verhör von Verdächtigen. Wie stellst du dir das Spiel vor? Eine offene Welt, in der du den Täter suchst? Die komplette Nachbarschaft befragen? Das klingt in der Theorie alles verlockend, aber das lässt sich niemals in der in einem Spiel umsetzen. Stattdessen wird man eine neue Chance bekommen, wenn man ein Verhör verkackt hat. Was ich gut finde.

Au contraire: Die Gestaltung eines Falles muss im Spiel noch lange nicht so erfolgen, dass der Spieler monatelang nach einem blonden Haar am Tatort suchen muss. Wenn die Entwickler für jeden Fall eine in sich schlüssige Story schreiben, können sie das Ganze sehr wohl in ein paar Stunden spannendes Gameplay packen. Und das bedeutet auch nicht, dass sie dem Spieler am Tatort quasi alle Indizien auf dem Silbertablett servieren müssen.

Was das Absuchen des Tatorts selber angeht: Wir reden von den 50ern. Die Ermittlungsmethoden bzw. die Möglichkeiten waren im Vergleich zu heute ein Witz. Da geht schon mal einiges an Komplexität flöten, weil ein Haar eben einfach nur ein Haar ist und ohne DNA-Nachweis keine Zuordnung zum Täter erfolgen kann. Also braucht man nach sowas gar nicht erst groß zu suchen . Mir geht es z.B. um so Sachen wie, dass der Täter die Mordwaffe am Tatort in einen Gulli geworfen hat

Und eine neue Chance will ich beim Verhör ganz sicher nicht. Wenn ein Verhör auf der Basis eines bereits verkackten Verhörs weitergeführt wird, ist das okay. Aber immer wieder neustarten, bis man die von den Entwicklern vorgesehenen Gesprächsabläufe abgespult hat - das wäre ja das allerletzte. Es sollte schon möglich sein, einen Fall auch mal ganz klar zu verkacken.
 
ich hoffe ja wirklich, dass dieses Motion Scanning, das für die Mimik genutzt wurde, jetzt dann öfter in Spielen zu sehen sein wird.
Das gibt imo ein unglaubliches Atmosphärenplus, wenn die Gesichter auch wirklich danach aussehen, was sie grade sagen.

Das könnte zu einer nie dagewesenen Verschmelzung von Hollywood und Spielen führen. Man überlege sich mal, was man da für Möglichkeiten hat, richtig gute Schauspieler in Spielen einzusetzen...
Für die Stars wärs ja kein großer Unterschied, ob sie jetzt nen Animationsfilm vertonen und für die Animationen zur Verfügung stehen oder ob das jetzt bei nem Spiel passiert...
Ich bin da echt gespannt auf die Nutzung der Technologie, vor allem in der nächsten Gen, wenn die Möglichkeiten in der Hinsicht noch einen gewaltigen Boost bekommen werden.
 
Glod schrieb:
Wird nicht passieren. Das ist viel zu aufwändig und in den meisten Spielen sehr wahrscheinlich auch gar nicht gewünscht.

Kann man so nicht sagen...
Heute wird für jedes größere Spiel ein Riesenaufwand getrieben, zu dem man noch vor 10 Jahren gesagt hätte, dass sich so ein Aufwand (hunderte Coder, Grafiker, Soundkünstler, Komponisten, Foley-Artists, Motion-Capture-Schauspieler etc; das ganze Business-Management-Zeug nicht mitgerechnet) für ein Spiel niemals lohnen würde.
Grade Motion Capture ist sowas, was früher ein Highlight und die absolute Ausnahme war, heute wird doch fast jedes Spiel zumindest teilweise damit animiert...

So kann das auch mit Motion Scanning laufen. Storybasierte Spiele werden immer davon profitieren, da es einfach bei gleicher Polygon- und Effektmenge einen viel größeren Realismus ermöglicht.

Ich mein, der Spielemarkt ist umsatzstärker als der Filmmarkt, für die großen Produktionen sollte sich der Aufwand schon lohnen.
 
el_barto schrieb:
So kann das auch mit Motion Scanning laufen. Storybasierte Spiele werden immer davon profitieren, da es einfach bei gleicher Polygon- und Effektmenge einen viel größeren Realismus ermöglicht.

Da hast du durchaus Recht. Aber für Motionscanning muss man eben nochmal ein separates Studio ausrüsten, man muss jeden Dialog im Grunde 2 Mal aufzeichnen (einmal mit Gestik und einmal halt nur die Mimik) - das ist schon ein ziemlich großer Mehraufwand. Und wenn man sich mal die bislang erzielten Ergebnisse mit normalem Factial-Capture ansieht, dann können die ja auch schwer in Ordnung sein (Heavenly Sword, Uncharted, Heavy Rain etc. ).
Aber du hast völlig Recht, was den Fortschritt angeht. Früher oder später werden die Charaktere so gut aussehen, dass man so detaillierte Gesichtsausdrücke braucht, um glaubwürdig zu sein. Aber wahrscheinlich gibt es dann schon wieder andere Technologien, die das Ganze wesentlich weniger aufwändig ermöglichen.
Ich persönlich glaube nicht, dass das hier verwendete Motion Scanning die Zukunft sein wird. Denn dadurch, dass der Schauspieler beim Scannen des Gesichtes vollkommen aus der eigentlichen Situation gerissen wird, die er vorher noch mit Körpereinsatz bewältigen musste (der sitzt da ja völlig still), werden da zwangsläufig auch sehr seltsame Ergebnisse bei rumkommen. Wird das Gesicht hingegen während der eigentlich MoCap-Aufnahmen mitgescannt, ist alles in einer Einheit.
 
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