@ Bazong
Das du Teil 1 liebst, wissen wir.

Mir ging es mehr um diverse Aspekte des Spieles
1) K.I.
Die wurde bei den Feinden drastisch verbessert. Was die da abliefern, ist bei Teil 2 Güteklasse A. Gibt nicht viele Shooter, die da derzeit mithalten können. Aber noch viel mehr wurde die K.I. der Mitstreiter auf Vordermann gebracht. Ich erinnere mich mit Grausen daran, was die bei Teil 1 abgeliefert haben. Da kamen die Gegner von vorn und 2 K.I. Knilche standen hinter mir und hatten an einem Pfeiler Deckung gesucht...allerdings so, dass dass die Deckung nach hinten ging. So wurden sie ratzfatz abserviert. Bei KZ2 kann die K.I. zeitweilig auch mal ohne mich ein Gefecht fortführen. Selbstredend liegt es an mir als Spieler, sie zum Sieg zu führen, aber die machen ihren Job verdammt gut und sind nicht nur Platzbacken, die sich 'ne Zielscheibe auf die Stirn getackert haben.
Klar, es gibt auch mal Aussetzer und einer steht nur in der Gegend rum. Aber ganz ehrlich - bei dem Spiel bin ich für jeden Helghast, der in der Gegend rumsteht, dankbar. Ich habe gestern am Anfang des Kreuzerlevels mal die Stats gecheckt: 74 Tode. Nachdem ich gestern aufgehört habe (wahrscheinlich zu Beginn des letzten Levels), waren es sicher schon 90.
2) Level
Endlich gibt es nicht alle naselang unsichtbare Levelgrenzen und kniehohe Hindernisse, die man nicht überspringen kann (man konnte ja bei Teil 1 ohnehin nur an Stellen springen, wo es die Entwickler vorgesehen hatten. Die ganzen Level wirken so viel glaubwürdiger und lassen viel mehr spielerischen Freiraum zu.
3) Actionmomente pro Sekunde
Brauchen wir wohl nicht drüber zu reden. Was bei Killzone 2 z.B. auf der Brücke abgeht, wurde bei Teil 1 auf 2 Level verteilt abgefeuert (überspitzte Darstellung). Die vielen Charaktere gleichzeitig, Explosionen,Erschütterungen etc. - einfach nur der Wahnsinn.
4) Framerate
Killzone 2 ist zwar auch kein 60 fps-Spiel, aber da hatte Teil 1 wesentlich mehr Schluckauf zu bieten. Speziell wenn man mal bedenkt, was bei Teil 2 los ist und das Spiel stockt trotzdem nur in den Lade-/Speicherpausen, die wirklich gut gelegt sind und nie störend kommen.
5) Fehler
Teil 1 hatte schon massig Bugs zu bieten. Angefangen von der nicht ausgereiften Skriptautomatik über die Grafikglitches bis hin zu vielen anderen kleineren Dingen...auch hier hat Teil 2 die Nase weit vorn. Zwar gibt es auch hier Macken wie Patronenhülsen, die in der Luft stecken bleiben und eine Sprachausgabe, die erst einsetzt, nachdem der Char die Lippen bewegt hat, aber insgesamt hat sich Guerilla hier stark verbessert.
Über die Grafik rede ich gar nicht erst, aber dass ist auch nicht wirklich ein Punkt, wenn man den Leistungsunterschied der beiden Kisten bedenkt. Unterm Strich ist Killzone 2 natürlich wieder ein Killzone. Man erkennt es sofort wieder, wenn man Teil 1 gespielt hat. Aber Killzone 2 bietet einfach viel mehr von allem und ist weitaus bombastischer und ausgereifter. Die Story tut mir persönlich nicht weh. Ist okay. Und Teil 1 hatte ja abgesehen von den Onelinern auch nicht viel zu bieten.
Killzone 2 ist für mich nicht nur eine verbesserte Fortsetzung. Das ist in der Serie ein echter Quantensprung. Der ist mit Sicherheit auch auf die Hardware zurück zu führen. Je mehr ich beide Spiele vergleiche, umso mehr komme ich zu dem Schluss, dass die Entwickler bei Teil 1 von der Hardware massiv ausgebremst wurden, denn dieses Mal funktioniert alles, was damals nur angedeutet wurde.