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Das Ende der Game Mags?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die von der Maniac fand ich auch bei weitem nicht so gut wie die der Gamepro/Gamestar aber das ist ja eh geschmackssache. Für Tests brauch ich zumindest kein Mag. Dafür hab ich gamespot das Forum und metacritics
 
Das einzige Mag das ich derzeit ganz ordentlich finde und ab und zu mal kaufe ist die consol Plus. Im Gegensatz zu den anderen Magazinen wächst deren Zeitschrift auch noch.
 
Die kleistern immer unmengen an seiten mit ihren viel zu unübersichtlichen uninteressanten Testmustern voll. Die brauchen ja für verpackungsqualität schon gefühlte 3 Seiten.
 
Immer wenn ich die letzten Wochen im Kiosk vor der Computerwand stand, war ich platt, wie viele neue Magazine sich in letzter Zeit dazugesellen. Für jede Konsole gibt es fünf Exklusivmagazine, dazu nochmal circa fünf Multimags. Macht gut 20 Magazine allein für den deutschen Markt. Überschwemmung par excellence. Es verwundert mich schon, dass gerade in der aktuellen Zeitschriften-/Zeitungskrise so viele neue Mags auf den Markt kommen.

Von daher würde ich Deine Prognose eher weniger unterstützen, Spawn, dass es in fünf Jahren nur noch zwei Multimags gibt.
 
Nur wie lange halten sich die Mags?
Das OPM2 und das OXM gibt es in Deutschland afair gar nicht mehr.
Gibt es die Zone (Xbox Zone, Play Zone) Ausgaben noch?
Die Edge gibt es in Deutschland afair auch nicht mehr und etablierte Magazine wie die GamePro verlieren zusehend an Boden.

Sicher wird es der ein oder andere Verlag versuchen, aber ob sie Erfolg haben ist wieder die andere Frage.

Du sagst ja selbst, das eine Überschwemmung herrscht.
So verkaufen sich z.B. die XBox Only Magazine je vielleicht 10k mal, anstatt es 25k bei zweien wäre.
Denn wer soll das kaufen? Im Endeffekt steht in allen dasselbe drin und Exclusiv Storys hat wohl jedes Magazin mal.
 
Kaufe immernoch regelmässig die M! und aktuell die consolPlus. Tolles Heft aus Ösi-Land, wie ich finde. Und wenn ich Lust hab noch das Wii Magazin und die GA, weil sie nur 2€ kostet.
 
@ Spawn

Sicher, die kleinen Fische werden alle genauso schnell wieder untergehen, wie sie gegründet wurden. Aber ich glaube, wenn die Situation sogar in der aktuellen Werbekrise so ist, dass es 20 Spielemags gibt, dann wird es sicherlich erst recht 20 geben, wenn die Situation wieder besser ist. Wobei das wiederum die Frage aufwirft, ob die Anzeigensituation jemals wieder besser wird.

Welche Magazine es überhaupt noch gibt (Zone oder Offizielle), weiß ich auch nicht genau. Ich kaufe mir solche Mags nicht mehr, sondern blätter höchstens mal die Titel- und Exklusivstories durch. Mittlerweile ist mir mein Geld dafür wirklich zu schade, von den 3-5 Euro kauf ich mir lieber richtige Zeitschriften wie Spiegel und Stern.
 
Die neuen Hefte am Kiosk sind doch Low-Budget-Ramsch pur. Die füllen nur die Lücken von den Mags, die dicht gemacht haben. Immer wenn eins weg ist, kommen zwei neue. Wenn man da am Kiosk aber mal drin blättert, sieht man, dass da einfach die Substanz fehlt und beim Content gespart wird. Das sind Totgeburten.

Im Spielebereich müssen die Mags jetzt ne 180-Grad-Drehung machen oder das war es. Die Printmedien können nicht länger 3 Wochen später das gleiche wie die Online-Seiten berichten. News wird wohl jeder Spieler aus dem Netz holen, das selbe gilt für Hype. Ich scheiß auf irgendwelche Previews, wenns 2 Wochen vorher das Gameplaymaterial schon bei Gametrailers gibt.

Und zu den Tests: Da mag es online in deutscher Sprache zwar noch nicht so viel gutes geben, aber auf den englischen Seiten bekomme ich in der Regel inhaltlich und sprachlich besseres geboten als in Gamepro, Maniac und Co. Zwar meistens nicht so früh aber bei den großen Seiten eigtl. immer vor Release.

Print-Leser sind eine aussterbende Spezies, die meisten sind damit groß geworden und lesen nur noch aus Gewohnheit. Und genau diese Zielgruppe bricht weg. Ich sehe nur eine Möglichkeit: Über das berichten, was es online nicht gibt. Mal echten Journalismus machen. Recherchieren, Reportagen, Spieleberichte, die über eine Kaufberatung hinaus gehen.

Ich kaufe mir höchstens mal für die Bahnfahrt die Gee. Wenn es so ein Magazin auch mal mit intelligenteren Inhalten, weniger Product Placement und weniger nerviger Schreibe gäbe, würde ich auch wieder ein Zeitschriften-Abo in Betracht ziehen.
 
Stimmt alles, die GEE geht zwar in die richtige Richtung. Aber irgendwann wurde mir vor allem deren Schreibstil zu nervig und die Stories waren nicht mehr interessant genug. Zum Beispiel der "USK Inside-Report", der mal das Cover zierte. Hat mich eigentlich neugierig gemacht; aber als ich den Artikel dann überfolg, war die Enttäsuchung groß, wie wenig man draus gemacht hatte (bzw. wie viel die Überschrift versprach und wie wenig der Text hielt). Und der damalige Relaunch eliminierte viele der besten Kolumnen, führte dafür aber ein 08/15-Layout ein. Sehr schade.

Ich kann nur immer wieder sagen: Schaut nach UK. Die Printmags da sind den deutschen weit überlegen und haben neben super geschriebenen Tests auch coole Specials. Und nein, damit meine ich keine Retroreihe aus der Konserve oder "Welches Star Wars-Spiel finden unsere coolen Redis am besten". Ein Paradebeispiel war z.B. in der damals noch existenten EGM "Futuristic video game weapons in real life" (oder so), wo man recherchierte (--> Journalismus :deal: ), ob sich Kampfanzüge aus GRAW oder Gewehre mit Universalmunition wie in Too Human (?) auch in echt bald auf den Schlachtfeldern blicken lassen. Das nur als Beispiel, wie man interessanten Content außerhalb des Internet-Einerleis liefern könnte.

Ein Erfolgskonzept für deutsche Mags wäre eben das: kompetente Tests, mindestens fünf gute Specials jeden Monat, und vor allem auch mehr Interviews. Mit Politikern, Branchegrößen oder sonst wem. Hauptsache guter Content, den man nicht im Netz findet. Journalistische Qualitätsarbeit.

Besonders zulegen müssen die deutschen Mags aber bei der Schreibe. Bei GamePro-Texten, die generisch immer in der Mitte das Gameplay und am Ende die Technik erwähnen, könnte ich kotzen. Vielleicht liegt das daran, dass die wenigsten Spieleredakteure ausgebildete Journalisten sind, sondern "nur" der Medienbranche entstammen?
 
Ich hasse die GEE, ich finde es ja furchtbar, wenn man ein Magazin super seriös, ernst etc. präsentiert und es dann bloss um Videospiele geht...
 
Iro schrieb:
Ich hasse die GEE, ich finde es ja furchtbar, wenn man ein Magazin super seriös, ernst etc. präsentiert und es dann bloss um Videospiele geht...

Wieso sollte man Spiele und die zugehörige Kultur nicht seriös und mit Hintergründen präsentieren können? Es gibt halt Leute, die mehr als die immergleichen kitsch-bunten Tests haben wollen.
"bloss" um Videospiele... :nein: Is ja immerhin kein Kinderhobby (mehr), auch wenn die öffentliche Meinung leider immernoch dorthin geht.
 
Ich kann Iros Kritik schon verstehen. Die GEE schlägt ihren "seriösen Ton" ja nicht nur bei Spielen wie Shadow of the Colossus oder BioShock an, sondern auch bei allen anderen Genres. Die meisten Spiele sind nun mal immer noch Mainstreamunterhaltung und nicht große Kunst. Ich will ja auch keine Terminator-Rezension in Feuilleton-Deutsch lesen...
 
Deshalb sollte es unterschiedliche Magazine für unterschiedliche Zielgruppen geben. Und bis auf die Gee und die PC Action gibt es da auf dem deutschen Markt wenig Magazine mit eigenem Profil.
 
So, ich muss mal diesen Thread exhumieren :D

Der Grund ist dieser imo hervorragende Artikel von BSJ, der die aktuelle Situation rund um Spieletests und ihren Sinn/Unsinn treffend beschreibt:

http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1802

Ist zwar ein bisschen länger, lohnt sich aber imo, vor allem Spieletester sollten sich den Text zu Herzen nehmen, es steckt viel Wahres drin...
 
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