Naja, trotzdem stimmt es, dass man das objektiv bessere Spiel nicht bestimmen kann. Für jemanden, der Atmosphäre vor Gameplay stellt, ist Division womöglich trotzdem das bessere Spiel, unabhängig davon wie viel abwechslungsreicher und besser vom Gunplay Destiny ist.
Gleichermaßen ist für Leute wie dich, die mehr Fokus aufs Gameplay legen, Destiny besser.
Trotzdem gibt es keinen empirisch wichtigeren oder stärkeren Aspekt von beiden, da das Empfinden und Bewerten von Spielen eben subjektiv ist...
Mal davon abgesehen das es eh zwei unterschiedliche Genres sind, auch wenn sich beide Titel den Überbegriff "Multiplayer" teilen, aber es ist wirklich so wie du sagst. Division legt mehr Fokus auf seine Spielwelt, die im Grunde auch als Singleplayer-Spiel funktionieren würde, mit vielen Details und dichter Atmosphäre. Destiny wiederum hat einen viel stärkeren Fokus auf Multiplayer, ist nur auf's Gameplay fokussiert und schert sich dagegen so gut wie nicht um Story oder das Ausfüllen seiner Spielwelt. Auch wenn ich es bei Destiny in dem Anteil schon fast unverschämt fand und auch immer noch finde.
Ohne Mitstreiter ist Destiny die reinste Fließband-Arbeit, man startet immer am selben Punkt auf der Karte, alles ist immer an der selben Stelle, jeder Gegner, jede Kiste, jede Quest schickt einen in die selbe Hand voll Ecken, mit der selben Aufgabe, immer und immer wieder. Zwischen diesen Punkten gibt es nichts zu entdecken, außer einen Rohstoff hier oder eine Kiste dort, ansonsten ist die Spielwelt zwar hübsch, aber völlig tot und leer. Die Hover-Bikes hat Destiny nur, damit man nicht minutenlang durch das Nichts laufen muss und das Ressourcen- und Belohnungs-System ist bis auf's Äußerste gestreckt.
Dagegen werde ich in Division ständig mit neuer Ausrüstung belohnt, neuen Mods, neuen Waffen, neuer Kleidung, neuem Sammelkram, Aufzeichnungen, Videos, Dialogen, Zwischensequenzen, neuen Orten. Destiny kann mich für meine Mühen nicht mal vernünftig belohnen und gibt mir stattdessen Random ein Random-Item, das am Ende Random-Scheiße ausspuckt und das sind dann die Ergebnisse von stundenlangem Questen oder PVP.
Division hat zwar auch seine wiederholenden Aufgaben, die Abwechslung ist durch die bessere Inszenierung und Implementierung in seine dichte Spielwelt aber weitaus höher. Es gibt mehr zu entdecken, jede Quest führt zu einem neuen Ort, der dann wiederum neue Orte offenlegt und wer Spaß am Entdecken und Erforschen hat, der findet überall neue Details.
Ich sehe Division eher als SP/MP-Hybrid an und nicht als reines MMO im Sinne von Destiny, deswegen sollte man eher sehen was einen am Ende mehr anmacht und was man selber für ein Spieler ist. Das kann man nicht alles über einen Kamm scheren, die Spiele machen beide Spaß, wenn man sie denn jeweils von der richtigen Seite und mit der richtigen Einstellung angeht.