Ich liebe das neue Killzone. Ich halte es für einen der besten Shooter seit Resistance 3, spielerisch wie atmosphärisch. Es hat eine superbe Steuerung, abwechslungsreiche Level, coole Gegner und viele Szenarien. Klasse. Aber von Beginn an kam ich mit einer Sache nicht klar: Der Ausgangssituation.
Ok, zwischen Vekta und Helghan herrscht Krieg. Es wird viel geschossen, der feindliche Planet wird angegriffen, der Führer wird erschossen und Sev und Kollegen jagen Helghan am Ende von Killzone 3 in die Luft. Shit happens. Die Helghast sind also am Ende von Killzone 3 ziemlich am Arsch. Was machen nun die Vekta? Sie nehmen die überlebenden Helghast als Flüchtlinge auf. Feiner Zug, muss ich ja zugeben. Aber dann wird es schon seltsam. Die eigenen Leute werden zwangsgeräumt? Ein halber Planet wird zwangsgeräumt, um den Todfeinden Platz zu machen? Da hat es der Vergangenheit schon Ausschreitungen wegen wesentlich weniger gegeben. Aber damit nicht genug. Killzone Shadow Fall startet damit, wie Protagonist Kellen als Kind mit seinem Vater aus dem Bereich der Helghast auf die andere Seite flüchtet. Und flüchten ist das Stichwort. Die Helghast haben aus dem schönen Planeten ein einziges Ghetto gemacht, das von Truppen bewacht wird, die mit Kampfdronen und Sturmgewehren Jagd auf Vektaner machen und diese, unbewaffnet, auf offenen Straßen hinrichten. „Solange wir hier sind, gelten ihre Regeln.“, so Nebencharakter Sinclair.
Ähm... ok. Dass die die Hälfte des Planeten bekommen ist die eine Seite. Dass sie anscheinend vollkommene Souveränität über diesen Teil bekommen, eine andere. Sollte nicht spätestens hier mal die Regierung Vektas ein Machtwort sprechen? So nach dem Motto: „Ok, Mates, das war jetzt irgendwie nicht so der Plan. Macht es euch ruhig auf unserem Planeten gemütlich, aber gebt mal schön die Schießgewehre ab und, wenn es keine Umstände macht, EXEKUTIERT GEFÄLLIGST NICHT UNSERE BEVÖLKERUNG, IHR VERSCHISSENEN NAZIS FÜR ARME, SONST SEID IHR SCHNELLER WIEDER ZURÜCK IM ALL ALS IHR OY MATIES SAGEN KÖNNT!!!“
Kurz darauf, immer noch bevor ihr eine einzige Kugel abgefeuert habt, fragt euch ein Offizier der Helghast sinngemäß: „Hast du eine Ahnung, wie krank es uns macht den Planeten mit den Leuten teilen zu müssen, die Helghan zerstört haben?“ Ok, sorry, das zu hören, aber dann HAU DOCH AB! Keiner zwingt euch, hier zu sein. Geht doch nach Helghan zurück und fresst Steine!
Und warum tragen die auf Vekta immer noch Gasmasken? Der einzige Grund dafür war das Klima Helghans (obwohl die ISA auch nach 6 Monaten in Killzone 3 keinerlei Probleme mit der Luft dort hatten).
Sorry, ich kapier das SetUp nicht. Warum nimmt man die Todfeinde auf, gibt ihnen den halben Planeten auf Kosten der eigenen Leute, gibt ihnen dort absolut freie Hand ohne jede Art Kontrolle, erlaubt ihnen den Aufbau einer Militärinfrastruktur mit Kampfdrohnen, Flugschiffen und Zugang zu allerlei HighTechLaboren. Ich mein, bin ich der einzige, der ein Problem mit diesem Plan sieht? Die Helghast sind nicht gerade fürs Kapitulieren bekannt. Selbst wenn Vekta ein paar moralische Probleme mit dem Ausrotten eines gesamten Planeten hat und ja, das sind so Sachen, die man abends durchaus mit in den Schlaf nimmt, dann muss es doch irgendwie eine andere Lösung gegeben haben. Was passiert ist, ist eine Neuauflage des kalten Krieges mit einer Spur Terrorismus oben drauf. Wobei man den Helghast keinen Vorwurf machen kann, die scheinen von Anfang an auf Krieg gebürstet. Von daher darf man erneut fragen: Warum lässt man die Spinner nicht auf Helghan verrotten? Oder nimmt ihnen am Flughafen zumindest die Gewehre weg?
So cool New Helghan als Setting auch ist, die gesamte Ausgangslage ist so dermaßen hanebüchen, dass sie eigentlich einen Behindertenausweis bekommen müsste. Und Sinclair, SpoilerWarnung, verbringt scheinbar 30 Jahre damit, den Leuten klar zu machen, dass die Helghast böse sind während Echo uns allen Ernstes auf die Nase binden will, dass die Helghast eigentlich ganz ok sind und nur in Frieden leben wollen? „Schau, wie wir leben.“, weint Echo, übrigens Tochter von Visari, der Kaiserin/Präsidentin/wasauchimmer der Helghast. Ja, ist tragisch, wie eure Leute leben, aber was kann Vekta dafür? Nochmal, ihr habt die Hälfte des Planeten bekommen, was ihr daraus macht, ist eure Sache. Wenn die Helghast ihre Armeen ausrüsten und dutzende Überwachungskameras mit Geschütztürmen, Robotern und unbemannten Drohnen bauen können, dann sollten die auch genug Mittel haben, um ein, zwei Armenunterkünfte zu bauen. Alles oder nichts, Süße. Entweder ihr macht da drüben alles alleine, da beschwert euch nicht, oder ihr überlasst die Sache den Vektanern, wobei ihr euch dann den hiesigen Regeln anpassen solltet. Und ich bin sicher, dass das in die Luft jagen von Großstädten dann eher kontraproduktiv ist.
Jetzt sagt ihr mir: Junge, das issen Shooter, da kann man nicht viel von der Story erwarten. Fein, ich will ja gar nichts von der Story, aber zumindest die Ausgangslage sollte nachvollziehbar sein. Modern Warfare, Russland greift die USA an, wunderbar. Battlefield 4, China greift die USA an, klasse. Ghosts, Südamerika greift die USA an, herrlich. Niemand mag die Amis und wer kann, greift an. Aber in keinem dieser Spiele zerstören die USA Russland mit einer Atombombe, entvölkern die eigenen Südstaaten, übergeben diese vollständig den Russen und warten dann 30 Jahre auf die Rache. Selbst für Call of Duty wäre das zu dämlich.
Und wenn euer Shooter eine Story hat, die bei Call of Duty abgewiesen würde, dann ist es an der Zeit, sich in die Ecke zu setzen und zu schämen.
Ok, zwischen Vekta und Helghan herrscht Krieg. Es wird viel geschossen, der feindliche Planet wird angegriffen, der Führer wird erschossen und Sev und Kollegen jagen Helghan am Ende von Killzone 3 in die Luft. Shit happens. Die Helghast sind also am Ende von Killzone 3 ziemlich am Arsch. Was machen nun die Vekta? Sie nehmen die überlebenden Helghast als Flüchtlinge auf. Feiner Zug, muss ich ja zugeben. Aber dann wird es schon seltsam. Die eigenen Leute werden zwangsgeräumt? Ein halber Planet wird zwangsgeräumt, um den Todfeinden Platz zu machen? Da hat es der Vergangenheit schon Ausschreitungen wegen wesentlich weniger gegeben. Aber damit nicht genug. Killzone Shadow Fall startet damit, wie Protagonist Kellen als Kind mit seinem Vater aus dem Bereich der Helghast auf die andere Seite flüchtet. Und flüchten ist das Stichwort. Die Helghast haben aus dem schönen Planeten ein einziges Ghetto gemacht, das von Truppen bewacht wird, die mit Kampfdronen und Sturmgewehren Jagd auf Vektaner machen und diese, unbewaffnet, auf offenen Straßen hinrichten. „Solange wir hier sind, gelten ihre Regeln.“, so Nebencharakter Sinclair.
Ähm... ok. Dass die die Hälfte des Planeten bekommen ist die eine Seite. Dass sie anscheinend vollkommene Souveränität über diesen Teil bekommen, eine andere. Sollte nicht spätestens hier mal die Regierung Vektas ein Machtwort sprechen? So nach dem Motto: „Ok, Mates, das war jetzt irgendwie nicht so der Plan. Macht es euch ruhig auf unserem Planeten gemütlich, aber gebt mal schön die Schießgewehre ab und, wenn es keine Umstände macht, EXEKUTIERT GEFÄLLIGST NICHT UNSERE BEVÖLKERUNG, IHR VERSCHISSENEN NAZIS FÜR ARME, SONST SEID IHR SCHNELLER WIEDER ZURÜCK IM ALL ALS IHR OY MATIES SAGEN KÖNNT!!!“
Kurz darauf, immer noch bevor ihr eine einzige Kugel abgefeuert habt, fragt euch ein Offizier der Helghast sinngemäß: „Hast du eine Ahnung, wie krank es uns macht den Planeten mit den Leuten teilen zu müssen, die Helghan zerstört haben?“ Ok, sorry, das zu hören, aber dann HAU DOCH AB! Keiner zwingt euch, hier zu sein. Geht doch nach Helghan zurück und fresst Steine!
Und warum tragen die auf Vekta immer noch Gasmasken? Der einzige Grund dafür war das Klima Helghans (obwohl die ISA auch nach 6 Monaten in Killzone 3 keinerlei Probleme mit der Luft dort hatten).
Sorry, ich kapier das SetUp nicht. Warum nimmt man die Todfeinde auf, gibt ihnen den halben Planeten auf Kosten der eigenen Leute, gibt ihnen dort absolut freie Hand ohne jede Art Kontrolle, erlaubt ihnen den Aufbau einer Militärinfrastruktur mit Kampfdrohnen, Flugschiffen und Zugang zu allerlei HighTechLaboren. Ich mein, bin ich der einzige, der ein Problem mit diesem Plan sieht? Die Helghast sind nicht gerade fürs Kapitulieren bekannt. Selbst wenn Vekta ein paar moralische Probleme mit dem Ausrotten eines gesamten Planeten hat und ja, das sind so Sachen, die man abends durchaus mit in den Schlaf nimmt, dann muss es doch irgendwie eine andere Lösung gegeben haben. Was passiert ist, ist eine Neuauflage des kalten Krieges mit einer Spur Terrorismus oben drauf. Wobei man den Helghast keinen Vorwurf machen kann, die scheinen von Anfang an auf Krieg gebürstet. Von daher darf man erneut fragen: Warum lässt man die Spinner nicht auf Helghan verrotten? Oder nimmt ihnen am Flughafen zumindest die Gewehre weg?
So cool New Helghan als Setting auch ist, die gesamte Ausgangslage ist so dermaßen hanebüchen, dass sie eigentlich einen Behindertenausweis bekommen müsste. Und Sinclair, SpoilerWarnung, verbringt scheinbar 30 Jahre damit, den Leuten klar zu machen, dass die Helghast böse sind während Echo uns allen Ernstes auf die Nase binden will, dass die Helghast eigentlich ganz ok sind und nur in Frieden leben wollen? „Schau, wie wir leben.“, weint Echo, übrigens Tochter von Visari, der Kaiserin/Präsidentin/wasauchimmer der Helghast. Ja, ist tragisch, wie eure Leute leben, aber was kann Vekta dafür? Nochmal, ihr habt die Hälfte des Planeten bekommen, was ihr daraus macht, ist eure Sache. Wenn die Helghast ihre Armeen ausrüsten und dutzende Überwachungskameras mit Geschütztürmen, Robotern und unbemannten Drohnen bauen können, dann sollten die auch genug Mittel haben, um ein, zwei Armenunterkünfte zu bauen. Alles oder nichts, Süße. Entweder ihr macht da drüben alles alleine, da beschwert euch nicht, oder ihr überlasst die Sache den Vektanern, wobei ihr euch dann den hiesigen Regeln anpassen solltet. Und ich bin sicher, dass das in die Luft jagen von Großstädten dann eher kontraproduktiv ist.
Jetzt sagt ihr mir: Junge, das issen Shooter, da kann man nicht viel von der Story erwarten. Fein, ich will ja gar nichts von der Story, aber zumindest die Ausgangslage sollte nachvollziehbar sein. Modern Warfare, Russland greift die USA an, wunderbar. Battlefield 4, China greift die USA an, klasse. Ghosts, Südamerika greift die USA an, herrlich. Niemand mag die Amis und wer kann, greift an. Aber in keinem dieser Spiele zerstören die USA Russland mit einer Atombombe, entvölkern die eigenen Südstaaten, übergeben diese vollständig den Russen und warten dann 30 Jahre auf die Rache. Selbst für Call of Duty wäre das zu dämlich.
Und wenn euer Shooter eine Story hat, die bei Call of Duty abgewiesen würde, dann ist es an der Zeit, sich in die Ecke zu setzen und zu schämen.


