Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Kampfsportler oder Kampfkünstler hier?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wie der dem Schwatten das Ärmchen bricht , da tut das Zugucken schon so böse weh. Hauptsache der andere muß dem armen Kerl noch die Shrotflinte durchs Gesicht ziehen.
 
BigB schrieb:
Was glaubt ihr denn, wie würde ein Kampf von einem Boxprofi, sagen wir mal einem der Klitschkos, gegen nen Aikido Meister ausgehen? Hätte Klitschko ne Chance?

Lässt sich ohne es in der Praxis zu sehen nur schwer beurteilen. Wenn Klitschoko trifft, würde dem in der Regel eher schmächtigen Aikidōka mit Sicherheit sofort schwarz vor Augen werden. Wenn der Aikidō Meister es aber schafft schnell genug zu reagieren und seinen Schlag für die eigene Technik zu verwenden, wäre es allerdings das sichere Aus für Klitschko.
Wie Glod aber bereits gesagt hat, ist Klitschko selbst der Defensive Typ und der Aikidō Meister würde auch nicht angreifen. :D

Hatte selbst bereits das Vergnügen als Schüler höchsten Grades (also noch kein Meister Grad) mit einem Boxer zu trainieren, der selbst eine Schule betreibt und nun nebenbei Aikidō lernt.
Der Shiai (Wettkampf) ist im Aikidō zwar nicht erlaubt, aber es gibt auch noch das Randori, also der Übungskampf, der meist so ausgeführt wird, dass alle in einem Kreis stehen und einer der Mitte. Die Leute gehen nun, je nach Können des Verteidigers, nacheinander oder zusammen auf ihn los und der Verteidiger muss seine Techniken im "Übungskampf" und damit in der nötigen Geschwindigkeit vorführen.

Habe diesen Randori mit besagten Boxer auf einem Trainingsseminar just for fun probiert. Er hatte allerdings keine Chance, was daran lag, dass er nicht den extremen Speed eines Weltklasseboxers hatte und ich so jeden seiner Schläge problemlos für meine eigenen Techniken verwenden konnte, um ihn auf die Matte zu schicken.

Im Grunde wartet man als Aikidōka nur darauf geschlagen zu werden, ansonsten könnte man seine Techniken auch überhaupt nicht anwenden. Zum Problem wird es dann, wenn der Schlag des Gegners zu schnell für das eigene Können ist. :schreck:
 
Die frage die sich die meisten Aikidoka jedoch wahrscheinlich ihr ganzes Leben stellen werden ist ob sie ihre techniken wenn es hart auf hart kommt auch durchbringen können. Kampfkünste die kein Vollkontakt sparring beinhalten bieten dem Ausübenden eigentlich keine Möglichkeit diese Situation "halbwegs" realitätsnah nachzustellen.
 
Na ja, wie gesagt, dafür gibts das Randori und das ist jedem selbst überlassen, wie bunt er es dabei treibt.
Der Meister in meinem Dōjō will sein Randori etwas aggressiver. Dabei gehen wir mit dem Bokken auf ihn los.

Ist zwar "nur" ein Holzschwert, aber das Ding wiegt auch seine 700g und wir ziehen da richtig mit Schmackes durch, denn jedes Mal, wenn er merkt, dass wir absichtlich sanfter durchziehen, lässt er uns das im jeweiligen Wurf oder in der eingesetzten Sicherungstechnik schmerzhaft spüren.

Wenn du einmal einen mit Zug geschwungenen Bokken von jemanden der ernsthaft Kenjutsu betreibt "abfangen" kannst, hast du mit den meisten Schlägen auch kein Problem mehr. Davon bin ich zwar selbst noch verdammt weit entfernt, aber es reicht aus eigener Erfahrung heraus bereits für einen gut geübten Boxer aus, der seinen Sport nicht erst ein paar Jährchen betreibt.
 
Ich will hier niemandem seine Kampfkunst madig machen, wenn es für dich passt ist das ja super. Es gibt bestimmt auch genug Aikidoka die badass sind. Versucht der Boxer denn auch wirklich dich zu vermöbeln? Darf er auch grapplen?
 
Ache schrieb:
Ich will hier niemandem seine Kampfkunst madig machen, wenn es für dich passt ist das ja super. Es gibt bestimmt auch genug Aikidoka die badass sind. Versucht der Boxer denn auch wirklich dich zu vermöbeln? Darf er auch grapplen?

Im Grunde ist jeder ab dem 5. Dan (10 gibt es und der 5. Dan ist der höchste technische Meistergrad, ab dann wird er nur mehr ehrenhalber verliehen) badass, da hier die technische Ausbildung abgeschlossen ist und jeder Handgriff schnellstmöglich und perfekt-sauber im Schlaf funktionieren muss.

Wie auf der vorherigen Seite beschrieben, war es ein vollkommener Free Fight (ich also natürlich auch zur Sicherheit mit Gebissschutz und diesem Polster-Helmchen ausgestattet), da es ihn und mich einfach interessierte was dabei raus kommt.
Dreimal probiert und war jeweils nach dem ersten richtigen Schlag für ihn gelaufen.

Ich mag diese Zurschaustellung von Kampfkünsten eigentlich gar nicht, aber wenn hier Dinge wie Ballett oder genanntes Kommentar von dir auftauchen, obsiegt der Schweinehund in mir und ich muss dann doch meinen Senf abgeben. :D

Betreibe Aikidō, Aiki-ken und Iaidō aber auch nicht wegen der Effektivität (besonders die Effektivität im Aiki-ken bzw. Iaidō werde ich außerhalb von Schnittübungen an der "Puppe" eh nie unter Beweis stellen können), sondern vor allem Aufgrund der dort herrschenden Lehren/Philosophien und der Tatsache, dass es ein wirklich langwieriger Lernprozess ist, der mit kleinen Schritten gemacht wird und im Grunde nie ein Ende hat. Das unterscheidet wohl auch eine Kampfkunst von einem Kampfsport.
 
Ich bin übrigens immer sehr von Aikido fasziniert gewesen. Allein der Umstand, dass diese Kunst wirklich darin besteht, jeden Angreifer wie einen Deppen aussehen zu lassen, ohne dass man selber zum Schlag ausholt, ist für mich ein ganz großes Pfund. :dhoch:
 
Ich kann mit den asiatischen Kampfsportarten nicht viel anfangen. Da wird ne Technik 100 mal geübt aber am Gegner dann einmal geprobt. Mit diesem sprituellen Zeug von wegen man kann eine Technik erst perfekt wenn man sie 1000 mal ausgeführt hat komm ich nicht klar. Hab 2 Jahre lang Tae Kwon Do gemacht und es auch mit Kyokushin probiert. Wenn ich paar mal härter geschlagen habe und ernst gemacht habe wurde ich verwarnt und habs dann aufgegeben. Ich bewundere zwar die Meister und die richtig guten in den asiatischen Kampfsportarten für ihre Geduld aber wenn es mal auf der Straße hart auf hart ankommen sollte kann man imo mit dem Zeug nicht viel anfangen.
 
Dafür haben wir ja Kickboxen und Handfeuerwaffen schätze ich...und den Selbstverteidigungskram, der ist doch für sowas da, wie heisst dieses israelische Zeug nochmal...?
 
Kali schrieb:
Krav Maga :?
@sawbones
ich glaub du meinst bujutso und nicht lutscho

Ja, genau danke. Das klang mir immer nach was praktisch orientiertem, die mehr an Lehren gekoppelten Kampfkünste sind, für mich jedenfalls, was ganz anderes als Systeme, die den Praxiseinsatz als primären Gedanken haben.

:)
 
Kali schrieb:
Ich kann mit den asiatischen Kampfsportarten nicht viel anfangen. Da wird ne Technik 100 mal geübt aber am Gegner dann einmal geprobt. Mit diesem sprituellen Zeug von wegen man kann eine Technik erst perfekt wenn man sie 1000 mal ausgeführt hat komm ich nicht klar. Hab 2 Jahre lang Tae Kwon Do gemacht und es auch mit Kyokushin probiert. Wenn ich paar mal härter geschlagen habe und ernst gemacht habe wurde ich verwarnt und habs dann aufgegeben. Ich bewundere zwar die Meister und die richtig guten in den asiatischen Kampfsportarten für ihre Geduld aber wenn es mal auf der Straße hart auf hart ankommen sollte kann man imo mit dem Zeug nicht viel anfangen.

Ich glaub dir da kein Wort.
 
Kali schrieb:
Ich bewundere zwar die Meister und die richtig guten in den asiatischen Kampfsportarten für ihre Geduld aber wenn es mal auf der Straße hart auf hart ankommen sollte kann man imo mit dem Zeug nicht viel anfangen.

Persönlich verachte ich ja Leute, die einem Kampfsport oder einer Kampfkunst aus diesem Grund heraus nachgehen und ich halte auch gegen diese Aussage. ;)
 
@Tom-Tek
Ich hab gesagt dass ich Kyokushin probiert und nicht mehrere jahre wie taekwondo ausgeübt habe. Kann sehr gut sein dass es in fortgeschriteneren Klassen oder Schulen anders abgeht das bezweifle ich auch nicht. Dort wo ichs trainiert habe war der Trainer allerdings sogar Schüler bei Mas Oyama. Jedenfalls waren in dem Kurs eher körperlich schwache Leute und da durfte ich eben nicht hart zuschlagen weil es die Leute erstmal gestört hat und der Trainer es deswegen nicht gern gesehen hat. Ich gehöre eher zum aggressiven Typ Kampfsportler und konnte es in den Kursen nicht wirklich ausleben. Beim Boxen ist es dagegen vollkommen anders. Wenn ich meinem Sparringpartnerr eine guten Schlag verpasse oder einen harten Schlag abkriege finde ich das geil. Danach geht man schön einen trinken und scherzt darüber und das hat sich dann. Und genau das hat mir bei den asiatischen Kampfsportarten gefehlt. Da wird ein Schlag unendliche male geübt aber dann aufgrund echten fehlenden Sparrings vernachlässigt.

@Trayal
Ich übe meinen Kampfsport nicht aus dem Grund aus aber wenn es wirklich mal hart auf hart ankommen sollte möchte ich auch etwas in der Hand haben was man am Gegner sofort ausüben kann. Schließlich ist das ein Kampfsport und keine Ballettveranstaltung. Als Boxer kann man auch nicht viel gegen eine Schwinger oder Grappler anrichten allerdings kann man sich mit seinen Fäusten gut verteidigen und muss nicht warten bis der Gegner die passende Übung macht worauf man dann versucht zu kontern. Du führst Aikido aus super aber was ist wenn ich einen Schlag mit der Führhand gegen deinen Bauch antäusche und dann sofort mit der Schlaghand dir ins Gesicht schlage? Was willst du da denn bitte noch abwehren?

Edit: Allerdings will ich hier jetzt auch keine Diskussion á la welche Kampfsportart ist die Beste starten. Das würde den Rahmen sprengen und jeder sollte eben schauen wo er sich wohlfühlt...
 
Zurück
Oben