Ich beteilige mich seit längerem nicht mehr gerne an Diskussionen zum Thema Flüchtlinge. Jeder darf seine Meinung dazu haben und ich bin es Leid mich dauernd als ausländerfeindlichen Idioten hinstellen zu lassen, bloß weil ich meine persönliche Meinung dazu habe, die nicht in das Lemminge-Schema der "Die Welt kann so schön sein"-Ideologen (bzw. mittlerweile eher "linke Demagogen" mMn) passt. Ich stimme in großen Teilen den Usern zu, die nicht fernab der Realität denken und argumentieren. Ich finde allmählich sind - oder besser sollten wir - an einem Punkt sein, an dem die leidigen Themen Ausländerhass, Willkommenskultur, Leitkultur, Humanität etc. gar nicht mehr wichtig sind. Ja, ich finde es erbärmlich was die EU tut oder besser gesagt nicht tut und versäumt hat. Das ist der tragische Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur. Nicht nur reden, sondern machen! Aber was macht man? Der Entropie mit noch mehr Entropie entgegenwirken kann nicht Sinn der Sache sein. Mir kommt das langsam so vor, als wären Flüchtlinge keine Menschen mehr, sondern nur noch Zahlen auf einem Schmierblatt einer EU Richtlinie. Und das ist verdammt traurig. Wir beschweren uns über Probleme, die Europa ausbaden muss (!!), die wir jahrelang versäumt haben (oder vielleicht wollten es gewisse Parteien versäumen). Vor nicht einmal zehn Jahren hieß es immer wir haben schon die Integration der Gastarbeiter, die damals kamen, versäumt. Jetzt überholt uns das Problem wie eine Lawine und wir reden immer noch über Toleranz, Akzeptanz, Integration? Die USA und Russland bringen - offensichtlich im stillen Einvernehmen mit Europa - dem Nahen Osten eine derartige Instabilität, dass sich ein Nährboden für extremes Gedankengut bildet und sich Menschen radikalisieren lassen, die in ständiger Furcht vor Diktatoren, Armut und Gewalt leben und wir wundern uns, dass das Fass irgendwann nun mal überläuft? Was wir in Afrika mit den Kolonien angerichtet haben, hat der Kalte Krieg und jahrelanges "drüber-hinweg-sehen" mit dem Nahen Osten angestellt. Das Nachbeben hat jetzt nicht länger was mit "Wir sind besser als die" oder "Kanaken sind sowieso alle scheiße" zu tun, sondern sollte zu der logischen Konsequenz führen: Ja, wir haben versagt! Jetzt reißen wir uns mal zusammen und bringen Ordnung in diese Länder, damit niemand vor Krieg und Terror fliehen muss. Einfach gesagt. Putin macht es uns aber vor. Zwar handelt er aus falschen Motiven und ist bei Weitem nicht an Stabilität in diesen Ländern interessiert, aber als Akteur in der Außenpolitik zolle ich ihm dafür etwas Respekt. Er redet nicht nur.
Mal im Ernst... Ich sehe in mindestens 10 Jahren einen Bürgerkrieg in Deutschland drohen, wenn das so weitergeht wie bisher. Hier wird nichts getan, weil wir nichts tun könnten, sondern weil diese Situation so gewollt ist. Und jetzt könnt ihr ruhig alle mit dem Finger auf mich zeigen und "Doofer Verschwörungstheoretiker" schreien. Aber für mich sieht die Flüchtlingsproblematik aus wie die Sache mit der Ablenkung des Publikums eines Magiers...