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Flüchtlinge

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ich tendiere dazu 50:50 zu machen und die UNO flüchtlingshilfe sowie UNICEF zu unterstützen.

wenn man anfängt und sich mal richtig informiert würde man am liebsten überall spenden...

hat noch jemand eine alternative für mich?
 
Ärzte ohne Grenzen, da spende ich. Sind auch in den Kriegsgebieten aktiv und versuchen, den Menschen dort vor Ort zu helfen.

Ansonsten machen wir gerade wieder ein Paket mit Sachspenden fertig. Das letzte Mal war es toll, die Dankbarkeit der Menschen zu erleben. Der Kontakt war auch ergreifend.
 
Wir spenden hier bei Flüchtlingsheimen je nach Bedarf, z.B. habe ich gerade noch alte Smartphones, die ich spenden will und die eigentlich immer gesucht werden. Eigentlich gibt es hundert Ecken, an denen man spenden müsste. Die Leute sollen nicht in ihrem Land verhungern und man muss dort die Lebensbedingungen verbessern, sie müssen als Flüchtlinge hier gesund ankommen und wenn sie es bis hier hin geschafft haben, soll ihnen eine Perspektive ermöglicht werden.
Vielleicht können wir wirklich nicht allen helfen, so wie es hier vom der Konsumelite propagiert wird, aber wir haben genug Mittel um sehr vielen Menschen zu helfen. Ist abgedroschen, aber jeder Cent hilft.
 
Vielleicht können wir wirklich nicht allen helfen, so wie es hier vom der Konsumelite propagiert wird, aber wir haben genug Mittel um sehr vielen Menschen zu helfen. Ist abgedroschen, aber jeder Cent hilft.

Wekche Konsumelite? :?

Ich denke schon, dass wir allen Menschen helfen könnten.

Denen, die hier ankommen, sowieso. Alleine Deutschland hat im 1. Halbjahr einen Haushaltsüberschuss von über 21 Milliarden Euro. Überschuss! Es gibt noch mehr "nicht ganz so arme" Länder.

Natürlich würde zum Helfen auch politisches, vielleicht sogar militärisches Eingreifen in den Ursprungsländern nötig sein.

Aber wir könnten viel erreichen, wenn wir den wollten. Aber die EU scheitert ja schon an verbindlichen Quoten, weil einige Länder sich einfach quer stellen.

Wir können nur hoffen, dass die Dämme noch nicht gebrochen sind und auch nicht brechen. Wenn das hier erst der Anfang war... Menschen in Angst und/oder Hoffnung lassen sich nicht aufhalten. Das hat uns sogar unsere eigene Geschichte gezeigt. Irgendwann müssen wir sonst die europäischen Grenzen militärisch absichern oder es kommt zu kriegsähnlichen Zuständen auf unserem Kontinent.
 
Und genauso wie man das respektieren kann/sollte:

sollte man auch verstehen und akzeptieren, dass manchen eben nicht "die Tränen in die Augen schießen", "der Boden unter den Füßen weggezogen wird", "sprachlos sind", "die Bilder in die Seele gebrannt werden", "hilflos" sind, "das Herz zerreisst" sind oder sonst was passiert wenn sie solche Bilder sehen. Sei es jetzt, weil sie mit Rotten & Co aufgewachsen sind, Tod und Elend aus dem täglichen Leben (Krankenhaus/Sanitäter/whatever) her kennen, einfach durch die Omnipräsenz solcher Bilder abgestumpft oder, wenn man es sich einfach machen will, Unmenschen sind.
Ich verstehe diese Einstellung und kann sie auch nachvollziehen und akzeptieren.
Was ich nicht wirklich verstehe ist, wieso man dann einfach nichts dazu sagt? Wieso muss man unbedingt deutlich machen, dass einen sowas nicht juckt? Ich kondoliere z. B. im "RIP--Thread" auch nicht jedem, weil mir der Tod von vielen Leuten schlicht egal ist. Aber dieses "egal" schreib ich auch nicht hin, sondern halte schlicht meine Klappe.
Man muss doch nicht immer alles kommentieren oder liken...

Mich persönlich hat das Bild heute Morgen völlig unvorbereitet getroffen, beim checken meiner mails. Ich bekomme sowas auch nicht ständig zu Gesicht, wohl weil ich facebook oder andere Netzwerke nicht nutze. Und ja, ich bin Vater einer 2jährigen Tochter, da sieht man solche Bilder nochmal mit anderen Augen. Aber es kann doch echt nicht sein, dass hier ne seitenlange Diskussion entsteht, nur weil eine Handvoll Leute sagt, das Bild würde sie emotional berühren. Durch diese völlig sinnbefreite Diskussion hab ich jetzt das Gefühl, ich müsste mich wegen meiner Reaktion rechtfertigen, und das ist ziemlich schade und auch zum Kotzen, wenn ich ehrlich bin.
 
Als es jemand angesprochen hat, ist mir dann auch beim Durchschauen aufgefallen, dass hier die KT'ler, die am meisten konsumieren und mit ihrem Geld prahlen, auch die sind, die am kritischsten die Flüchtlinge betrachten und eben mit Argumenten kommen wie "Man kann eh nicht allen helfen".

Na ja, wer Kohle hat, versucht zu zu verteidigen, gegen was auch immer.

Die grössten Steuersünder sind ja auch die, die am meisten Kohle haben.

Der wahre Hintergrund sind wohl eher Ressentiments gegenüber diesen Menschen. Man hört ja jetzt schon wieder Parolen wie "das Geld würde man besser in Kitas stecken als an Asylanten"...
 
Ich verstehe diese Einstellung und kann sie auch nachvollziehen und akzeptieren.
Was ich nicht wirklich verstehe ist, wieso man dann einfach nichts dazu sagt? Wieso muss man unbedingt deutlich machen, dass einen sowas nicht juckt? Ich kondoliere z. B. im "RIP--Thread" auch nicht jedem, weil mir der Tod von vielen Leuten schlicht egal ist. Aber dieses "egal" schreib ich auch nicht hin, sondern halte schlicht meine Klappe.

Mich persönlich hat das Bild heute Morgen völlig unvorbereitet getroffen, beim checken meiner mails. Ich bekomme sowas auch nicht ständig zu Gesicht, wohl weil ich facebook oder andere Netzwerke nicht nutze. Und ja, ich bin Vater einer 2jährigen Tochter, da sieht man solche Bilder nochmal mit anderen Augen. Aber es kann doch echt nicht sein, dass hier ne seitenlange Diskussion entsteht, nur weil eine Handvoll Leute sagt, das Bild würde sie emotional berühren. Durch diese völlig sinnbefreite Diskussion hab ich jetzt das Gefühl, ich müsste mich wegen meiner Reaktion rechtfertigen, und das ist ziemlich schade und auch zum Kotzen, wenn ich ehrlich bin.


Ich habe hier jetzt nicht alles gelesen. Glaube aber eher, dass es so ist: Diejenigen, die das Foto nicht zum heulen bringt, sind dennoch sensibel für das Thema. Aber es braucht einfach kein Foto, um das zu vertiefen. So ist es bei mir: Ich bin sehr betroffen. Aber ich bin durch das Foto nicht betroffener.

Genauso brauche ich bei einem Mord kein Foto des Opfers, um das mit ganzem Herzen zu verteufeln. Das ist genauso legitim wie die zusätzliche Emotionalität, die durch die Verbildlichung entsteht.
 
Durch diese völlig sinnbefreite Diskussion hab ich jetzt das Gefühl, ich müsste mich wegen meiner Reaktion rechtfertigen, und das ist ziemlich schade und auch zum Kotzen, wenn ich ehrlich bin.
Genau das gleiche bekommt man aber eben auch vermittelt wenn man nicht weinend aus dem Zimmer rennt. Die Diskussion bringt im Endeffekt nicht viel außer, dass man sich gegenseitig die Begriffe "Gutmenschen" oder "Unmenschen" an den Kopf werfen kann. Deshalb hab ich ja geschrieben, dass es für jeden Einzelfall hier (oder ist das wieder zu sachlich formuliert?) einen individuellen Grund gibt warum man so reagiert und das auch respektieren sollte. Ansonsten hat @*runaway* schon das Wichtigste dazu gesagt.
 
Der 5-jährige Bruder von Aylan Kurdi ist übrigens auch gestorben, ebenso seine Mutter. Zurück bleibt ein Mann, der seine ganze Familie verloren hat.

Aber das Bild zeigt seine Wirkung. Die britischen Medien machen sich für mehr Flüchtlingshilfe stark, das Volk fordert mehr Hilfe, man geht davon aus, dass Cameron schnell handeln muss.

Mir war bis eben nicht bewusst, dass über 11 Millionen Syrer auf der Flucht sind. Das sind 50% der Bevölkerung. Währenddessen rüsten die "Kriegsparteien" in Syrien nun mit Fassbomben auf, weil da mehr TNT rein passt.

Und das ist die eigentliche Tragödie. Die rote Linie ist seit Jahren überschritten. Erst von Assad, jetzt zusätzlich vom IS. Über den Grund der millionenfachen Flucht dieser Menschen hört man nichts mehr.
 
Als es jegekauft, gesprochen hat, ist mir dann auch beim Durchschauen aufgefallen, dass hier die KT'ler, die am meisten konsumieren und mit ihrem Geld prahlen, auch die sind, die am kritischsten die Flüchtlinge betrachten und eben mit Argumenten kommen wie "Man kann eh nicht allen helfen".
Erlebe ich von "Bekannten" auch. Dickes Haus gerade gekauft, fettes Auto und fahren mehrmals im Jahr in den Urlaub. Denen geht es wirklich gut. Meckern aber über Flüchtling etc...
 
Ängste halt, wer nichts hat kann nichts verlieren, die die was haben haben angst um das was sie besitzen, scheißhasen eben, da muss man natürlich hinterfragen wieso sie denken dass jemand ihr haus wegtragen könnte.
 
http://www.spiegel.de/kultur/musik/...seren-schutz-von-asylbewerbern-a-1051306.html

Die Aktion Arschloch! will auf einfache Weise dazu beitragen, ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

Dazu haben wir uns vorgenommen, das Lied „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte wieder in die Chartsund ins Radio zu bringen.

Unsere Aktion ist keine Werbeveranstaltung der Band Die Ärzte!

Wir haben die Band zwar um eine Stellungnahme gebeten, sind aber sonst völlig unabhängig von ihr.

Wie ihr mitmachen könnt, steht hier!
 
Der 5-jährige Bruder von Aylan Kurdi ist übrigens auch gestorben, ebenso seine Mutter. Zurück bleibt ein Mann, der seine ganze Familie verloren hat.

Jap, und dann schreien die Scheisshausfliegen, dass ja nur "junge Männer" zu uns nach Deutschland flüchten. Hm, womöglich deshalb, weil die Körperlich am ehesten die Flucht überleben...

Ich hab vor kurzem eine Story von einem Syrer gehört, dessen 2 Jährige Tochter auf See von Schleppern über Bord geworfen wurde, weil er sie nicht ruhig gekriegt hat als sie in eine "gefährliche Zone" kamen. Er sei zwar hinterher, konnte sie aber nicht mehr finden. Sein Frau hat sich darauf hin wohl das Leben genommen.
...aber ist nur eine Geschichte. Kann sein, dass die Wahr ist, kann sein, dass die frei erfunden ist. Was aber sicher ist, ist dass solche Dinge zur Zeit fast täglich passieren - da brauchts garkeine Diskussion.

Erlebe ich von "Bekannten" auch. Dickes Haus gerade gekauft, fettes Auto und fahren mehrmals im Jahr in den Urlaub. Denen geht es wirklich gut. Meckern aber über Flüchtling etc...

Das hier ist aber auch eine sehr pauschale Vorverurteilung, meine Freunde... Wie ich schon sagte, habe ich einfach durch meine Vergangenheit (Studentenjobs als Barkeeper, Arbeit in Discotheken, Clubs, Kneipen usw...) auch Kontakt zu anderem Klientel. Ich bemerke grade bei den eher bildungsfernen Leuten die zum großen Teil auch nicht arbeiten gehen (wollen), usw... einen ziemlichen Rechtsruck und eine massive Pöbelei und Ablehnung gegenüber der Flüchtlinge und der Flüchtlingspolitik.

Ich selbst hingegen stehe nicht gerade so schlecht da - was ich hier auch zum Teil schon in diversen Threads gesagt habe. Anständige Autos, Motorräder, teure Technik zuhause, und im Moment drauf und dran eine eigene Bude zu kaufen. Das hab ich mir erarbeitet.
Trotzdem habe ich glaube ich durchblicken lassen, dass ich auf keinen Fall gegen Flüchtlinge hetze, und auch helfe wo ich kann. Das soll keine Selbstbeweihräucherung sein (auch wenn mans so verstehen könnte - sorry im Vorfeld dafür) - aber ich wäre schon vorsichtig, bevor ich hier gegen KTler oder Leute mit einigermaßen Besitz ansich wettere...

Ich denke die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Leute die gegen Flüchtlinge hetzen gibts in allen Gesellschafts-, Bildungs- und finanziellen Schichten zu gleichen Teilen. Dieses Problem ist omnipräsent.
 
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