Ich werde nächste Woche 40, habe die Entwicklung seit dem Atari VCS 2600 mitgemacht.
Klar hat Bart Recht. Alle seine Beispiele sind gerechtfertigt, rein vom Prinzip her grenzt das schon an Betrug am Kunden.
Aber: ich bin da mittlerweile recht pragmatisch geworden und wäge ab, was ich will, wie sehr ich es will.
Nie im Leben würde ich Hitman in der jetzigen Verfassung kaufen. Das Spiel interessiert mich aber auch nicht sonderlich, also habe ich da leicht reden. Ich kann mich aber in
@Türenmacher hineinversetzen. Es ist sein Lieblingsspiel, er will es spielen. Jetzt, nicht Januar 2017. Auch er wird abwägen, sich vielleicht einige Dinge auch "schönreden", damit er es vor sich selbst
rechtfertigen kann.
Life is Strange ist extrem storybasiert. Es wäre für mich, obwohl ich heiss auf das Spiel war, undenkbar gewesen, jede Episode zum Release zu holen und dann mehrere Wochen zu warten, bis es weiter geht. Also habe ich auf die komplette Season gewartet.
SF V hat keinen beschissenen Arcade-Mode. Ist mir mitunter am wichtigsten. Also habe ich es nicht gekauft.
Season-Pässe kaufe ich auch so gut wie keine. Woher soll ich denn bitteschön im Vorfeld des Releases wissen, wie lange mich das Spiel fesselt und was überhaupt kommt? Bei DC habe ich ihn gekauft, hat sich gelohnt. Aber wenn man Star Wars Battlefront nimmt... das Spiel ist jetzt wie lange draussen? Fast ein halbes Jahr, oder? Und es kam noch kein Inhalt aus dem SP, oder? Kannste vergessen, viel zu spät nachgeschoben.
Würde aber ein GT Sport mit 5 Strecken und 10 Autos kommen, ich würde es kaufen, genau wie Türenmacher sein Hitman. Ich will es spielen, so schnell, wie es geht. Also kaufe ich es mir. Wem schade ich am meisten, wenn ich es nicht kaufe? Dem Entwickler oder letztlich mir selbst?
Und so werden wir fast alle irgendwann schwach und laufen mit.