Joe Genius schrieb:
[vid]http://youtu.be/6RtSGFryKwo[/vid]
Ich finde auch hier kommt ein MS Offizieller nicht gut weg, in diese Fall Major Nelson.
Endweder weiß er zu manchen Themen nix zu sagen, oder wenn es mal um die Kritikpunkte geht, versucht er abzulenken und in komischer Art und Weise auf die positiven Dinge hinzuweisen.
Also ich kann deine Meinung nicht teilen, ich weiß aber auch nicht was du mit "nicht gut wegkommen" meinst.
Noch deutlicher kann man eigentlich nicht auf die Fragen eingehen. Er bestätigt, dass ich meine Spielebibliothek mit neun weiteren Personen teilen kann, sprich, ich kann dir sehr wohl ein Spiel ausleihen. Anstatt jetzt zum Regal zu greifen und es dir mitzugeben, erlaube ich dir den Zugriff auf meine Spielesammlung. Etwas, dass ich z.B. so nicht im realen Leben machen würde. Allein weil ich immer befürchte, dass Spiel nie wiederzusehen, dir hinterherrennen zu müssen, oder es in einem miserablen Zustand wieder zurückbekomme. Besser noch.
Wenn ich dir ein Spiel aus meinem Regal ausleihe, kann ich es nicht mehr spielen, weil es bei dir ist. So kann ich es auch weiterhin zocken. Maximal aber nur zwei Leute gleichzeitig. Das, in Verbindung mit der Möglichkeit keine Disc mehr wechseln zu müssen, kann man faktisch nur durch ein ausgeklügeltes DRM kontrollieren. Anstatt sich aber als User über die Vorteile zu freuen, macht man sich mehr Gedanken darüber, wie das Unternehmen aus DRM-Maßnahmen Profit schlagen kann. Aber angenommen es würde so kommen und das wird es ganz sicher, dass Spiele künftig ähnlich behandelt werden wie Musik oder Filme, ist das jetzt nichts was mir schlaflose Nächte bereitet. Ich habe ganz ehrlich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ich meine iTunes-Filme oder Musik weiterverkaufen kann. Geht das überhaupt? Und wenn nicht, wieso sollte das künftig bei Spielen möglich sein?
Keine limitierte Friendlist ist nochmal besser als 1000. Es sei mal dahingestellt ob man das braucht oder nicht, aber Facebook zeigt schon, dass einige privat über 1000 Freunde auf Facebook haben und diese Freundschaften auch pflegen. Und ich spreche jetzt nicht von einem 14-jährigen, der sich bei eBay 10.000 Likes kauft, weil er sich heute damit profilieren muss. Eine Online-Freundschaft ist sicher nochmal was anderes als die im realen Leben, aber die muss nicht weniger intensiv sein. Aus meiner Friendlist kenne ich die wenigsten real und trotzdem pflegen wir schon seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Und die 100 Slots wurden schnell knapp.
Was haben wir da noch? Achja, die Online-Verbindung. Ich meine darauf rumzureiten bringt nichts. Eine Internetverbindung ist dafür einfach zwingend notwendig. Anders funktioniert das nicht. Und wer sich daran stört nicht offline spielen zu können, kann sich ja über das Handy authentifizieren. Respekt, dass die Offiziellen bei dieser Frage noch ruhig bleiben können. Microsoft hätte wohl nie gedacht, dass gerade Gamer dieses Konzept nicht realisieren können. Aber gut, es gibt ja noch die 360 oder die PS4.
Es ist wohl abzusehen, dass der Spielemarkt künftig digital vertrieben wird. Microsoft erkennt das heute schon und wird wohl irgendwann, dass iTunes der Gamer werden. Vergleiche mit Steam hinken zum heutigen Zeitpunkt natürlich, da weder die Xbox One erhältlich ist, noch am ersten Tag Schnäppchen wie bei Steam zu erwarten sind. Kommen werden sie aber sicherlich und auch das sagt Major Nelson deutlich. Ich finde das Interview jedenfalls gut.