okst666 schrieb:
Wenn man diese "Geheimnisse" alle öffnen würde..wo wäre das Problem? OK - du vermutest Missbrauch...
Aber gegen Missbrauch von Daten gibt es wieder Gesetze....du hast die Möglichkeit gegen Missbrauch vorzugehen.
Na, das ist im dt. Gesetz zumindest aber sehr viel schwerer. Zumindest gewinne ich den Eindruck. Ich habe dieses Semester einen Kurs im Medienrecht belegt und das Problem ist einfach, dass sie Daten nicht endgültig global löschbar sind.
Wenn dein Konto geplündert wird, ist das Diebstahl..genauso, als wenn ich dich auf der Strasse ausraube..Warum weiss ich, das du deine Geldbörse in der rechten Batzentasche trägst...deine Kontonummer und EC-Geheimzahl aber nicht?
Ich denke du machst dir das an der Stelle ein wenig zu einfach. Das Problem an Google und Co. ist, dass sie Daten sammeln, die gegen dich verwendet werden können. Das heißt aber noch nicht, dass alle Daten, die dich ausmachen, auch von Relevanz sind. Du gibst einen Haufen Beispiele von Daten, die keinem nutzen können oder nutzen würden und sagst: "Leute, wo ist eigentlich euer Problem, wenn ich weiß, wo du deine Brieftasche trägst, oder welche Haarfarbe du hast ?". An der Stelle sehe ich ebenfalls kein Problem. Ob ich meine Brieftasche links oder rechts trage, macht keinen Unterschied.
Es gibt aber einfach Daten, die dich als Person sensibler treffen können. Würdest du dich etwa nicht unwohl fühlen, wenn ein Hanswurst aus Kreuzberg über Google an deine Kreditkarten-Pin kommt, über StreetView noch rauskriegt wo du wohnst, noch weiß, wie du aussiehst, weil du auf dem Bild alleine in deinem Garten stehst, darüber hinaus noch dein Auto darauf zu sehen ist. Jetzt lädt er Dokumente von deiner Arbeit herunter, weiß wo du zu finden bist und klaut im Endeffekt deine Karte auch noch.
Das ist alles möglich mit nur einem Anbieter von Daten. Ich finde das furchtbar. Du hast damit scheinbar kein Problem.
EDIT:
Oder noch ein anderes Beispiel: Kinderschänder könnten, ohne die eigene Wohnung zu verlassen, rauskriegen wo die nächsten Spielplätze sind, sich in Ruhe die Kinder dort angucken. Anhand des Aussehen des Kindes noch googlen, wo das Kind wohnt..etc. pp. Dann nimmt er das Kind beim nächsten Besuch einfach mit, schändet es ordentlich 2 mal durch und ist in der ganzen Vorbereitung unauffällig geblieben. Er war nämlich nie vor Ort.
Jetzt kannst du dich zwar hinstellen und sagen, es gibt Gesetze die dich schützen, das kommt aber mMn zu spät.
Google sammelt alle Informationen, der Kontext bestimmt jeweils, wie wichtig diese sind. Das kann keiner mehr kontrollieren.