Mondknallschlumpf
Forenleiche
Ein Kaufverbot hat den Vorteil, dass Prostituierte in Straffällen immer die Oberhand behalten.
Die dann wahrscheinlich gleich mal deutlich häufiger auftreten, wenn es in den Untergrund gezwungen wird....
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Ein Kaufverbot hat den Vorteil, dass Prostituierte in Straffällen immer die Oberhand behalten.
So sehr ich mir das auch wünsche aber ich glaub das erlebe ich nicht mehr, dass die EU hier der vorgelegten Vernunft einiger US Bundesstaaten folgt.
Dann erkläre ich noch einmal meinen Standpunkt genauer. Ich muss dazu sagen, dass ich Prostitution und ihre Kundschaft verabscheue. Ich gehe da sicherlich emotional an die Sache ran. Sind halt meine Eindrücke.
Die Thematik von der Selbstbestimmung aus aufzurollen ist meines Erachtens falsch. Damit macht man sich die Sache sehr einfach und wird dem Problem nicht gerecht.
Sex ist keine gewöhnliche Dienstleistung. Sex ist meiner Meinung nach auch keine "normale" Sache, sondern eine sehr besondere. Obwohl wir gerne das Thema kleinreden und so tun als wären wir da sehr locker und frei, bleibt Sex eine, wenn nicht die intimste Erfahrung zwischen zwei Menschen. Und ich halte es für nicht (für kaum...) möglich, das Rein-Raus aus diesem Akt zu extrahieren.
Ganz deutlich sieht man das in der Bedeutung, die wir Sex in der Beziehung, in der Liebe zusprechen. Seit Jahrtausenden. Schon immer eigentlich. In allen Kulturen. Und noch besser sieht man das im Missbrauch. Eine Vergewaltigung lässt sich sehr viel schwieriger verarbeiten als andere Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht. Ich setze hier nichts mit der Vergewaltigung gleich. Ich will nur zeigen, dass es etwas anderes ist, seinen Körper anzubieten als Brötchen zu backen oder ein Klo zu putzen.
Ich finde es falsch, wie das Thema runtergespielt wird. Als wäre das ein Gewerbe wie jedes andere, obwohl wir uns zumindest einig sein sollten, dass die Situation, in der sich Prostituierte und Freier befinden, sehr viel tiefer in die Psyche eines Menschen geht. Es liefert sich hierbei eine körperlich schwächere Frau gegen Geld einem Mann aus, der gerade von einem seiner stärksten Triebe gesteuert wird. Das ist zumindest diskussionswürdig.
Man muss sich nur Erfahrungen von Prostituierten oder noch besser von Freiern anschauen. Am besten direkt aus irgendwelchen Foren. Googlet mal. Gewalt und Machtspiele stehen an der Tagesordnung. Gerne wird das Kondom noch schnell abgestreift um in der Frau zu kommen. Männer sind auf der Jagd nach der frischesten Ware. Es ist leider kaum möglich solche Straftaten zu kontrollieren, wenn es kein generelles Verbot gibt. Immerhin spielt sich der Akt hinter verschlossenen Türen ab. Das Berufsrisiko ist meiner Meinung nach etwas zu hoch.
Ich weiß, nicht alle Freier sind so. Die meisten sind (nach etwas Google-Recherche) wohl einfach Typen, die nicht so leicht eine abbekommen, die auch endlich mal (wieder) Sex mit einer (attraktiven) Frau haben wollen. Aber Sex mit einem Fremden ist wie ich erklärt habe, eine besondere Situation. Also was bringt Frauen dazu, ihren Körper anzubieten?
Auch wenn gerne davon gesprochen wird, dass viele Frauen nur ihre Abenteuerlust ausleben wollen (ja, mit fetten Mittvierzigern), sieht man an der Verteilung recht gut, dass Armut das größte Motiv ist. Wir haben in etwa 20% Zwangsprostitution in Deutschland, in großer Teil der Prostituierten kommt aus Osteuropa. Es gibt auch Edelnutten, die sicherlich mehr Macht in ihrem Job haben, die einen gewissen Standard einhalten können, aber viele Prostituierte kommen mit wenig Alternativen in dieses Gewerbe, kommen aus armen Verhältnissen, ohne Bildung, sind drogensüchtig, haben Schulden, keine Perspektive. Und dann verschwimmen die Grenzen zwischen Selbstbestimmung und Zwang und zwischen freiem Sex und Vergewaltigung. Und das halte ich für sehr gefährlich.
Es ist einfach ein sehr schwieriges Thema, weil man in einen Menschen nicht hineinsehen kann. Geld regiert leider die Welt. Und es gibt viele Dinge, die man selbstbestimmt für Geld tun würde. Im kleinen Maße beruht jeder Job auf dem Prinzip, aber was wenn ich mich schlagen lassen würde? Für 10'000€ lasse ich mich verkloppen. Gibt ja genug gewaltgeile Menschen und es ist schnell vorbei. Sollte man solche Perversionen wirklich legalisieren? Sie marktfähig machen? Ich sehe da ein zu großes Risiko im Missbrauch.
Vielleicht liege ich falsch und die meisten Nutten fühlen sich nicht in ihrer Würde verletzt. Sie schalten ihren Kopf aus, lassen paar Kerle rüberrutschen und freuen sich über die Scheine. In jedem Fall sollte man sich die ganze Thematik genauer anschauen und sich etwas mehr Zeit nehmen, bevor man sagt: Passt so. Machen se freiwillig.
Um Möglichkeiten der Besserstellung von Sexdienstleisterinnen und Sexdienstleistern in Österreich zu erarbeiten, wurde im Rahmen der Task Force Menschenhandel erstmals im Juni 2007 ein interdisziplinär besetzter Expertinnen- und Expertenkreis unter Leitung der Frauensektion im Bundeskanzleramt eingesetzt. Er beendete seine Arbeit im Juni 2008 mit einem umfassenden Bericht, der die prostitutionsrelevante Rechtslage und deren Auswirkungen ausführlich darstellt sowie einen breit gefächerten Maßnahmenkatalog – insbesondere betreffend Bundeskompetenzen – enthält.
Im März 2009 wurde in Umsetzung einer Empfehlung dieses Berichts eine weitere Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Maßnahmen im Bereich der Landeskompetenzen – wiederum unter Leitung der Frauensektion im Bundeskanzleramt – eingerichtet.
Der Bericht dieser Arbeitsgruppe vom Mai 2012 umfasst eine ausführliche Auseinandersetzung mit weiterhin bestehenden Problemlagen und darauf basierende Empfehlungen – insbesondere für den Bereich der Landeskompetenzen.

Es ging hier doch von Anfang an um den Verkauf/Kauf von Sex und nicht um Pornographie?!
Die sollen nicht mehr verbieten sondern endlich Gras erlauben.
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