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Prostitution verbieten?

Prostitution verbieten?

  • Ja, Prostitution sollte grundsätzlich verboten werden und Freier ggfs. auch belangt werden.

    Stimmen: 5 5,7%
  • Nein. Prostitution sollte unter gesetzlichen Rahmenbedingungen und Kontrolle weiterhin erlaubt sein.

    Stimmen: 60 69,0%
  • Prostitution am Straßenstrich und "Sex-Flatrates" verbieten. Bordelle sollten aber erlaubt bleiben.

    Stimmen: 20 23,0%
  • Bin mir unschlüssig...

    Stimmen: 2 2,3%

  • Umfrageteilnehmer
    87

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Jeder sollte machen dürfen was er will.
Was ist daran so schlimm wenn überall Nutten stehen?
Oh mein Gott! da gibt's Sex für Geld. Furchtbar....der Penis geht in die Vagina oder sonst wo hin...nein nein nein...wie schrecklich....Menschenverachtend sowas.
 
Ich bin sogar dafür die gesetzlich geregelte und kontrollierte Prostitution auszuweiten!

A) mehr männliche Nutten

B) Tarifverträge und Gewerkschaften

C) Abosystem! (@Bart Wux, gibt's das schon?)

D) Preisverleihungen und Co, um dieses Gewerbe weiter in die gesellschaftliche Mitte zu tragen.

E) Prostitution als Kunstform!

Vor 50 Jahren hatten sie alle ihre Werkstatt, heute haben alle ihren Psychlogen und in weiteren 50 Jahren sollte jeder seine Nutte haben!
 
Sehe ich anders. Prostitution ist für viele Frauen der letzte Ausweg. Ich denke, dass die allerwenigsten Frauen sich diesen Job ausgesucht haben. Da es sehr weit in die Psyche des Menschen geht, ist deine Aussage ebenso haltlos wie meine, aber ich denke, dass kaum eine Frau freiwillig die Intimität des Geschlechtsverkehrs bricht. Ich denke, sie sind in der Regel Opfer.

"Es ist mir nicht gelungen zu verstehen, dass man nicht von all diesen attraktiven Frauen angezogen sein kann und stattdessen von einem Mann", erklärte Museveni. Wenn es einem Mann so gehe, dann sei das "ein sehr ernstes Problem". Nach Ansicht des Staatschefs sind alle Homosexuellen "heterosexuelle Menschen, die nur wegen Geld sagen, dass sie homosexuell sind. Das sind Prostituierte wegen Geld."

Quelle: http://derstandard.at/1392686158479/Uganda-wird-Homosexuelle-haerter-bestrafen

Dann ist es eigentlich gut, wenn es in Uganda jetzt lebenslange Haft für homesexuelle Handlungen gibt, oder?

Denn immerhin kann kein Mann von einem anderen Mann freiwillig angezogen sein, durch das Gesetz schützt man sie also vor sich selbst.


Absolut logische Argumentation.
 
Ja, du hast mich da absolut richtig verstanden.(?!)

Ich habe mir über das Thema gestern noch Gedanken gemacht und versuche das mal später zu erläutern, was ich genau meine. :)
 
Nachdem man vor einigen Jahren erst die Sittenwidrigkeit abgeschafft und in einem Gesetz den "Dirnenvertrag" gesetzlich geregelt hat, wäre es ein massiver Rückschritt, die Prostitution insgesamt zu pönalisieren. Zumal Prostitution unter Ausbeutung selbstverständlich nach wie vor strafbar ist. Eine Ausweitung führte nur dazu, dass die Ressourcen der Polizei falsch verteilt würden. Anstatt die Zuhälter, die 20 osteuropäische Mädchen gefangen halten, verfolgen sie nun... nun ja... mich.
 
Dann erkläre ich noch einmal meinen Standpunkt genauer. Ich muss dazu sagen, dass ich Prostitution und ihre Kundschaft verabscheue. Ich gehe da sicherlich emotional an die Sache ran. Sind halt meine Eindrücke.

Die Thematik von der Selbstbestimmung aus aufzurollen ist meines Erachtens falsch. Damit macht man sich die Sache sehr einfach und wird dem Problem nicht gerecht.

Sex ist keine gewöhnliche Dienstleistung. Sex ist meiner Meinung nach auch keine "normale" Sache, sondern eine sehr besondere. Obwohl wir gerne das Thema kleinreden und so tun als wären wir da sehr locker und frei, bleibt Sex eine, wenn nicht die intimste Erfahrung zwischen zwei Menschen. Und ich halte es für nicht (für kaum...) möglich, das Rein-Raus aus diesem Akt zu extrahieren.

Ganz deutlich sieht man das in der Bedeutung, die wir Sex in der Beziehung, in der Liebe zusprechen. Seit Jahrtausenden. Schon immer eigentlich. In allen Kulturen. Und noch besser sieht man das im Missbrauch. Eine Vergewaltigung lässt sich sehr viel schwieriger verarbeiten als andere Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht. Ich setze hier nichts mit der Vergewaltigung gleich. Ich will nur zeigen, dass es etwas anderes ist, seinen Körper anzubieten als Brötchen zu backen oder ein Klo zu putzen.

Ich finde es falsch, wie das Thema runtergespielt wird. Als wäre das ein Gewerbe wie jedes andere, obwohl wir uns zumindest einig sein sollten, dass die Situation, in der sich Prostituierte und Freier befinden, sehr viel tiefer in die Psyche eines Menschen geht. Es liefert sich hierbei eine körperlich schwächere Frau gegen Geld einem Mann aus, der gerade von einem seiner stärksten Triebe gesteuert wird. Das ist zumindest diskussionswürdig.

Man muss sich nur Erfahrungen von Prostituierten oder noch besser von Freiern anschauen. Am besten direkt aus irgendwelchen Foren. Googlet mal. Gewalt und Machtspiele stehen an der Tagesordnung. Gerne wird das Kondom noch schnell abgestreift um in der Frau zu kommen. Männer sind auf der Jagd nach der frischesten Ware. Es ist leider kaum möglich solche Straftaten zu kontrollieren, wenn es kein generelles Verbot gibt. Immerhin spielt sich der Akt hinter verschlossenen Türen ab. Das Berufsrisiko ist meiner Meinung nach etwas zu hoch.

Ich weiß, nicht alle Freier sind so. Die meisten sind (nach etwas Google-Recherche) wohl einfach Typen, die nicht so leicht eine abbekommen, die auch endlich mal (wieder) Sex mit einer (attraktiven) Frau haben wollen. Aber Sex mit einem Fremden ist wie ich erklärt habe, eine besondere Situation. Also was bringt Frauen dazu, ihren Körper anzubieten?

Auch wenn gerne davon gesprochen wird, dass viele Frauen nur ihre Abenteuerlust ausleben wollen (ja, mit fetten Mittvierzigern), sieht man an der Verteilung recht gut, dass Armut das größte Motiv ist. Wir haben in etwa 20% Zwangsprostitution in Deutschland, in großer Teil der Prostituierten kommt aus Osteuropa. Es gibt auch Edelnutten, die sicherlich mehr Macht in ihrem Job haben, die einen gewissen Standard einhalten können, aber viele Prostituierte kommen mit wenig Alternativen in dieses Gewerbe, kommen aus armen Verhältnissen, ohne Bildung, sind drogensüchtig, haben Schulden, keine Perspektive. Und dann verschwimmen die Grenzen zwischen Selbstbestimmung und Zwang und zwischen freiem Sex und Vergewaltigung. Und das halte ich für sehr gefährlich.

Es ist einfach ein sehr schwieriges Thema, weil man in einen Menschen nicht hineinsehen kann. Geld regiert leider die Welt. Und es gibt viele Dinge, die man selbstbestimmt für Geld tun würde. Im kleinen Maße beruht jeder Job auf dem Prinzip, aber was wenn ich mich schlagen lassen würde? Für 10'000€ lasse ich mich verkloppen. Gibt ja genug gewaltgeile Menschen und es ist schnell vorbei. Sollte man solche Perversionen wirklich legalisieren? Sie marktfähig machen? Ich sehe da ein zu großes Risiko im Missbrauch.

Vielleicht liege ich falsch und die meisten Nutten fühlen sich nicht in ihrer Würde verletzt. Sie schalten ihren Kopf aus, lassen paar Kerle rüberrutschen und freuen sich über die Scheine. In jedem Fall sollte man sich die ganze Thematik genauer anschauen und sich etwas mehr Zeit nehmen, bevor man sagt: Passt so. Machen se freiwillig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist wohl wie bei der Prohibition; wenn Prostitution verboten würde, dann täten sich ein Haufen Mafiabanden dumm und dämlich verdienen und blutige Bandenkriege in unseren Straßen wären an der Tagesordnung.

Wenn alles geordnet unter staatlicher Kontrolle über die Bühne geht, ist imo nichts gegen Prostitution einzuwenden.
 
Sehe ich anders. Prostitution ist für viele Frauen der letzte Ausweg. Ich denke, dass die allerwenigsten Frauen sich diesen Job ausgesucht haben. Da es sehr weit in die Psyche des Menschen geht, ist deine Aussage ebenso haltlos wie meine, aber ich denke, dass kaum eine Frau freiwillig die Intimität des Geschlechtsverkehrs bricht. Ich denke, sie sind in der Regel Opfer.

Sehe ich nicht so, mit der gleichen Argumentation kann ich mich beklagen das ich zum arbeiten gezwungen werde..... viele Frauen wählen halt diesen Weg weil wie du schon sagst....

Und wir haben eine männerbetonte Gesellschaft, noch dazu ist Prostitution ein extrem lukratives Geschäft. Die ganze Sache ist (imo) Missbrauch im ganz großen Stil mit der stärksten Rückendeckung, die man sich wünschen kann.

Es wird doch niemand gezwungen (außer denen die gesetzeswidrig dazu gezwungen werden und das kann man hier nicht mit einfließen lassen) Die Frauen die sonst zu nichts kommen wollen halt ordentlich Schotter, wer sich dann dafür hergibt ist es selbst schuld und weiß was er tut.

Es ist auch kein Zufall, dass wir in der Prostitution und ähnlichen Branchen ein extremes Ungleichgewicht haben. Es sind Männer, die Prostituierte brauchen, die sich Pornos reinziehen müssen, die ihren Thailandurlaub sorgsam planen. Bei Frauen haben wir diesen Drang nach Sex doch in anderer Form. Das sind sehr deutliche Anzeichen dafür, dass hier der freie Wille eine geringe Rolle spielt.

Nunja, das liegt auch einfach daran das es für Männer in freier Wildbahn oft wesentlich schwerer ist ne Frau zu finden als anders herum.
 
Sex ist keine gewöhnliche Dienstleistung. Sex ist meiner Meinung nach auch keine "normale" Sache, sondern eine sehr besondere. Obwohl wir gerne das Thema kleinreden und so tun als wären wir da sehr locker und frei, bleibt Sex eine, wenn nicht die intimste Erfahrung zwischen zwei Menschen. Und ich halte es für nicht (für kaum...) möglich, das Rein-Raus aus diesem Akt zu extrahieren.

Ohne hier zu sehr in die Thematik abzuschweifen, aber hier würde ich einfach mal vermuten, dass dir da jede Prostituierte mit ein wenig "Berufserfahrung" widersprechen würde. Sonst würde sie ihren Job kaum machen können.
 
@Zimtzicke

Irgendwann sicher, wobei viele Prostituierte Drogen vor Schichtbeginn nehmen. Meinte aber auch eher, dass der Sex gegen Geld erst einmal den meisten Menschen widerstrebt. Und ich deswegen an der Selbstbestimmtheit der Berufswahl zweifle. Wir sprechen hier immerhin von mindestens einer halben Million an Prostituierten. Man vermutet sogar bis zu einer Million in Deutschland. Das ist eine erhebliche Anzahl. Ich kenne nicht alle Frauen, aber genug um zu bezweifeln, dass das keine natürliche Entwicklung ist. Es gibt natürlich nymphomanische Frauen und darunter auch genug, die das irgendwo anturnt Nutte zu sein, aber das dann tatsächlich beruflich zu tun, schießt einfach bei den ganzen Gefahren deutlich über das durch den Club vögeln hinaus.

Aber ist halt alles schwer zu erfassen. Es gibt aber in dem Bereich kaum Statistiken, keine Nachforschungen, keine wissenschaftlichen/psychologischen Analysen. Obwohl es ein extrem sensibles Thema ist. Und was sagt das Echo: "Sie haben es sich ausgesucht. Lasst sie machen." Finde das unverantwortlich. Zumindest sollte ein Verbot ernsthaft abgewogen werden.

Bei gehobenen Diensten bin ich auch weniger skeptisch. Weil dort mehr Kontrolle herrscht, aber die wird vom unteren Bereich gar nicht gefordert, sondern strikt abgelehnt, weil die Anonymität das Geschäft erhält. Man wird niemals die Prostitution aus dieser Grauzone herausbekommen.
 
mich turnt es auch nicht an jeden Morgen zur Arbeit zu gehen aber ich tue es wei lich Geld verdienen möchte um mir ein tolles Leben zu finanzieren. Ich wüsste jetzt nicht wo Prostituierte da jetzt schlechter dastehen?
Sie gleichen halt den mangelnden Willen zu lernen bzw. zum (normalen) Arbeiten um sich Geld zu verschaffen durch Freizügigkeit aus.
 
Ja, das habe ich mitbekommen, dass du so denkst. Ich habe ausreichend dargelegt, wieso ich denke, dass es sich da um zwei verschiedene Paar Schuhe handelt. Eigentlich sogar ziemlich explizit mit mehreren Beispielen.
 
Deine Beispiele sind aber nur persönliche Vermutungen. Hier wird niemand zur Prostitution gezwungen und niemand muss sich prostituieren um nicht unter der Brücke zu landen. Das ist mal Fakt.
 
aber ich denke, dass kaum eine Frau freiwillig die Intimität des Geschlechtsverkehrs bricht. Ich denke, sie sind in der Regel Opfer.

So wie die unzähligen Pornodarstellerinnen?

Menschenhandel und Zwangsprostitution gehören auf schärfste verfolgt und bestraft. Normale Prostitution hingegen muss vielleicht nicht gerade gefördert, zumindest aber auf sicherere Beine gestellt werden, um den Frauen die richtigen Sicherheiten zu geben.
 
Deine Beispiele sind aber nur persönliche Vermutungen. Hier wird niemand zur Prostitution gezwungen und niemand muss sich prostituieren um nicht unter der Brücke zu landen. Das ist mal Fakt.

äääh, watt? natürlich werden hier auch frauen dazu gezwungen. ausweis einsacken, einschüchtern und dann ab auf die strasse.
 
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