Da das Dev-Diary immer noch auf sich warten lässt, gibt es hier einen weiteren Rückblick in die Vergangenheit der Formel 1 Spiele.
Heute im Mittelpunkt:
Grand Prix 3 und 4 von Microprose auf PC.
Herausgekommen ist der dritte Teil von Geoff Crammond's legendärer Grand Prix Saga im Juni 2000. Als Nachfolger von Grand Prix 2 waren die Erwartungen der Fangemeinde entsprechend hoch. Leider konnten die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt werden. Aber erstmal der Reihe nach: Grand Prix 3 war im Besitz der Lizenz der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft 1998. Das heißt, alle Strecken und Fahrer der Saison 1998 waren im Spiel wiederzufinden. Grand Prix 3 konnte im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern mit einem dynamischen Wettersystem auftrumpfen. Von einem starken Monsun Regen bis hin zu leichten Tropfen und einer stark abtrocknenden Strecken, wurden alle möglichen Wetter-Szenarien perfekt simuliert und dargestellt. Neu hinzu gekommen ist außerdem der Boxenfunk und die Unterstützung von modernden 3D-Grafikkarten im PC-Sektor.
Kritik:
Wenn man das überragende und fast schon legendäre Wettersystem außer acht lässt, hat sich im Vergleich zu Grand Prix 2 so gut wie nichts getan. Die Implementierung von 3D-Karten war äußerst halbherzig. Im Grunde genommen war die Grafikqualität einzig und allein von der Geschwindigkeit des Prozessors abhängig. Genau wie GP2 war GP3 ein sehr CPU-lastiges Spiel. Ein Online Modus wurde schmerzlich vermisst.
Die Menü-Aufmachung, der Grafik-Stil, die Physik sowie die KI waren mehr oder weniger identisch mit der aus Grand Prix 2. Das Grand Prix 3 dennoch ein großer Erfolg wurde lag erneut an der großartigen Fanbase, die jedes Jahr aktuelle Strecken und Autos entwickelten und am genialen Wettermodus.
Ein Jahr später erschien das Add-On Grand Prix Season 2000. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde das Spiel mit einer aktuelleren Lizenz ausgestattet und ganz nebenbei wurden auch der Sound ( durch EAX-Effekte, z.B. Hall-Geräusche im Monaco Tunnel), die Physik und das Schadensmodell leicht aufgebessert. Und zum ersten Mal gab es nun für jedes Team individuelle Fahrmodelle. Das heißt, ein Ferrari fuhr sich anders und deutlich besser als beispielsweise ein Minardi.
2002 kam dann Grand Prix 4 auf den Markt. Das war rein grafisch betrachtet deutlich besser als Grand Prix 3 und die Fähigkeiten moderner 3D-Karten wurden nun viel besser ausgereizt. Doch aufgrund der älteren FIA-Lizenz und der starken Spiele-Konkurrenz aus dem Hause EA (F1 2002), entwickelte sich Grand Prix 4 leider zum (Verkaufs-) Flop. Daraufhin wurde Microprose geschlossen und die fast fertige Xbox-Version von GP4 wurde eingestampft.
Die Grand Prix Saga hat Spielegeschichte geschrieben und Chef-Entwickler Geoff Crammond ist zu einer Spiele-Entwickler Legende aufgestiegen. Wir alle werden die Grand Prix Serie nicht vergessen. Die Physik, die KI, der Wettermodus und die tollen Fanupdates haben die Grand Prix Serie in die Köngisklasse der F1 Spiele-Welt befördert. Danke Geoff Crammond für diese tollen Spiele!

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=rFOOUQd5GDw[/vid]
Das legendäre Intro
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=RrXFscaU5WY[/vid]