Ein Bericht gegen Ende des ersten Kapitels zur Nebenquest „Die untote Legion“. Also Achtung Spoilergefahr.
„Knochenhobler wird dir den Schädel spalten kleine Seraphim! Das Land der Hochelfen wird das meine sein und Thysyum soll mein Herrschaftssitz werden!“ Drohend und mich um mehrere Köpfe überragend stand er da vor mir wie ein Dämon gewordener dunkler Gott. Er, der gefürchtete Anführer der untoten Legion.
Bei meinen Reisen durch das Land in den letzten Wochen hatte ich viele Dörfer und Gehöfte besucht. Und über allen lag ein dunkler Schatten. Die Bewohner hatten Angst. Angst vor der Dunkelheit, Angst vor den Dämonen die sich in den Wäldern herumtrieben. In den Wirtshäusern erzählten sie sich Legenden. Legenden über die Rückkehr der untoten Legion. Egal wie wichtig mein eigentliches Ziel war – doch hier stand das Herzland der Elfen vor seinem Untergang – von Norden und Osten her kam die Bedrohung. Immer öfter begegnete ich Kohorten von untoten Kriegern. Sogar einen Angriff auf die Hauptstadt konnte ich nur mit Mühe und der Unterstützung von tapferen Soldaten verhindern. Nur ein einzelner hatte den Kampf um die Stadt überlebt.
Doch mit Lumens Kraft konnte ich den Ansturm der dunklen Armee verhindern. Nachdem ich die drei Lichtprinzen bezwungen hatte fand ich den Weg zur Wurzel allen Übels. Und vor ihm stand ich nun. Vor ihm zwei Lichs und seiner Leibwache.
Zusammen schritten sie auf mich zu. Die schwachen Zauber der Lichs konnten mir nichts anhaben – die Amulette die trug schützten mich gut. Aber ich war eingekreist und blickte in ihre rot glühenden Augen. Doch mein Weg würde hier nicht enden. Ich betete zu Lumen dass er mir helfen würde und sein Licht umgab mich. Die untoten Kreature waren geblendet und kurze Zeit unfähig sich zu bewegen. Ich beschwor meine Kampfmagie und mein Schwerthagel streckte alle Kreaturen bis auf einen Magier und seinen Anführer nieder.
Also nur noch wir drei!
Da mir die Magie des Lichs kaum etwas anhaben konnte konzentrierte ich mich auf den General. Denn ich wusste: zwei oder drei Schläge seines Schwertes und ich würde in die Knie sinken. Doch so stark die Kreatur auch war – so gewandt war ich. Seine Schläge und Tritte ließen zwar den Boden erbeben – aber nicht meinen willen. Mit geschickten Rollen und Ausweichmanövern gelang es mir seinen Schlägen auszuweichen und ihn immer wieder mit meinen beiden Schwertern zu verwunden. Feuer! Meine Feuerklinge spürte er am Meisten. Jedes mal vernahm ich einen Schmerzensschrei wenn ich ihn traf. Er war verwundbar und an diesem Tage würde er fallen. Doch gerade als ich mir meines Sieges sicher war packte mich der Lich und hielt mich fest! Unterschätze niemals deinen Gegner. Lachend schlug der General mich nieder. Ich hatte Schmerzen im ganzen Körper als das Schwert mich traf und mir trotz meines Panzers einige Rippen brach. Mir half nur noch die Himmelsmagie. Durch sie stand der Lich in einer Lichtaura und lies von mir ab. Mit einer Kombination meiner stärksten und härtesten Angriffsarten überraschte ich den untoten General und streckte ihn nieder. Mit einem lauten und letzten Schrei sank er auf die Knie und fiel in sich zusammen. Sein Geist hatte Ancaria verlassen. Zumindest für die nächsten 100 Jahre. Nachdem mein Schwert den Lich vernichtet hatte sah ich auf das Lager. Die Morgensonne ging auf und die Skelettkrieger waren verschwunden.
Ich steckte mein altgedientes Gladius weg und nahm mir sein Schwert. Knochenhobel! Es war ein gutes Schwert und sollte meine Belohnung sein. Fortan sollte es Lumens Licht genannt werden und würde ein Symbol der Hoffnung für alle Elfen und Menschen von Ancaria sein.
Nachdem das Land vom Schatten befreit war konnte ich mich guten Gewissens gegen Norden wenden. Dortoben in den Bergen wartete meine eigentliche Aufgabe.
Das Spiel ist soo geil!
