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Flüchtlinge

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Asylrecht setzt politische Verfolgung voraus. Und politische Verfolgung muss auch nicht unbedingt durch den Staat selbst erfolgen. Man könnte diese sinnlose Diskussion über "sichere Herkunftsländer" einfach komplett beenden. Ein sicheres Herkunftsland gibt es nicht, wenn man politisch verfolgt wird - und jeder Asylantrag muss dennoch überprüft werden. Meines Erachtens ist das alles Augenwischerei um irgendwas populistisches durch den Biergarten pöbeln zu können.
 
An der Quelle bedeutet in dem Fall...? Du bearbeitest jeden Asylantrag, der in Deutschland gestellt wird, höchstpersönlich?
Und wie werden die Statistiken geschönt? Wenn ich mir z.B. die Statistiken für den Monat Juli anschaue, dann lese ich dort, dass etwa 40% aus den Balkanländern kommen. Selbst wenn man all diesen Menschen unterstellt, sie würden nicht arbeiten wollen (was absurd ist, wenn man mal darüber nachdenkt!), dann kommt eine überwiegende Mehrheit aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland. Um deine Aussage aufrecht zu erhalten, müssten von dieser Personengruppe, die vor Bomben und Raketen fliehen, eine große Anzahl absolut arbeitsunwillig sein.
Aber du wirst mir sicherlich gleich erklären, warum die Statistiken für die Tonne sind.
Ich werde dazu gar nichts weiter sagen, da ich mit meinem Job meinen Lebensunterhalt bestreite und dies auch weiter tun will.

Es ist halt nur verwunderlich, wie hier immer wieder von einem Ideal eines Flüchtlings ausgegangen wird. Wir (Deutschland) haben aktuell keine Lösung, wie wir das auf Jahre/ Jahrzehnte handhaben sollen. Es wird aktuell nur für heute gedacht und nicht an 10 oder 20 Jahren. Das Ganze wird teilweise unter dem Deckmantel des Fachkräftemangels verkauft, vor allem bei den Syrern. Die können größtenteils nicht mal englisch, geschweige denn deutsch. In der Masse dazu keine verwertbaren Unterlagen, aber sofort ALG2 Bezug nach Zuweisung an die Kommunen mit einem Zeitfenster von max. 48h. Bevor davon hier jemand arbeiten gehen könnte, vergehen nach Integrationskurs durch die BAMF und anschließenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mal eben 9-12 Monate. Das sind aber nur die Syrer. Das die Mehrheit keine direkten Kriegsflüchtlinge sind und die Zahlen bzgl. Flüchtlingsströme anders aussehen, kann man unter anderen in der Presse nachlesen, wie z.B. hier: http://www.welt.de/?homescreen&wtmc=bookmark.safari.tablet.ios..bookmark_safari_ipad
 
Asylrecht setzt politische Verfolgung voraus. Und politische Verfolgung muss auch nicht unbedingt durch den Staat selbst erfolgen. Man könnte diese sinnlose Diskussion über "sichere Herkunftsländer" einfach komplett beenden. Ein sicheres Herkunftsland gibt es nicht, wenn man politisch verfolgt wird - und jeder Asylantrag muss dennoch überprüft werden. Meines Erachtens ist das alles Augenwischerei um irgendwas populistisches durch den Biergarten pöbeln zu können.

Doch, muss sie. Zumindest für das Grundrecht aus Art. 16a GG. Und die "sicheren Herkunftsländer" sind ebenfalls relevant, denn diese unterliegen von vornherein nicht dem Schutzbereich.
 
Lest doch mal etwas zu Ende.

"Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird."
 
Und wenn er dies nicht überzeugend darlegen kann, bleibt die Vermutung bestehen dass es sich um ein sicheres Herkunftsland handelt. Ich kenne zwar keine Zahlen, aber ich vermute diese Widerlegung gelingt entsprechend selten. Es gibt schon Gründe wieso der entsprechende Staat überhaupt als sicheres Herkunftsland eingestuft wurde.
 
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Ich werde dazu gar nichts weiter sagen, da ich mit meinem Job meinen Lebensunterhalt bestreite und dies auch weiter tun will.

Es ist halt nur verwunderlich, wie hier immer wieder von einem Ideal eines Flüchtlings ausgegangen wird. Wir (Deutschland) haben aktuell keine Lösung, wie wir das auf Jahre/ Jahrzehnte handhaben sollen. Es wird aktuell nur für heute gedacht und nicht an 10 oder 20 Jahren. Das Ganze wird teilweise unter dem Deckmantel des Fachkräftemangels verkauft, vor allem bei den Syrern. Die können größtenteils nicht mal englisch, geschweige denn deutsch. In der Masse dazu keine verwertbaren Unterlagen, aber sofort ALG2 Bezug nach Zuweisung an die Kommunen mit einem Zeitfenster von max. 48h. Bevor davon hier jemand arbeiten gehen könnte, vergehen nach Integrationskurs durch die BAMF und anschließenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mal eben 9-12 Monate. Das sind aber nur die Syrer. Das die Mehrheit keine direkten Kriegsflüchtlinge sind und die Zahlen bzgl. Flüchtlingsströme anders aussehen, kann man unter anderen in der Presse nachlesen, wie z.B. hier: http://www.welt.de/?homescreen&wtmc=bookmark.safari.tablet.ios..bookmark_safari_ipad

Also doch dumpfer Populismus? Du behauptest, dass die Mehrheit der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge nicht arbeiten wollen, da du an der "Quelle" sitzt und deshalb auch mit Sicherheit sagen könntest, dass die Statistiken an der ein oder anderen Stelle geschönt werden, um dies zu verschleiern.
Und statt näher auf deine ominöse Quelle einzugehen oder auszuführen, an welcher Stelle welche Statistiken wie beschönigt werden, zündest du irgendwelche Nebelkerzen, die gar nichts mehr mit deiner ursprünglichen Behauptung gemein haben.

Was wird denn bei den Syrer*innen unter dem Deckmantel des Fachkräftemangel "verkauft"? Es ist in erster Linie scheißegal, was ein nach Deutschland flüchtender Syrer oder eine hierher flüchtende Syrerin für unser Bruttoinlandprodukt zu leisten im Stande ist. Wir geben ihnen hier Schutz und Obhut, no matter what! Dass darunter auch etliche Fachkräfte sind, schön. In erster Linie schön für sie selbst, denn so haben sie eine bessere Perspektive für ihr Leben in diesem Land.
Natürlich können diese Menschen in der überwiegenden Mehrheit kein Deutsch und manche von ihnen sprechen auch kein Englisch. Das erschwert hier einen sofortigen Berufseinstieg, keine Frage. Aber nochmal, du hast geschrieben: Die Mehrheit der nach Deutschland kommenden Menschen sind Wirtschaftsflüchtlinge, die nicht arbeiten wollen. Was du aber ausführst sind Probleme, die besonders jene geflüchteten Menschen treffen, die sehr wohl arbeiten wollen.

Und um nochmal auf den Anfang deines Posts einzugehen. Was heißt hier, von dem "Ideal eines Flüchtlings" ausgehen? Ich habe überhaupt keine "Idealvorstellung eines Flüchtlings". Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht, das nicht daran geknüpft ist, ob der- oder diejenige Lust auf Arbeiten hat oder nicht. Ganz einfach.

Im übrigen, ich kenne viele geflüchtete Menschen, die hervorragend Englisch sprechen. Die nach nur wenigen Monaten sehr flüssiges Deutsch sprechen, die nach mehreren Monaten ein so gutes Deutsch sprechen, dass man sich schwer wundert, wenn man erfährt, dass diejenige Person erst seit einem Jahr in diesem Land ist. Ich kenne einen geflüchteten Menschen aus Pakistan, der für ein mehrwöchiges (unbezahltes!) Praktikum als Altenpfleger jeden Tag 30 Kilometer mit dem Rad gefahren ist (einfache Strecke!). Ich kenne einen geflüchteten Syrer, der nach wenigen Monaten in Deutschland nun in Berlin den "Master of Space Engineering" studiert.
Ich kenne viele Menschen, die nach ihrer Flucht hier in Deutschland gegen Langeweile ankämpfen und größte Lust darauf haben, zu lernen, zu studieren und zu arbeiten.
Das ist meine Quelle.

Ich würde mich weiterhin freuen, wenn du ausführen würdest, was deine Quelle ist und welche Statistiken beschönigt sind.
 
Ich denke das habe ich ganz gut ausgeführt. Du stellst eine Behauptung auf, die gegen jegliche der Öffentlichkeit zugängliche Zahlen spricht und bleibst dafür einen Beweis schuldig.
Das ist ja so nicht korrekt, aber es war falsch von mir, überhaupt hier etwas zu sagen.
 
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