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Was habe ich heute wieder gelernt?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ein Italiener 11 Kilometer vor Rimini eine eigene künstliche Insel gebaut hat :ugly:

Isoladellerose03.jpg

Roseninsel (Mikronation) – Wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Ho :)!

Heut morgen beim Bäcker:

Lange Warteschlange, vor einem Kunden und mir kommt eine Frau in die Reihe (deren Mann stand da die ganze Zeit vor uns).
Da merk ich bei dem Kunden vor mir schon einen 200er Puls.

Als die Frau an der Reihe war tat der Kunde, Für alle hörbar, seinen Unmut kund. Die Frau reagierte verwundert, erklärte die Situation - die eigentlich keiner Klärung bedarf - und bat freundlich den Kunden vor. Dieser lehnte schamhaft ab.

Das nennt man dann entwaffnende Höflichkeit. Fällt mir definitiv auch schwer, hat mich umso mehr beeindruckt ;).

Ein entspanntes und fetziges Osterfest :banane:!
 
Prinzen Rolle einen Ki Werbespot im TV zeigt, erste Mal gesehen und schreit förmlich nach KI, find ich schon übel.

Welcher Mensch hat sich gedacht, das ist ne gute Idee?

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Ja...kann man so stehen lassen..der Spot sieht aus als hätte sich da einer seine 1 Mio Jahresgratification mit einem 20€ text to video abo verdient.

Eine absolut phantastische Idee, gehabt zu haben.

edit: lol alleine der controller..ist das so ein 32 button Baggercontroller für die Playstation?
 
Habe heute ein Krematorium besucht. Ein Ort, den Lebende normalerweise meiden, für mich ist es Teil einer berufsbedingten Auseinandersetzung. Ich bin überrascht, welch Wissen, Vorkehrungen und auch administrative Tätigkeiten mit dem Verbrennungsprozess einer Leiche einhergehen. Ich wusste zB nicht, dass wir im Laufe unseres Lebens zahlreiche Schadstoffe aufnehmen und speichern, die nach dem Verbrennungsprozess fortbestehen – über Nahrung, Luft, Medikamente, Kosmetika, Umweltkontakt etc. Viele dieser Stoffe reichern sich im Gewebe an, werden nicht vollständig ausgeschieden. Besonders Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium oder Arsen können im Körper verbleiben. Auch organische Verbindungen aus Medikamenten oder Umweltgiften reichern sich an. Bei der Einäscherung werden diese Stoffe nicht vollständig verbrannt, sondern sie bleiben in der Kremationsasche zurück. Man spricht davon, dass von durchschnittlich 2,5 bis 3 Kilogramm Asche etwa 1 Kilogramm aus toxischen Rückständen bestehen kann – insbesondere bei älteren oder stark medikamentös behandelten Menschen. Diese Giftstoffe sind in der Regel fest gebunden, und werden in Aktivkohle- oder Gewebefiltern aufgefangen, die regelmäßig ausgetauscht und fachgerecht entsorgt werden müssen. Ich meine in der Nähe von Erfurt bei Sondershausen.

Die zweite Leichenkammer war brutal, dort werden Leichen aufbewahrt die von der Staatsanwaltschaft noch nicht freigegeben wurden. Das ist kein ruhiger Ort des Friedens, sondern ein lebendiger Ort des Chaos. Maden liegen auf dem Boden, der Geruch ist kaum zu beschreiben – nicht einfach „Verwesung“, sondern eine komplexe Mixtur aus aus süßlich-säuerlichen, metallischen Geschmack, der sich in den Atemwegen festsetzt.

Zu guter Letzt an der zweiten Leichenbeschauung teilgenommen, die seit April in Bayern Pflicht ist. Es war meine erste Leiche, ein 61-jähriger Mann namens Gerhard. Schwieriges Thema. Das Leben ist aus dem Körper entflossen. Alles, was bleibt, ist ein leeres Gefäß. Die Gesichter waren wie eine Wachspuppe, manche friedlich eingeschlafen, manche schnappten nach Ihren letzten Atemzug, wiederum andere lagen in Embryonalstellung im Sarg. Aber alle Gesichter waren gleich, man konnte durch sie hindurchsehen. Da war einfach nichts mehr. Schwieriges Thema.

Als ich das Krematorium dann verließ, nahm ich das Leben in vollen Zügen wahr – mit all meinen Sinnen.

Jetzt sitze ich am Rechner und stelle mir allerhand Fragen. Vor allem die Tatsache, dass wir Menschen durchschnittlich 1 Kilo an Giftstoffen verlieren, die nicht verarbeitet oder gefiltert werden können, beschäftigt mich und lässt Raum für philosophische Fragen...
 
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