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Was habe ich heute wieder gelernt?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

....das man manchmal sehr schwere Entscheidungen treffen muss, obwohl der Ausweg sehr leicht wäre.
Ein Kunde wurde am Telefon beleidigend, sehr beleidigend(Schimpfworte wie Idiot usw.). Da habe ich Ihn gesagt, das wenn er mich nochmal beleidigt das Gespräch beendet ist und er so mit seinem Hund reden kann, aber mit mir sicher nicht.
Beschwerde beim Chef und jetzt soll ich mich beim Kunden entschuldigen, es ist ein wichtiger großer Kunde.
Ich werde mich aber definitiv NICHT entschuldigen da ich keinen Grund dafür sehe, ich bin sogar Stolz darauf, das ich diesem Arsch die Meinung gesagt habe da ich sicher nicht der einzige bin mit dem er so redet.
Kurz gesagt, wenn ich mich nicht entschuldige werde ich wohl gegangen werden.
ich werde es aber nicht tun da ich es mit ewig vorhalten würde!!

Wie würdet Ihr handeln, fände das mal interessant.

Ich würde mich entschuldigen, soviel professionalität sollte man im Job wohl haben. Der Kunde ist König, ganz einfach. Da muss man einfach drüber stehen.

Außer du kannst von Stolz deine Miete bezahlen. Und deine Brötchen. Und dein Auto. Wenn ja, dann ist alles gut...
 
"Da habe ich Ihm gesagt, dass wenn er mich nochmal beleidigt das Gespräch beendet ist" - der Teil ist in Ordnung, beleidigen lassen muss man sich nicht.

"und er so mit seinem Hund reden kann, aber mit mir sicher nicht." - das ist unprofessionell. Verständlich, aber etwas unprofessionell.

Musst jetzt einfach entscheiden ob du da bleiben willst oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist der Kerl allem Anschein nach ein monströses Arschloch und hat sich unprofessionell verhalten.
Aber imo darf man das nicht an sich als Person ranlassen, sondern muss das an seiner "Arbeitsrolle" abprallen lassen.

Und wie schon richtig angemerkt wurde: Von Stolz kann man keine Rechnungen bezahlen, daher würde ich den Weg gehen, und dem eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung geben. Du selbst weißt ja immer noch, wer sich hier falsch verhalten hat.

Zumal das nicht nur auf den aktuellen job Auswirkungen haben wird, sondern sicher auch im Arbeitszeugnis Niederschlag finden wird.
 
Danke für die Antworten. Werde noch einmal nachdenken, danke.
Sorry für die Rechtschreibefehler, aber ich war und bin noch ziemlich sauer, normalerweise achte ich darauf.
 
Man kann so eine Entschuldigung im Zweifelsfall ja auch so formulieren, dass man nicht den kompletten Bückling macht.
 
Sowas ist immer ärgerlich, wenn Kunden ihre Position dahingehend genießen, sich verbal am Telefon alles rausnehmen zu können. Aber es gehört im Vertrieb schon zum Alltag, auch mit Arschlöchern umgehen zu müssen.

Ich bin ja nicht mehr direkt im Vertrieb zuständig, bekomme nur ab und an Endkunden des Onlineshops zugestellt, die ich berate, aber auch bei Unmut den Wind aus den Segeln nehme. Das kann ich irgendwo ganz gut glaube ich. Auf der letzten großen Messe hatte ich eine Redakteurin auf dem Stand, deren Anzeigenleiterin sich sehr um mich, bzw. mein Budget bemüht hat. Ich hatte das Gespräch ganz normal begonnen, Cocktails bestellt etc. und dann ließ die neue Chefredakteurin erstmal Dampf ab, wie schlecht doch die Kommunikation meiner Firma sei und dass man jetzt einfach mal überlegen müsste, ob unsere Produkte die richtigen für das Bio-orientierte Magazin wäre. Wenn die Leser sich da beschweren müsste man einem Anzeigenkunden auch mal sagen, dass es nicht passt.


Naja, sag ich, war die letzten 5 Jahre ja kein Problem.


Jedenfalls hat sich noch groß rumpalavert, dass sie unser Sortiment ja kenne und dass sie ja nur der Anzeigenleiterin zuliebe mit auf diesen Stand gekommen sei.


Ich hatte noch zwei Damen von unserer PR-Agentur dabei, die eine blieb seriös, die andere hat richtig die Krallen ausgefahren. Ich hatte mich irgendwie grad noch so unter Kontrolle, einfach auch weil die Situation so surreal war. Kommt ein Magazin, in das wir die letzten 5 Jahre etwa 70.000 EUR an Kohle gepumpt haben mit ihrer neuen Chefredakteurin und die führt sich auf wie die Axt im Walde. Ich glaube mein Chef hätte die mit einem fetten Arschtritt vom Stand gekickt, manchmal kennt der ja nix.


Und die ärmste Sau war natürlich die Anzeigenleiterin.


Noch ne kleine Geschichte die mal ein Auszubildender hier erleben musste.


Großhändler ruft an:


„Nehmen Sie mal ein weißes Blatt Papier und zeichnen Sie einen großen Kreis. Was sehen Sie dort?“


Azubi: „Einen großen Kreis?“


„Nein, eine Null. Das sind Sie.“


Legt auf.
 
Man kann so eine Entschuldigung im Zweifelsfall ja auch so formulieren, dass man nicht den kompletten Bückling macht.
Das ist genau das Thema, die meisten Arbeitnehmer nehmen doch alles hin heute und haben überhaupt kein Rückgrat mehr. Ich nehme mich da momentan nicht raus.
Vielleicht sollte man einfach mal den unbequemeren, aber richtigen Weg gehen. Wenn man nichts falsch gemacht hat muss man dazu stehen finde ich.
Schwierig...
 
Ich kann auch genug Anekdoten aus der anderen Perspektive erzählen. Sachbearbeiter, die nach jahrelanger Zusammenarbeit immer noch die Ware zur Rechnungsadresse schicken, die es nicht für nötig halten Bescheid zu gegeben, wenn sich der Liefertermin für Artikel im 5-6-stelligen Wert um mehrere Tage verschiebt. Produktionsplan... nie gehört...

Wir haben einen Lieferanten für Verbindungsmittel, da ist der Jahresumsatz mit uns aus solchen Gründen von ner halben Million auf 0 gegangen. ...und es hat sich bisher kein Außendienstler blicken lassen. Da fällste vom Glauben ab.
 
ich sehe das ähnlich wie rps und el barto: sich beleidigen zu lassen ist nicht grade das angenehmste, was einem passiert. aber trotzdem zahlt das "arschloch" einem den lebensunterhalt.
das bedeutet aber nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss.

ich selber versuche in solchen situationen den dampf aus dem kessel zu kriegen. zum einen in dem ich ruhig bleibe, nicht zurückbeleidige und auf "gute" dinge in der zusammenarbeit hinweise. darauf, dass wir uns bemühen, das problem aus der welt zu schaffen. verständnis über ärger des gegenübers kommt auch oft gut ("ich verstehe, dass sie sich ärgern, aber...").

dein anfang war okay, dem anrufer deutlich machen, dass er eine grenze überschreitet und du dich von ihm nicht beleidigen lassen musst/willst. das mit dem hund war dann doch etwas zu viel des guten.

so schafft man es (nach meiner erfahrung) auch, dass sie sich hin und wieder am ende des gesprächs entschuldigen...
 
Ich kann auch genug Anekdoten aus der anderen Perspektive erzählen. Sachbearbeiter, die nach jahrelanger Zusammenarbeit immer noch die Ware zur Rechnungsadresse schicken, die es nicht für nötig halten Bescheid zu gegeben, wenn sich der Liefertermin für Artikel im 5-6-stelligen Wert um mehrere Tage verschiebt. Produktionsplan... nie gehört...

Wir haben einen Lieferanten für Verbindungsmittel, da ist der Jahresumsatz mit uns aus solchen Gründen von ner halben Million auf 0 gegangen. ...und es hat sich bisher kein Außendienstler blicken lassen. Da fällste vom Glauben ab.
habt ihr darüber mal bei der GF angeklopft?
 
Ich würde mich niemals entschuldigen bei so einer Ratte. Wird beleidigend und beschwert sich anschließend, ich glaub es hackt. Hinfahren und dem volle Pulle die dumme Fresse polieren damit sich die Kündigung wenigstens lohnt. Als Single ohne laufende Kredite kann man sich das erlauben. :D

Ich glaube mein Chef hätte die mit einem fetten Arschtritt vom Stand gekickt, manchmal kennt der ja nix.

Richtig so.

Flexx kann einfach nicht anders als Klugscheißen, da hilft auch keine Therapie. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich entscheide bei Kunden auch immer danach wie sie mir einfach kommen.

Zum Beispiel kann ich es eig nicht haben wenn mir jemand den Laden zuparkt weil da A kein Parkplatz ist, und B man den Laden nicht mehr sieht. Jetzt kam grad einer nett rein, meinte er müsse da was an der Hecke machen, obs okay wär wenn er da eben parkt und ich den Stopper weg stelle. Sag ich ja klar gar kein Problem.

Nen anderer Kunde kam mir richtig blöd meine Bilder wären irgendwelche Bilder die er in irgendnem Fotostudio hat machen lassen und er könnte sie ohne Namensnennung im Internet veröffentlichen wie er will. Hab ich ihm in Rechnung gestellt und werde künftig keine Aufträge mehr von ihm annehmen.
 
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