Hier auszugsweise eine Übersetzung aus dem englischen Wikipedia-Eintrag:
"...die meisten gängigen Löschmittel (Brandklasse A,B,C,K) sind nicht fähig diese Oxidation zu unterbinden oder verstärken sie sogar; Chlortrifluorid ist in der Lage Sand, Asbest und andere feuerfeste Materialien zu verbrennen, es reagiert heftig mit Löschmitteln auf Wasserbasis und kann auch bei Abwesenheit von Luftsauerstoff Verbrennungsreaktionen begünstigen, was Löschversuche mit Halon oder CO2 wirkungslos macht. Bei längerem Kontakt mit Glas entzündet es dieses."
Yippie. Es verbrennt also Asbest, Sand und Glas. Darüberhinaus ist es ein stärkeres Oxidationsmittel als Sauerstoff.
"Ist Gewebe größeren Mengen von Chlortrifluorid, in flüssiger oder gasförmiger Form, ausgesetzt, entzündet es sich spontan. Die Reaktion mit dem Wasser der Haut ist äußerst heftig und führt zu thermischen Verbrennungen. Die Produkte dieser Reaktion sind hauptsächlich Flusssäure und Salzsäure, welche üblicherweise aufgrund der großen Reaktionstemperaturen als Gas freigesetzt werden. Flusssäure führt bei menschlichem Gewebe zu Verätzungen, wird gut durch die Haut aufgenommen, greift gezielt die Knochen an, stimuliert die Schmerzrezeptoren des Nervensystems und verursacht eine möglicherweise tödliche Vergiftung."
Es ist also auch noch giftig. Verglichen mit seiner hohen Reaktivität ist das aber ein eher nebensächliches Problem. Hier noch ein Bericht von einem Raketenwissenschaftler der mit dem Zeug als mögliches Oxidationsmittel gearbeitet hat:
"Es ist natürlich äußerst toxisch, was jedoch das kleinste Problem darstellt. Chlortrifluorid ist hypergolisch mit jedem bekannten Treibstoff, und zwar in einem Ausmaß, dass noch nie eine verzögerte Entzündung beobachtet werden konnte. Überdies ist es hypergolisch mit Dingen wie Stoff, Holz und Testingenieuren, nicht zu vergessen mit Asbest, Sand und Wasser, mit welchem es explosionsartig reagiert."
(Hypergolisch bedeutet es bildet Gemische, welche sich spontan selbst entzünden.)