Natürlich ist die Handlung des Hauptstranges ausbaufähig...
Ich bin jetzt kein GTA-Kenner, aber ich glaube trotzdem nicht, dass es vergleichbar ist.
Bei TES-Spielen hat man i.d.R.:
• Haupthandlung
• Kämpfer/Magier/Diebes/Assassinengilde samt recht umfangreichen Nebenhandlungsstrang
• Ratshäuser (Redoran/Hlallu/...)
• Normale Quests
Das ist weit mehr an "Nebenbei machen können" als Päckchen/Tauben/Stunts-finden bei GTA.
Ich finde Fallout ging den richtigen Weg mit seiner Mainquest um die 15h. Gefiel mir recht gut und war vom erzählerischen ok, wenngleich das Ende Scheiße war.
Meiner Meinung nach ist der Mainquest deswegen so dünn, weil etwas, das im Grunde keine 20h dauert auf oftmals 100h ausgedehnt wird wenn man 5 Gilden und 50 sonstige Quests durchackert.
Bei einem jRPG bestimmt meist der Entwickler das Pacing. Da kann man weitaus besser Spannung aufbauen weil der Spieler eben genau dieses und jenes machen muss. FFX wäre sichern ur halb so emotional packend gewesen, wenn man an gewissen Schlüsselstellen erstmal 25h etwas anderes gemacht hätte. Die Open-World-Einlagen bei FF zB sind ja auch immer recht begrenzt "nutzbar"; siehe Pacing.
Das klappt imo bei einem Spielprinzip wie dem von TES nicht.
Was aber möglich wäre, wäre eine dichte Handlung ala FF, wenn man trotz der Möglichkeit genau das zu tun, keine Sidequests und Ausflüge machen würde. Dann wäre das Spiel wieder lächerlich kurz und, viel wichtiger, völlig unglaubwürdig.
Man startet ja als kleiner Wutz, der nix kann. Was soll das also für ein epochales Problem sein, das ein Bauer der gerade mal ein Schwert halten und eine Kerze anzünden kann, löst? Warum macht das nicht einer der 354689 anderen Krieger oder einer aus der Kämpfergilde? Weiters hat man das Problem, dass die Gegnerlevel angepasst werden müssen. FUBAR, wie man bei Oblivion gesehen hat.
Natürlich, man könnte jetzt eine 60h Mainquest mit dichter Handlung basteln, in der der Spieler vom Mini-Wutz zum Ober-Wutz reift
UND eine extrem umfangreiche Nebenquestreihe. Aber man muss ja durchaus mal realistisch bleiben, was die Finanzierbar- und Machbarkeit betrifft.
Außerdem hätte man dann noch immer das Problem, dass das Aftergame lächerlich einfach wäre, wenn man schon zum Big Motherfakker aufgestiegen ist. Oder es gibt einen Haufen Gegner, die weitaus stärker und bedrohlicher als der Oberschurke sind...
