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Flüchtlinge

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Das ist tatsächlich so - vieles andere wird zur Zeit weggeschoben - allerdings ist das Flüchtlingsthema nunmal global gesehen eines der größten und wichtigsten Themen seit Jahrzehnten und seit langem mal kein reiner Sommerloch-Füller...

Das größte Problem, dass ich sehe, ist der nahende Winter. Ich bin nach wie vor nicht der Meinung, dass Deutschland voll ist, und die Asylberechtigten nicht mehr aushalten kann. Das Problem ist eher, dass wir in der Erstaufnahme der Flüchtlinge und Asylsuchenden an einem Punkt sind, an dem wir die Lage nicht mehr beherrschen. Eine Prüfung ist Notwendig, eine Behandlung jedes einzelnen Antrags und Falls ist notwendig - wir haben aber die Kapazitäten nicht mehr um dies in einer angemessenen Zeit zu bewerkstelligen, udn es wird immer mehr. Im Winter sind die Zeltstädte und schlecht beheizte Hallen allerdings nicht mehr aufrecht zu erhalten - DANN gehen die richtigen Probleme los.

Das Verhalten einiger Europäischer Nachbarn ist natürlich auch unter aller Sau, und verstärkt das Problem in D noch zusätzlich. ...bzw. beschleunigt den Zusammenbruch der Erstaufnahmekapazität und der Verwaltung. Klar ist es auch so, dass in den entsprechenden Ländern keiner bleiben will - da haben diese Länder aber auch alles dafür getan, um das zu forcieren.
 
Ich habe in letzter Zeit das Gefühl das sich alles nur noch um Flüchtlinge dreht, während alles andere Vergessen wird.....


Haha, das sagt die Kollegin meiner Freundin gestern auch. Weil Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern ja nur 6 Wochen Sommerferien hätte, hier würde sich ja alles nur noch um Flüchtlinge drehen, deswegen würde man alles andere Innere vergessen.

Aber die alte hat eh n Schuss, der Vater ist reicher Hotelier, der Ex-Mann erfolgreicher Schenker-Manager, sie arbeitet halbtags, hat sich einen französischen Jugendfreund einfliegen lassen und macht sich mit ner Halbtagsstelle und er mit einer 400 Euro Stelle n schönes leben. Und fuckt über EU und Flüchtlinge ab. Lässt sichs aber von nem Franzosen besorgen. Dass da etwas nicht zusammenpasst? Egal, die besucht eh für tausende von Euro solche windigen Heiler- und Astro-Seminare, mit Chakren, Mantras, Edelsteinen und Körperteile besprechen.

Ich frag sie dann immer, wie's wieder auf ihren Ufo-Workshops war....
 
Es ist Grausam, ohne frage. Aber was ist mit den hnderten oder tausenden von Kindern welche in der 3.Welt täglich Verhungern/Verdursten ???
Ach, halb so wild. Schlimm wäre es für die meisten Deutschen erst, würden sich diese Kinder auf eine höchst strapaziöse Flucht ins reiche Europa begeben, weil sie die Hoffnung haben, hier nicht verhungern zu müssen.
Dann doch lieber irgendwo verhungern als vor unserer Haustüre nicht zu verhungern.
Ich habe in letzter Zeit das Gefühl das sich alles nur noch um Flüchtlinge dreht, während alles andere Vergessen wird.....
Was ist das denn für ein Feigenblatt-Argument?
Viele Menschen, die z.B. aus West-Afrika (auch genannt: "dritte Welt") nach Europa fliehen, tun das genau aus der Hoffnung, dass ihre Familie zuhause nicht mehr hungern muss.
Wer so argumentiert, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Oder besser: er/sie sieht das Leid vor lauter Flüchtlingen nicht.

edit: Oder um es noch deutlicher zu machen: Das Leid in der "dritten Welt" zu beklagen und gleichzeitig Menschen, die hier ein besseres Leben suchen, als "Wirtschaftsflüchtlinge" zu bezeichnen, ist zutiefst zynisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich hab auch Tränen in den Augen.
Wenns interessiert:
http://www.t-online.de/nachrichten/...nge-von-bodrum-ein-foto-geht-um-die-welt.html

Einfach nur unfassbar traurig....
So bekommt das ganze Drama mal ein Gesicht. Die fast täglichen Meldungen mit ertrunkenen Flüchtlingen nimmt man ja fast schon gleichgültig hin, aber wenn man sowas sieht, wird es um so deutlicher, was diese Menschen durchmachen müssen.

Ich sag auch jedem, der sich über die Flüchtlinge aufregt, immer, er solle sich mal überlegen, wie absolut verzweifelt man sein muss, wenn man so eine ungewisse Reise mit einem Baby/Kleinkind auf sich nimmt. Keine Mutter, kein Vater möchte sein Kind in Gefahr bringen. Und wer so ne Reise dann trotzdem antritt, dem muss es so unfassbar scheisse gehen, das kann man sich doch als Mitteleuropäer nicht mal ansatzweise vorstellen.

so geht es mir die ganze Zeit. Das Bild ist jetzt überall zu sehen und jedesmal schießen mir die Tränen in die Augen.... Hätte es soweit kommen müssen? Der kleine hat doch niemandem was getan.

Wie beschissen es den Eltern gehen muss um eine Reise ins ungewisse zu starten. Das mit kleinkindern/Babys.
 
Ja, ich hab auch Tränen in den Augen.
Wenns interessiert:
http://www.t-online.de/nachrichten/...nge-von-bodrum-ein-foto-geht-um-die-welt.html

Einfach nur unfassbar traurig....
So bekommt das ganze Drama mal ein Gesicht. Die fast täglichen Meldungen mit ertrunkenen Flüchtlingen nimmt man ja fast schon gleichgültig hin, aber wenn man sowas sieht, wird es um so deutlicher, was diese Menschen durchmachen müssen.

Ich sag auch jedem, der sich über die Flüchtlinge aufregt, immer, er solle sich mal überlegen, wie absolut verzweifelt man sein muss, wenn man so eine ungewisse Reise mit einem Baby/Kleinkind auf sich nimmt. Keine Mutter, kein Vater möchte sein Kind in Gefahr bringen. Und wer so ne Reise dann trotzdem antritt, dem muss es so unfassbar scheisse gehen, das kann man sich doch als Mitteleuropäer nicht mal ansatzweise vorstellen.

Harter Tobak, mir sind direkt die Tränen in die Augen geschossen dabei bin ich nicht mal selber Vater. Aber manchmal muss man so etwas sehen um die Not der Flüchtlinge besser zu begreifen. Hat doch eine ganz andere Wirkung als die x-te Meldung in Textform.
 
So böse wie das klingt, aber mich lassen diese Art von Bildern fast völlig kalt.
Ich weiss was passiert, ich weiss, dass sowas passiert, ich kenne die Hintergründe und ich kenne die Probleme. Das Bild sagt mir also nichts neues - ist verbildlicht nur einen Einzelfall. Das ganze Soll bei mir nun eine höhere Anteilnahme triggern, als ich ohnehin schon an der Sache habe und das ist kaum möglich. Ich bin bereits sehr Emotional in diesem Thema, und ich setze alles daran die Emotionalität zurückzuschrauben, um objektiv und Lösungsorientiert damit umzugehen.

Deshalb halte ich solche Bilder auch für ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kann die Veröffentlichung solcher Bilder sicherlich bei vielen Menschen schwere emotionale Reaktionen triggern, und sie so vielleicht stärker für das Thema engagieren, oder vielleicht auch den ein oder anderen von seiner ablehnenden Haltung abbringen. Auf der anderen Seite finde ich es traurig, dass viele erst bei solchen Bildern dermaßen hart reagieren und das es Leute gibt, welche damit - ganz bewusst - arbeiten um Menschen für ihre Sache zu gewinnen. Am Ende noch das Problem mit der Menschenwürde und der Würde der Toten.

Aber ja. Das ist Realität. Das passiert gerade. Lasst uns zusammen etwas dagegen tun.
 
Genau genommen passiert es seit Jahren, jetzt ist halt ein besonders bedrückendes Foto eines Kleinkindes zustandegekommen, die diesem vagen Begriff Kriegsflüchtlinge ein grausames Bild gibt.

Zweischneidiges Schwert mag sein, aber solange es hilft auch nur einen davon zu überzeugen, dass Flüchtlinge eben nicht mit marodierenden Albaner-Banden gleichzusetzen sind, dann sehe ich über moralische und ethische Zweifel hinweg.
 
Auf der anderen Seite finde ich es traurig, dass . . . es Leute gibt, welche damit - ganz bewusst - arbeiten um Menschen für ihre Sache zu gewinnen.
Genau das.:deal:
Auf Facebook gingen schon vor Tagen mehrere Bilder von angeschwemmten Kindern und Erwachsenen um. So schockierend/traurig das ganze auch sein mag finde ich es teilweise widerlich wie manche damit hausieren gehen. Klar wollen einige damit versuchen die Grausamkeit des Ganzen zu verdeutlichen und anderen näher zu bringen. Aber was macht das Posten und Teilen solcher Bilder besser, als ein Statement eines Promis? Beides ist meiner Meinung nach (zum Teil) Selbstbeweihräucherung. Das man zeigen kann wie solidarisch, empathisch und sozial man ist. Und wer nicht liket, teilt oder zustimmt ist ein Unmensch. Solche Bilder auf sozialen Netzwerken zu teilen steht für mich auf der selben Ebene wie die "Je suis Charlie" Bilder oder die Geschichte mit der German Wings Flugnummer: "Hey Leute schaut mal ich bin ein guter Mensch!".
 
Yup.
ThisishowFacebooklikeshelpthoseinneed-84003.png
 
Das stimmt ja alles dass Likes bei Facebook keinen Krieg und keine Hungersnot bekämpfen. Aber warum soll Menschen es nicht freigestellt sein trotzdem darauf aufmerksam zu machen? Früher gab es mal Brot für die Welt-Trailer im Fernsehen und hin und wieder AIDS-Kampagnen, heute haben die Menschen halt viel leichter Zugriff auf solche Inhalte dank dem Netz. Dass viele es sich einfach machen und vielleicht auch sehr naiv an die Sache rangehen mit dem Teilen solcher Materialien streite ich nicht ab, aber zynisch ist es schon denen erstmal pauschal Gutmenschentum zu unterstellen, als wenn das irgendeine Form von Herabwürdigung darstellen würde.

Prominente die auf etwas hinweisen waren immer schon dem Vorwurf der Selbstbeweihräucherung ausgesetzt, das bringt der Bekanntheitsgrad halt mit sich. Gar nicht darauf hinzuweisen weil irgendwo und irgendjemand das als PR-Strunt auslegen könnte ist nun auch eine denkbar schlechte Lösung.
 
Ehrlich gesagt lassen mich diese ganzen Bilder auch komplett kalt. Ich denke mir nicht mal mehr was dabei, ich sehe es mir an, denke mir aha und surfe weiter. Das klingt hart, sehr hart aber man wird einfach abgehärtet. Seit dem es Facebook und Co gibt wird man täglich mit irgend einem Menschen (+Menge) konfrontiert die gestorben ist. Sei es weil die ISIS wieder irgendwelche Leute hinrichtet und man sogar die Szene in all ihrer Grausamkeit im Internet ansehen kann, sei es weil wie ,in dem Fall, Leichen an einem Strand gespült werden. Es passiert täglich so viel grausames, da kommt man gar nicht mehr nach das alles zu verarbeiten und irgendwann ist es einem mehr oder weniger wurscht.

Und die Medien sind doch genauso.. ja jetzt ist die Flüchtlingskatastrophe das Thema Nummer 1 - sollte in der Ukraine wieder was passiert ist das wieder in allen Medien. Und stellt die ISIS wieder was an dann wird darüber die ganze Woche berichtet. (obwohl sich an anderen Schauplätzen nix verbessert hat)

Leider ist das alles so...
 
Das gesellschaftliche Bewusstsein, das eben auch (und vielleicht sogar primär) durch soziale Netzwerke erreicht wird, ist zumindest eine Grundlage um die Situation zu verbessern. So kann in 80 Jahren zumindest niemand mehr behaupten, nichts davon gewusst zu haben. Und außerdem sind z.B. die Spendenaktionen über Facebook eine größere Hilfe als das Abwehren der Verantwortung.
 
Kann mir einer kurz und knackig erklären warum Flüchtlinge z.B. nicht in Österreich ihren Asylantrag stellen sondern unbedingt weiter nach Deutschland wollen? Ist die Situation in Österreich soviel schlechter als bei uns? In manch anderen Ländern kann ich mir das ja irgendwie vorstellen... aber bei Österreich?
Oder andersrum: Was ist bei uns besser? Wird bei uns weniger abgeschoben? Gibts mehr Geld? Oder was macht Deutschland im Ggensatz zu Österreich so attraktiv?
 
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