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Flüchtlinge

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Wieso gibt's eig. momentan so viele Flüchtlinge?
War doch die letzten Jahre nicht so extrem. Auch das überall darüber Berichtet wird ist neu.
Die Krisenregionen gabs doch auch früher schon.
 
Generell muss man auch bedenken, mal abstrakt gesehen, dass wir Einwohner brauchen. Unser Sozialsystem wird bröckeln - es sterben aktuell ca. 200.000 Leute mehr als geboren werden im Jahr. Wir sind eine alternde Gesellschaft mit sehr geringen Geburtsraten. So viel Zuwanderung würde in der Hinsicht viel bringen. Mal ne andere Sicht auf die Dinge. Rest wird hier ja schon rauf und runter diskutiert.

Im Allgemeinen finde ich, dass die Leute die sich so sehr an Asylsuchenden (SUCHENDEN, haben es noch nichtmal gewährt bekommen!) stören, sehr seltsam verhalten. Aus Rumänien kamen vergleichsweise 150000 Menschen nach Deutschland letztes Jahr, und das NUR aus Rumänien. Hat auch prima geklappt ohne dass da jetzt ein Aufstand war. Warum also jetzt dieser Aufstand? Muss man sich wirklich immer so verhalten, dass man sich als ein Opfer sieht? Hat mein alter Geschichtsdozent recht, dass es Nachteile mit sich bringt, eine so lange Friedenszeit zu erleben? Fehlt uns jeglicher Bezug zu all dem? Das wir lieber wegschauen wollen und uns dann im Katalog einen 55 Zoll Fernseher aussuchen, um den 42 Zoll zu ersetzen, weil wir sonst nicht glücklich sind? Warum fuchtelt man mit Negativbeispielen nur um sich, aber bei Positivbeispielen der Integration kommt das Ausnahmeargument?
Manche müssen sich einfach mal vor Augen führen, dass ihre 3 Euro Primarkshirts von Menschen hergestellt werden. Offenbar sind diese gut genug, solange sie da bleiben wo sie sind. Aber wenn diese sich auch erträumen, fernab von Tod, Ausbeutung, Armut und Gewalt zu leben, dann sind das keine Menschen mehr? Sondern Schmarotzer? Drastisch gesagt schmarotzt der Westen, also wir, doch seit Jahrhunderten auf Kosten der Welt. Also ein bisschen mehr Zurückhaltung und Nachdenken walten lassen sollten viele schon mal. Aber oft redet man da gegen eine Wand. Letztlich gilt für viele nur, ich bin mir der Nächste. So viel zum Thema christliche Werte verteidigen. Kann ich nur den Kopf schütteln.
 
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Ausländer klauen uns die Arbeitsplätze und Flüchtlinge die Wohnungen.:popcorn:

Klar ist es einfacher wenn die Fremden für die eigenen, vorsichtig ausgedrückt, Unannehmlichkeiten herhalten müssen. Bitte gerne. Aber warum muss denn die Oma aus der Wohnung ausziehen? Oder warum findest du keine Wohnung? Weil der Vermieter sich entscheiden kann zwischen wenig und viel Geld. Und was macht das Doktorenehepaar vom Starnberger See wenn sie erfahren, dass sie mit der Unterbringung von Flüchtlingen in einem ihrer zahlreichen Wertanlagen mitunter das Fünffache von dem bekommen was du zahlst? Sie melden Eigenbedarf an und kündigen dir. Was (leider) ihr gutes Recht ist. Grundsätzlich eigentlich kein Unterschied, ob da danach das verzogene Wohlstandskind der Eltern oder ein paar Fremde aus dem Ausland einziehen. Aber auf die Kanaken schimpft sich's halt momentan leichter.
 
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Und was macht das Doktorenehepaar vom Starnberger See wenn sie erfahren, dass sie mit der Unterbringung von Flüchtlingen in einem ihrer zahlreichen Wertanlagen mitunter das Fünffache von dem bekommen was du zahlst? Sie melden Eigenbedarf an und kündigen dir. Was (leider) ihr gutes Recht ist.

So ein Quatsch. In dem Fall wäre das rechtlich nicht möglich. Aber schon lustig, was hier jetzt wieder für Vorurteile gegenüber Wohlhabenden ausgepackt werden, während man derartiges gleichzeitig anderen in Bezug auf Flüchtlinge vorwirft.
 
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Vorurteile Reiche= ":drunter:" vs. Vorurteile Flüchtlinge/Ausländer= ":dhoch:" ?

Ich kann oben genanntes von @wipf nur bestätigen.
Natürlich können z.B. Immobilien an Wert verlieren, wenn ein paar Ecken nebenan in einem schicken Viertel ein Flüchtlingsheim aufmacht.
Gab's doch vermehrt, aus Hamburg kam auch recht groß was in den Medien.

Und ja, da der Staat es versäumt hat sich richtig um die Flüchtlinge zu kümmern und Einrichtungen rechtzeitig zu Verfügung zu stellen gibt es auf dem privaten Weg (sprich selber Wohnung vermieten, also Hotelier bekommt man teilweise für Flüchtlinge mehr als mit Gästen, ...) gut Geld zu verdienen.
Da kann man, wenn man schon ein Ventil braucht, bitte auf den Bund und die Länder schimpfen (Kommunen eher weniger), aber nicht auf die Flüchtlinge.
Wer Asyl verdient hat, bekommt es, egal, ob das ein paar Euro kostet oder man sich eine zweite Wohnung ansehen muss.
Damit muss man einfach klar kommen, das gebietet das Grundgesetz (und was ich bei manchen vermisse, die Menschlichkeit).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Glaubt mir, erst wenn man selbst wegen/durch Asylanten/Flüchtlinge negativ betroffen ist, sieht man das ganze teilweise mit anderen Augen.
Da hier ja die meisten sehr positiv gegenüber Asylanten/Flüchtlingen eingestellte sind, wieso nimmt ihr nicht welche auf ?
Und nein, bin kein "Nazi", meine Eltern waren selbst Gastarbeiter.
 
Glaubt mir, erst wenn man selbst wegen/durch Asylanten/Flüchtlinge negativ betroffen ist, sieht man das ganze teilweise mit anderen Augen.

Was sich auf so ziehmlich jeden Bereich des Lebens anwenden lässt. Hat man schlechte Erfahrungen mit Polizisten gemacht sind alle Polizisten schei*e, hat man schlechte Erfahrungen mit Lehrern gemacht sind alle Lehrer schei*e, hat man schlechte Erfahrungen mit Nachbarn/Werkstätten/Zustellern/etc. gemacht projeziert man das halt gerne auf die gesamte Gruppe.

Allerdings bezweifle ich das die Leute die sich in bspw. Heidenau für "besorgte Bürger" halten oder die die Brandsätze in Häuser werfen allesamt schlechte Erfahrungen mit Asylanten, Flüchtlingen oder Moslems gemacht haben. Viele Leute in der Region kennen wahrscheinlich nicht einmal einen Moslem. Genau deshalb ist der Blödsinn da ja auch so erfolgreich...
 
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Ausländer klauen uns die Arbeitsplätze und Flüchtlinge die Wohnungen.:popcorn:

Klar ist es einfacher wenn die Fremden für die eigenen, vorsichtig ausgedrückt, Unannehmlichkeiten herhalten müssen. Bitte gerne. Aber warum muss denn die Oma aus der Wohnung ausziehen? Oder warum findest du keine Wohnung? Weil der Vermieter sich entscheiden kann zwischen wenig und viel Geld. Und was macht das Doktorenehepaar vom Starnberger See wenn sie erfahren, dass sie mit der Unterbringung von Flüchtlingen in einem ihrer zahlreichen Wertanlagen mitunter das Fünffache von dem bekommen was du zahlst? Sie melden Eigenbedarf an und kündigen dir. Was (leider) ihr gutes Recht ist. Grundsätzlich eigentlich kein Unterschied, ob da danach das verzogene Wohlstandskind der Eltern oder ein paar Fremde aus dem Ausland einziehen. Aber auf die Kanaken schimpft sich's halt momentan leichter.

mit ihren knapp 2000€ Rente hat sie sicherlich keine Probleme eine andere Wohnung zu bezahlen hier gibt es halt so gut wie keine Wohnungen
aber mach du ruhig weiter mit deinen Unterstellungen und Vorurteilen
und noch was es sind Flüchtlinge und keine kanaken
 
Was sich auf so ziehmlich jeden Bereich des Lebens anwenden lässt. Hat man schlechte Erfahrungen mit Polizisten gemacht sind alle Polizisten schei*e, hat man schlechte Erfahrungen mit Lehrern gemacht sind alle Lehrer schei*e, hat man schlechte Erafhrungen mit Nachbarn/Werkstätten/Zustellern/etc. gemacht projeziert man das halt gerne auf die gesamte Gruppe.

Allerdings bezweifle ich das die Leute die sich in bspw. Heidenau für "besorgte Bürger" halten oder die die Brandsätze in Häuser werfen allesamt schlechte Erfahrungen mit Asylanten, Flüchtlingen oder Moslems gemacht haben. Viele Leute in der Region kennen wahrscheinlich nicht einmal einen Moslem.
Wenn ich zu schnell oder Betrunken fahre und von der Polizei angehalten werde, bin ich selbst schuld, und nicht alle Polizisten; ebenso wenn ich beim Spicken in der Schule erwischt werde, da bin auch ich selbst schuld, und nicht alle Lehrer.
 
Wenn ich zu schnell oder Betrunken fahre und von der Polizei angehalten werde, bin ich selbst schuld, und nicht alle Polizisten; ebenso wenn ich beim Spicken in der Schule erwischt werde, da bin auch ich selbst schuld, und nicht alle Lehrer.

Das sind nur keine schlechten Erfahrungen mit Menschen weil ein Mensch hier den Ursprung der Tat des anderen [aka du betrügst, aka du fährst betrunken] erkennt...
 
Glaubt mir, erst wenn man selbst wegen/durch Asylanten/Flüchtlinge negativ betroffen ist, sieht man das ganze teilweise mit anderen Augen.
Da hier ja die meisten sehr positiv gegenüber Asylanten/Flüchtlingen eingestellte sind, wieso nimmt ihr nicht welche auf ?
Und nein, bin kein "Nazi", meine Eltern waren selbst Gastarbeiter.

Weil das bei vielen eben auch nicht geht.
Wenn ne ein-zweizimmer Wohnung hast willst maximal deine Freundin bei dir Wohnen haben und selbst die kann dann schon nerven. :grins:

Nebenbei sind diese Wartezeiten einfach so extrem lang. Wenn man wüsste der/die Person/en würden 4-8 Wochen da bleiben wäre das einfacher. Es MÜSSEN vorallem in Großstädten mehr Häuser gebaut werden. Nicht nur wegen den Asylanten sondern weil allgemein nen Wohnungsmangel herrscht. Klar ist es scheiße das Turnhallen, Schulen und co. aktuell dafür herhalten müssen aber das ist hoffentlich auch nicht auf dauer.

Unsere Lehrerin hat uns gesagt was die in Köln für nen Monat an Geld bekommen. Das sind unter 150€ im Monat also nicht wirklich viel.
Hartz4 sind ohne Kind fast 400€ + Miete + dies und das.

Das wirkliche Problem ist doch das sie von den 150€ selbst die Deutschkurse zahlen müssen, nicht arbeiten gehen dürfen. Deshalb hockt man irgendwie ständig aufeinander was wieder andere Anwohner stört und das ganze baut natürlich auch Aggressionen auf.

Das dauert einfach alles zu lange bis die arbeiten dürfen. Empfinde ich persönlich als den Kern des Problems.
 
Aber zurück zu meiner anderen frage, nimmst du einen Asylanten/Flüchtling bei dir zuhause auf ?

Nein. Ich würde auch niemanden zwingen es zu tun. Ich erwarte auch von niemanden es zu tun. Haben wir in großen Teilen des Landes auch nicht nötig da durchaus ungenutzte Räume zur Verfügung stehen. Aber selbst die werden den Menschen nicht gerne überlassen, siehe Heidenau. Das es auf der anderen Seite nicht gerade optimale Entscheidungen der Politik gibt die Leute unterzubringen bestreitet niemand, aber wenn gleichzeitig geplante Häuser ständig abgebrannt werden bleibt manchmal nichts anderes übrig. Vieleicht sollten wir schlicht aufhören vor geplanten Flüchtlingsunterkünften zu protestieren und Häuser abzubrennen damit die Politik auch wieder andere Möglichkeiten hat die Leute unterzubringen.
 
So ein Quatsch. In dem Fall wäre das rechtlich nicht möglich.
Eigenbedarf geht immer. Muss halt nur die Tochter/der Sohn 'ne Zeit lang darin "wohnen". Die Frage ist nur wie lange. Und anscheinend ist das ja nicht unbedingt Quatsch wenn du dir Aranus Beispiel anschaust.

Aber schon lustig, was hier jetzt wieder für Vorurteile gegenüber Wohlhabenden ausgepackt werden, während man derartiges gleichzeitig anderen in Bezug auf Flüchtlinge vorwirft.
mit ihren knapp 2000€ Rente hat sie sicherlich keine Probleme eine andere Wohnung zu bezahlen hier gibt es halt so gut wie keine Wohnungen
aber mach du ruhig weiter mit deinen Unterstellungen und Vorurteilen
Dann eben nochmal deutlich und ohne Sarkasmus damit auch ihr es versteht: Es ist einfach zu sagen "Mir geht es wegen Flüchtlingen schlecht". Aber die Flüchtlinge kündigen niemandem die Wohnung. Die wohnen nur darin. Der Grund warum die Oma ausziehen muss ist, weil der Vermieter sie rausschmeißt. Ich weiß da muss man dann ein bisschen weiter denken. Deshalb ist mir das als Grund für "Ich hab Probleme wegen Flüchtlingen" ein bisschen zu einfach gedacht. Das ist kein "Problem" mit den Fremden sondern mit dem Vermieter. Nicht mehr und nicht weniger. Jetzt verstanden?
 
Glaubt mir, erst wenn man selbst wegen/durch Asylanten/Flüchtlinge negativ betroffen ist, sieht man das ganze teilweise mit anderen Augen.
Da hier ja die meisten sehr positiv gegenüber Asylanten/Flüchtlingen eingestellte sind, wieso nimmt ihr nicht welche auf ?
Dann müsste ich ja die gesamte Menschheit hassen, da ich ab und an Nachteile durch diese habe...
Come on, ist das dein ernst?

Muss es immer von einem ins andere Extrem umschlagen?
Man kann, muss sich aber nicht für Flüchtlinge einsetzen, auch wenn man pro Flüchtlinge eingestellt ist.
Das ist jedem selbst überlassen.
Manche spenden Geld, Kleidung, Spielsachen etc., manche wollen organisatorisch helfen, manche wiederum wollen direkt mit den Flüchtlingen arbeiten/helfen und andere machen eben nichts, auch ok.
Besser nichts tun als auf die Straße zu gehen und sich als "besorgter Bürger" aufspielen...

Und nein, bin kein "Nazi", meine Eltern waren selbst Gastarbeiter.
Warum hört man das in letzter Zeit so oft?
Können Gastarbeiter bzw. die Nachkommen keine extreme politische Einstellung haben?
Ich schreibe doch auch nicht unter meine Posts, dass ich kein autonomer Linker bin und MLPD wähle...
Und wie hättest du es denn gefunden, wenn man damals, als deine Eltern kamen, sie mit widerwärtigen Sprüchen, Steinen und Molotowcocktails begrüßt hätte?
 
Wegen der Eigenbedarf-Sache: den kann ein Vermieter immer anmelden, halt mit entsprechenden Fristen, die AFAIK bis zu 18 Monate sein können.
Der Mieter hat aber die Möglichkeit, wegen Unzumutbarkeit anzufechten. Bei ner 90jährigen Frau könnte die auch durchaus gegeben sein. Also: nicht nur meckern, sondern halt auch was tun. Und wenn die Unzumutbarkeit nicht gegeben ist, spielt es keine Rolle, ob Eigenbedarf wegen dem Sohn oder Flüchtlingen angemeldet wird.
 
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