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Flüchtlinge

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okay, das ist doch mal was. ignoriert nur leider völlig die aktuelle situation:
- es sind schon ein ganzer haufen menschen hier, die wir nicht einfach wieder loswerden
- die zuständigen behörden sind völlig überlastet
- die überlastung zu ändern ist teuer
- wenn wir uns hinter dublin verstecken sind länder wie italien und griechenland vollkommen am ende. natürlich ist das "rechtlich" möglich, hat mit europäischem gedanken aber ungefähr nix zu tun
- und es bekommen am ende doch auch nur die asyl, die es brauchen. die lieben "wirtschaftsflüchtlinge" werden wieder zurückgeschickt. hatte ich erwähnt, dass die zuständigen behörden völlig überlastet sind?
- eine zentraleannahmestelle in betroffenen ländern bzw in derne nähe halte ich für utopisch und auch nur mit massivem geldeinsatz für möglich, was dann hier wieder niemand bezahlen will.

aber mit deiner kernaussage hast du ja recht: das ganze verfahren bis hin zur abschiebung muss massiv beschleunigt werden. es kann nicht sein, dass heute noch anträge aus 2013 bearbeitet werden und es kann auch nicht sein, dass sich abschiebungen bis zum sankt-nimmerleinstag hinziehen.

Solidarität ist keine Einbahnstraße. Deutschland hat seine Pflicht in dieser Situation mehr als erfüllt, jetzt sind die anderen EU-Länder dran. Dass erstmal keine weiteren Flüchlinge dazukommen ist die einzige Möglichkeit der Situation Herr zu werden. Wie gesagt, wenn man mal auf die kritischen Stimmen gehört hätte anstatt sie zu ignorieren, wäre es nie so weit gekommen. Hast du bessere Vorschläge?

Und es geht nicht nur darum dass letztendlich zurückgeschickt wird. Im Moment ist es so dermaßen einfach unser Aslyrecht zu missbrauchen: Zunächst dauert die Ablehnung ewig. Und selbst nach der Ablehnung werden weiter Sozialleistungen bezahlt und nur ein winziger Bruchteil abgeschoben. Das kann und darf nicht sein. Es wird höchste Zeit hier sämtliche Anreize für Missbrauch abzuschaffen.

Und ich weiß nicht was so kompliziert daran sein soll, beispielsweise in dieses Fall hier, in Jordanien und der Türkei eine zentrale Annahmestelle für EU-Asylanträge zu errichten. Geld hat die EU (wohl zum größten Teil dank Deutschland...) bestimmt genug dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
ohne scheiß, mir geht euer angeblich kritisches, aber im grunde nur rechthaberisches getue mega auf den sack. ihr habt kein interesse daran, die situation (für alle) zu verbessern. ihr wollt einfach nur mit dem finger auf jemandem zeigen, der schuld sein soll, dass es euch angeblich schlechter geht und deutschland dem untergang geweiht ist. da man "geächtet" wird, wenn man das mit den flüchtlingen selber macht muss jetzt eben die merkel und ihre kumpanen herhalten.
mit euch zu diskutieren ist so sinnlos als wenn man ner wand erklärt, sie möge doch die farbe wechseln.

von mir aus, bleibt bei eurer meinung. die welt ist schlecht. die politiker scheiße. die merkel holt die flüchtlinge alle her damit es EUCH und nur EUCH schlechter geht. das ist pure bosheit, einfach so kriegsflüchtlingen helfen zu wollen. aber wenn das wirklich alles ist, was ihr zu dieser "diskussion" beitragen könnt ohne euch auch nur ansatzweise der situation zu stellen oder mal gedanken zu machen, was denn eine lösung wäre, wie man denn helfen könnte, dann haltet doch bitte einfach die fresse. findet alles scheiße und suhlt euch darin. dann gehts euch ja gut.

ich habs echt lange versucht, aber jetzt kann und will ich nicht mehr.
Mir geht es nicht darum ob es mir jetzt schlechter geht oder nicht, aber es wird zu 100% auch in unserer Bevölkerung welche geben die es spürbar merken werden.
Ich habe doch diese Woche hier einen Link geteilt, was sich zum beispiel in unserer Gemeinde zum Negativen ändert.
Eine dringend benötigte Kita, welche schon beschlossen war, wurde über Nacht gekippt, da ein Flüchtlingsheim vorrang hat.
Eine ganze Grundschule sollte in ein anderes Gebäude umziehen, da das zurzeit benutzte wohl ziemlich marode ist, passiert aber auch nicht, grund siehe oben.
Von einer anderen Grundschule wird die einzige Turnhalle im Ortsteil als Flüchtlingslager reserviert, Sportunterricht fällt damit auf unbestimmte zeit aus.
Ein Mehrgenerationshaus mit knapp 70 Angeboten wurde über Nacht auch zum Flüchtlingsheim und ALLE mitarbeiter wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.
In der Schule meiner jüngsten sind die Sanitäranlagen teilweise kaputt, teilweise nicht benutzbar und in einem mehr als schlechten zustand, im übrigen sind es immer noch die selben Sanitäranlagen die ich auf dieser Schule vor über 35 Jahre benutzt habe. Die Schule stellt jedes Jahr einen Antrag auf Sanierung, sammelt Unterschriften aber nein, seit Jahren kein Geld dafür da.
Das sind nur mal die Sachen, die mir in unserer Gemeinde bekannt sind.
Ich mache jetzt nicht mal die Flüchtlinge dafür verantwortlich, sondern den Staat, jahrelang war kein Geld da für solche Sachen, aber jetzt rollen plötzlich die Milliarden und ich hoffe sehr, das Frau Merkel für diese Politik bei der nächsten Wahl bezahlen wird.
Nochmal, es muss und soll den Flüchtlingen geholfen werden, aber wer von vornherein gar keine Chance auf ein bleiberecht hat oder wessen Antrag abgelehnt wird, kann doch nicht weiter Monate über Monate hiersein.
 
Solidarität ist keine Einbahnstraße. Deutschland hat seine Pflicht in dieser Situation mehr als erfüllt, jetzt sind die anderen EU-Länder dran. Dass erstmal keine weiteren Flüchlinge dazukommen ist die einzige Möglichkeit der Situation Herr zu werden. Wie gesagt, wenn man mal auf die kritischen Stimmen gehört hätte anstatt sie zu ignorieren, wäre es nie so weit gekommen. Hast du bessere Vorschläge?

Und es geht nicht nur darum dass letztendlich zurückgeschickt wird. Im Moment ist es so dermaßen einfach unser Aslyrecht zu missbrauchen: Zunächst dauert die Ablehnung ewig. Und selbst nach der Ablehnung werden weiter Sozialleistungen bezahlt und nur ein winziger Bruchteil abgeschoben. Das kann und darf nicht sein. Es wird höchste Zeit hier sämtliche Anreize für Missbrauch abzuschaffen.

Und ich weiß nicht was so kompliziert daran sein soll, beispielsweise in dieses Fall hier, in Jordanien und der Türkei eine zentrale Annahmestelle für EU-Asylanträge zu errichten. Geld hat die EU (wohl zum größten Teil dank Deutschland...) bestimmt genug dafür.
natürlich ist solidarität keine einbahnstraße, aber wir als deutschland sind nun mal das reichste land in europa und profitieren nachweislich am deutlichsten von diesem konstrukt. selbst die griechenlandkrise beschert uns aufgrund von zinsen mehreinnahmen einiger 100 mio euro (natürlich nur solange die nicht pleite gehen ;) ). das aber auch andere länder ihren beitrag bringen müssen bestreitet doch niemand. im gegenteil. wenn ich mir das verhalten der slowaken, polen und ungarn ansehe könnte ich ausrasten.

inwiefern es einfach ist unser asylrecht zu missbrauchen weiß ich nicht. was ich weiß ist, dass man immer wieder leute trifft die glauben, asylbewerber würden hier im schlaraffenland leben. am ende des tages haben die weniger kohle als ein hartz4-epfänger und da wird immer geschimpft, dass das zu wenig sei. es gibt genug studien die darstellen, wie nötig wir zuwanderung haben. es gibt genug studien die darstellen, wie viele dieser zuwanderer in diesem land inetgriert werden und teil davon sind. steuern zahlen, krankenkassenbeiträge, rentenbeiträge... sozialleistungen halt. ich finds traurig wie einfach jedem unterstellt wird, er wolle dem staat nur auf der tasche liegen. zumal das aus meiner sicht jeglicher grundlage entbehrt.
 
Wer soll das denn alles bezahlen?
Und wer soll dafür alles sein Leben lassen?
Und auf welcher Grundlage?
Und wie soll man das einheitlich entscheiden, wenn wir uns der der Flüchtlingspolitk schon fast gegenseitig zerfleischen innerhalb der EU.

Hast du eine bessere Idee?

Zahlen sollen die Verbündeten zusammen. Die Grundlage? Ich denke das Assad gegen genügend Rechte grob verstößt.
 
Hast du eine bessere Idee?

Zahlen sollen die Verbündeten zusammen. Die Grundlage? Ich denke das Assad gegen genügend Rechte grob verstößt.

Nein, natürlich habe ich dafür keine bessere Idee. Weil es halt nicht so leicht ist, und weil nicht alle an einem Strang ziehen, es sogar dazu unterschiedliche Einstellungen gibt. Weil das alles sehr komplex ist und es eben nicht DIE Lösung gibt, die man gerne hätte. Die Probleme zähle ich ja gerade auf um zu zeigen: So einfach geht es nicht, so leicht ist das nicht umzusetzen.
Wie gesagt wenn man Assad einfach entmachtet, was dann?
Dann füllt ISIS die Lücke. Und wie will man sie davon abhalten?
Die sind ja jetzt so schon kaum aufzuhalten.
Dazu mußt Du schon mit Bodentruppen rein und das ganze Land besetzen.
Und welches Land will das machen?
Und für wie lange? Das dauert doch Jahrzehnte da Strukturen reinzukriegen.
Und Syrien ist ja nicht das einzige Land, dem es so oder ähnlich geht.
Wie gesagt man hat ja im Irak schon gesehen, dass das alles nicht einfach ist und ein bodenloses Loch.
Es gibt da einfach keine einfache Universallösung.
 
Selbst wenn man Assad, die ISIS und wen auch immer von da unten mit einem Fingerschnippen vertreiben könnte wäre damit nichtmal die halbe Arbeit getan. Diese Regionen langfristig aus der Krise zu holen scheitert meiner Meinung nach auch schlichtweg an einer Mentlität die der unseren einfach völlig fremd ist. Nicht zuletzt auch durch die viel stärkere Ausprägung von Religion. Einfach mal westliche Werte wie Demokratie, "Gleichheit" oder was auch immer dort runter bringen dürfte wohl einem Kampf gegen Windmühlen gleichen.
Wobei Syrien da vielleicht noch das harmloseste Beispiel ist. In den betroffenen afrikanischen Ländern dürfte das wohl noch wesentlich schwerer werden.
 
Mit Mauern kommt man keinen Schritt weiter. Für mich ist die einzig mögliche Lösung Aufklärung. Dieser Impuls muss aber eben leider auch von den betroffenen Ländern ausgehen. Neue Generationen mit einem anderen Bewusstsein für ihr Handeln und einer aufgeschlosseneren Sicht auf die Dinge. Wir als westliche Welt können dort maximal unter die Arme greifen und sagen, "schaut wie es bei uns aussieht". Aber das sind, wenn überhaupt, Prozesse die sich wohl Jahrzehnte lang (wenn nicht gar Jahrhunderte) hinziehen könnten.
 
Mit Mauern kommt man keinen Schritt weiter. Für mich ist die einzig mögliche Lösung Aufklärung. Dieser Impuls muss aber eben leider auch von den betroffenen Ländern ausgehen. Neue Generationen mit einem anderen Bewusstsein für ihr Handeln und einer aufgeschlosseneren Sicht auf die Dinge. Wir als westliche Welt können dort maximal unter die Arme greifen und sagen, "schaut wie es bei uns aussieht". Aber das sind, wenn überhaupt, Prozesse die sich wohl Jahrzehnte lang (wenn nicht gar Jahrhunderte) hinziehen könnten.

Da lacht dich der Assad aus.
 
assad mag lachen, aber er hat doch recht. was will denn der mensch? was zu beißen, was zu pennen, eine perspektive und einen gewissen luxus. wenn er das hat ist er auch für diese religiösen rattenfänger nicht mehr so einfach zu begeistern. bildung und wohlstand sind am ende die schlüssel für frieden.
 
assad mag lachen, aber er hat doch recht. was will denn der mensch? was zu beißen, was zu pennen, eine perspektive und einen gewissen luxus. wenn er das hat ist er auch für diese religiösen rattenfänger nicht mehr so einfach zu begeistern. bildung und wohlstand sind am ende die schlüssel für frieden.

Ist da Pegida nicht der lebende Gegenbeweis? :D
 
Hab das eh schon mal irgendwo hier im Thread geschrieben: so hart es klingt aber solche Staaten wie Libyen, Irak, Syrien, brauchen einfach einen starken Diktator. Gibt es den nicht, dann sieht man ja was passiert. Viele Gruppen wollen an die Macht, kaum schafft es jemand, kommt schon der nächste usw.. allein wenn man sich Syrien ansieht - was ist aus diesem Staat geworden? Galt bis 2009 sogar noch als Geheimtipp unter den Pauschaltouristen. Ob Assad wirklich so die Hölle war, kann ich nicht beurteilen. Aber ganz ehrlich: damals gab es Arbeit, was zu essen und ein Dach über den Kopf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jetzt "besser" sein soll.

PS: weil dann meistens solche Antworten kommen wie: naja solche Revolutionen brauchen Zeit.. Zeit hat Syrien nicht, irgendwann wird alles zerbombt sein, der ISIS wohl alles eingenommen haben und dann gute Nacht.
 
Ich glaube, dass deutschland langfristig von den Asylanten die in deutschland beleiben dürfen profitieren wird - kulturell und wirtschaftlich sowiso.
Klar ist das was derzeit läuft nicht optimal. Es ist wohl zu lange weggeschaut und zu spät reagiert worden. Klar sind das jetzt Kosten und Probleme mit denen man zu kämpfen hat. Trotzdem bin ich voll dafür, wie hier mit Asylbewerbern umgeangen wird. Ich entwickel in dieser hinsicht sogar etwas Nationalstolz.

Würde mich in Grund und Boden schämen wenn ich als wirtschaftlich starkes europäisches Land eine ähnliche Politik an den Tag legen würde wie viele andere Staaten. Ich denke da an Videos von Ministern, gebunden mit ganzseitigen Zeitungsartikeln in denen auf syrisch den Leuten klar gemacht wird, dass sie unerwünscht sind. Von absoluten Negativbeispielen wie Ukraine und Co ganz zu schweigen.

Das sind immernoch Menschen in Not. Menschen die Hilfe brauchen. Flüchtlinge. Menschen die nicht vergessen werden wie man mit ihnen umgeht. Abseits davon, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist diese Leute aufzunehmen ist es schlicht menschlich das einzig richtige.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab das eh schon mal irgendwo hier im Thread geschrieben: so hart es klingt aber solche Staaten wie Libyen, Irak, Syrien, brauchen einfach einen starken Diktator. Gibt es den nicht, dann sieht man ja was passiert. Viele Gruppen wollen an die Macht, kaum schafft es jemand, kommt schon der nächste usw.. allein wenn man sich Syrien ansieht - was ist aus diesem Staat geworden? Galt bis 2009 sogar noch als Geheimtipp unter den Pauschaltouristen. Ob Assad wirklich so die Hölle war, kann ich nicht beurteilen. Aber ganz ehrlich: damals gab es Arbeit, was zu essen und ein Dach über den Kopf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jetzt "besser" sein soll.

PS: weil dann meistens solche Antworten kommen wie: naja solche Revolutionen brauchen Zeit.. Zeit hat Syrien nicht, irgendwann wird alles zerbombt sein, der ISIS wohl alles eingenommen haben und dann gute Nacht.
das klingt nicht hart, das ist BS. in europa sah es im mittelalter nicht wirklich besser aus. der unterschied besteht in der art der waffen und der möglichkeit schneller große entfernungen zurückzulegen. diese länder brauchen keinen diktator sondern (weiter-)entwicklung.
 
Mit Stolz kann ich der gegenwärtigen Situation leider nicht begegnen. Auch wenn ich größten Respekt vor allen Leuten habe die sich derzeit in den Unterkünften den Arsch aufreißen, zeigt Deutschland für mich nur wie meilenweit wir von dem entfernt sind was wir wohl angeblich sind. Eine moderne, zivilisierte Gesellschaft.
 
Und wenn Deutschland schon weit weg davon ist, was ist dann mit Polen und Ungarn.
Und die sind alle in der EU. Also mich wirft das ganze auch ganz weit zurück.
Dachte dass wir als Menschen und Menschheit weiter sind.
 
das klingt nicht hart, das ist BS. in europa sah es im mittelalter nicht wirklich besser aus. der unterschied besteht in der art der waffen und der möglichkeit schneller große entfernungen zurückzulegen. diese länder brauchen keinen diktator sondern (weiter-)entwicklung.

Und wie soll diese Weiterentwicklung aussehen? So toll wie in Libyen?
 
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