Glod hat schon in einigen Punkten Recht. Als beruflicher Anwender (ich entwickle oder lasse Software entwickeln) hab ich schon den einen oder anderen Unfug bei meinem iMac entdeckt. Ganz extrem Anwenderfeindlich ist die bei Apple grassierende Phobie vor Anleitungen, Dokus und Handbüchern. Statt dessen gibts Hochglanzvideos, die man 5 Mal angucken muss... Und ganz massive Lücken in der Doku für Fortgeschrittene.. Automator Scripting? Folder Actions? Sobald man dann noch weiter, tiefer ins System vordringt, platzt der hochglanz Anstrich auf oberste Anwender Ebene und es kommt der häßliche, unzureichend dokumentierte Unix Unterbau zum Vorschau und dann wirds richtig haarig.
Auch in Cupertino leidet man zeitweise an geistigem Dünnschiss.. MightyMouse? Lol.. 1 Taste is genug? Hahaha.. Tastaturwahnsinn ala wozu Tasten Beschriften, nach paar Wochen weiss man auswendig, wo der Backslash oder die geschweifte Klammer steckt - STRG-ALT-DEL is Kacke, aber 3 Tastenkombos im Mac sind Standard. Verkehrsknoten-"verbogene Gabel"-Shift-nochmalwas is der ultimative Kick.. Ich mach was ich will grüner Knopf.. Fenster vergrößern geht nur nach rechts unten. etc. pp.
Als Privat User ohne Gaming Ambitionen kommt mir so ein Mac allerdings grad recht. Die 2 Macs hier im Hause Sack laufen völlig unproblematisch. Aber selbst fürs Geschäft hab ich den einen oder anderen Vorteil gefunden: ein paar Mac Programme sind wirklich besser als die Windows Konkurrenz und erstaunlicherweise auch noch preiswerter, so dass ich durchaus ab und zu auch geschäftlich zu meinem iMac greife.
Ja, unsere Vista Kisten sind genauso stabil. Aber es wirkt im Heimanwender Bereich wirklich alles runder, eleganter und Fehlermeldungen seh ich auch nicht ganz so oft beim Mac. Dafür nervt mich der Mac genauso oft mit "willst du das wirklich tun?" oder "um weitermachen jetzt dein Passwort eintippen".. das schenkt sich gegen Windows nimmer viel.
Die Mac Books sind mir ehrlich gesagt auch zu teuer, Preis Leistung stimmt da einfach nicht in meinen Augen, für Design bezahle ich nicht gerne (sagt der iMac Besitzer, lol). Für den Fragesteller mit seinem Anforderungsprofil, so wie er das 2-3 Seiten weiter vorne beschrieben hat, würde ich auch den Mini empfehlen. Der kann diese Allerweltsaufgaben locker weg, kostet auch nicht viel mehr als ein vergleichbarer Windows Rechner und bietet einen Prima Einstieg in die Mac Welt. Ich bin fast schon geneigt zu sagen, ein Mini für 499,- macht mehr Freude als ein 499,- Fertig Vista PC von der Stange. OSX kommt mit weniger Hardware wesentlich besser aus als ein Vista.
Den Tipp mit im Laden mal an den Mac ran gehen und probieren sehe ich nicht so ganz euphorisch. Ich stand 2-3 Mal selber im Laden wie der Ochs vorm Berg. Hübsche Animation ja, aber ich hatte kein Plan von nix. Das verwirrt nur und ein Gefühl dafür, was das OS kann kriegt man davon auch nicht.