Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Was habe ich heute wieder gelernt?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Aber ist es nicht bei dir total unsinnig da du genug Geld verdienst? Du wirst, weil es zeitlich begrenzt ist, auch nicht deinen Job hinwerfen oder wechseln.

Im Endeffekt also einfach nur 1200€ mehr zum ausgeben aber an deinem Leben wird es nix ändern.
Ich glaub dafür war der Test eigentlich nicht gedacht.
Ich habs oben ja schon geschrieben: Das ist die erste wissenschaftliche Studie (weltweit?) zum Thema.

Mir geht es weniger darum, zu den 120 Leuten zu gehören, die das Grundeinkommen bekommen. Klar, das wär super, aber halt ein netter Bonus.
Bei einer angepeilten Bewerberzahl von 1 Million ist die Chance eh nicht groß, zur 120 Personen Gruppe zu gehören. Ich rechne auch nicht damit, sondern will erstmal meinen Teil dazu beitragen, dass die Studie möglichst qualitativ gute Ergebnisse liefern kann.

Die Macher der Studie sind erst mal darauf angewiesen, dass sich möglichst Leute aus allen Bevölkerungsschichten anmelden - Hartz IV Empfänger, Geringverdiener, Gutverdiener, Millionäre, alt, jung, kinderlos, kinderreich, gebildet, ungebildet.

Denn je großer der Pool an Leuten ist, desto besser können sie ihren repräsentativen Teilnehmerpool für Grundeinkommensbezieher und Kontrollgruppe gestalten. Und je besser die Repräsentativität gegeben ist, desto genauer geben die Studienergebnisse die Auswirkungen auf die Grundgesamtheit (also Deutschland) wieder und desto eher werden die Ergebnisse in die Realität und die Entscheidungen einfließen.
Durch diese Repräsentativität ist es nicht nur gut, sondern unabdingbar, dass auch Leute teilnehmen, die das Geld eigentlich nicht dringens brauchen.
Es ist nur eine Studie, keine Umverteilungsmaßnahme und auch kein Lottogewinn.
 
Ich habs oben ja schon geschrieben: Das ist die erste wissenschaftliche Studie (weltweit?) zum Thema.

Mir geht es weniger darum, zu den 120 Leuten zu gehören, die das Grundeinkommen bekommen. Klar, das wär super, aber halt ein netter Bonus.
Bei einer angepeilten Bewerberzahl von 1 Million ist die Chance eh nicht groß, zur 120 Personen Gruppe zu gehören. Ich rechne auch nicht damit, sondern will erstmal meinen Teil dazu beitragen, dass die Studie möglichst qualitativ gute Ergebnisse liefern kann.

Die Macher der Studie sind erst mal darauf angewiesen, dass sich möglichst Leute aus allen Bevölkerungsschichten anmelden - Hartz IV Empfänger, Geringverdiener, Gutverdiener, Millionäre, alt, jung, kinderlos, kinderreich, gebildet, ungebildet.

Denn je großer der Pool an Leuten ist, desto besser können sie ihren repräsentativen Teilnehmerpool für Grundeinkommensbezieher und Kontrollgruppe gestalten. Und je besser die Repräsentativität gegeben ist, desto genauer geben die Studienergebnisse die Auswirkungen auf die Grundgesamtheit (also Deutschland) wieder und desto eher werden die Ergebnisse in die Realität und die Entscheidungen einfließen.
Durch diese Repräsentativität ist es nicht nur gut, sondern unabdingbar, dass auch Leute teilnehmen, die das Geld eigentlich nicht dringens brauchen.
Es ist nur eine Studie, keine Umverteilungsmaßnahme und auch kein Lottogewinn.

Klar aber eben da es nur eine Studie ist, fragen sie viel zu wenig, z.b. was du dadurch ändern würdest.
Was bringt jmd. der genau garnichts ändern würde der Studie wenn er einfach nur die 1200€ abstaubt.....
 
Ob du es glaubst oder nicht: Diese Limitierung der Studienergebnisse ist den Machern der Studie wohlbekannt.
Das ist eben ein nicht behebbares Manko des Studiendesigns.

Auch das ist mir klar, ich denke auch dass sie deshalb niemand auswählen werden der "zu viel" verdient. Oder sie haben einfach den Anforderungskatalog falsch aufgestellt.
 
Ist das wirklich die erste Studie dazu? Gab's da nicht schon Tests dazu in Finnland oder Schweden? Und auch die USA und Kanada haben da doch schon experimente zu gemacht in den 60ern oder 70ern.

Interessantes buch zu dem Thema ist btw Utopien für Realisten.
 
Klar aber eben da es nur eine Studie ist, fragen sie viel zu wenig, z.b. was du dadurch ändern würdest.
Was bringt jmd. der genau garnichts ändern würde der Studie wenn er einfach nur die 1200€ abstaubt.....
Ich bring dir jetzt nicht bei, was eine empirische Studie ist, was sie leisten kann und was nicht :D

Aber soviel: Wenn Ergebnis der Studie wäre, dass "jeder" die KOhle abstaubt und sonst nichts geändert wird - dann wird das Ergebnis wohl sein, dass der makroökonomische Effekt eines Grundeinkommens nicht positiv bewertet würde. Was die Validität eines tatsächlichen Grundeinkommens in Frage stellen würde.

Genau DAS sind ja die Fragen, die herausgefunden werden sollen. Welche Auswirkungen hat ein Grundeinkommen auf das Beschäftigungsverhältnis, aus die Freizeitgestaltung, auf soziale Aktivitäten, auf das Familienleben - auf jeden Aspekt des Lebens eben.

Und klar, es gab schon Feldversuche. Die aber - so die Autoren der Studie - mangels Kontrollgruppe und statistischen Vehikeln nicht so tief wissenschaftlich untersucht werden können wie es gewünscht ist.


Und sie fragen mit Absicht jetzt nicht, was man ändern würde. Denn das sind die Dinge, die die Studie RAUSFINDEN will.
Jetzt geht es erst mal nur darum, eine MIllion Bewerber zu finden und diese auf Basis absolut grundlegender Kriterien wie EInkommensverhältnisse, Kinder, Alter, Bildungsgrad zu sortieren, damit man daraus eine repräsentative Stichprobe von knapp 1400 Personen (120 Grundgehaltsbezieher, der Rest Kontrollgruppe) bilden kann.
DANN geht die Studie erst los. Und dann bekommen die Teilnehmer regelmäßige, tiefgehende Fragebögen (Probanden und Kontrollgruppe gleichermaßen), um Effekte und Auswirkungen verstehen zu können.

Durchführen wird das Sing übrigens das Deutsche Institut für Wirtschaft in Berlin, das u.a. das sozioökonomische Panel betreibt, das schon sehr viele wertvoller Erkenntnisse über gesellschaftliche Phänomene gewonnen hat.
 
Richtig aber z.b. du weißt ja jetzt schon, dass du definitiv nichts ändern wirst (weil sie eben nicht auf Dauer ausgelegt ist und du mitten im Leben stehst, würde vllt. anders Aussehen wenn sie auf 10 Jahre ausgelegt wäre). Daher bringt die Studie in deinem Fall garnichts.
 
Auch das ist mir klar, ich denke auch dass sie deshalb niemand auswählen werden der "zu viel" verdient. Oder sie haben einfach den Anforderungskatalog falsch aufgestellt.
Nochmal: Es gibt kein "zu viel verdienen". Es soll die Auswirkung auf die deutsche Gesellschaft herausgefunden werden - zu der eben auch Spitzenverdiener und Millionäre gehören. Sollen die Auswirkungen repräsentativ in der Studie abgebildet werden, MÜSSEN eine gewisse Anzahl reicher Menschen (zu denen ich sicher nicht gehöre) teilnehmen.

Es geht auch nicht darum, dass diese Menschen Geld in den Poppes gesteckt bekommen, das sie nicht brauchen. Das ist nicht relevant. Bezieht man aber nur Leute ein, die die 1200 Euro dringend bräuchten, käme keine brauchbare Aussage über die Effekte eines Grundeinkommens heraus, da längst nicht jeder Deutsche dieses bräuchte.
 
Soll hier irgendwas repräsentativ abgebildet werden, darf genau diese Studie nicht zeitlich begrenzt sein. Somit wirft man manchen Leuten nur Geld in den Rachen (ich kann ja keinem verdenken, ich denke ich meld mich auch an).
 
Richtig aber z.b. du weißt ja jetzt schon, dass du definitiv nichts ändern wirst. Daher bringt die Studie in deinem Fall garnichts.
Weiß ich das?
Oder besser gefragt: wieso weißt du das für mich?

Ich hatte noch kein Grundeinkommen. Keine Ahnung, ob ich was ändern würde. Einfach so bedingungslos Geld zu bekommen wäre in unserer Gesellschaft ein absolutes Novum.

Spontan könnte ich mir vorstellen, meine Arbeitszeit auf 75% zu reduzieren. Oder mehr Geld zu spenden. Oder nachhaltiger zu leben, weil mehr Geld dafür da ist. Oder einfach nur mehr Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, was ebenfalls einen sozial wichtigen Aspekt haben könnte. Oder nichts ändern, aber ein deutlich größeres finanzielles Polster aufzubauen, was ebenfalls bewusste oder unbewusste Auswirkungen auf irgendetwas haben könnte.

Die Kunst einer guten empirischen Studie ist es ja gerade, diese Korrelationen aus den Daten rauszufinden. Könnte man das alles mit simplen "was wäre wenn" Umfragen machen, gäbe es das Pilotprojekt nicht, da teuer und unsinnig.
 
Soll hier irgendwas repräsentativ abgebildet werden, darf genau diese Studie nicht zeitlich begrenzt sein. Somit wirft man manchen Leuten nur Geld in den Rachen (ich kann ja keinem verdenken, ich denke ich meld mich auch an).
Nein Gerri. Nein.

Das ist eine (notwendige) Limitierung der Studie, kein Invalidierungsgrund. Und wenn Limitierungen von Studien vorab bekannt sind, kann man deren Auswirkungen zu einem gewissen Grad in die Auswertungen einfließen lassen und im besten Falle rausrechnen.
 
nunja, ich denke man kann dich aus dem Forum in soweit abbilden als dass du mitten im Leben stehst, Familie hast und dir Sicherheit wichtig ist. Daher wirst du nicht deinen Job kündigen und etwas Anderes machen was dir vllt. mehr gibt (nicht im Sinne von Geld). Falls ich falsch liege, darfst du mich gerne korrigieren.
 
Die Studie in Finnland war schon sehr ausführlich, ging ja über 2 Jahre.
Ich zitiere mal die FAQs des Projekts.

Es gab bereits in der Vergangenheit weltweit wissenschaftliche Experimente, die verschiedene Arten des Grundeinkommens testen wollten. Die meisten dieser Experimente wurden jedoch vorzeitig abgebrochen oder stammen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und bilden so nicht die Lebenssituation ab, in der wir uns heute befinden. Außerdem wurden in anderen Experimenten meist nur die Effekte des Bedingungslosen Grundeinkommens auf erwerbslose Menschen getestet, so zum Beispiel in der kürzlich abgeschlossenen Studie aus Finnland. Oft wurden Grundeinkommen in zu geringer Höhe ausgezahlt, die nicht wirklich bedingungslos waren, sondern auf der Bedürftigkeit der TeilnehmerInnen basierten. Das Pilotprojekt Grundeinkommen will dies ändern.
 
nunja, ich denke man kann dich aus dem Forum in soweit abbilden als dass du mitten im Leben stehst, Familie hast und dir Sicherheit wichtig ist. Daher wirst du nicht deinen Job kündigen und etwas Anderes machen was dir vllt. mehr gibt (nicht im Sinne von Geld). Falls ich falsch liege, darfst du mich gerne korrigieren.
Nö, würd ich sicher nicht machen. Auch nicht bei einem echten, lebenslangen Grundeinkommen. Aber wieso sollte ich das müssen?

Verstehe da deine Argumentation echt nicht.
 
Zurück
Oben