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VOTE Wie viel verdient ihr Brutto?

Wie viel verdient ihr brutto?

  • Arbeitslos

    Stimmen: 6 3,4%
  • 400,- oder weniger

    Stimmen: 1 0,6%
  • 400,- bis 499,-

    Stimmen: 0 0,0%
  • 500,- bis 799,-

    Stimmen: 1 0,6%
  • 800,- bis 999,-

    Stimmen: 1 0,6%
  • 1.000,- bis 1.199,-

    Stimmen: 1 0,6%
  • 1.200,- bis 1.499,-

    Stimmen: 1 0,6%
  • 1.500,- bis 1.999,-

    Stimmen: 6 3,4%
  • 2.000,- bis 2.499,-

    Stimmen: 11 6,2%
  • 2.500,- bis 2.999,-

    Stimmen: 13 7,3%
  • 3.000,- bis 3.499,-

    Stimmen: 19 10,7%
  • 3.500,- bis 3.999,-

    Stimmen: 17 9,6%
  • 4.000,- bis 4.499,-

    Stimmen: 15 8,4%
  • 4.500,- bis 4.999,-

    Stimmen: 12 6,7%
  • 5.000,- bis 5.999,-

    Stimmen: 21 11,8%
  • 6.000,- bis 6.999,-

    Stimmen: 20 11,2%
  • 7.000,- bis 8.999,-

    Stimmen: 20 11,2%
  • 9.000,- bis 9.999,-

    Stimmen: 2 1,1%
  • ü 10.000

    Stimmen: 11 6,2%

  • Umfrageteilnehmer
    178

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mir geht es da ähnlich wie @Nimble, komme ebenfalls aus bescheidenen Verhältnissen und fange so wie es aussieht im Sommer meine zweite Ausbildung an. Darauf spare ich jetzt schon gut ein Jahr und werde wohl auch neben meiner Ausbildung weiter arbeiten gehen müssen da ich komplett alleine da stehe, ohne finanzielle Unterstützung durch einen Partner oder Eltern. Macht mir schon ein bisschen Angst, aber ich denke die zwei Jahre muss ich einfach da durch.
Geld allein mag zwar vielleicht nicht glücklich machen, aber ohne geht es auch nicht. Ich werde wohl nie Spitzenverdiener sein, will ich auch nicht, nur das machen was mich glücklich macht.

Kannst du jetzt deinen großen Traum verwirklichen oder machst du was anderes?
 
Aber deswegen kann man ja nicht pauschalisieren. Als Maurer/Dachdecker/Elektriker kannst du immer noch gutes Geld verdienen. :)

Natürlich gibt es auch die Fälle, wo es sich eben nicht mehr wirklich lohnt :(

Bei Handwerkern muss man natürlich noch sehen, wieviel im offiziellen Job verdient wird und wieviel nach 17 Uhr.

Ich hab einige Handwerker im Freundeskreis und die wissen alle nicht wohin mit der Arbeit, die sie noch machen könnten. Die können sich aussuchen, wem sie etwas machen und unter 12, 13 Euro die Stunde läuft da garnichts mehr. Plus das, was man als Gefälligkeit noch dazu gibt...
 
Ich komme auch aus armen Verhältnissen. Meine Eltern hatten nie zusammen mehr als 2000€ verdient, viele Jahre waren es eher so 1500€ und weniger für eine vierköpfige Familie. Es fällt mir schwer es zu sagen, weil es mich leider beschämt, aber über mehrere Monate hatten wir kaum etwas Richtiges zu essen. Armut ist manchmal näher als man denkt und Geld schützt einen vor diesem Leid.

Dieses Leid, diese Armut kann schnell das private Leben zerstören. Wenn du als Kind keine Geschenke bekommst, wenn du dir keine Süßigkeiten im Supermarkt leisten kannst, wenn das Internet abgeschaltet wird, wenn deine Eltern sich wegen Geld streiten und letztendlich scheiden lassen, - Geld ist ein Fundament in unserer Gesellschaft. Es geht nicht ohne.

Schnell vergisst man aber neben diesen materiellen Freuden, die Dinge, die wirklich Glück bereiten. Und selbst in den schwersten Zeiten war ich letztendlich ein sehr glückliches Kind. Fußball im Hausflur mit meinem Vater, fast tägliche Sparziergänge im Park mit meiner Mutter und meiner Schwester, jede Sonntag habe ich mit meinem Vater Tischtennis gespielt, mit meiner Mutter oft Federball, natürlich andauernd Freunde getroffen, mit meinen Eltern bei irgendwelchen Hipster-Theater-Vorstellungen gewesen, gemeinsames Zelten, manchmal gab es Spielzeug aus dem Happy Meal und von der Arbeit meiner Mutter und ich könnte noch hundert Dinge aufzählen, die mich heute noch sehr berühren und nie - oder nur in diesen schwachen, impulsiven Momenten - habe ich mich arm gefühlt, denn so kitschig es auch klingt, Liebe erfüllt den Menschen.

Als ich dann ausgezogen bin, konnten mich meine Eltern auch nie unterstützen. Ich kam gerade so über die Runden. Kam eine unerwartete Rechnung, hatte ich oft monatelang Schulden und musste sie geduldig abarbeiten. Klar, wenn meine Eltern mal etwas mehr Geld hatten, haben meine Schwester und ich alles bekommen. Aber das waren dann halt mal 50 oder 100€. So ein Fallnetz wie es die meisten Familien haben, hatten wir aber nicht.

Finanziell überlebt man vielleicht gerade so mit diesem Lebensstil, und das hat auch immer gereicht, um genug Freiraum für Spaß und die eigene Entfaltung zu haben. Es ist schwierig komplett abzustürzen in Deutschland und ich habe gemerkt, dass mir die Zeit mit meinen Freunden, mit meiner damaligen Freundin oder der gelegentliche Besuch bei meinen Eltern mehr Sicherheit im Leben gegeben haben als es Geld tun könnte. Solange es keine Existenzängste sind, passt man sich an. Man geht nicht in Restaurants, sondern kocht, man geht Basketball spielen und nicht ins Kino, man trinkt zuhause ein Bier und nicht in der Bar. Beim Glück geht es immer um die Dinge, die man tut, nicht die, die man nicht tut.

Und jetzt bin ich hier angekommen. 30 Jahre alt. Keine Ausbildung, kein abgeschlossenes Studium. Keine Frau, keine Kinder. Kein Vollzeitjob. Sondern ein Teilzeitjob als Lagerkraft. Nach gesellschaftlichen Normen bin ich der totale Versager, und ich wünschte es würde mich nicht immer wieder belasten, aber der soziale Druck ist enorm. Die meisten Menschen kennen das wegen unterschiedlicher Gründe, dass nachts der Kopf nicht aufhört zu hämmern, das man von der Vergangenheit und Gedanken an die Zukunft geplagt wird. Ich bin da keine Ausnahme. Und trotzdem nimmt man mich für gewöhnlich als entspannt wahr. Ich glaube, das liegt daran, dass ich letztendlich Karriere und Geld und all diese gesellschaftlichen Ziele, die uns eingetrichtert werden, einordnen kann. Es muss nicht alles auch Hochtouren laufen. Wenn ich mir einen neuen TV kaufe, gewöhne ich mich an die Größe innerhalb weniger Tage. Die Smartwatch ist nach einem Tag langweilig und zeigt nur noch die Uhrzeit an oder liegt auf dem Ladegerät. Das neue Spiel unterhält mich gerade einmal ein oder zwei Stunden und ich könnte es wieder beenden. Diese Freuden des Konsums sind sehr vergänglich. Und dann gehe ich joggen oder trainieren im Park, werde angesprochen und unterhalte mich über Sport, ich schreibe paar Zeilen in mein Notizbuch, die mir gefallen, ich treffe einen Menschen, mit dem ich auf einer Wellenlänge bin, ich sehe nach langer Zeit meinen Vater und es fällt mir schwer, zu gehen, weil wir uns so gut unterhalten, ich lerne im KT etwas Neues und erweitere meinen Horizont, ich habe guten Sex, spiele ein interessantes Indiegame oder sehe einen tollen Film, oder eine meiner Katzen hüpft auf meinen Schoß, - es gibt so viele schöne Dinge, denen es leicht fällt, uns zu erfüllen. Und dafür braucht man nicht viel Geld. Beobachtet euch selbst. Wie lange freut ihr euch über das bessere Auto, den besseren Fernseher, das neue Smartphone und den besseren Kühlschrank und die neue Küchenmaschine. Dahin fließt das Geld für gewöhnlich, wenn man zu viel davon hat.

Okay, irgendwie konnte ich mich nicht mehr halten beim Schreiben und es ist etwas wirr. Ich glaube eigentlich einfach nur, dass Konsum lediglich Fake-Endorphine auslöst. Setzt euch finanziell ein Ziel, überlegt was ihr braucht, fragt nach weniger Stunden und mehr Urlaub und nicht nach mehr Geld, gebt eurem Leben genug Freiraum, um Glück zu finden. Es ist oft näher als man glaubt, wenn man einfach um die Mauer gesellschaftlicher Normen herumgeht anstatt sie zu erklimmen.
 
Kannst du jetzt deinen großen Traum verwirklichen oder machst du was anderes?
Der große Traum ist ja ein eigenes Café, aber ja, so wie es aussieht kann ich im August mit der Ausbildung anfangen. Ich habe jetzt noch drei andere offene Stellen die ich mir auf jeden Fall noch anschaue, falls ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werde.
Ich versuche es so lange bis es klappt, ein anderer Job kommt für mich nicht in Frage :)
 
Der große Traum ist ja ein eigenes Café, aber ja, so wie es aussieht kann ich im August mit der Ausbildung anfangen. Ich habe jetzt noch drei andere offene Stellen die ich mir auf jeden Fall noch anschaue, falls ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werde.
Ich versuche es so lange bis es klappt, ein anderer Job kommt für mich nicht in Frage :)

Aber das ist doch mal eine gute Nachricht! Ein Grund zum Feiern :puschel:

Ich freu mich schon auf das KT-Cafe :D
 
Ich komme auch aus armen Verhältnissen. Meine Eltern hatten nie zusammen mehr als 2000€ verdient, viele Jahre waren es eher so 1500€ und weniger für eine vierköpfige Familie. Es fällt mir schwer es zu sagen, weil es mich leider beschämt, aber über mehrere Monate hatten wir kaum etwas Richtiges zu essen. Armut ist manchmal näher als man denkt und Geld schützt einen vor diesem Leid.

Dieses Leid, diese Armut kann schnell das private Leben zerstören. Wenn du als Kind keine Geschenke bekommst, wenn du dir keine Süßigkeiten im Supermarkt leisten kannst, wenn das Internet abgeschaltet wird, wenn deine Eltern sich wegen Geld streiten und letztendlich scheiden lassen, - Geld ist ein Fundament in unserer Gesellschaft. Es geht nicht ohne.

Schnell vergisst man aber neben diesen materiellen Freuden, die Dinge, die wirklich Glück bereiten. Und selbst in den schwersten Zeiten war ich letztendlich ein sehr glückliches Kind. Fußball im Hausflur mit meinem Vater, fast tägliche Sparziergänge im Park mit meiner Mutter und meiner Schwester, jede Sonntag habe ich mit meinem Vater Tischtennis gespielt, mit meiner Mutter oft Federball, natürlich andauernd Freunde getroffen, mit meinen Eltern bei irgendwelchen Hipster-Theater-Vorstellungen gewesen, gemeinsames Zelten, manchmal gab es Spielzeug aus dem Happy Meal und von der Arbeit meiner Mutter und ich könnte noch hundert Dinge aufzählen, die mich heute noch sehr berühren und nie - oder nur in diesen schwachen, impulsiven Momenten - habe ich mich arm gefühlt, denn so kitschig es auch klingt, Liebe erfüllt den Menschen.

Als ich dann ausgezogen bin, konnten mich meine Eltern auch nie unterstützen. Ich kam gerade so über die Runden. Kam eine unerwartete Rechnung, hatte ich oft monatelang Schulden und musste sie geduldig abarbeiten. Klar, wenn meine Eltern mal etwas mehr Geld hatten, haben meine Schwester und ich alles bekommen. Aber das waren dann halt mal 50 oder 100€. So ein Fallnetz wie es die meisten Familien haben, hatten wir aber nicht.

Finanziell überlebt man vielleicht gerade so mit diesem Lebensstil, und das hat auch immer gereicht, um genug Freiraum für Spaß und die eigene Entfaltung zu haben. Es ist schwierig komplett abzustürzen in Deutschland und ich habe gemerkt, dass mir die Zeit mit meinen Freunden, mit meiner damaligen Freundin oder der gelegentliche Besuch bei meinen Eltern mehr Sicherheit im Leben gegeben haben als es Geld tun könnte. Solange es keine Existenzängste sind, passt man sich an. Man geht nicht in Restaurants, sondern kocht, man geht Basketball spielen und nicht ins Kino, man trinkt zuhause ein Bier und nicht in der Bar. Beim Glück geht es immer um die Dinge, die man tut, nicht die, die man nicht tut.

Und jetzt bin ich hier angekommen. 30 Jahre alt. Keine Ausbildung, kein abgeschlossenes Studium. Keine Frau, keine Kinder. Kein Vollzeitjob. Sondern ein Teilzeitjob als Lagerkraft. Nach gesellschaftlichen Normen bin ich der totale Versager, und ich wünschte es würde mich nicht immer wieder belasten, aber der soziale Druck ist enorm. Die meisten Menschen kennen das wegen unterschiedlicher Gründe, dass nachts der Kopf nicht aufhört zu hämmern, das man von der Vergangenheit und Gedanken an die Zukunft geplagt wird. Ich bin da keine Ausnahme. Und trotzdem nimmt man mich für gewöhnlich als entspannt wahr. Ich glaube, das liegt daran, dass ich letztendlich Karriere und Geld und all diese gesellschaftlichen Ziele, die uns eingetrichtert werden, einordnen kann. Es muss nicht alles auch Hochtouren laufen. Wenn ich mir einen neuen TV kaufe, gewöhne ich mich an die Größe innerhalb weniger Tage. Die Smartwatch ist nach einem Tag langweilig und zeigt nur noch die Uhrzeit an oder liegt auf dem Ladegerät. Das neue Spiel unterhält mich gerade einmal ein oder zwei Stunden und ich könnte es wieder beenden. Diese Freuden des Konsums sind sehr vergänglich. Und dann gehe ich joggen oder trainieren im Park, werde angesprochen und unterhalte mich über Sport, ich schreibe paar Zeilen in mein Notizbuch, die mir gefallen, ich treffe einen Menschen, mit dem ich auf einer Wellenlänge bin, ich sehe nach langer Zeit meinen Vater und es fällt mir schwer, zu gehen, weil wir uns so gut unterhalten, ich lerne im KT etwas Neues und erweitere meinen Horizont, ich habe guten Sex, spiele ein interessantes Indiegame oder sehe einen tollen Film, oder eine meiner Katzen hüpft auf meinen Schoß, - es gibt so viele schöne Dinge, denen es leicht fällt, uns zu erfüllen. Und dafür braucht man nicht viel Geld. Beobachtet euch selbst. Wie lange freut ihr euch über das bessere Auto, den besseren Fernseher, das neue Smartphone und den besseren Kühlschrank und die neue Küchenmaschine. Dahin fließt das Geld für gewöhnlich, wenn man zu viel davon hat.

Okay, irgendwie konnte ich mich nicht mehr halten beim Schreiben und es ist etwas wirr. Ich glaube eigentlich einfach nur, dass Konsum lediglich Fake-Endorphine auslöst. Setzt euch finanziell ein Ziel, überlegt was ihr braucht, fragt nach weniger Stunden und mehr Urlaub und nicht nach mehr Geld, gebt eurem Leben genug Freiraum, um Glück zu finden. Es ist oft näher als man glaubt, wenn man einfach um die Mauer gesellschaftlicher Normen herumgeht anstatt sie zu erklimmen.

Sehr schöner Text :dhoch:
 
Etwa 4300€ brutto. Plus eine Jahressonderzahlung von 80%. ÖD, Gruppe 11, Stufe 4. Dafür musste ich aber auch in der Abendschule 4 Jahre ein Technikerstudium machen.
Netto bleiben abzüglich SK1, VBL und Betriebs-Rente (die Kohle wird in Zeit umgewandelt und verzinst) etwa 2300€ übrig.

Ein kleiner Schwenk zum politischen Teil: Ja, es läuft einiges verkehrt in Dt., aber die Zeiten für gut qualifizierte Arbeitnehmer sind so gut wie lange nicht mehr. In wirklich vielen Bereich wird gesucht. AN müssten eigentlich mit breiter Brust grade auftreten und ihre Forderungen durchsetzen. Wenn ich an Anfang der 2000er denk... Ich habe knapp 100 Bewerbungen geschrieben, wir wurden teilweise wie Vieh durch die Gespräche gescheucht und ich habe nur mit Glück was bekommen. Jetzt krieg ich nicht mal mehr meine paar Azubi-Stellen besetzt und bettel die Guten an hier zu bleiben :D

@Nimble Darf ich fragen, warum du so spät die Ausbildung abgeschlossen hast? Und warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Ich hatte auch schon Azubis hier die älter waren als ich, die hatten vorher was ganz anderes gemacht und das waren die Besten in 10 Jahren. Jetzt bilden sie sich fort, können hinterher wählen und haben nach oben kaum Grenzen (in der Industrie, nicht im ÖD).


Du verdienst als Richter um die 5k?

Für einen Richter, brutto, wäre das für mein Empfinden viel zu wenig.


Nein, du verdienst locker das Doppelte und arbeitest weniger als ich. :|

Das liegt aber auch an deinem Job, an dem aufgrund unserer Wegwerfgesellschaft wenig Interesse besteht. Handwerk im Bau oder Industrie lässt sich halt noch nicht (oder nur gering) ersetzen.
 
Das nervt mich auch, meine Krankenkasse hat jetzt das dritte Jahr in Folge die Beiträge um jeweils 50€ erhöht, das sind 1800€ im Jahr mehr, die ich nicht habe weil die Umsätze eher rückläufig sind. 417€ kann ich kaum noch bezahlen und wenn die noch 2x erhöhen muss ich die echt kündigen.



Nein, du verdienst locker das Doppelte und arbeitest weniger als ich. :|

Nicht böse gemeint und weiß du hängst an dem Laden aber das ist doch auch spaßfrei. Du musst doch Zukunftsangst haben. Ständig davon abhängig, wieviel Leute in deinen Laden marschieren.
Ich kann mir das nicht vorstellen.
01. des Monats Zaster auf m Konto, egal was war.
 
Ja, von dem, was Fikki hier postet hätte ich auch schon längst die Reißleine gezogen und mir irgendetwas sicheres als Angestellter gesucht, egal wie es schmerzen mag, den eigenen Laden aufzugeben... Prinzipiell würde er ja in so gut wie jedem Job mehr Kohle rausbekommen...
 
Bei mir sind es im schnitt 7000€ davon aber 20% Bonus.
Ich sehe das aber auch so dass Geld alleine nicht glücklich macht. Es aber zu haben erleichtert einiges. Glücklicherweise macht mir mein Job auch richtig Spaß!
 
Etwa 4300€ brutto. Plus eine Jahressonderzahlung von 80%. ÖD, Gruppe 11, Stufe 4. Dafür musste ich aber auch in der Abendschule 4 Jahre ein Technikerstudium machen.
Netto bleiben abzüglich SK1, VBL und Betriebs-Rente (die Kohle wird in Zeit umgewandelt und verzinst) etwa 2300€ übrig.

Ein kleiner Schwenk zum politischen Teil: Ja, es läuft einiges verkehrt in Dt., aber die Zeiten für gut qualifizierte Arbeitnehmer sind so gut wie lange nicht mehr. In wirklich vielen Bereich wird gesucht. AN müssten eigentlich mit breiter Brust grade auftreten und ihre Forderungen durchsetzen. Wenn ich an Anfang der 2000er denk... Ich habe knapp 100 Bewerbungen geschrieben, wir wurden teilweise wie Vieh durch die Gespräche gescheucht und ich habe nur mit Glück was bekommen. Jetzt krieg ich nicht mal mehr meine paar Azubi-Stellen besetzt und bettel die Guten an hier zu bleiben :D

@Nimble Darf ich fragen, warum du so spät die Ausbildung abgeschlossen hast? Und warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Ich hatte auch schon Azubis hier die älter waren als ich, die hatten vorher was ganz anderes gemacht und das waren die Besten in 10 Jahren. Jetzt bilden sie sich fort, können hinterher wählen und haben nach oben kaum Grenzen (in der Industrie, nicht im ÖD).




Für einen Richter, brutto, wäre das für mein Empfinden viel zu wenig.




Das liegt aber auch an deinem Job, an dem aufgrund unserer Wegwerfgesellschaft wenig Interesse besteht. Handwerk im Bau oder Industrie lässt sich halt noch nicht (oder nur gering) ersetzen.
Natürlich. Heute Abend gibt es eine Zusammenfassung, jetzt steht erstmal ein Umzug an.
 
Ja, von dem, was Fikki hier postet hätte ich auch schon längst die Reißleine gezogen und mir irgendetwas sicheres als Angestellter gesucht, egal wie es schmerzen mag, den eigenen Laden aufzugeben... Prinzipiell würde er ja in so gut wie jedem Job mehr Kohle rausbekommen...

Ist halt nicht so einfach, ich bin so fertig im Kopf, ich kann nicht mehr angestellt sein, das halte ich keinen Monat aus wenn mir irgendwelche unfähigen Idioten Anweisungen geben. Außerdem arbeite ich am liebsten alleine, kein Bock auf Kollegen, die mir mit Schmatzgeräuschen und hirnverbrannten Smalltalk auf den Sack gehen. :D
Mir ist bewusst, dass es eigentlich dumm ist, den Laden weiter zu führen aber ich habe weder Kraft noch Motivation daran was zu ändern. Ich brauche nicht viel zum Leben und da bietet mir die Selbstständigkeit immer noch den geringsten Weg des Widerstands. Ist für einen gesunden Menschen schwer nachzuvollziehen.
An sich sollte ich hier mal die Preise massiv erhöhen aber mit den Studenten und dem schwachem sozialen Umfeld ist das nicht so einfach. Wobei ich immer wieder von Mitbewerbern höre, die unverschämt teuer sind und trotzdem überleben. Erst gestern eine Kundin gehabt, die aus Castrop kommt und mir erzählt hat, daß die 2 Kollegen in der Stadt beide nichts taugen und teuer sind. Und viele Mitbewerber haben so etwas wie Kunden Service noch nie gehört, war die Tage eine Kundin bei mir mit einem sehr speziellen Buntbartschlüssel, hatte ich nicht da aber hab angeboten den zu bestellen, sie wollte dann erstmal zu dem Schlüsseldienst in der Nähe ihrer Wohnung gehen, gerade rief sie mich an, haben sie nicht da und bestellen sie auch nicht, über sowas kann ich nur den Kopf schütteln aber ist natürlich beste Werbung für mich.
Ein paar Preise hab ich bereits leicht erhöht und Sonderarbeiten (kleben, nähen und so ein Müll) berechne ich mittlerweile auch im vollen Umfang. Das sind Kleinigkeiten aber die machen sich über die Zeit bemerkbar, im Moment bleibt mir nichts anderes übrig als weiter zu kämpfen und mich auf meine Stärken zu besinnen.
 
Ist halt nicht so einfach, ich bin so fertig im Kopf, ich kann nicht mehr angestellt sein, das halte ich keinen Monat aus wenn mir irgendwelche unfähigen Idioten Anweisungen geben. Außerdem arbeite ich am liebsten alleine, kein Bock auf Kollegen, die mir mit Schmatzgeräuschen und hirnverbrannten Smalltalk auf den Sack gehen. :D
Mir ist bewusst, dass es eigentlich dumm ist, den Laden weiter zu führen aber ich habe weder Kraft noch Motivation daran was zu ändern. Ich brauche nicht viel zum Leben und da bietet mir die Selbstständigkeit immer noch den geringsten Weg des Widerstands. Ist für einen gesunden Menschen schwer nachzuvollziehen.
An sich sollte ich hier mal die Preise massiv erhöhen aber mit den Studenten und dem schwachem sozialen Umfeld ist das nicht so einfach. Wobei ich immer wieder von Mitbewerbern höre, die unverschämt teuer sind und trotzdem überleben. Erst gestern eine Kundin gehabt, die aus Castrop kommt und mir erzählt hat, daß die 2 Kollegen in der Stadt beide nichts taugen und teuer sind. Und viele Mitbewerber haben so etwas wie Kunden Service noch nie gehört, war die Tage eine Kundin bei mir mit einem sehr speziellen Buntbartschlüssel, hatte ich nicht da aber hab angeboten den zu bestellen, sie wollte dann erstmal zu dem Schlüsseldienst in der Nähe ihrer Wohnung gehen, gerade rief sie mich an, haben sie nicht da und bestellen sie auch nicht, über sowas kann ich nur den Kopf schütteln aber ist natürlich beste Werbung für mich.
Ein paar Preise hab ich bereits leicht erhöht und Sonderarbeiten (kleben, nähen und so ein Müll) berechne ich mittlerweile auch im vollen Umfang. Das sind Kleinigkeiten aber die machen sich über die Zeit bemerkbar, im Moment bleibt mir nichts anderes übrig als weiter zu kämpfen und mich auf meine Stärken zu besinnen.

Wer einmal (länger) selbständig war kann wirklich nur SEHR schwer wieder als AN arbeiten.
Könnte ich auch nicht mehr...
 
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