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MULTI RDR2 - Crunch-Time und 100h-Woche

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

das ehrt mich, vielen dank. tatsächlich halte ich es mir beim thema politik durchaus vor augen. allerdings denke ich, dass das bei politik deutlich einfacher zu beurteilen ist, weil das feld im grunde transparenter ist und politiker erstmal keine qualifikation benötigen um ihren job zu machen.
beim fußball dagegen nicht. das ist rein emotional und dass ich löw nicht leiden kann ist ja nicht wirklich was neues. bei ihm bin ich tasächlich der meinung, dass seinen job, so wie er ihn macht, auch ein dressierter affe könnte (dramatisierte darstellung), aber ich schweife ab.

das thema unternehmensführung stößt mir häufiger auf. nicht nur hier im thread, sondern bei vielen, vielen anderen begebenheiten. sei es wenn es um EA, take2, ubisoft oder nintendo ging. es findet sich häufig eine gruppe leute zusammen, die ihren unmut über diese unternehmen äußern und dann breit erklären, warum in der führungsspitze nur idioten sitzen. dass das so schlicht nicht sein kann, da diese unternehmen überwiegend profitabel wirtschaften spielt dabei anscheinend überhaupt keine rolle. da wird sich bis zum geht nicht mehr überschätzt, auf der basis, dass man selber videospiele spielt. das ist oftmals die einzige qualifikation, die es dort zu geben scheint. dass in den unternehmen ausgebildete (studierte, was nicht immer was bedeuten muss, zugegeben) fachleute sitzen, dass dort jahrezehnte erfahrungen existieren, das marktforschung betrieben wird... who cares? ich weiß, wie der hase läuft, weil ich 400h witcher 3 gespielt habe und 3 freunde, die meiner meinung sind. über die mutmaßungen, die mangels insiderwissen zum eigenen urteil führen möchte ich dann gar nicht erst diskutieren.

ich will "die branche" gar nicht in schutz nehmen und die überlastung der mitarbeiter weder kleinreden noch rechtfertigen. letztlich sind wir es, die daran auch etwas ändern können. ob einem die "doppelmoral"-argumentation passt oder nicht spielt überhaupt keine rolle. wenn ich ein R* spiel kaufe, gebe ich ihnen mit ihrem vorgehen recht (wie @HajinShinobi sehr ausführlich und imo absolut richtig dargestellt hat). wenn ich weiß, welche arbeitsbedingungen bei R* und co herrschen, ich aber trotzdem deren spiele kaufe, dann ist mir das schlicht egal. zumal es sich hier um ein reines luxusgut handelt, welches der unterhaltung dient. niemand ist darauf angewiesen, im gegensatz zu kleidung, die bspw. in bangladesch hergestellt wird.

Ich weiß genau was du meinst, denn das ist so ein Thema welches mir im Alltag auch immer wieder auf die Eier geht. Ich bin mir nicht sicher, ob das typisch deutsch oder typisch Mensch ist, aber es ist ein Fakt, dass der „Pöbel“ immer alles besser weiß. Führungskräfte haben keine Ahnung, Politiker machen nur scheiß, Fußballtrainer und Spieler sind allesamt Nieten. Man kann ja alles besser... Das Thema ist quasi jeden Tag präsent...

Im hier besprochenen Fall finde ich es tatsächlich nicht störend. Es sollte jedem einleuchten, dass im Falle solcher Extreme (Privatleben quasi null vorhanden) etwas schief läuft. Unternehmensführung bedeutet auch Mitarbeitermotivation, das kann ich in solchen Fällen nur schwerlich erkennen. Da spielt dann auch die Kohle keine Rolle mehr, wenn der Mensch und sein Umfeld nahezu vollständig auf der Strecke bleibt.

Findest du wirklich, dass Politik transparent und daher leichter zu beurteilen ist?
Klar, mit ein bisschen Intelligenz dürfte es jedem leicht fallen Handlungsfelder und Problemherde zu erkennen, aber ist es im harten politischen Alltag dann auch so leicht, diese zu beheben und dabei alle Wechselwirkungen und Begleiterscheinungen zu berücksichtigen?

Aber nochmal zur Rockstar-Thematik. Für mich wäre es jetzt keine Option, das Game zu boykottieren.
Damit wäre den betroffenen Mitarbeitern auch nicht geholfen.
Das Thema muss öffentlich besprochen werden, auch auf politischer Ebene.
So lange keine gesetzliche Grundlage den Studios einen Riegel vorschiebt, wird es solche Fälle auch weiterhin gehäuft geben.
 
Problem ? Hatte ich ein *würg* hinter das "So what ?" gesetzt ? Vielleicht sind das auch nur unterschiedliche Vorstellungen über work-/life-Balance, Arbeitseinsatz, Lebensinhalt etc.. Houser wollte mit dem Engagement des Teams prahlen und bekommt nun die Retourkutsche. Ich kannte noch nie eine 40h-Woche, und nur ganz selten mal ne 50h-Woche, auch als ich noch nicht selbständig war, und das über mittlerweile 20 Jahre - Ich liebe meinen Job und entscheide selbst, ob ich "ausgebeutet" werde oder nicht - Das machst nicht DU !!

Chill, Diggi. Zum Wohle aller entscheidet darüber in Deutschland (und auch anderen Ländern) das Arbeitszeitgesetz. Es ist hat nämlich einen gesellschaftlichen Kollateralschaden zur Folge, wenn einige Menschen ihren Job zu sehr lieben und andere im selben Arbeitsmarkt überleben müssen.
 
Im anderen Threat ist die Frage offen, ob Rockstar die Gamer zwingt, dem Social Club beizutreten, bevor man spielen kann und es wird nur über Housers Marketing Gag diskutiert. Ich fass es nicht.
 
Der durchschnittliche KTler scheint eine 70h-Woche zu haben.

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Chill, Diggi. Zum Wohle aller entscheidet darüber in Deutschland (und auch anderen Ländern) das Arbeitszeitgesetz. Es ist hat nämlich einen gesellschaftlichen Kollateralschaden zur Folge, wenn einige Menschen ihren Job zu sehr lieben und andere im selben Arbeitsmarkt überleben müssen.

Zudem nicht ein jeder diese Überstunden freiwillig ableistet. Ich würde sogar behaupten, dass die meisten es nicht tun würden, ohne aktiven oder passiven Zwang dazu. Dass es auch Leute gibt, etwa Selbstständige oder jene die ihren Traumberuf gefunden haben (eine Utopie welche nur die wenigsten leben) und obendrein bereit dazu sind ihr Leben abseits dieses Berufes für den Beruf aufzuopfern, schließt man damit ja nicht aus. Für diejenigen ist es aber mit entsprechenden Vereinbarungen und Tricksereien auch unter strengen Reglementierungen kein Problem dies zu tun. Der Rest der Bevölkerung muss unbedingt davor geschützt werden.
 
Rockstar allows employees to speak out on 100-hour week controversy
Now Rockstar has allows its staff to offer their own thoughts on the matter, giving their perspective on the company's treatment of its staff.
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More Rockstar employees have shared their stories, including Zoë Sams, a tools programmer at Rockstar North. Having worked at the studio for three years, Red Dead Redemption 2 will be her first professional release.

"It's difficult to see people, friends and fellow devs spreading information that either isn't true, has now changed, or are telling people not to buy a product you've worked hard on and you love," she tweeted. "I wanted to clear some things up though from a personal point of view - I can't speak for everyone, I'm not a representative for Rockstar, and I know that things can very per department and per studio.

"I haven't worked a 100-hour week in my life. I'm thanked for any overtime I am asked to do, and it feels like in those circumstances it truly was an unfortunate situation... I adore my team, this crazy family, and the work we put out. I like to think they know I do too, with the work I put in for them. I don't think we're perfect? But I don't think anywhere is, and we're all working to change that internally."
Meanwhile, Twitter user PepsiPunk - who identifies himself as Martin from Rockstar North - said he has been at the studio for nearly five years and has never done a 100-hour week, nor has he been pressured to do so.

"I love working here, otherwise I'd go work somewhere else," he wrote. "My name is on Grand Theft Auto V and Red Dead Redemption 2. Lots of hard work and tough days went into both, but that's me pushing myself to do that. If it ever felt forced and expected, i'd just go contracting for one of the banks."
Meanwhile, an anonymous Rockstar employee has reached out to our sister site VG247 to express their frustration at the company being portrayed as a "hellish place to work."
Rockstar staff speak out about crunch: from frustration at portrayal of studio as “hellish place to work”, to long hours and little rewards
An number of anonymous developers from Rockstar Games has spoken to VG247 to reveal their different experiences at the studios, ranging from frustration at recent portrayals of the company, to those that suggest unrewarded long hours can be the norm for some departments.

One employee said that they have only done “minor crunch” to get Red Dead Redemption 2 out of the door on time, and that they are rewarded for extra working hours.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja, was war denn zu erwarten, wenn sich der Chef hinstellt und was von 100 Stunden schwafelt? Und unüblich ist es ja bekanntermaßen nicht. Und wer weiß ob das nicht einfach Schadensbegrenzung ist. ^^

Meinst Du (immer noch) allen Ernstes ein Mann in dieser Position plappert mal eben so aus Versehen derartige Missstände aus ?
 
Der Punkt ist, wir werden es nicht erfahren. Niemand kann sagen was stimmt und was nicht.
Vergleiche mit Musk und Trump sind auch nicht zielführend. Beide sind psychisch auffällig und nicht ganz auf der Höhe.
 
Du meinst, das passiert nur so wie unwichtigen Leute in bedeutungslosen Positionen, wie Elon Musk oder Donald Trump? Für ihn war das offensichtlich kein Mißstand. Was tief blicken läßt...
Naja, ich glaube auch, dass das schon sehr dramatisiert wird. Er wollte mit der Leistungsfähigkeit seines Unternehmens und den „tollen“ Mitarbeitern prahlen. Mit dem anscheinend drogengeneigten Musk und dem Vollpfosten Trump würde ich das jetzt nicht auf eine Stufe stellen. Man schaue sich doch nur mal Facebook und Google an: Die Mitarbeiter dort arbeiten und leben teilweise in einem „Firmenhub“. Denen wird auch in potentieller Freizeit viel (oder alles) für die Firma abverlangt - und jeder will den Job !

Die Youngstars in der Branche sind kaum mit Arbeitnehmern in Deutschland vergleichbar, was ich, nebenbei gesagt, auch völlig i. O. finde. Für so einen Job mit der Referenz hätte ich damals auch alles an Freizeit in die Waagschale geworfen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Frage ist aber, was das bringt? Hast alles geopfert nur um beim nächsten Projekt den Mist wieder durchzumachen. Nur die wenigsten kriegen doch da bessere Positionen oder täusch ich mich da?
 
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