Mich hat das Thema Nationalsozialismus, schätzungsweise ab der vierten Klasse, meine komplette Schulzeit über begleitet. Es gab wohl kein Schuljahr, in dem es nicht thematisiert wurde. Aber ich bin halt auch noch ne andere Generation. 1979 eingeschult, es war noch genügend Geld und Personal da und meine Lehrer waren halt oft aus der 68er Generation oder von ihr beeinflusst. Kann mir gut vorstellen, dass es später wieder weniger wurde.
Und ich möchte auch behaupten, dass auch der Nährboden auf dem das alles gedeihte, zumindest in Ansätzen besprochen wurde. Die Weimarer Republik war auch ein großes Thema in der Oberschule.
Ich persönlich liebe Hakenkreuze in Videospielen und finde es auch ganz ganz traurig, wenn in der deutschen Version ein fiktives Ersatzsymbol benutzt wird. Macht mir die ganze Stimmung kaputt. Wolfenstein ist ein gutes Beispiel dafür, wie kontraproduktiv so ein Verbot wirken kann. Der Hersteller deutet im vorauseilendem Gehorsam erstmal die halbe Story um, als wäre die Nazis in Deutschland ein wunder Punkt, den man am besten gar nicht erst namentlich berührt. Total lächerlich. Man stelle sich Inglourious Basterds so aus dem Zusammenhang gerissen vor. So ähnlich hat man es mit Wolfenstein gemacht.
Ich finde einfach, mit Nazis und ihren Symbolen muss man einfach alles machen dürfen, was dazu dient sie zu entlarven und lächerlich zu machen. Gerade auch in Deutschland.