Eine Bekannte von mir schreibt gerade Staatsexamen hier in Bayern fürs Lehramt und wenn sie dann im Referendariat Lehrpläne erstellen muss, sind in Bayern am Gymnasium insgesamt 16 Stunden für das Dritte Reicht vorgesehen. Also komplett, Machtergreifung, Nazi-Deutschland, der 2. Weltkrieg. Finde ich viel, viel zu wenig.
Gefühlt hatte ich damals in der Schule auch öfter die Antike, Heiliges Römisches Reich etc. als den 1. und 2. Weltkrieg. Die Nachkriegszeit inkl. DDR wurde dann nur noch ganz sporadisch behandelt.
Zum Glück hatte ich in der Oberstufe einen super Lehrer, der auf Lehrpläne keinen großartigen Wert gelegt hat und wir auch im Deutsch LK viel zur NS-Zeit und danach gemacht haben.
Und allein die zwei Besuche in KZs (und das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen) haben mehr gebracht, als sämtlicher Unterricht.