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"Ab sofort kann die Sozialadäquanzklausel des § 86a Abs. 3 des Strafgesetzbuches (StGB) durch die USK-Gremien bei der Prüfung von Computerspielen mit einbezogen werden"
Doch was genau heißt das eigentlich?
Diese Klausel erlaubt Hakenkreuze in Titeln, sofern sie der Kunst oder der Wissenschaft, der Darstellung von Vorgängen des Zeitgeschehens oder der Geschichte dienen.
Bislang war es Videospielen verboten, Symbole aus der Nazizeit zu verwenden.
Hakenkreuze, Hitler Gruß, SS etc. sind in Spielen in Deutschland nicht zu finden gewesen. Doch nun sollen auch Videospiele unter diese Klausel fallen. So hat es die USK in den letzten Tagen bekannt gegeben.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/USK-kann-Hakenkreuze-in-Videospielen-zulassen-4132430.html
Doch kaum ist diese Vorgehensweise aktiv, schon treten erste Kritiker auf den Plan. Nun hat sich die Familienministerin Franziska Giffey (SPD) zu Wort gemeldet und harsche Kritik gegenüber dieser Regelung geäußert:
„Mit Hakenkreuzen spielt man nicht. Gerade in Deutschland müssen wir uns auch heute unserer besonderen historischen Verantwortung immer bewusst sein.“
Ebenso in der CDU wird kritisiert.
Die rechtspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) halte Computerspiele für ungeeignet, sich „angemessen mit dem historischen Unrecht des Nationalsozialismus“ auseinanderzusetzen. „Hier sollten wir auf diejenigen hören, die als Angehörige und Nachfahren der Opfer Kritik an der Entscheidung der USK üben.“
Der israelische Botschafter in Deutschland ist empört, auf Twitter schreibt er: „Ich bin geschockt, dass es einer Berliner Firma erlaubt wurde, das abscheuliche und beleidigende Hakenkreuz in einem neuen Computerspiel zu benutzen. Dieses entsetzliche Symbol darf keinen Platz in Deutschland haben, besonders nicht in den Spielen der Jugend.“
Der Deutsche Gewerkschaftsbund bemängelt das Eilverfahren der USK: „Die klammheimlich herbeigeführte Änderung während der parlamentarischen Sommerpause, ohne Befassung der Parlamente und gesellschaftlichen Gruppen, darf nicht hingenommen werden. Wir fordern die Rücknahme der USK-Entscheidung“, schreibt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
Stein des Anstoßes ist das Spiel "Through the Darkest of Times".
Der Gründer und Spieledesigner von Paint Bucket, Jörg Friedrich, wehrt die Kritik ab. „Das zeigt für mich ein antiquiertes Verständnis des Mediums Computerspiele.“ Friedrich führt aus, dass es Jugendliche gebe, die keine Filme mehr schauten. „Diese Jugendlichen lernen ihr Geschichtsbild nur aus Computerspielen – und in diesem Geschichtsbild soll es keine Nazis geben? Keinen Zweiten Weltkrieg, keinen Holocaust, keinen Antisemitismus? Das halte ich für viel gefährlicher.“
https://www.waz.de/politik/giffey-k...ung-von-spiel-mit-hakenkreuz-id215152539.html
Wie seht ihr das? Erfüllt das Medium Videospiele die Anforderung der Sozialadäquanzklausel oder nicht?
Doch was genau heißt das eigentlich?
Diese Klausel erlaubt Hakenkreuze in Titeln, sofern sie der Kunst oder der Wissenschaft, der Darstellung von Vorgängen des Zeitgeschehens oder der Geschichte dienen.
Bislang war es Videospielen verboten, Symbole aus der Nazizeit zu verwenden.
Hakenkreuze, Hitler Gruß, SS etc. sind in Spielen in Deutschland nicht zu finden gewesen. Doch nun sollen auch Videospiele unter diese Klausel fallen. So hat es die USK in den letzten Tagen bekannt gegeben.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/USK-kann-Hakenkreuze-in-Videospielen-zulassen-4132430.html
Doch kaum ist diese Vorgehensweise aktiv, schon treten erste Kritiker auf den Plan. Nun hat sich die Familienministerin Franziska Giffey (SPD) zu Wort gemeldet und harsche Kritik gegenüber dieser Regelung geäußert:
„Mit Hakenkreuzen spielt man nicht. Gerade in Deutschland müssen wir uns auch heute unserer besonderen historischen Verantwortung immer bewusst sein.“
Ebenso in der CDU wird kritisiert.
Die rechtspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) halte Computerspiele für ungeeignet, sich „angemessen mit dem historischen Unrecht des Nationalsozialismus“ auseinanderzusetzen. „Hier sollten wir auf diejenigen hören, die als Angehörige und Nachfahren der Opfer Kritik an der Entscheidung der USK üben.“
Der israelische Botschafter in Deutschland ist empört, auf Twitter schreibt er: „Ich bin geschockt, dass es einer Berliner Firma erlaubt wurde, das abscheuliche und beleidigende Hakenkreuz in einem neuen Computerspiel zu benutzen. Dieses entsetzliche Symbol darf keinen Platz in Deutschland haben, besonders nicht in den Spielen der Jugend.“
Der Deutsche Gewerkschaftsbund bemängelt das Eilverfahren der USK: „Die klammheimlich herbeigeführte Änderung während der parlamentarischen Sommerpause, ohne Befassung der Parlamente und gesellschaftlichen Gruppen, darf nicht hingenommen werden. Wir fordern die Rücknahme der USK-Entscheidung“, schreibt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
Stein des Anstoßes ist das Spiel "Through the Darkest of Times".
Der Gründer und Spieledesigner von Paint Bucket, Jörg Friedrich, wehrt die Kritik ab. „Das zeigt für mich ein antiquiertes Verständnis des Mediums Computerspiele.“ Friedrich führt aus, dass es Jugendliche gebe, die keine Filme mehr schauten. „Diese Jugendlichen lernen ihr Geschichtsbild nur aus Computerspielen – und in diesem Geschichtsbild soll es keine Nazis geben? Keinen Zweiten Weltkrieg, keinen Holocaust, keinen Antisemitismus? Das halte ich für viel gefährlicher.“
https://www.waz.de/politik/giffey-k...ung-von-spiel-mit-hakenkreuz-id215152539.html
Wie seht ihr das? Erfüllt das Medium Videospiele die Anforderung der Sozialadäquanzklausel oder nicht?
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