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Flüchtlinge

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Bei einer Kollegin in Hamburg Neugraben-Fischbeck sind letztens abends mehrere junge Männer mit handgeschriebenen Zetteln ("Brauche Geld, need money") von Haus zu Haus gezogen und haben so aufdringlich nach Geld gefragt, dass einige Anwohner sich bedrängt fühlten und die Polizei gerufen haben. Betrifft natürlich nur nen Teil der Flüchtlinge, ist aber für Anwohner sicherlich sehr unangenehm und teilweise wohl auch beängstigend.

Ging mir vor kurzem in der Nürnberger Fußgängerzone so, angeblich bräuchten sie das Geld um ihre Familien zu holen. Als ich nichts gegeben habe, wurde ich wüst beschimpft und meiner Familie ein schlimmes Schicksal gewünscht.

Selten dämliche Aktion...
 
Du lässt aber auch nichts auf Flüchtlinge kommen.....
weil es einfach nichts bringt bei solchen Sachen ein Fass aufzumachen. Er schreibt ja selber das es Unangenehm ist. Aber wollen wir da jetzt echt ernsthaft drüber diskutieren.

Und nochmal, ersetzen wir mal das Wort Flüchtlinge durch Menschen. "Du lässt aber auch nichts auf Menschen kommen..." Ja warum auch. Gibt Idioten unter uns, gibt bessere, gibt schlechtere. Gibt welche die betteln und pöbeln, gibt andere die randalieren und Sachen abfackeln. Ändert doch nichts daran dass die Probleme ganz woanders sind.
 
Ich wohne in Neugraben-Fischbek und der Stadtteil mit 27.000 Einwohnern wird bald eine weitere Flüchtlingsunterkunft für bis zu 4.500 bekommen. Dazu sollen weitere 500 kommen für die ein Naturschutzgebiet mit Unterkünften bebaut werden soll. Natürlich müssen die Flüchtlinge untergebracht werden. Aber ein Flüchtlingsanteil von 20% in einem Stadtteil der schon einen bestehenden hohen Migrationshintergrund von Russlanddeutschen hat ist der Integration abträglich. Und dann noch einen Platz auszuwählen der unter Naturschutz steht und der Eingang in ein großes Naherholungsgebiet ist steigert bestimmt auch nicht die Akzeptanz.

Grade weil wir viele sozial schwache in unserem Stadtteil haben, denke ich das es ein hohes Konfliktpotential geben kann, wenn es z.B. darum geht das um bezahlbaren Wohnraum konkurriert wird.

Integration ist mMn das allerwichtigste für die Zukunft und eine solch hoher Prozentsatz in einem Stadtteil ist der Integration nicht förderlich.

Statt das wir hier Ängste vor Radikalen jeder Couleur diskutieren (Rechts, Links, Islamisten...) würde ich gerne hören wie ihr denkt das Integration funktionieren kann.

Hier ein paar Punkte die mMn wichtig sind, aber nicht einfach zu erreichen sind.

- Keine Ghettobildung
- heterogene Kindergarten und Schulklassen - das ist der wichtigste Schritt - wenn die Kinder untereinander die Berührungsängste abbauen und sich befreunden dann werden selbst die verbohrtesten Eltern (jeder Couleur) offener werden und auf die Eltern der Freunde zugehen
- Freiwilligen Programm für Deutschunterricht um Berührungsängste zwischen den Erwachsenen abzubauen das vielleicht auch in geringen Umfang entlohnt wird.
- Flüchtlinge sollen das Grundgesetz erklärt bekommen und eine Art "Schwur" leisten sich daran zu halten (ich denke hier wird es viel Diskussion drum geben - wahrscheinlich wird gesagt werden, ja warum müssen da nur die Flüchtlinge machen und nicht die anderen Deutschen und die Hohlbirnen und Nazis und so. Meinetwegen würde ich sowas auch machen. Kein Problem)[/QUOTE]
 
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Ich wohne in Neugraben-Fischbeck und der Stadtteil mit 27.000 Einwohnern wird bald eine weitere

Hier ein paar Punkte die mMn wichtig sind, aber nicht einfach zu erreichen sind.

- Keine Ghettobildung - Ein sehr wichtiger Punkt, aber auch einer der schwierigsten. Die Leute wollen die Flüchtlinge natürlich nicht in der Mitte der Gesellschaft haben, also werden sie eher an den Rand gedrängt. Armut ist so oder so vorprogrammiert.
- heterogene Kindergarten und Schulklassen - sollte man eigentlich hinkriegen.
- Freiwilligen Programm für Deutschunterricht um Berührungsängste zwischen den Erwachsenen abzubauen das vielleicht auch in geringen Umfang entlohnt wird. - auch hier sind wir glaube ich auf einem guten Weg.
- Flüchtlinge sollen das Grundgesetz erklärt bekommen und eine Art "Schwur" leisten sich daran zu halten
- halte ich für so nicht machbar, bzw. für nicht sinnvoll. Selbst wenn jemans einen "Schwur" leistet muss das ja noch nix heissen. Integration funktioniert nicht von heut auf morgen oder gar mit einem Schwur. Ja wir müssen unsere Werte vermitteln, aber bis die gelebt werden vergeht einige Zeit und sicher auch nicht immer eine einfache Zeit.
 
Wenn man hier eine Massenschlägerei unter Flüchtlingen in deren Unterkunft postet, wird es zum "Einzelfall" erklärt oder man hat Verständniss, da ja die Flüchtlinge tausende von Kilometer hinter sich haben und dann auf viel zu engen Raum mit viel zu verschiedenen anderen Menschen und Religionen und was weiss ich untergebracht sind.
Dann kommen so vergleiche wie, sperrt mal die Fans von X mit den Fans von Z in so enge Hallen, kommt es auch zu Schlägereien :fp:
Frau Merkel hat doch gestern bekräftigt das es KEINEN Aufnahmestop geben wird, also werden noch mehr Flüchtlinge kommen und es wird noch enger, und noch hitziger, aber das will hier scheinbar niemand sehen, den die deutsche Wirtschaft braucht ja diese Fachkräfte.
Btw., ich vermisse in letzter zeit die Bilder mit Schildern und Luftballons bewaffneten Menschen an den Bahnhöfen, gibt es die den nicht mehr :?
 
Du lässt aber auch nichts auf Flüchtlinge kommen.....

Doch, wenn du genau hinschaust, hab ich ihr Verhalten sogar als unangenehm bezeichnet. Genau wie Mondknall in seiner Schilderung selbst auch. Nur sind Meldungen ála "Flüchtling hat etwas getan, was Deutsche auch tun" nunmal nichts Besonderes, nur weil es halt Flüchtlinge sind. Das ist der Unterschied. Wenn Leute sich bedrängt fühlen, rufen sie die Polizei. Wenn irgendeine dubiose Hilfsorganisation an der Tür von Mondknalls Kollegin klingelt und sie zum Spenden bedrängt, würde sie das doch im wohl auch tun, wenn die deutsch sind.

Ich wurde auch schon als Faschist bezeichnet, weil ich jemanden außerhalb der Öffnungszeit aus unserem Flur weggeschicken wollte. Hab ihm dann erklärt, dass auch Deutsche außerhalb der Öffnungszeit nix werden und wenn er eine Vorzugsbehandlung erwartet, seinen Vorwurf nochmal überdenken sollte und er generell einen schweren Stand haben wird, wenn er alle, die nicht sofort losspringen, wenn er was will als Faschisten ansieht. Auf englisch natürlich, aber inhaltlich gleich. Daraufhin hat er sich entschuldigt, und damit war seine dumme Aktion für mich gegessen.

Was meinste was ich in den 12 Jahren, die ich im Zweig "Sozialamt/Jobcenter/Wohnungsamt" arbeite, schon alles erlebt hab. Da gibt man nur noch n feuchten Furz auf Nationalitäten.


PS: Es heißt Neugraben-Fischbek
 
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Wenn man hier eine Massenschlägerei unter Flüchtlingen in deren Unterkunft postet, wird es zum "Einzelfall" erklärt oder man hat Verständniss, da ja die Flüchtlinge tausende von Kilometer hinter sich haben und dann auf viel zu engen Raum mit viel zu verschiedenen anderen Menschen und Religionen und was weiss ich untergebracht sind.
Dann kommen so vergleiche wie, sperrt mal die Fans von X mit den Fans von Z in so enge Hallen, kommt es auch zu Schlägereien :fp:
Frau Merkel hat doch gestern bekräftigt das es KEINEN Aufnahmestop geben wird, also werden noch mehr Flüchtlinge kommen und es wird noch enger, und noch hitziger, aber das will hier scheinbar niemand sehen, den die deutsche Wirtschaft braucht ja diese Fachkräfte.
Btw., ich vermisse in letzter zeit die Bilder mit Schildern und Luftballons bewaffneten Menschen an den Bahnhöfen, gibt es die den nicht mehr :?

Was heisst denn es wird zum Einzelfall erklärt. Das sowas passiert ist jetzt nicht gerade total Überraschend, gerade unter diesen Voraussetzungen sind Menschen sicher labiler.
Aber deswegen bleiben es doch Einzelfälle. Es gibt sicher mehr Berichte über brennende Flüchtlingsheime oder randalierenden Pöbel und trotzdem sind wir uns doch einig (hoffe ich zumindest) das der normale Deutsche Bürger nicht so ist.
Und ja natürlich kommen noch mehr Probleme auf uns zu und es wird nochmal schwieriger. Aber ich finde es ist unsere Pflicht uns der Aufgabe zu stellen, welche Wahl haben wir denn auch? Willst du alle erschiessen?
Deutschland hat auch seinen Teil dazu beigetragen das die Krise jetzt derart eskaliert ist und wenn wir schon dafür mit Verantwortlich sind das die Probleme da unten nicht gelöst werden, müssen wir uns auch nicht wundern wenn die Probleme irgendwann zu uns kommen.
 
Deutschland ist schuld für das was in Syrien los ist oder meint ihr die deutsche Regierung? Also wir waren bei Demos gegen den Einsatz von Deutschland in irgendwelchen Kriegen. Ich glaube auch kaum das irgendwelche hier in Deutschland lebenden, irgendwas mit den Kriegen dieser Welt zu tun haben.

Wenn ihr schreibt Deutschland hat das mitverschuldet dann schreibt doch bitte die deutsche Regierung oder hat irgendwer von euch einen Einfluss drauf?
 
Ja tat ich bereits, als ich sagte das wäre "gewählte deutsche Politik" gewesen. Dass der Teil der Erdoberfläche, der Deutschland genannt wird, keine Entscheidungen trifft, sollte klar sein.
 
Was heisst denn es wird zum Einzelfall erklärt. Das sowas passiert ist jetzt nicht gerade total Überraschend, gerade unter diesen Voraussetzungen sind Menschen sicher labiler.
Aber deswegen bleiben es doch Einzelfälle. Es gibt sicher mehr Berichte über brennende Flüchtlingsheime oder randalierenden Pöbel und trotzdem sind wir uns doch einig (hoffe ich zumindest) das der normale Deutsche Bürger nicht so ist.
Und ja natürlich kommen noch mehr Probleme auf uns zu und es wird nochmal schwieriger. Aber ich finde es ist unsere Pflicht uns der Aufgabe zu stellen, welche Wahl haben wir denn auch? Willst du alle erschiessen?
Deutschland hat auch seinen Teil dazu beigetragen das die Krise jetzt derart eskaliert ist und wenn wir schon dafür mit Verantwortlich sind das die Probleme da unten nicht gelöst werden, müssen wir uns auch nicht wundern wenn die Probleme irgendwann zu uns kommen.

Wieso ist es unsere Pflicht und wieso sind wir für Assad und seine Politik sowie der IS Verantwortlich :?
 
Wieso ist es unsere Pflicht und wieso sind wir für Assad und seine Politik sowie der IS Verantwortlich :?
Weil man als starke Nation/starker Bürger in unserem Verständnis den Schwachen helfen sollte und vielleicht auch einfach aus humanitären Gründen.
Aber diese Empathie für andere Menschen geht vielen hier ziemlich ab :roll:

Und "wir" sind insofern auch in der Verantwortung, ganz abgesehen von den Punkten oben, die eigentlich schon reichen sollten, da wir die Despoten im arabisch-nordafrikanischen Raum jahrzehntelang gedeckt und gepeppelt haben.
Die komplette Region wurde mehrmals von "uns" umgewühlt, aufgebaut, versorgt (vor allem mit Waffen...), zerstört, etc. pp.
 
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