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Flüchtlinge

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Aber was passiert denn mit den Menschen, die sich eher kritisch zum Thema äußern?
Sie werden bestenfalls noch ignoriert, aber auch denunziert und als Rechte Spinner, als Pack und schlimmstenfalls als Nazi beschimpft.

Da müsste man jetzt weit ausholen und sich darüber auslassen, was als kritisch bzw. asylkritisch mittlerweile in Anspruch genommen wird. Es gibt diese Personengruppen, für die asylkritisch nichts anderes als ein Euphemismus für ausländerfeindlich ist und die das nach dem Motto "Wolf im Schafspelz" nach außen tragen. NPD-Anhänger sind jetzt nicht weniger ausländerfeindlich, nur weil auf ihren Plakaten auf einmal asylkritisch steht statt "Stoppt die Asylantenschwemme".

Und asylkritisch ist ja nicht der einzige Fall, wo Sprache bewusst eingesetzt wird um eine Position zu kommunizieren. Die allseits beliebten "besorgten Bürger" beispielsweise ist auch nur ein harmloser Sammelbegriff für Frustrierte, die Probleme mit Fremden und allem Fremden haben, das aber verständlicherweise nicht gerne so sagen und sich dann halt als besorgt deklarieren.

Das Ärgeriche ist, dass Menschen mit echten Besorgnissen dann etwas blöd aus der Wäsche gucken. Ein älteres Familienmitglied von mir wohnt alleine in der Nähe einer Erstaufnahmeeinrichtung - wenn es jemanden gibt der sich Sorgen machen könnte und der so etwas wie Angstgefühle vielleicht entwickeln könnte, dann diese Dame, aber sie hetzt trotzdem nicht gegen die Flüchtlinge oder stellt sich mit Schildern wie "Kein Platz zum Flüchten" in der Nachbarschaft auf. Etwas was "den besorgten Bürgern" in Freital und anderswo aber vollkommen abgeht, obwohl bei denen nicht Tausende Flüchtlinge untergebracht sind.

Ich finde es ja richtig, dass man Menschen ernstnimmt, aber es gibt für mich auch eine Gruppe von Menschen, die wollen bzw. können nicht ernstgenommen werden. Wer sich gemeinschaftlich gegen Minderheiten und Schutzbedürftige auflehnt, Parolen gröhlt, Lügenscgeschichten verbreitet und Plattitüden vom armen Deutschen in die Welt setzt, der jetzt wegen Asylbewerbern um Leben & Job fürchten muss, der hat keine Angst sondern einfach nur einen Sockenschuss und nutzt die eh schon am Boden liegenden Flüchtlinge als Deckmantel um mit vorgeschobenen Argumenten sich an einer Minderheit abzuarbeiten und sich dabei in irgendeiner Form noch stark fühlen. Ich nenn das erbärmlich und nicht besorgt.

Wie soll man sich einer Gruppe sachlich annähern, die im Vorfeld jegliche Grundlage unserer gesellschaftlichen Werteordnung verteufelt? Es galt & gilt unter PEGIDA-Anhängern als gegebene Tatsache, dass unsere Presse ein gekauftes Lügenkonstrukt ist (dafür steigt man dann sogar mit Putin-Trollen ins Bett), dass unsere Politiker ausnahmslos korrupt sind, dass wir kurz vor einer Islamisierung stehen, dass Gelder bei Deutschen eingespart werden und in Smartphones für Flüchtlinge investiert werden usw. usw. Ernsthaft, wie soll man diesen Menschen noch sachlich entgegentreten? Wer sich in diese Parallelwelt flüchtet, in der man sich selbst zum Opfer im eigenen Land stilisiert, dass im Gegensatz zum dummen Wahlvieh die Erleuchtung innehatte und den Schmarotzer in der Erstaufnahmeeinrichtung als Ursprung allen Übels ausgemacht hat, der hat auch kein Interesse daran ernsthaft zu diskutieren oder gar den eigenen Standpunkt nochmal zu überdenken.

Der Versuch einer Diskussion ist ja immer schön und gut, aber wie bei Chemtrails-"Experten", Urkost-Gurus, Axel Stoll und Kreationisten gilt auch für die "besorgten Bürger mit Ängsten": es gibt einfach einen Punkt, an dem funktioniert dieser Diskurs nicht, weil sich eine Seite uneinholbar von Logik und gesundem Menschenverstand verabschiedet hat.
 
Da müsste man jetzt weit ausholen und sich darüber auslassen, was als kritisch bzw. asylkritisch mittlerweile in Anspruch genommen wird. Es gibt diese Personengruppen, für die asylkritisch nichts anderes als ein Euphemismus für ausländerfeindlich ist und die das nach dem Motto "Wolf im Schafspelz" nach außen tragen. NPD-Anhänger sind jetzt nicht weniger ausländerfeindlich, nur weil auf ihren Plakaten auf einmal asylkritisch steht statt "Stoppt die Asylantenschwemme".

Und asylkritisch ist ja nicht der einzige Fall, wo Sprache bewusst eingesetzt wird um eine Position zu kommunizieren. Die allseits beliebten "besorgten Bürger" beispielsweise ist auch nur ein harmloser Sammelbegriff für Frustrierte, die Probleme mit Fremden und allem Fremden haben, das aber verständlicherweise nicht gerne so sagen und sich dann halt als besorgt deklarieren.

Das Ärgeriche ist, dass Menschen mit echten Besorgnissen dann etwas blöd aus der Wäsche gucken. Ein älteres Familienmitglied von mir wohnt alleine in der Nähe einer Erstaufnahmeeinrichtung - wenn es jemanden gibt der sich Sorgen machen könnte und der so etwas wie Angstgefühle vielleicht entwickeln könnte, dann diese Dame, aber sie hetzt trotzdem nicht gegen die Flüchtlinge oder stellt sich mit Schildern wie "Kein Platz zum Flüchten" in der Nachbarschaft auf. Etwas was "den besorgten Bürgern" in Freital und anderswo aber vollkommen abgeht, obwohl bei denen nicht Tausende Flüchtlinge untergebracht sind.

Ich finde es ja richtig, dass man Menschen ernstnimmt, aber es gibt für mich auch eine Gruppe von Menschen, die wollen bzw. können nicht ernstgenommen werden. Wer sich gemeinschaftlich gegen Minderheiten und Schutzbedürftige auflehnt, Parolen gröhlt, Lügenscgeschichten verbreitet und Plattitüden vom armen Deutschen in die Welt setzt, der jetzt wegen Asylbewerbern um Leben & Job fürchten muss, der hat keine Angst sondern einfach nur einen Sockenschuss und nutzt die eh schon am Boden liegenden Flüchtlinge als Deckmantel um mit vorgeschobenen Argumenten sich an einer Minderheit abzuarbeiten und sich dabei in irgendeiner Form noch stark fühlen. Ich nenn das erbärmlich und nicht besorgt.

Wie soll man sich einer Gruppe sachlich annähern, die im Vorfeld jegliche Grundlage unserer gesellschaftlichen Werteordnung verteufelt? Es galt & gilt unter PEGIDA-Anhängern als gegebene Tatsache, dass unsere Presse ein gekauftes Lügenkonstrukt ist (dafür steigt man dann sogar mit Putin-Trollen ins Bett), dass unsere Politiker ausnahmslos korrupt sind, dass wir kurz vor einer Islamisierung stehen, dass Gelder bei Deutschen eingespart werden und in Smartphones für Flüchtlinge investiert werden usw. usw. Ernsthaft, wie soll man diesen Menschen noch sachlich entgegentreten? Wer sich in diese Parallelwelt flüchtet, in der man sich selbst zum Opfer im eigenen Land stilisiert, dass im Gegensatz zum dummen Wahlvieh die Erleuchtung innehatte und den Schmarotzer in der Erstaufnahmeeinrichtung als Ursprung allen Übels ausgemacht hat, der hat auch kein Interesse daran ernsthaft zu diskutieren oder gar den eigenen Standpunkt nochmal zu überdenken.

Der Versuch einer Diskussion ist ja immer schön und gut, aber wie bei Chemtrails-"Experten", Urkost-Gurus, Axel Stoll und Kreationisten gilt auch für die "besorgten Bürger mit Ängsten": es gibt einfach einen Punkt, an dem funktioniert dieser Diskurs nicht, weil sich eine Seite uneinholbar von Logik und gesundem Menschenverstand verabschiedet hat.
@kingpin68 : das ist übrigens in etwa die langfassung zum thema: es gibt menschen, die blöd sind.
 
Da müsste man jetzt weit ausholen und sich darüber auslassen, was als kritisch bzw. asylkritisch mittlerweile in Anspruch genommen wird. Es gibt diese Personengruppen, für die asylkritisch nichts anderes als ein Euphemismus für [...]
Eigentlich sehr guter Beitrag, aber... Das sind nich 10, 15 Leute von denen wir hier sprechen. Das sind hunderte, vermutlich sogar Tausende, genaugenommen so viele, dass jeder einen davon kennt. Und das ist ein Problem. Das kann man nicht mit "den doofen ist nicht zu helfen" einfach stehen lassen, unter diesen doofen befinden sich nämlich auch welche handeln und dann brennen neben Unterkünften bald Menschen.
Die Frage ist, wie kommt das, dass Menschen zu Verschwörungstheoretikern, besorgten Bürgern und Pegida-Anhängern werden? Das sind ja nicht alles Arbeitslose, Teeniemütter ohne Augenbrauen oder Ostdeutsche. Da muss man doch auch entgegenwirken.

Btw ganz im Ernst, woher kommt dieser Verschwörungscheiß eigentlich? Viele von den Aluhuttŕägern können doch nich mal vernünftig Google. ..
 
Irgendwann geht ein unbescholtener Bürger über die Straße, sieht ein Flugzeug am Himmel und fragt sich "Hmmmm, ob das alles so stimmt mit dem 11. September?" und dann ist es zu spät :ugly:
 
Eigentlich sehr guter Beitrag, aber... Das sind nich 10, 15 Leute von denen wir hier sprechen. Das sind hunderte, vermutlich sogar Tausende, genaugenommen so viele, dass jeder einen davon kennt. Und das ist ein Problem. Das kann man nicht mit "den doofen ist nicht zu helfen" einfach stehen lassen, unter diesen doofen befinden sich nämlich auch welche handeln und dann brennen neben Unterkünften bald Menschen.
Die Frage ist, wie kommt das, dass Menschen zu Verschwörungstheoretikern, besorgten Bürgern und Pegida-Anhängern werden? Das sind ja nicht alles Arbeitslose, Teeniemütter ohne Augenbrauen oder Ostdeutsche. Da muss man doch auch entgegenwirken.

Btw ganz im Ernst, woher kommt dieser Verschwörungscheiß eigentlich? Viele von den Aluhuttŕägern können doch nich mal vernünftig Google. ..


Mein Beitrag sollte auch nicht so verstanden werden dass man die da jetzt links liegen lässt und hofft dass keiner was abfackelt. Nur wer eh schon mit dem Gedanken spielt, der wird sich auch erst Recht nicht auf Runde Tische oder Infoabende einlassen.

Verschwörungstheorien liefern einfache Antworten auf komplexe Themen, natürlich sehr anziehend gerade für jene, die sich vielleicht eh schon etwas im Abseits der Gesellschaft fühlen und das als Rettungsanker nehmen um sich bzw. der doofen Gesellschaft zu zeigen, dass in Wahrheit ja all die anderen die ignoranten Nichtswisser sind. Irgendein Prof hat das letztens mal so zusammengefasst: Vor dem Internet gab es in jedem Dorf einen Depperten der irgendwelchen Hokuspokus geglaubt hat. Aber der war allein. Dann kam das Netz und auf einmal können sich die ganzen Depperten zusammenschließen, austauschen, weiterspinnen. Und schwuppdiwupp hast Du auf einmal eine "Bewegung" von Chemtrail-Kritikern. Obwohl Du in der freien Laufbahn wahrscheinlich nie auf einen triffst (oder auf keinen, der das fernab des Netzes zugeben würde).

PEGIDA und Chaoten die sich vor Flüchtlingsunterkünften in Ostdeutschland versammeln kann man natürlich nicht mit Chemtrail-Kritikern vergleichen, aber der Kern bleibt derselbe: Einfache Antworten auf extrem komplexe Fragestellungen mit einem Schuss "Die da oben gegen uns da unten".
 
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Obwohl Du in der freien Laufbahn wahrscheinlich nie auf einen triffst (oder auf keinen, der das fernab des Netzes zugeben würde).

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Die Satireshow der linksversifften öffentlich-rechtlichen Lügenpresse hat sie ausfindig gemacht ;)
 
Mein Beitrag sollte auch nicht so verstanden werden dass man die da jetzt links liegen lässt und hofft dass keiner was abfackelt. Nur wer eh schon mit dem Gedanken spielt, der wird sich auch erst Recht nicht auf Runde Tische oder Infoabende einlassen.

Verschwörungstheorien liefern einfache Antworten auf komplexe Themen, natürlich sehr anziehend gerade für jene, die sich vielleicht eh schon etwas im Abseits der Gesellschaft fühlen und das als Rettungsanker nehmen um sich bzw. der doofen Gesellschaft zu zeigen, dass in Wahrheit ja all die anderen die ignoranten Nichtswisser sind. Irgendein Prof hat das letztens mal so zusammengefasst: Vor dem Internet gab es in jedem Dorf einen Depperten der irgendwelchen Hokuspokus geglaubt hat. Aber der war allein. Dann kam das Netz und auf einmal können sich die ganzen Depperten zusammenschließen, austauschen, weiterspinnen. Und schwuppdiwupp hast Du auf einmal eine "Bewegung" von Chemtrail-Kritikern. Obwohl Du in der freien Laufbahn wahrscheinlich nie auf einen triffst (oder auf keinen, der das fernab des Netzes zugeben würde).

PEGIDA und Ostdeutschland kann man natürlich nicht mit Chemtrail-Kritikern vergleichen, aber der Kern bleibt derselbe: Einfache Antworten auf extrem komplexe Fragestellungen mit einem Schuss "Die da oben gegen uns da unten".

Jetzt wird schon PEGIDA und Ostdeutschland in einen Topf geworfen, es wird immer besser. :gerri:
 
Btw ganz im Ernst, woher kommt dieser Verschwörungscheiß eigentlich? Viele von den Aluhuttŕägern können doch nich mal vernünftig Google. ..

Genau daher kommt er ja. Wenn man einmal in dem Kreis dieses Blödsinns drinn ist ist es schwer daraus wieder auszubrechen. Da sieht man nur noch die Infos die man sehen will. Das passierte mir vor über zehn Jahren auch mit dem 9/11-Schwachsinn. :| Man glaubt diese Typen suchen die "Wahrheit", dabei stellen sie bloß Suggestivfragen und wollen gar keine Antworten suchen weil sonst ihr Kartenhaus insich zusammenfällt. Die Frage ob stellt sich einem gar nicht erst, es ist so und alles was der Gegenüber tut ist ein Hinweis darauf das es so ist. "Die Medien berichten nicht drüber? Ganz klar Lügenpresse!" "Die Medien berichten drüber? Dann ist die Kacke so am dampfen das sie es nicht mehr verheimlichen können!"
 
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Ach, ich denk mal eigentlich hat jeder verstanden, wie es gemeint ist. Einige suchen sich auch aus nem klasse Text drei Rechtschreibfehler raus, weil ihnen sonst nichts weiter dagegen einfällt.

Ich bin der letzte der sich wegen Rechtschreibfehler aufregen würde, dafür schreibe ich selber viel zu schlecht. :grins:
Aber dieser eine Punkt war inhaltlich so daneben, das konnte man so nicht stehen lassen.:deal:
 
Ich bin der letzte der sich wegen Rechtschreibfehler aufregen würde, dafür schreibe ich selber viel zu schlecht. :grins:
Aber dieser eine Punkt war inhaltlich so daneben, das konnte man so nicht stehen lassen.:deal:

War ja auch nur ein Beispiel für Diskussionsverhalten.

Ich denke eher es war nur unglücklich formuliert, vermutlich sogar ziemlich eindeutig, aber hat immerhin die einzige Reaktion gebracht, daher fiel es mir auf :)
 
Diese ganze Verschwörungskacke hat doch in den 90ern bei den Lesern von diesen dusseligen Erich von Däniken Büchern angefangen. Die Wahrheit ist halt irgendwo da draußen!
 
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