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Flüchtlinge

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Aber wie gesagt, dass sollte nicht das entscheidende Thema sein, ob die Flüchtlinge ein Pro oder Contra für die Wirtschaft und Finanzen bedeuten.

Es mag jetzt nicht das entscheidende Thema sein, aber es ist ein Thema. Eines, das neben der Integration die künftigen Jahre und auch über die Politik in diesem Land mitbestimmen wird. Im Guten oder im Schlechten. Wenn man es so wie jetzt gerne ganz ausblendet, dann wohl eher im Schlechten.
 
Und selbst der wird hier ohne etliche Fortbildungen (wie lange das auch immer dauern mag) nicht praktizieren dürfen.
Und wo ist das Problem?
Dafür gibt es Kurse und andere Formalitäten um deren Qualifikation bei uns gültig zu machen.
Und da ist sich ein sehr guter Wirtschaftsstudent aus Afrika auch nicht zu schade, hier eine Ausbildung als Mechatroniker zu machen, dadurch musste der Meister seine Werkstatt nicht schließen.
Also für jedes vermeintlich Negative gibt es zig Positives, was man gegenüberstellen kann.

Es mag jetzt nicht das entscheidende Thema sein, aber es ist ein Thema. Eines, das neben der Integration die künftigen Jahre und auch über die Politik in diesem Land mitbestimmen wird. Im Guten oder im Schlechten. Wenn man es so wie jetzt gerne ganz ausblendet, dann wohl eher im Schlechten.
Vor allem die zweite und dritte Generation der Nachkommen ist das Entscheidende, ob eine "Integration" gelungen ist.
Auch der bestehenden Bevölkerung seits.

Ich ertappe mich erschreckt schon wieder, aber da muss ich einfach mal wieder die Merkel zitieren: ""Das Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze."
 
Bin ich eigentlich ernsthaft der einzige, den die Bilder der vergangenen Tage
d26hltxy0vdebwydy.jpg

an das erinnern:
d26hnpfd7gb2mjtau.jpg


Aber der Deutsche klatscht ja auch gerne immer und überall mit z.B. wenn irgendwo Musik läuft. Und wenn schonmal etwas historisches passiert kann man da auch schon mal mit dem Smartphone ein paar Fotos machen. Die Besucher bei der Völkerschau auf dem Oktoberfest haben's ja auch nicht böse gemeint, als sie dem Negerkind etwas zu Essen gegeben haben. Das hat meiner Meinung nicht mehr viel mit Hilfsbereitschaft etc. zu tun...
 
Nein, zum Schluss wären die ja noch verhungert. Wissen ja nicht wie man sonst an Essen kommt. Vielleicht sollte man, anstatt Bedenken zu haben, dass die Flüchtlinge das Oktoberfest stören, wieder die Völkerschau einführen.
 
@wipf
Man kann von solchen Bildern halten, was man will, aber sich darüber beschweren und gleich wieder was Schlechtes darin sehen?
Come on, dann kann man es ja nur falsch machen.

Und irgendwie sehe ich nett gemeinte Hilfe und "Gutmenschen"-Freude lieber als sowas hier:

Geplante-Fluechtlingsheime-brennen-in-Bayern_ArtikelQuer.jpg
61006188.jpg
 
So wie es bei der Zigeunerschwemme aus Bulgarien und Rumänien war. Als die EU-Kritiker forderten, dass man das eingrenzen müsse, weil sie den Steuerzahler nur kosten würden. Letztendlich haben wir dadurch bedeutende Mehreinnahmen. Die Asylsuchenden sind sicherlich eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für Deutschland. Auch wenn die Geburtenraten steigen, sind sie bisher immer noch mehr als jämmerlich und wir sind noch lange nicht an einem Punkt, an dem wir der alternden Gesellschaft aus eigener Kraft entgegenwirken können.
 
So wie es bei der Zigeunerschwemme aus Bulgarien und Rumänien war. Als die EU-Kritiker forderten, dass man das eingrenzen müsse, weil sie den Steuerzahler nur kosten würden. Letztendlich haben wir dadurch bedeutende Mehreinnahmen. Die Asylsuchenden sind sicherlich eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für Deutschland. Auch wenn die Geburtenraten steigen, sind sie bisher immer noch mehr als jämmerlich und wir sind noch lange nicht an einem Punkt, an dem wir der alternden Gesellschaft aus eigener Kraft entgegenwirken können.
Genau, erst der prognostizierte Weltuntergang, dann wurde es ruhig und jetzt geben die ganzen Kritiker zu, dass es doch ganz gut ist und unterm Strich enorm wichtig war für die Wirtschaft, für die Menschen und am Ende blieb ein Überschuss von ca. 3 Milliarden €.
Wenn so der Weltuntergang aussieht...

Könntest du mir das mal bitte genauer an beispielen erläutern ?
Ist das echt so schwer zu glauben?
Ist doch irgendwo logisch, dass Menschen, die Lebensunterhalt brauchen, irgendwann Wohnungen, die arbeiten gehen etc. gut für die Wirtschaft sind.
Unabhängig davon, ob sie gute Doitsche, EU-Bürger, Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge sind.

Dann zitiere ich doch nochmal aus der SZ, dann sollte es aber mal langsam glaubhaft sein:

"Wenn dieses Jahr zu Ende geht, werden voraussichtlich 800 000 Menschen nach Deutschland gekommen sein. Zuwanderer, die Lebensmittel kaufen und zum Friseur gehen. Die Kleidung brauchen und Decken, Möbel und Mietwohnungen. Flüchtlinge bringen nicht viel mit, aber sie bekommen Geld vom Staat und werden es ausgeben - für deutsche Produkte. Die "konsumnahen Unternehmen" werden am meisten von Flüchtlingen profitieren, sagt Ferdinand Fichtner, der die Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet. Auch Vermieter und Gastronomen verdienten an ihnen, sagt er, vor allem dann, wenn sie eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Das DIW schätzt in seiner aktuellen Konjunkturprognose, dass Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr insgesamt 9,2 Milliarden Euro in die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen investieren werden. Ein Teil dieses Betrags fließe in Personalausgaben beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder bei der Bundespolizei, aber die Summe werde sich auch auf die Privatwirtschaft und damit auf das Bruttosozialprodukt (BIP) auswirken. 0,2 Prozentpunkte Anstieg werde das BIP Flüchtlingen zu verdanken haben, sagt das Institut voraus. Die Forscher prognostizieren insgesamt einen BIP-Steigerung um 1,8 Prozent in diesem Jahr und um 1,9 Prozent im Jahr 2016.

Nicht nur deshalb könne sich die deutsche Wirtschaft über die Migrationsbewegung freuen, sagt DIW-Leiter Marcel Fratzscher. Sein Institut schätzt, das dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr zusätzlich 47 000 erwerbstätige Flüchtlinge zur Verfügung stehen werden. In den kommenden zwei Jahren seien es jeweils etwa 120 000. Zusammen mit den Zuwanderern aus den europäischen Nachbarstaaten glichen sie den demografischen Wandel aus.

Allerdings seien Flüchtlinge schwerer einzubinden als Europäer, sagt Fratzscher: "Wie gelingt es, die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren?" Aus Kriegsgebieten kämen sie teilweise schlecht ausgebildet nach Deutschland, viele von ihnen seien sehr jung.

Um die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen, wäre aber genug Geld da: Die deutsche Wirtschaft ist laut DIW stabil, die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent so niedrig wie selten, und die Steuereinnahmen sprudeln. Trotz der Belastung der öffentlichen Kassen durch die aktuelle Krise hat die Bundesrepublik in diesem Jahr einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro. 2016 werde dieser Betrag weiter steigen, auf 20 Milliarden Euro. "Wir haben in den öffentlichen Finanzen die Spielräume, um mit den Herausforderungen umzugehen", sagt Marcel Fratzscher.

Schließlich plädiert der DIW-Chef schon lange für mehr Investitionen. "Das deutsche Wachstum ist zu einseitig", sagt er. Es beruhe "zu sehr auf Konsumnachfrage", und die Exportstärke Deutschlands sei mit Blick auf die europäischen Nachbarn "extrem hoch". Deutschland müsse seine Exporteinnahmen auch wieder ausgeben, um hier einen Ausgleich zu schaffen. Das DIW kritisiert zudem, dass viele Strukturreformen noch nicht umgesetzt wurden und zentrale Probleme im Bankensektor ungelöst sind. Die Wissenschaftler raten aber davon ab, vereinbarte Schuldenbremsen wegen der aktuellen Flüchtlingssituation aufzuweichen.

Etwa ein Drittel der Asylbewerber, die nach Deutschland einreisen, bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. 2015 werden das laut DIW etwa 80 000 Menschen sein. Im kommenden Jahr würden 210 000 Flüchtlinge dauerhaft in die Bundesrepublik ziehen."
 
Weil ich es gerade gelesen habe.. jetzt nach so vielen Jahren sieht wohl selbst Assad, dass mit dem IS nicht gut Kirschen essen ist. Anscheinend hat die syrische Armee zum ersten Mal Raqqa bombardiert. Wobei das natürlich wieder die verrückteste aller Möglichkeiten gewählt wurde: Fassbomben. Andererseits stellt sich ja schon lange die Frage wie man überhaupt noch den IS bekämpfen soll. Raqqa zb könnte man wohl nur mit Bodentruppen befreien, das wurde dann aber wieder auf einen jahrelangen Häuserkampf hinauslaufen. Und die Frage ist auch: wollen das überhaupt noch alle Bewohner? Könnte mir gut vorstellen, dass die Gehirnwäsche der IS bei manchen schon ziemlich gute Arbeit geleistet hat.
 
Genau, erst der prognostizierte Weltuntergang, dann wurde es ruhig und jetzt geben die ganzen Kritiker zu, dass es doch ganz gut ist und unterm Strich enorm wichtig war für die Wirtschaft, für die Menschen und am Ende blieb ein Überschuss von ca. 3 Milliarden €.
Wenn so der Weltuntergang aussieht...


Ist das echt so schwer zu glauben?
Ist doch irgendwo logisch, dass Menschen, die Lebensunterhalt brauchen, irgendwann Wohnungen, die arbeiten gehen etc. gut für die Wirtschaft sind.
Unabhängig davon, ob sie gute Doitsche, EU-Bürger, Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge sind.

Dann zitiere ich doch nochmal aus der SZ, dann sollte es aber mal langsam glaubhaft sein:

"Wenn dieses Jahr zu Ende geht, werden voraussichtlich 800 000 Menschen nach Deutschland gekommen sein. Zuwanderer, die Lebensmittel kaufen und zum Friseur gehen. Die Kleidung brauchen und Decken, Möbel und Mietwohnungen. Flüchtlinge bringen nicht viel mit, aber sie bekommen Geld vom Staat und werden es ausgeben - für deutsche Produkte. Die "konsumnahen Unternehmen" werden am meisten von Flüchtlingen profitieren, sagt Ferdinand Fichtner, der die Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet. Auch Vermieter und Gastronomen verdienten an ihnen, sagt er, vor allem dann, wenn sie eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Das DIW schätzt in seiner aktuellen Konjunkturprognose, dass Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr insgesamt 9,2 Milliarden Euro in die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen investieren werden. Ein Teil dieses Betrags fließe in Personalausgaben beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder bei der Bundespolizei, aber die Summe werde sich auch auf die Privatwirtschaft und damit auf das Bruttosozialprodukt (BIP) auswirken. 0,2 Prozentpunkte Anstieg werde das BIP Flüchtlingen zu verdanken haben, sagt das Institut voraus. Die Forscher prognostizieren insgesamt einen BIP-Steigerung um 1,8 Prozent in diesem Jahr und um 1,9 Prozent im Jahr 2016.

Nicht nur deshalb könne sich die deutsche Wirtschaft über die Migrationsbewegung freuen, sagt DIW-Leiter Marcel Fratzscher. Sein Institut schätzt, das dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr zusätzlich 47 000 erwerbstätige Flüchtlinge zur Verfügung stehen werden. In den kommenden zwei Jahren seien es jeweils etwa 120 000. Zusammen mit den Zuwanderern aus den europäischen Nachbarstaaten glichen sie den demografischen Wandel aus.

Allerdings seien Flüchtlinge schwerer einzubinden als Europäer, sagt Fratzscher: "Wie gelingt es, die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren?" Aus Kriegsgebieten kämen sie teilweise schlecht ausgebildet nach Deutschland, viele von ihnen seien sehr jung.

Um die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen, wäre aber genug Geld da: Die deutsche Wirtschaft ist laut DIW stabil, die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent so niedrig wie selten, und die Steuereinnahmen sprudeln. Trotz der Belastung der öffentlichen Kassen durch die aktuelle Krise hat die Bundesrepublik in diesem Jahr einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro. 2016 werde dieser Betrag weiter steigen, auf 20 Milliarden Euro. "Wir haben in den öffentlichen Finanzen die Spielräume, um mit den Herausforderungen umzugehen", sagt Marcel Fratzscher.

Schließlich plädiert der DIW-Chef schon lange für mehr Investitionen. "Das deutsche Wachstum ist zu einseitig", sagt er. Es beruhe "zu sehr auf Konsumnachfrage", und die Exportstärke Deutschlands sei mit Blick auf die europäischen Nachbarn "extrem hoch". Deutschland müsse seine Exporteinnahmen auch wieder ausgeben, um hier einen Ausgleich zu schaffen. Das DIW kritisiert zudem, dass viele Strukturreformen noch nicht umgesetzt wurden und zentrale Probleme im Bankensektor ungelöst sind. Die Wissenschaftler raten aber davon ab, vereinbarte Schuldenbremsen wegen der aktuellen Flüchtlingssituation aufzuweichen.

Etwa ein Drittel der Asylbewerber, die nach Deutschland einreisen, bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. 2015 werden das laut DIW etwa 80 000 Menschen sein. Im kommenden Jahr würden 210 000 Flüchtlinge dauerhaft in die Bundesrepublik ziehen."
Auch wenn ich persönlich diesen ganzen Zahlen und Logiken nicht so recht glaube, danke für deine Antwort :dhoch:
 
@CandleWaltz
Natürlich wollen die Leute, die da hingehen und klatschen diejenigen die da ankommen willkommen heißen und damit etwas Gutes tun. Keine Frage. +1 auf dem Karma-Level. Aber wie gesagt, das wollte die Oma da im Menschenzoo auch. War halt nur 'ne andere Zeit damals. Heute gibt's halt statt ner Banane eine Flasche Wasser. Oder auch 'ne Banane.
Alles ist besser als Angriffe auf Flüchtlingsheime. Aber es tut mir Leid ich find's pervers/fragwürdig/whatever wenn der deutsche Wohlstandsbürger mit 5 Kilo Übergewicht das Smartphone im Anschlag hat wenn der nächste Zug aus Ungarn anrollt und Beifall klatscht.
 
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