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Was habe ich heute wieder gelernt?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kommt immer darauf an WELCHEN Ökostromtarif.
Ist wie bei Bio... man muss leider dreimal hinschauen, weil es keine ausreichenden Regeln zur Kennzeichnung gibt.
 
eMKay schrieb:
Kommt immer darauf an WELCHEN Ökostromtarif.
Ist wie bei Bio... man muss leider dreimal hinschauen, weil es keine ausreichenden Regeln zur Kennzeichnung gibt.

Ich bin davon überzeugt, dass über 90% der Leute mit "Ökostromtarif" sich nicht näher mit dem Unternehmen befasst haben. Falls man die Leute drauf hinweist, dass das einzige ökologische die EEG-Umlage ist, dann kommt die Antwort: "Ja, dann eben symbolisch halt". :lachweg:

Was für Pfosten auf der Erde laufen.
 
Ob es 90% sind, da wäre ich mir nicht so sicher, aber dass viele auf die Wasserkraft "reinfallen" und nicht nach einem gescheiten Energiemix suchen - da würde ich auf 95% tippen :I

Von welchem Unternehmen es ist, sehe ich überhaupt nicht kritisch. Man kann es sogar so betrachten: Wenn ein Energieversorger, der für Atomkraft bekannt ist, ein Mini-kontingent an echten Ökostromtarifen anbieten kann, aber auf einmal die Nachfrage nach selbigen steigt, dann wird dieser automatisch gezwungen seine Ökostromquote zu erhöhen. Damit hätten wir den gewünschten Effekt, dass der Markt(Verbrauche) durch gezielte Nachfrage selbst eine Energiewende einleiten.
 
Kann ich eigentlich auch einen "Garantiert kein Öko Strom" Vertrag abschließen? Wo ich garantiert sicher sein kann, das alles schön ausm AKW oder Kohlekraftwerk kommt und bloß nix aus Wasser oder Windenergie kommt? :D
 
eMKay schrieb:
Kommt immer darauf an WELCHEN Ökostromtarif.
Ist wie bei Bio... man muss leider dreimal hinschauen, weil es keine ausreichenden Regeln zur Kennzeichnung gibt.

Es gibt ausreichende Regeln zur Kennzeichnung bei Bio. Hinschauen muss man. Das stimmt.

Und zum Strom: Ich verstehe den Joke nicht.

Aller erzeugte Strom wird in ein gemeinsames Netz eingespeist und verbraucht. Man bezahlt seinen Anbieter dafür wie er seinen Stom erzeugt bzw. mit seinem Geld erzeugen lässt. Das kann aus regenerativen Quellen sein (bei echtem Ökostrom) oder aus AKWs oder anderen nichtregenerativen Quellen (konventioneller Strom).

Die Kilowattstunde für die ich zahle ist also je nach meinem Tarif und Anbieter und dessen Vorgaben erzeugt worden.
 
Wenn ich Bio kaufe und dann kommt meine Tomate aber aus Afrika wo kostbares Trinkwasser für die Züchtung verwendet wurde anstelle von Regenwasser und die CO2 "Neutralität" nur gegeben ist, weil (achtung Milchmädchenrechnung) der Tanker sowieso fährt und die CO2 Belastung auf die Ladung runtergebrochen wird dann mag das nach der Richtline noch Bio sein, aber das ist nicht was der Käufer haben möchte, wenn er einen Aufpreis für Bio zahlt.

Das gleiche ist momentan der Fall bei den Stromtarifen.
Ein Kunde sieht "ökostrom", bucht und bezahlt einen Aufpreis. Am Ende stellt sich aber raus, dass sein Ökostromtarif aus einem Mix von 30% Atomstom und 30% Wasserkraft und 40% fossilen Brennstoffen besteht.
Genauso gibt es Ökostromtarife, die zu 100% aus Wasserkraft bestehen. Das ist schon besser, aber Wünschenswert wäre ein Split ala. 40% Sonne, Wind; 30% Wasser, 20% Biomasse, 10% Gas o.ä. nur mal aus der Luft gegriffen.
Mit so einem Mix zwingst du den Anbieter (wenn er die abgekauften kWh nicht aus den regenerativen Quellen bedienen kann) diese in seinem Portfolio weiter auszubauen - analog zur Quotenregelung in den USA wäre das das wünschenswerteste Modell, da vom Verbraucher/Markt "erzwungen"

Daher bin ich der Meinung, dass die Regeln zur Kennzeichnung nicht ausreichen oder besser definiert werden müssten.

blue schrieb:
Kann ich eigentlich auch einen "Garantiert kein Öko Strom" Vertrag abschließen? Wo ich garantiert sicher sein kann, das alles schön ausm AKW oder Kohlekraftwerk kommt und bloß nix aus Wasser oder Windenergie kommt? :D

Ich geb Dir gleich :klopf:
 
Das mit dem Bio Zeug aus Afrika regt mich auch auf.Im Wüstensand sind riesige Bio Kartoffel Plantagen während regionale Biobauern mit ihren "zu teuren" Waren im Discounter keine Chance haben und alles wegwerfen müssen.Das Afrika Bio hat den Name nicht verdient.
 
eMKay schrieb:
Wenn ich Bio kaufe und dann kommt meine Tomate aber aus Afrika wo kostbares Trinkwasser für die Züchtung verwendet wurde anstelle von Regenwasser und die CO2 "Neutralität" nur gegeben ist, weil (achtung Milchmädchenrechnung) der Tanker sowieso fährt und die CO2 Belastung auf die Ladung runtergebrochen wird dann mag das nach der Richtline noch Bio sein, aber das ist nicht was der Käufer haben möchte, wenn er einen Aufpreis für Bio zahlt.

Das betrifft einen Teil der Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel. Das Siegel geht halt nicht auf Transportwege ein und ist auch in einigen Punkten deutlich lascher als die anderen Siegel. Bei Naturland und Demeter werden die Transportwege z.B. berücksichtigt. Außerdem sind sie auch in anderen Punkten deutlich strenger als das staatliche Siegel.

Du musst eigentlich nur die vier relevanten Siegel am Markt kennen. Dann lässt sich das gut einschätzen.

Und wenn man Ananas oder Bananen oder frische Tomaten im Winter essen will ist natürlich klar, dass da auch bei Bio-Produkten nicht wenig (aber immerhin weniger) CO2 Emissionen anfallen.

Wolfgang schrieb:
Das mit dem Bio Zeug aus Afrika regt mich auch auf.Im Wüstensand sind riesige Bio Kartoffel Plantagen während regionale Biobauern mit ihren "zu teuren" Waren im Discounter keine Chance haben und alles wegwerfen müssen.Das Afrika Bio hat den Name nicht verdient.

Ist natürlich scheiße Kartoffeln aus Afrika zu importieren. Aber in der Regel läuft das genau anders herum. Die EU subventioniert die Produkte so sehr, dass die Leute in Afrika lieber das billige Milchpulver aus den westlichen Ländern kaufen, weil ihre eigene Milch teurer ist. Und da der Großteil der Bevölkerung dort kaum Geld hat, haben die auch kaum eine Wahl. Da sie von den eigenen Bauern nichts kaufen, weil die EU so stark subventioniert, kann sich dort auch keine funktionierende Wirtschaft entwickeln.

Und da die Leute dort dann auch von anderen Produkten abhängig bleiben, die sie nicht selber herstellen können, wird die EU diese Bezuschussung auch nicht so schnell ändern...
 
Ich wollt grad sagen, ich bin sicher die haben damals ziemlich viele Tier- und Menschenverachtende Dinge getan, aber ich wollte jetzt keine Diskussion über die Lebensgewohnheiten der alten Römer anfangen ^^
 
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