Ich habe zwar keinen blassen Schimmer, wie man es als hochnäsig interpretieren will, wenn ich darauf hinweise, dass dein Post gerade mal zwei Stunden nach meinem die beste Begründung dafür liefert, weshalb man Schlangenölverkäufer wie Monkey kontra geben muss, aber egal:
Gerade du solltest es besser wissen. Ich habe dir den Sachverhalt schon hier und später auf deine ausdrückliche Nachfrage noch einmal hier erklärt und mich dabei bemüht, es so verständlich wie möglich auszudrücken... und selbst wenn du es damit noch nicht verstanden hast, hättest du gerne nachfragen können. Aber ohne weitere Beweise einfach nur auf deiner Meinung zu beharren, bedeutet eben, dass du an ein Placebo glauben willst... das kannst du natürlich tun, bedeutet aber nicht, dass ich das stilllschweigend hinnehmen muss.
Tja, das sollte vielleicht so sein, aber leider stimmt das gerade beim NAT-Test eben nicht: Wie ich dir hier auch schon einmal explizit erklärt habe, ist der NAT-Test unzuverlässig und wird genau aus diesem Grund in der echten Netzwerktechnik schon längst nicht mehr verwendet.
Um es noch einmal klar zu sagen: Der NAT-Test hat nie den Anspruch auf hundertprozentige Korrektheit erhoben, er war im Gegenteil von Anfang an nur als Hilfestellung gedacht, um Indizien dafür zu liefern, was die Ursache sein könnte, wenn man tatsächlich Probleme mit der XBL-Verbindung hat.
Monkey dreht die Logik aber um: Er sieht einen moderaten oder strikten NAT-Wert als Beweis, dass die Xbox Live-Verbindung nicht funktionieren kann und wenn er den Test mit seinen Port Forwarding- oder UPnP-Spielchen dazu bringen kann, ein "offenes NAT" zu melden, glaubt er, die Probleme wären damit gelöst.
Dass das offensichtlicher Humbug ist, sollte jedem mit einem Minimum an logischem Verständnis klar sein.
Dass Port-Forwarding bei PC-Spielen in manchen Fällen je nach Implementierung des NAT-Traversals natürlich sehr wohl sinnvoll ist, habe ich auch bereits mehrfach geschrieben, das hat aber nicht das Geringste mit Xbox Live zu tun.
Ironischerweise ist es bei Call of Duty (und ich nehme an, dass du dich darauf beziehst, weil sonst kein aktuelles PC-Spiel Port 3074 benutzt) ebenfalls nicht erforderlich Port 3074/UDP zu "öffnen": Selbst in der offiziellen FAQ zu Call of Duty steht dazu ausdrücklich nur recommended.
Und wie du dort ebenfalls nachlesen kannst, könntest du dein konkretes Problem ganz einfach lösen, wenn du Port 3075 oder Port 3076/UDP an deinen PC forwarden würdest.
Es würde jedenfalls genauso viel nützen, wie Port Forwarding oder das Aktivieren von UPnP für die Xbox Live-Verbindung nützt... you know, Placebo und so...
Jep, stimme dir in allen Punkten zu. Port Forwarding hat nie etwas gebracht, es war nur mein starker Wille.
Wie gut, dass du Zeit hast, jeden Post der Vergangenheit nochmals zu analysieren.


