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360/PS3 Medal of Honor

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Activision. Wo zeigt ihre CoD Serie denn bitten den Schrecken des Krieges? Call of Duty zelebriert Krieg mit möglichst viel Style und strahlenden Special Forces Helden. Das sind reine Kriegs- und Actionspiele. Kritik gibts da nicht wirklich.
 
Naja, es wird zumindest vermittelt, dass man im Krieg ständig stirbt.
Aber auch, dass der nächste 0815 Soldat dann schon wieder bereit steht :D
 
Wie schon erwähnt wurde, ist es schwer in einem Spiel das Antikriegsthema zu transportieren. cod ist aber ein Paradebeispiel wie es nicht sein sollte. Bis auf MW2 und cod2 hab ich aber keinen der Teile gespielt und die beiden auch nur angespielt.

moh schlägt bestimmt in die selbe Kerbe, wenn auch nicht so heftig. Kommt ja auch nicht von Activision.
 
Art Vandelay schrieb:
Ein Shooter kann schon ein Anti-Kriegsspiel werden... wenn man sich denn im Vorfeld darauf einigen kann, dass damit evtl. "Ich schieß 100 Gegner hintereinander ab"- Passagen rausfallen und Charaktere mehr bieten müssen als eine Totenkopfskimaske und einen cool klingenden Namen ("Ghost").

Ein Shooter wird nie ein Antikriegsspiel werden, denn er hat das Ballern als Gameplaygrundlage. Ein Spiel muss obendrein Spaß machen und zum Weiterspielen animieren. Das sind beides Attribute, die mit Krieg vorn und hinten nicht vereinbar sind.
Weiterhin muss ein Spiel jederzeit spielbar sein, was sich mit Krieg auch nicht unter einen Hut bringen lässt. Krieg schert sich nicht um imba oder feige Camper oder sonstwas.
Und ohne realistische Darstellung des Krieges kann ein Shooter niemals nie und nimmer nicht eine Antikriegsmessage vermitteln, wenn man nicht nach 2 Levels die Schnauze davon voll haben will und das Spiel in die Ecke feuert.
Darüber hinaus wäre da der schon angesprochene Punkt der Charakterisierung. Krieg zieht auch viele Schrecken daraus, dass Soldaten miterleben müssen, wie ihre engsten Freunde und Kameraden krepieren. Dieser Punkt ist mal gar nicht in einem Spiel zu transportieren. In einem Film können die Beziehungen vorgestellt und schnell vertieft werden. Aber selbst BoB hat sich 7 Folgen Zeit gelassen, bis es sich an wichtigen Figuren vergriff und der Zuschauer mitleiden konnte.
In einem Spiel ist das nicht zu erreichen. Kein Spieler wird jemals sowas wie Freundschaft für einen Pixelkameraden hegen. Das ist in einer Spielzeit von 10 Stunden von denen weit mehr als die Hälfte aus Ballaballa besteht gar nicht zu machen. Insofern geht dieser Aspekt völlig unter.
Somit bleibt im Grunde nur noch der Aspekt des physischen Leidens. Den können die Entwickler sicher über diverse Skripte umsetzen. Aber das reicht hinten und vorn nicht, um eine Anti-Message zu transportieren.

Ich habe das schon früher mal gesagt: Ein echtes Antikriegsspiel (Shooter) macht im Grunde alles richtig (Grafik, Gameplay etc.) und kassiert 0% Spielspaßwertung.
Und dergleichen wird es nie geben.

Man könnte das u.U. im Genre des Adventures erreichen, wenn eine richtige Geschichte erzählt wird.
 
SirHorst schrieb:
Bart Wux schrieb:
Aber es bleibt bei meinem Widerspruch. Du kannst nicht Spaß am Töten mit einer Anti-Krieg-Message verbinden. Das will ich sehen, wie das einer hinkriegt. Ich bin ja der letzte, der Spielen einen hohen Anspruch bzw. die Möglichkeit dazu abspricht. Aber einen Anti-Kriegs-Shooter kann es imo per Definition nicht geben.

Es müsste mal ein Spiel geben das dir mit der Zeit zeigt das du keinen Spaß daran haben solltest und das in dem maß das man anfängt seine Handlungen wirklich zu hinterfragen. Sowas wäre interessant, für mich zumindest. Da würde ich auch auf Action verzichten und Story Telling den Vorrang geben.

das problem ist, dass kaum ein publisher der welt so ein spiel rausbringen wollen würde. denen geht es primär um schnelle unterhaltung und ich denke in den augen der meisten hersteller sind videospieler zudem keine intellektuellen, die sich mit derart hintergründigen gedanken auseinandersetzen wollen würden. man muss sich doch, bis auf wenige ausnahmen, mal anschauen, was so für spiele auf den markt kommen. da bleibt doch nur der schluß, dass man uns alle für total behämmert hält.

bei kriegsspielen ist am ende der bombastische weg mit strahlenden helden einfach das, was die masse will. schau dir doch die usa an, der ja wohl immernoch größte markt für videospiele. welcher joe public will sich schon mit einem nachdenklichen, töten im grunde verabscheuenden soldaten identifizieren?
 
Die Frage ist doch eigentlich, was man genau unter einem ANTI-Kriegsspiel/-film/-wasauchimmer versteht: Geht es hier darum, dass eine rein pazifistische Haltung erzeugt bzw. transportiert werden soll? Denn das schaffen sie mit Sicherheit nicht, weil es dann schlicht und ergreifend nicht möglich wäre, interaktiv mit Gewalt in das Geschehen einzugreifen. Aber ich würde wie auch in einem der vorigen Posts behaupten, dass bislang kein Shooter so nah dran war, wie die Brothers in Arms Serie. Dort waren nicht nur die Feuergefechte für das Niveau eines Spiels deutlich realistischer als in den ganzen Call of Duty oder Medal of Honor Teilen, sondern man versuchte auch eine ähnliche Atmosphäre/Stimmung wie in der hier öfter genannten BoB-Serie zu erzeugen: Die besagte im Grundton durchaus, dass Krieg nicht "geil" ist, sondern das Gegenteil: Leid, Angst und einfach Dreck. Und Nichtsdestotrotz vermittelte sie natürlich keine pazifistische Grundhaltung. Das war nicht das Ziel und das ist es auch in den seltensten Fällen (wenn überhaupt). Da geht es in erster Linie um die Feststellung, dass der Krieg zwar scheisse, aber notwendig ist. Und das ist dann schon eine andere Ausgangsvoraussetzung finde ich.
 
Glod schrieb:
Art Vandelay schrieb:
Ein Shooter kann schon ein Anti-Kriegsspiel werden... wenn man sich denn im Vorfeld darauf einigen kann, dass damit evtl. "Ich schieß 100 Gegner hintereinander ab"- Passagen rausfallen und Charaktere mehr bieten müssen als eine Totenkopfskimaske und einen cool klingenden Namen ("Ghost").

Ein Shooter wird nie ein Antikriegsspiel werden, denn er hat das Ballern als Gameplaygrundlage. Ein Spiel muss obendrein Spaß machen und zum Weiterspielen animieren. Das sind beides Attribute, die mit Krieg vorn und hinten nicht vereinbar sind.
Weiterhin muss ein Spiel jederzeit spielbar sein, was sich mit Krieg auch nicht unter einen Hut bringen lässt. Krieg schert sich nicht um imba oder feige Camper oder sonstwas.
Und ohne realistische Darstellung des Krieges kann ein Shooter niemals nie und nimmer nicht eine Antikriegsmessage vermitteln, wenn man nicht nach 2 Levels die Schnauze davon voll haben will und das Spiel in die Ecke feuert.
Darüber hinaus wäre da der schon angesprochene Punkt der Charakterisierung. Krieg zieht auch viele Schrecken daraus, dass Soldaten miterleben müssen, wie ihre engsten Freunde und Kameraden krepieren. Dieser Punkt ist mal gar nicht in einem Spiel zu transportieren. In einem Film können die Beziehungen vorgestellt und schnell vertieft werden. Aber selbst BoB hat sich 7 Folgen Zeit gelassen, bis es sich an wichtigen Figuren vergriff und der Zuschauer mitleiden konnte.
In einem Spiel ist das nicht zu erreichen. Kein Spieler wird jemals sowas wie Freundschaft für einen Pixelkameraden hegen. Das ist in einer Spielzeit von 10 Stunden von denen weit mehr als die Hälfte aus Ballaballa besteht gar nicht zu machen. Insofern geht dieser Aspekt völlig unter.
Somit bleibt im Grunde nur noch der Aspekt des physischen Leidens. Den können die Entwickler sicher über diverse Skripte umsetzen. Aber das reicht hinten und vorn nicht, um eine Anti-Message zu transportieren.

Ich habe das schon früher mal gesagt: Ein echtes Antikriegsspiel (Shooter) macht im Grunde alles richtig (Grafik, Gameplay etc.) und kassiert 0% Spielspaßwertung.
Und dergleichen wird es nie geben.

Man könnte das u.U. im Genre des Adventures erreichen, wenn eine richtige Geschichte erzählt wird.

Ich seh's anders, sorry.

Nimm als Beispiel Heavy Rain. Da spielst du als Vater am Anfang auch lapidar mit deinen Kindern, hilfst der Frau beim Einkauf. Du lernst den Charakter, seine Familie, sein Leben kennen. Nur ein kurzer Prologue, und du weisst etwas über die Spielfigur.

Das kannst du in einem Kriegsshooter auch. Zeige das Leben eines Soldaten, zeige seine Freunde, seine Kameraden. Die Ängste und Zweifel vor einem Einsatz. Müssen ja nur Cut-Scenes sein. Dann zeige die gleichen Leute, wie sie in der Normandie aus den Booten springen und Einer nach dem Anderen abgeknallt wird. Und dann zeigst du, wie dein bester Freund abgeknallt wird und elendig am Boden verreckt.

Du kannst zeigen, wie verzweifelt ein Mensch sein kann, Ängste in einsamen Momenten. Du kannst in einem Spiel alles zeigen, wie es ein Film tut.

Ok, man müsste die Pace häufiger rausnehmen, weniger ballern. Man müsste verstärkt mit Cut-Scenes arbeiten. Man bräuchte eine Story, um die man das Spiel baut.

Es ginge durchaus auch im Genre der Shooter. Aber während man bei beschissenen patriotischen Scheiss-Shootern seinen "Spass" erlebt, würde das wohl gerade den US-Boys keinen Spass mehr machen...
 
Like I said: Als Adventure mag das funktionieren. Aber man muss es sehr cineastisch anlegen. HR ist da ein echt gutes Beispiel. Aber auf der Basis kannst du halt keinen Shooter zusammenzimmern. HR hat funktioniert, weil es sein Gameplay minimalisiert und der Story und dem filmischem Anteil untergeordnet hat. Selbst die Gespräche waren da ja richtig inszeniert und nicht einfach nur zwei Chars, die sich gegenüberstanden und Sätze austauschten. Imo kann eine Shootermechanik so aber nicht funktionieren. Ich hätte jetzt zumindest auf Anhieb keine Idee, wie man so ein Spiel aufziehen sollte. Und ich hab schon vor langer Zeit die Idee für genau das Konzept gehabt, was MoH jetzt umsetzt. :deal: :D
 
Zimtzicke schrieb:
Man müsste verstärkt mit Cut-Scenes arbeiten. Man bräuchte eine Story, um die man das Spiel baut.

Auf keinen Fall. Was ist denn der Unterschied in Heavy Rain? Du SPIELST den Vater. Du SPIELST da mit deinen Kindern, deckst den Tisch usw. Keine CutSzenes, wenn schon, dann muss das alles ingame erfolgen. Sonst kann ich gleich einen Film gucken. Cutszenes überspringen die meisten doch, weil sie zur Action wollen.
Und nochmal: Uncharted 2, das Ende. Ich hatte Angst um Elena. Bei Aeriths Tod war ich auch geschockt. Es geht. Man kann Emotionen in Spielen hervorrufen, warum auch nicht. Aber das erfordert Willen und viel Talent, beim Schreiben, Inszenieren, Darstellen. Das Problem ist: Das will keiner. Die Käufer wollen Spaß am Ballern und die Entwickler wollen Kohle. Ein Anti-Kriegs-Spiel würd ich auch selber nicht kaufen. Ich guck ja auch solche Filme nicht. Also Charakterentwicklung und Emotionen in einem Spiel gehen, aber den Konflikt zwischen Spaß am Töten und Tragik des Krieges, den kriegst du nicht gelöst.
Vielleicht sollte man darüber mal bloggen, denn mit Medal of Honor hat das nur noch am Rande zu tun.
 
Ich glaube nicht, dass es ein Antikriegsspiel im engeren Sinne geben kann. Die spielerischen Elemente widersprechen den Effekten, die die Autoren/ Regisseure/ Macher bei den Leuten erzielen wollen.

Um Krieg in einem interaktiven Softwareprodukt angemessen erlebbar zu machen, müsste man alle spielerischen Elemente rausstreichen, der Wettkampf, die Herausforderung, die "Rätsel" all das muss weg. Es reicht eben nicht nen spaßigen Shooter mit entsprechenden Filmsequenzen anzureichern. Die Versuche der Vergangenheit wie Shellshock oder Modern Warfare zeigen, wie lächerlich das ganze ist. Im Gegenteil finde ich solche Elemente in Kriegsspielen höchst problematisch. Dann habe ich lieber ein gewaltverherrlichendes Gemetzel ohne jegliche Reflexion ala Wolfenstein. Da weiß ich wenigstens, wie ich das ganze einzuordnen habe, nämlich in die Trash-Schublade.
 
Ich glaube, man muss nichtmals von einem "spassigen Shooter" sprechen. Shooter, wie wir sie kennen, so einer würde es nicht werden, nein.

Aber die Spielmechanik, das Erleben aus der Ich-Perspektive, das könnte man gut transportieren.

Mirror's Edge war auch kein reinrassiger Shooter, trotzdem spielte es in dieser Perspektive. Bei so einem Spiel darf es natürlich nicht mehr die Hauptaufgabe sein, möglichst viele Gegner abzuballern.
 
Aber ein Spiel MUSS Spaß machen, damit man es weiterzockt. Ein Film ist nach 2 Stunden vorbei. Da hat man sich bei einem Spiel gerade mal an die Steuerung gewöhnt. Würdest du freiwillig ein Spiel zocken, wo du schon immer vor dem Anschalten weißt, dass dich alles, was gleich kommt, erheblich ankotzen wird - nicht wegen schlechter Qualität sondern wegen dem bedrückenden Inhalt?
 
Glod schrieb:
Aber ein Spiel MUSS Spaß machen, damit man es weiterzockt. Ein Film ist nach 2 Stunden vorbei. Da hat man sich bei einem Spiel gerade mal an die Steuerung gewöhnt. Würdest du freiwillig ein Spiel zocken, wo du schon immer vor dem Anschalten weißt, dass dich alles, was gleich kommt, erheblich ankotzen wird - nicht wegen schlechter Qualität sondern wegen dem bedrückenden Inhalt?

Klar, warum nicht? :?

Ich habe mich zumindest innerlich davon befreit, dass ein Spiel ein Spiel sein muss. Spiele sind doch eh nur noch dazu da, die Realität so nah wie möglich nachzuahmen.

Warum sollte ich einen Film gucken, von dem ich weiss, dass mich der Inhalt bedrückt oder ankotzt? Filme sollen primär auch unterhalten.
 
Jein.

Bei Simulationen ja, ohne Frage.
Beim Rest jedoch nicht.

Und ich meine noch nicht mal Spiele wie the Force Unleashed oder dergleichen, sondern auf Shooter die realistisch anmuten (CoD).

Ein Entwickler hat mal so schön gesagt das es doch keinen Spaß machen würde die Realität nachzuahmen und man sich seine eigene erschafft.
Wie auch bei Filmen.
Da fliegen schon mal Autos zig Meter durch die Luft, auch wenn es nie klappen würde.
 
In heutiger Zeit gilt mehr denn je, erlaubt ist, was gefällt. Das ist auch bei den Shootern so. So lange es mit übertriebener Gewaltdarstellung nicht ausartet und der US Patriotismus nicht vor Kitsch triefend daherkommt, kann man sich so ein Spiel ansehen.

Ich spiele Shooter wegen der Spielmechanik und der Action. Und wenn oben genannte Punkte zu sehr ausarten, lasse ich das Game eben links liegen. Wie bei den Spielen der cod Reihe schon öfter geschehen.

Aber einen Shooter als Antikriegsspiel wirds mmn nie geben. Das wäre wie, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.
 
Das Spiel hört sich schwer nach einem Videothekenausleihtitel an.
Schade.

Stimmt es , dass beim SP und beim MP zwei verschiedene Engines eingesetzt werden ?
Läuft der MP rund oder gibt es da grössere Probleme ?
 
MP läuft rund und spielt sich genauso wie BC2.

Und ausleihen...Joa wenn einem der MP auf längere zeit nicht zusagt wird das wohl langen.
SP ist die Unreal Engine 3 und der MP die Frostbyte Engine von BC2..
Grafisch ist der SP anfangs unterlegen, zaubert aber in den späteren Levels schon sehr geile sachen zusammen..Der Hubschrauber Flug ist z.b klasse und auch die späteren Gebirgslevel sehen sehr sehr geill aus.
 
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