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KT Kritik an der Kritik - Warum Tests oft nur die Bedürfnisse der Fans reflektieren

  • Ersteller Ersteller Urgs
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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Diese Möglichkeiten gibt es theoretisch schon heute -> ebenfalls digitale Distribution.

Und was würde dagegen sprechen, wenn die Publisher ihre Spiele direkt verkaufen würden? Der Handel wird umgangen, die Preise könnten signifikant sinken, ohne dass der Publisher auf Geld verzichten müsste. Das Dumme ist nur, dass jetzt einige wieder argumentieren werden, dass halt so der Handel untergraben würde. :ugly:
 
Also momentan sind ja die Preise digitaler Direktdistribution noch höher als im Handel :ugly:
Dies ist wohl auch das Ziel der Publisher: Nur noch digitaler Direktvertrieb zu hohen Preisen :I
 
Zimtzicke schrieb:
Diese Möglichkeiten gibt es theoretisch schon heute -> ebenfalls digitale Distribution.

Sicher, es wird nicht die einzige Möglichkeit sein, aber die erste, die man ausprobieren wird. Solange ich Playstation Spiele nicht nur bei Sony kaufen kann, sondern auch bei Apple oder sonst wem, kann man optimistisch sein.

Aber das Thema hatten wir ja nun so oft durch.
 
MouseMan schrieb:
Also momentan sind ja die Preise digitaler Direktdistribution noch höher als im Handel :ugly:
Dies ist wohl auch das Ziel der Publisher: Nur noch digitaler Direktvertrieb zu hohen Preisen :I
Der erste Schritt ist ja schon mit dem Weglassen der Anleitungen gemacht, als nächstes wird der Umwelt zuliebe dann auf die Hülle verzichtet und zu guter Letzt dann komplett auf online Vertrieb umgestellt.
Nennt mich altmodisch, aber wenn ich etwas kaufe, dann will ich auch Etwas in Händen halten :(
 
nofix schrieb:
MouseMan schrieb:
Also momentan sind ja die Preise digitaler Direktdistribution noch höher als im Handel :ugly:
Dies ist wohl auch das Ziel der Publisher: Nur noch digitaler Direktvertrieb zu hohen Preisen :I
Der erste Schritt ist ja schon mit dem Weglassen der Anleitungen gemacht, als nächstes wird der Umwelt zuliebe dann auf die Hülle verzichtet und zu guter Letzt dann komplett auf online Vertrieb umgestellt.
Nennt mich altmodisch, aber wenn ich etwas kaufe, dann will ich auch Etwas in Händen halten :(

Zumindest bei Spielen.
 
Kritik an der Kritik an der Kritik: Daniel P. ärgert sich über weinende Wertungsquerulanten

Dass ein Tester in seinem Test das schreiben darf, was er schreiben möchte und die Wertung vergeben kann, die er selber für angemessen hält, ist ein wichtiger Grundsatz der Pressefreiheit und ein wesentlicher Stützpfeiler des Vertrauens zwischen Leser und Redakteur. Dass es immer wieder Leute gibt, die vehement öffentlich eine Beschneidung dieser Freiheit verlangen und dabei meistens noch nicht mal zu realisieren scheinen, was sie da mit ihren Kommentaren unter anonymen Nicknames überhaupt ungeheuerliches vom Tester einfordern, finde ich geradezu erschreckend. Auch wenn ich mich inzwischen eigentlich daran gewöhnt haben müsste, um das trauriger Weise noch hinzuzufügen. Die alte Scheiße Internet...

Ich ahnte es schon, die Demokratie ist in Gefahr. :grins:
 
Ich lese ja schon ewig nicht mehr bei AG. Aber was der Pook da schreibt... nun, es unterstützt meine Denke über das Niveau im Kommentarbereich bei denen. Da scheint ja wirklich die geistige Elite unterwegs zu sein, wenn es solche Hass-Tiraden wirklich gibt.
 
Ich finds schon schizophren, wenn man einerseits der Meinung ist, lediglich hochsubjektive Meinungen zu veröffentlichen, um sich schliesslich zu wundern, dass es Leute gibt, die sich daran reiben. Dabei provoziert man das damit doch. Wenn Daniel eine Lobeshymne auf GTAIV schreibt, die genauso aus der Feder einer viralen Marketingkampagne stammen könnte, dann muß er sich nicht wundern, wenn ihm das bis heute vorgeworfen wird. Es gibt eben glaubwürdige und weniger glaubwürdige Meinungen.
Ich bin der Meinung, dass ein Spieletester zwar kein objektiver Wertungsroboter sein muß. Aber er sollte doch die Fähigkeit besitzen, sich auch mal neben seine eigene Meinung zu stellen, um den zu beurteilenden Sachverhalt aus der Distanz zu betrachten. Ein Kritiker muß spüren, wann die persönlichen Vorlieben in seiner Kritik die Oberhand gewinnen und das dann auch entsprechend kennzeichnen. Einen kompletten Test als subjektive Meinungsäusserung anzusehen, halte ich für falsch.
Nachträglich jede Kritik, jede Aufregung über das Verzapfte mit einem beleidigten "Das ist halt meine Meinung. Wenn sie dir nicht gefällt, dann lies halt eine andere" abzubügeln, halte ich für ne schwache Argumentation.
 
Ich weiss nicht, ob es möglich ist, Spiele wirklich halbwegs objektiv zu betrachten, ohne dabei seine Zielgruppe aus den Augen zu verlieren?

Nimm das Beispiel Red Dead Redemption hier im Forum. Ich habe das Spiel schon einige Zeit lang gespielt, mir sind einige Dinge aufgefallen. Nennst du das Kind beim Namen, kriegst du aus allen Ecken von den "Fans" was um die Ohren. Wenn du eine Story nicht als flach empfindest, wie willst du sie dann als Kritkpunkt anführen? Und wenn du es kritisierst, wem trittst du damit auf die Füsse? Wir können uns austauschen, wie wir wollen. AG verdient damit Geld.

Ich finde das Wertungsschema der GamePro (in der Theorie) ganz gut, wo vier Redakteure ihre Wertung abgeben. Dumm nur, dass die damit verbundene Zahl nur durch einen Satz begründet wird. Es wird weiterhin mehr Text für lapidare Dinge verschwendet, statt auf den Punkt zu kommen.

Deswegen gefallen mir Barts Reviews so gut. Er erspart es mir, 2.000 Wörter über die blühenden Landschaften und sonstwas lesen zu müssen. Er sagt mir, was ihm gefällt, was nicht. Und mit der Zeit kann man einfach gut rauslesen, was für einen selbst übereinstimmt.

edit: Ich will Pook nicht in Schutz nehmen. Es ist IMO Kalkül, dass seine Reviews genau so geschrieben sind. Nur: du trittst immer einer Gruppe auf die Füsse. Schreibst du ein 8/10 Review zu GTA IV ist der Mob aber noch wütender. Ich nehme Pook seine Rolle auch nicht ab. Da ist ein Luibl wesentlich authentischer und letztlich auch konsequenter.
 
Es gibt zumindest einige Aspekte, die durchaus objektiv beurteilt werden könnten, wenn man es will / konsequent macht. Aber selbst an solchen banalen Dingen scheitert es meist und da wird eher frei nach Schnauze geschrieben und Objektivität und Genauigkeit nur vorgeschoben, um Wiilkühr zu tarnen.

Problem ist IMO auch primär, dass es für die ganzen kommerziellen Tester primär eine Arbeit ist, die gemacht wird und entsprechend leider oftmals ganz andere Dinge im Vordergrund stehen, als wirklich der Wille eine echten Kaufberatung.

Wenn beispielsweise eine Webseite behauptet kritisch und ehrlich zu sein, aber dann nebenbei durchblicken lässt, dass nur ein Teil vom Produkt überhaupt bewertet wird:
Wir stehen am liebsten auf Seiten der Zocker. [...]

Uns interessiert das Prozedere vor Spielbeginn nur am Rande - bei uns beginnt die Spielerfahrung und damit die Kritik erst in dem Moment, wenn wir "Press Start" drücken. […]Dinge wie eine Online-Aktivierung oder auch über die Länge der Ladezeiten […] hat für uns heute und in Zukunft keinerlei Wertungsrelevanz!
http://www.4players.de/4players.php/kommentar/Spielkultur/1866193/0/index.html
Dann stellt sich zumindest für mich schon die Frage, was an dem Geschreibsel ehrlich und kritisch sein soll. Handhaben andere Seiten / Mags / etc. ähnlich intransparent in unterschiedlichsten Punkten (immer wieder amüsant etwa, wenn man die Diskussionen um die Bewertung der Spielzeitbewertung in der Gamestar verfolgt.). Schreiben und Werten im Interesse der Käufer ist das allerdings nicht.

Auch wenn man es nie allen mit einer Bewertung recht machen kann, so ginge es deutlich besser und dann machen 90% der „Kritik an der Kritik“ nur noch die Beiträge aus, wo eh keine Argumente gebracht werden.

So lange aber ein Test oftmals nur aus anspielen, was zu schreiben und dann dem nächsten Titel abarbeiten entspricht, wird die Kritik nicht unbedingt besser, glaubwürdiger oder verlässlicher.

Und, wenn man dann so etwas lesen:
Wir können nur beurteilen, was wir erlebt haben.
und das sieht:


Dann sind das alles schöne Worte, aber keine Meinungen, denen ich zu sehr vertrauen würde. Da gehe ich dann doch eher nach Demo, Baucheinschätzung und Meinungen in Foren.
 
Zimtzicke schrieb:
Nimm das Beispiel Red Dead Redemption hier im Forum. Ich habe das Spiel schon einige Zeit lang gespielt, mir sind einige Dinge aufgefallen. Nennst du das Kind beim Namen, kriegst du aus allen Ecken von den "Fans" was um die Ohren. Wenn du eine Story nicht als flach empfindest, wie willst du sie dann als Kritkpunkt anführen? Und wenn du es kritisierst, wem trittst du damit auf die Füsse? Wir können uns austauschen, wie wir wollen. AG verdient damit Geld.

Kritik sollte möglichst gut begründet sein, aber nicht darauf achten, wem sie damit auf die Füße tritt. Und der Blickwinkel eines Kritikers sollte beim Zocken ohnehin ein anderer sein, als der eines einfachen Konsumenten. Ich hab das zumindest an mir immer erlebt. Wenn ich ein Muster zugeschickt gekriegt habe und von mir ein Test erwartet wurde, bin ich mit geschärfteren Sinnen an das Spiel herangegangen. Während des Zockens schrieb sich quasi schon das Review im Kopf. In diesem Prozess werden dann halt auch einzelne Aspekte wie z.B. die Story genauer betrachtet. Und wenn die ziemlich dünn ist, dann lässt sich das auch für jemanden feststellen, den dieser Umstand eventuell gar nicht stört. So etwas muß man als Spieler von einem Tester einfach erwarten können, dass er sowas erkennt und herausarbeitet.

@Fergy:

Jau, das sind natürlich auch noch Aspekte. Der Zeitdruck kann sicherlich groß sein, gerade bei solchen Spielen mit mehr als 30-40 Spielstunden, wenn der Test schnell fertig sein soll.
 
Nun wenn ich mir hier so manche Kommentare anschaue scheint der Herr Pook ja sein Ziel erreicht zu haben, das er mit seinen übertrieben spitzen Kommentaren noch im Gerede bleibt.
Wenn hier nicht ständig den Namen lesen würde, würde ich den Mann gar nicht kennen :gerri:
 
Urgs schrieb:
Ich finds schon schizophren, wenn man einerseits der Meinung ist, lediglich hochsubjektive Meinungen zu veröffentlichen, um sich schliesslich zu wundern, dass es Leute gibt, die sich daran reiben. Dabei provoziert man das damit doch.

Ich würde bei AG so weit gehen und behaupten, dass es diese Provokationen sind, die die Seite am Leben halten. Ohne die Spitzen und den teils turbolenten Kommentarbereich würden sicherlich viele Klicks fehlen. Von daher ist die Kolumne mit Sicherheit sehr schizophren.
 
Nasreddin schrieb:
Ich würde bei AG so weit gehen und behaupten, dass es diese Provokationen sind, die die Seite am Leben halten. Ohne die Spitzen und den teils turbolenten Kommentarbereich würden sicherlich viele Klicks fehlen. Von daher ist die Kolumne mit Sicherheit sehr schizophren.


Sehe ich auch so .:deal:
 
Die Spielemagazine leiden einfach an dem Übel, an dem sämtliche noch existente Printmedien heute zu knabbern haben: Nicht "den Spagat zwischen Puiblisher und Leser schaffen", sondern den Spagat zwischen Publisher zufriedenstellen und Publisher verärgern und Werbeeinnahmen damit gefährden.

Die Publisher schalten Werbung in den Heften (u.a. Onlinemagazinen) und sehen es nicht gerne, wenn man ein Spiel zu schlecht bewertet, was die Verkaufszahlen ja drücken könnte. So scheiße und hart das ist, aber wenn ein Magazin auf dem eh schon so gefährdeten Printmedienmarkt auch weiterhin existieren will, kann es sich nicht erlauben, Werbepartner zu vergrätzen. Da wird weniger auf die Leserschaft und Fans Rücksicht genommen, als auf den großen Konzern, der da die Druckkosten und die Existenz mitfinaziert. Man ist da einfach vollkommen erpressbar als Magazin, das eventuell noch zu keiner großen Verlagsgesellschaft gehört.


Und genauso ist es in sämtlichen Medien, weswegen auch eher selten mal kritisch über die ein oder andere Konzernmachenschaft berichtet wird. Wenn die Konzerne nicht eh schon Anteile an Verlagen oder TV-Sendern haben, dann schalten sie letztendlich immer noch Werbung in den selbigen. Und Werbepartner verärgert man nicht. So läuft das eben.
 
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