Urgs schrieb:Ich bin der Meinung, dass ein Spieletester zwar kein objektiver Wertungsroboter sein muß. Aber er sollte doch die Fähigkeit besitzen, sich auch mal neben seine eigene Meinung zu stellen, um den zu beurteilenden Sachverhalt aus der Distanz zu betrachten. Ein Kritiker muß spüren, wann die persönlichen Vorlieben in seiner Kritik die Oberhand gewinnen und das dann auch entsprechend kennzeichnen.
Und genau das bekommen einige heutzutage immer noch nicht hin. Ich selbst schreib für ein kleines (noch..*har har*) Spieleportal, obwohl schreiben...ich konzentrier mich langsam mehr auf Videoreviews, und da ist es manchmal sehr schwer hier diesen Interessenkonflikt zu bewältigen.
Kleines Beispiel, ich hatte das "Vergüngen" Ice Age 3 für die 360 und "Wolkig mit Aussicht...." für die Wii zu testen. Das sind natürlich voll die AAA Titel auf die man sich als Redakteur freut. Also gespielt und dann setzt man sich ans Review dran. Wenn ich nach meinem Geschmack gehe, dann landen beide Spiele so im 50er Bereich bzw. noch was drunter. Nur, und das vergessen viele Kollegen, sind die Spiele auch nicht für meine Zielgruppe produziert! Und das muss man dann auch abwägen können.
Und das rechtfertigen von Kritik kenn ich auch schon. Beim Publisher musste ich das noch nicht machen, aber der ein oder andere Fan fand meine Kritik zu Alan Wake mit 85% doch sehr niedrig angesetzt. Ist halt immer ein Spagat...egal in welche Richtung man so schaut.
