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Fühlt ihr euch unwohl in Gegenwart von Homosexuellen?

Fühlt ihr euch unwohl in Gegenwart von Homosexuellen?

  • Nein, ich habe keinerlei Abneigung und Berührungsängste.

    Stimmen: 72 66,1%
  • Ich bin tolerant und offen, fühle aber trotzdem manchmal eine Abneigung

    Stimmen: 23 21,1%
  • Ich lehne Homosexualität offen ab, bin aber nicht auf Konfrontation aus.

    Stimmen: 11 10,1%
  • Keine Ahnung.

    Stimmen: 3 2,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@Bexter: Hast bei jedem Post hier meine 110%ige Zustimmung. Seh ich alles genauso!

Was ich interessant finde, ist die Antwort "ich hab nix gegen Schwule, solange sie mich nicht anmachen". Hört man sehr sehr oft. Wenn die Frage nach unattraktiven Mädels gestellt würde, dann käme der Satz garantiert fast nie. Warum sollte man denn etwas dagegen haben von einem Homosexuellen angemacht zu werden? Das kann man doch leicht klar stellen und zurück weisen und auch darüber freuen, dass ein anderer Mensch einen attraktiv findet. Ist doch ne super Sache. Ich freu mich doch auch von nem Mädel auf das ich überhaupt nicht stehe ein Kompliment zu bekommen. Von einem homosexuellen "angemacht" zu werden und gleichzeitig nicht homosexuell zu sein, scheint als aggressive Handlung verstanden zu werden und provozierend zu wirken.
Wenn jemand natürlich aufdringlich ist, dann hat das nichts mit der sexuellen Orientierung zutun.

Nur auf Schwule bezogen denke ich, dass die Probleme in der Gesellschaft weniger auf die Sexualität Anderer und viel mehr auf die Bedrohung der eigenen sexuellen Identität Bezug nehmen. Schwul und Schwuchtel ist schon in den unteren Schulklassen gängiges Schimpfwort. In der Pubertät wird herausgearbeitet, welche Position das eigene Geschlecht hat. Dank der Machokultur müssen Männer dominant, stark und potent sein. Homosexualität wird zum Gegenbild stilisiert (was lustig ist, weil alle diese Attribute auf jeden Mann willkürlich zutreffen oder weniger zutreffen können). Wenn dieses Gegenbild plötzlich akzeptiert werden soll fühlen sich die meisten bedroht. Man liest hier auch ständig dieses Gefühl von Bedrohung, von "angemacht werden", "nicht vor mir" oder "Finger weg lassen" usw. Das ist nichts Persönliches und soll eigentlich auch keinen Ausgrenzen, sondern ein Abwehrmechanismus der verhindern soll das Eigenbild in Frage zu stellen. Und daraus könnte man Folgern, Kerle die sich von Homosexualität bedroht fühlen sind in ihrer eigenen Geschlechterrolle nicht gefestigt. Ab dem Punkt denken sich die meisten "jaja laber wer was gegen Schwule hat ist selbst schwul blabla alles schon gehört". Das will ich damit nicht sagen. Nicht die sexuelle Vorliebe für ein Geschlecht ist unbefestigt, die Sichtweise auf die eigene Rolle ist es. Welche Werte soll ich verkörpern? Sind das meine Werte, oder nur gesellschaftlich aufgezwungene? Habe ich jemals eigene Werte entwickelt? Ist meine Sexualität (nicht der Bezug auf ein Geschlecht sondern allgemein die Art des Sexuallebens) das, was ich will oder das was von mir erwartet wird?

Ich will keinem Böswilligkeit unterstellen, aber gesellschaftliche Codes die homosexualität negativ belasten sind weiter verbreitet als man denkt. Das fängt bei Schwul als Kraftausdruck an, geht über die Männerfantasie von zwei heißen Lesben (die in manchen Fällen sogar vom Mann bekehrt werden) in der Pornografie bis zur Unterscheidung von "schwul" und "normal". Und kommt mir nicht mit "in der heutigen Zeit". Im Profisport, allen Vorran in der Männerdomäne Fußball, ist Outing ein riesiges Problem! In wievielen Mittelstufen habt ihr schon geoutete Jugendliche erlebt? Glaubt ihr wirklich in euren 100erte Schüler starken Jahrgängen war keiner dabei der wusste das sie/ er homosexuell ist? Ich halte mich für sehr aufgeklärt und tollerant erzogen. Trotzdem war es bei mir gängig Schwul als Schimpfwort zu benutzen, ohne das ich je etwas gegen Schwule gehabt hätte. Es ist garnicht so lange her, dass ich mir das abgewöhnt habe. Bei Kerlen in meinem Alter (24) ist das aber noch relativ normal ab und zu "Schwuchtel" ohne Zusammenhang zur Wortbedeutung zu sagen. Mich nerven solche Sachen, also nicht nur das jetzt sondern auch die vielen, gesellschaftlich akzeptierten Verhaltensweisen die absolut widerlich sind und einzelne Gruppen ausgrenzen. Die Meisten davon üben wir täglich aus und merken es nichtmal.

PS: Im aufgeklärten 2012 ist die Diskussion über eine Frauenquote in der Wirtschaftswelt immernoch nötig und die Gehältner sind noch weit voneinander entfernt. So viel zu unserer Generation.
 
Jetzt hat der Fischl schon alles vorweg genommen, was ich sagen wollte. :dhoch:

Ich hab mehrere homo- und bisexuelle liebe Freunde und eine meiner besten Freundinnen wurde als Mann geboren und ist mittlerweile im richtigen Körper angelangt. Diese Abneigung "ich hab nix dagegen, solange die mich nicht anmachen", fand ich schon immer schrecklich. Das ist erstmal doch voll das Kompliment an Euch, liebe Herren und jeder wird eine höfliche Absage hinnehmen. "Danke, das ist ja ein nettes Kompliment/fühle mich geschmeichelt, ich steh aber nur auf Frauen, sorry brew!" Tut keinem weh.


Bei heterosexuellen Frauen und "Ich steh auf Männer, solange sie mich nicht anmachen!" würde jeder gleich brüllen: Eingebildete Tussi, glaubt wohl, sie wär die geilste und jeder will wat von ihr! *_*
 
Die Diskussion hier ist voll homo. :I

Ausserdem fühl ich mich schlecht weil mein Satz vorhin falsch angekommen ist....
 
Als ich eine offene Linuxbox hatte, bin ich mal über den Homosender von Premiere gestolpert und wollte anschließend aus dem geschlossenen Fenster springen. Anders gesagt, ich lehne es ab. ;)

Geht gar nicht. Den Leuten stehe ich gleichgültig gegenüber, ich finde es einfach anormal und das kann mir auch keiner schönreden.
 
Nein, ich fühle mich nicht unwohl.
Mir ist das völlig schnuppe.

Als ich meine Lehre gemacht hatte, war mein Ausbilder auch schwul. Ich hab das aber 2 Jahre lang nicht gemerkt (wie auch?), erst als ne Kollegin mir das mal sagte.
Aber wie gesagt, sowas juckt mich nicht.

Wenn 2 Männer neben mir rummachen würde, wäre mir das unangenehm. Aber mir ist es auch unangenehm, wenn neben mir eine Frau und ein Mann rummachen. Gleiches Recht für alle. :D

Und angemacht werde ich weder von Frauen noch von Männern. :(
;)
 
Ich finde es immer sehr eigenartig, dass die meisten Männer bei Schwulen immer davon ausgehen, angemacht zu werden. Als würden sie auch zwangsläufig bei jeder Frau davon ausgehen, die im selben Raum sitzt! :lol:

Meine Freundin steht übrigens auf beides! :D
 
Beim ersten Mal, wo ein Schwuler meinen Arsch betatscht hat, war das ein "komisches" Gefühl. Aber nicht unangenehm, eher befremdlich.

Wir sind damals sogar in Köln extra in Schwulen-Clubs gegangen, weil die meisten da echt gut drauf sind.

Also nein, ich fühle mich nicht unwohl bei Homosexuellen. Gehört zu den Dingen, wo ich mir nichtmals Gedanken drüber mache.
 
@Seo
Also "Boys Love"/BL/Yaoi ist ja im Manga ein recht populäres Genre, das durchaus nahezu ausschließlich von Frauen geschrieben/gezeichnet und auch gelesen wird... :grins: :D
 
Unwohl ?
Nö im Gegenteil, mein Bruder, mein bester Freund , zwei meiner Kollegen sind schwul.
Gehört für mich also zum Alltag.
Da fühle ich mich in Gegenwart so einiger Heten mehr als unwohl.
 
Alexicious schrieb:
@Seo
Also "Boys Love"/BL/Yaoi ist ja im Manga ein recht populäres Genre, das durchaus nahezu ausschließlich von Frauen geschrieben/gezeichnet und auch gelesen wird... :grins: :D

Das musste ich jetzt erstmal googlen...;)

Und ich kann mir schon vorstellen, dass sowas manchen Frauen gefällt.
 
Alexicious schrieb:
@Seo
Also "Boys Love"/BL/Yaoi ist ja im Manga ein recht populäres Genre, das durchaus nahezu ausschließlich von Frauen geschrieben/gezeichnet und auch gelesen wird... :grins: :D
Aber nicht nur:kt:


Kommt sehr auf die Person an.
Aber nur wegen der sexuellen Orientierung fühle ich mich nicht unwohl.
 
Ne überhaupt kein problem damit... Hab auch manche in meinem Freundeskreis.

Wenn es zur Anmache kommen sollte (ist mir noch nicht passiert) wird ganz konkret abgelehnt; dürfte sogar wesentlich einfacher sein als wenn man von einem "Nicht mein Typ-"Mädchen angemacht wird. :cool:
 
BAZONG schrieb:
Nö. Prinzipiell nicht. Das hört aber schlagartig auf, wenn ich angemacht werde (schon passiert). Und dann kann es gar in offene Abneigung münden.

Genau das. Wurde 2x richtig aggressiv angemacht (beim einen Mal war ich 15, der Andere ca. 70), das ist dann unschön.
Grundsätzlich habe ich nichts dagegen. Leben und leben lassen, oder? Finde es halt komisch, aber ich verurteile niemanden. Was dazu kommt (keine Ahnung wieso das so ist..): ich empfinde Lesben besser akzeptiert als Schwule..
Gibt ja auch viele Frauen die Erfahrungen haben mit anderen Frauen, obwohl sie hetero sind. Habe keinen hetero-Kollegen der das auch mal gemacht hat..soviel ich weiss..

Und um das klarzustellen: aggressiv = angefasst, belästigt, ..

@Fisch: ich glaube nicht, dass wenn sich 2 Schwule vor mir beinahe auffressen und ich das als abstossend empfinde, damit meine Sexualität hinterfrage. Schliesslich finde ich es auch abstossend wenn sich ein Heteropaar vor mir mit Zunge ernährt..Zwei Leute vom selben Geschlecht ist einfach untypisch und wirkt daher befremdend. Als ich das als kleiner Junge das erste Mal sah war ich total verwirrt. Genau so als ich das erste Mal in meinem Leben einen dunkelhäutigen gesehen habe. Es ist ungewohnt und ich denke das ist der springende Punkt.

Und bevor ich jetzt als Rassist (aus welchem Grund auch immer) dastehe, ich bin es nicht und es ist auch nie meine Absicht.
 
Nein, ich unterscheide extrem zwischen Schwule und Tunten...! Sorry aber ich habe selbst im Freundeskreis Schwule. Geht mal in die Türkei, es ist kaum vorzustellen aber dort gibt es haufenweise Schwule! Ich kann nur nicht das Klischee ab... rosa Klamotten und Pudel.

Bei MediaMarkt letztens...! Ein Mann ca. 40 Jahre alt schaut mich an und lächelt, dachte er kennt mich! Kommt auf mich zu und ich lächel zurück und auf die Frage ob wir uns kennen (dachte es wirklich) kam nur die Antwort: Nein, leider kennen wir uns noch nicht aber Sie haben ein wunderschönes Gesicht! Ich fand es nett aber nun gut ich werde dafür schwule nicht verurteilen, schließlich werden wir auch von Frauen nicht für Anmachen verurteilt!

Ich bin 100% hetero aber dennoch kann ich urteilen ob ein Mann gut aussieht oder nicht!

Bzw. warum sollte man sich in der Gegenwart von Schwulen unwohl fühlen? Evtl sollte man die Schwulen mal frage ob die sich in unserer Gegenwart unwohl fühlen!

Ich bin aber auch ein Exemplar der gelegentlich mir Leuten aus der rechten Szene am Tisch sitzt und selbst da fühle ich mich nicht unwohl :D
 
Ich denke wer es nicht kennt, keine Kontakte zu Schwulen hat, für den Homsexualität nicht zum Alltag gehört für den ist das ne fremde Welt. Der fürchtet sich auch vor Schwarzen wahrscheinlich sofern er diese nicht kennt und nie Kontakt hatte. Angst vor dem was man nicht kennt, fast ganz normal würd ich sagen. Gibts überall in allen Bereichen. Also ich arbeite permanent mit schwulen, Lesben und heterosexuellen und ich seh da keinen Unterschied, normaler gehts gar nicht. Ist halt auch Alltag geworden, bin allerdings kein Freund von Männern in Frauenfummel die geschminkt sind wie Frauen die sich nicht schminken können, das ist nicht meine Welt.
 
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