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Urgs
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Bei Weasel? Ist der bei der Bundeswehr? 
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KnallEvin schrieb:Der wirtschaftlich Erfolg von Deutschland nach dem Krieg ist aber hauptsächlich dem Marshallplan zu verdanken, denn ohne die milliardenstarke Hilfe aus den USA, wäre hier nix mit Aufbau gewesen (zumindest nicht in dem Rekordtempo) - und somit auch nix mit Begleichung der Schuld ...
Urgs schrieb:KnallEvin schrieb:Der wirtschaftlich Erfolg von Deutschland nach dem Krieg ist aber hauptsächlich dem Marshallplan zu verdanken, denn ohne die milliardenstarke Hilfe aus den USA, wäre hier nix mit Aufbau gewesen (zumindest nicht in dem Rekordtempo) - und somit auch nix mit Begleichung der Schuld ...
Das stimmt! Aber was hätten denn die Milliarden genutzt, wenn Deutschland keine Handelspartner gehabt hätte? Wer, in Europa, wollte denn mit den Deutschen überhaupt noch etwas zutun haben? Warum wurde Deutschland geteilt? Man hatte Angst vor einem wieder erstarkenden Deutschland und in dem Zusammenhang musste Deutschland erstmal wieder Vertrauen zurückgewinnen. Daher bliebt Deutschland nichts weiter übrig, als sich der Schuld zu stellen. Am Beispiel der Zentralen Stelle sieht man aber auch, wie halbherzig das mitunter passierte. Man vergleiche das mal mit dem Aufwand, der betrieben wird, um das DDR-Unrecht aufzuarbeiten.
Steffko schrieb:Urgs schrieb:KnallEvin schrieb:Der wirtschaftlich Erfolg von Deutschland nach dem Krieg ist aber hauptsächlich dem Marshallplan zu verdanken, denn ohne die milliardenstarke Hilfe aus den USA, wäre hier nix mit Aufbau gewesen (zumindest nicht in dem Rekordtempo) - und somit auch nix mit Begleichung der Schuld ...
Das stimmt! Aber was hätten denn die Milliarden genutzt, wenn Deutschland keine Handelspartner gehabt hätte? Wer, in Europa, wollte denn mit den Deutschen überhaupt noch etwas zutun haben? Warum wurde Deutschland geteilt? Man hatte Angst vor einem wieder erstarkenden Deutschland und in dem Zusammenhang musste Deutschland erstmal wieder Vertrauen zurückgewinnen. Daher bliebt Deutschland nichts weiter übrig, als sich der Schuld zu stellen. Am Beispiel der Zentralen Stelle sieht man aber auch, wie halbherzig das mitunter passierte. Man vergleiche das mal mit dem Aufwand, der betrieben wird, um das DDR-Unrecht aufzuarbeiten.
Man korrigiere mich da gerne, wenn ich falsche, aber afaik hatte die Teilung Deutschlands äußerst wenig mit Angst vor Deutschland zu tun und viel mehr damit, dass der eine Teil von der Sowjetunion und der andere von USA/F/UK besetzt waren und die Staatsgründung eines Deutschland einige Probleme angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen der Besatzungsmächte mit sich gebracht hätte.
Urgs schrieb:Steffko schrieb:Urgs schrieb:KnallEvin schrieb:Der wirtschaftlich Erfolg von Deutschland nach dem Krieg ist aber hauptsächlich dem Marshallplan zu verdanken, denn ohne die milliardenstarke Hilfe aus den USA, wäre hier nix mit Aufbau gewesen (zumindest nicht in dem Rekordtempo) - und somit auch nix mit Begleichung der Schuld ...
Das stimmt! Aber was hätten denn die Milliarden genutzt, wenn Deutschland keine Handelspartner gehabt hätte? Wer, in Europa, wollte denn mit den Deutschen überhaupt noch etwas zutun haben? Warum wurde Deutschland geteilt? Man hatte Angst vor einem wieder erstarkenden Deutschland und in dem Zusammenhang musste Deutschland erstmal wieder Vertrauen zurückgewinnen. Daher bliebt Deutschland nichts weiter übrig, als sich der Schuld zu stellen. Am Beispiel der Zentralen Stelle sieht man aber auch, wie halbherzig das mitunter passierte. Man vergleiche das mal mit dem Aufwand, der betrieben wird, um das DDR-Unrecht aufzuarbeiten.
Man korrigiere mich da gerne, wenn ich falsche, aber afaik hatte die Teilung Deutschlands äußerst wenig mit Angst vor Deutschland zu tun und viel mehr damit, dass der eine Teil von der Sowjetunion und der andere von USA/F/UK besetzt waren und die Staatsgründung eines Deutschland einige Probleme angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen der Besatzungsmächte mit sich gebracht hätte.
Das stimmt und wurde von mir etwas vereinfacht. Es ging quasi ineinander über. Der Grundgedanke war anfangs, noch vor Ende des Krieges, Deutschland aus eben solchen Gründen in mehrere Teile zu zerschlagen. Als das Ende des Krieges dann absehbar war, befand man sich plötzlich in einem neuen, ideologischen Konflikt und die Westalliierten änderten ihre Pläne. Die USA und die Sowjetunion, bisher Partner gegen Hitler, sahen sich nun als Feinde an. Europa wurde plötzlich als wichtiges Feld zur Austragung dieses Konflikts begriffen. Die Stellvertreterkriege in dieser Ära wurden dann aber doch ganz woanders ausgetragen. Wieder ein Glück für Deutschland.
Ich denke dennoch, es steht ausser Frage, dass ein von Beginn an geeintes Deutschland in Europa keine Chance gehabt hätte oder zumindest auf arges Misstrauen gestoßen wäre. Nicht umsonst musste Helmut Kohl 1989 noch massiv bei unseren Nachbarn um die Wiedervereinigung werben, was ihm viel Verhandlungsgeschick abverlangt haben soll.

Tommse schrieb:Urgs kannst du mal kurz zusammenfassen, wie du dir die Verarbeitung vorstellst, um deinen Ansprüchen zu genügen? Ich versteh nicht so richtig, worauf du am Ende hinauswillst.
Weasel1988 schrieb:@ Urgs: Wo eine angemessene Aufarbeitung des DDR-Regimes stattgefunden hat, musst du mir bitte mal erklären. Sonst frag vielleicht einfach mal die tausenden Stasi-Mitarbeiter, die noch heute unbehelligt für unseren Staat arbeiten.
Und nochmal: Ich will keinen Opfer-Mythos stützen. Ich sehe das nur differenzierter als du. Auch ein "Ranghoher Offizier", ein Bataillonskommandeur oder Divisionskommandeur zum Beispiel, der gut und gerne 1.000 - 10.000 Mann unter seinem Kommando hat, ist im Angesicht von 20 Mio Männern unter Waffen ein ganz kleines Licht. Und wenn der Befehle, die von oben kommen, nicht weiterleitet, dann werden auch bei dem Leute auf der Matte stehen, die nachfragen, warum er sie nicht weitergeleitet hat. Sicherlich gab es unzählige, die die Jagt von Juden und Querulanten befürworteten, aber die gab es sowohl unter den kleinen Landsern als auch in der Führung. Da muss man jeden Fall individuell betrachten. Und das bei so unglaublich vielen Fällen. Welche Justiz soll das deiner Meinung nach stemmen können? Unsere heutige ist ja schon mit den paar Delikten, die in unserer geordneten Gesellschaft passieren, überfordert.
Weasel1988 schrieb:@ Urgs: Wo eine angemessene Aufarbeitung des DDR-Regimes stattgefunden hat, musst du mir bitte mal erklären.
Weasel1988 schrieb:Schön ist aber, dass meine Meinung hier immer wieder mit meinem Beruf in Verbindung gebracht wird
Einige tun so, als würde man bei der Bundeswehr politisch indoktriniert werden. Dabei darf man dort sogar - man kann es kaum glauben - seine eigene Meinung haben. Man kann zum Beispiel den Afghanistan-Einsatz scheiße finden und trotzdem Soldat sein.
Urgs schrieb:nbk90210 schrieb:man ist sich doch heute sicher, dass stalin mehr menschen zum opfer gefallen sind.
Das ist keineswegs sich, auch wenn die Brutalität der Verbrechen denen der Nazis kaum in etwas nachstehen. Man schätzt die Opfer der stalinistischen Säuberungswellen zwischen 3 - 20 Millionen. Wirklich schriftlich belegt sind tatsächlich erst 3 Millionen Opfer. Es werden wahrscheinlich weit mehr gewesen sein. Aber ein Blick auf die Haben-Seite der Nazi-Verbrecher lässt die Zahl dennoch verhältnismässig klein aussehen.
Neben den 13 Millionen Menschen, die durch deutsche Massenverbrechen starben, haben wir auf der Kriegsseite ca 53 Millionen Soldaten und Zivilisten, die im Krieg sterben mussten, weil ein durchgeknallter Führer aus Deutschland glaubte, die jüdisch-marxistische Weltverschwörung würde Deutschland bedrohen. Wieviele genau auf dem Gebiet der Sowjetunion dabei umgekommen sind, ist bis heute noch nicht umfassend geklärt. Die Zahl dürfte also auch noch ein wenig Luft nach oben haben.
Ich finde es aber bezeichnend, wie bereitwillig in den letzten Jahren reflexartig auf Stalin gezeigt wird, offenbar um Deutschlands Verbrechen damit zu relativieren. Nach dem Motto: Der hats ja auch gemacht. Das war damals halt so.
Archiworld schrieb:Zu der Umfrage würde natürlich ich auch mit Nein antworten. Ich denke, das keiner sich schämen muss ein deutscher zu sein. was geschehen ist, ist geschehen und daran ist diese (letzte) Generation absolut nicht schuld.
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