ich zitiere mal FiscHWäcg aus dem ag-forum, werden einige von euch schon gelesen haben.
ist jedoch sehr sehr lang!
"Bitte bitte nicht zu sehr von der Länge des Texts abgeschreckt sein und lesen (und kommentieren).
Was gibts an dem "Freund-Feature" auszusetzen? Ich mein super interessant und innovativ ists jetzt nicht aber es macht das Spiel doch nicht schlechter. Man hat halt Kerle die einem Helfen wenn man niedergeschossen wird und die dafür auch ab und zu Unterstützung einfordern.
Der Punkt wo sich die Erfahrungen wirklich am Meisten unterscheiden sind wohl die Sinne der Gegner.
Viele Spieler nehmen die KI komplett verschieden war. Bevor man Far Cry 2 verurteilt sollte man sich das klar machen und dann versuchen mal aus ner anderen Perspektive an die Sache ran zu gehen. Ich dachte am Anfang ähnlich und hätte kotzen können wenn ich Gegner nach guter alter Stealth-Manier von Hinten mit der Machete erledigt habe aber die Umstehenden trotzdem sofort das Feuer eröffneten.
Dann nach 3 Tagen Pause (Fable 2) hab ich Far Cry 2 am Montag wieder eingelegt und seit dem hat es mich nicht mehr losgelassen.
Man muss sich einfach klar machen das die KI mit ihren Bugs und ihren komischen Bewegungen trotz allem was die Reaktion auf den Spieler angeht der Realität viel näher kommt als die gewohnten Splinter Cell und RainbowSix Handlanger. Man selbst sieht am Tag auch aus 100 Metern Entfernung einen Söldner ohne Probleme mit bloßem Auge im Knie hohen, verdörrten Gras sitzen. Vor allem wenn man mit dem Auge gezielt die Umgebung nach einer Person absucht.
Dann sollte man sich außerdem darüber bewusst sein, das ein Schalldämpfer den Schall, und vor allem das Mündungsfeuer, nur dämpft. Die Gegner in FC2 sehen nicht nur, sie hören auch. Wenn dann neben ihnen ein Kollege mit einer Machete erschlagen wird dann fallen 3 Dinge auf: 1. der Todes"schrei", 2. der Aufschlag auf dem Boden und 3. das Fehlen des Kameraden. Früher oder Später, auch wenn 1. und 2. unbemerkt geblieben sind, werden die Wachen den Mord bemerken und aufmerksamer die Gegend beobachten. Das man dann auch bei Nacht gesehen wird wenn man im Gras sitzt liegt auf der Hand.
Befreit euch einfach von der Vorstellung als überlegener Jäger mit den Gegnern spielen zu können wie es euch passt. Wer eine Mission nach dem Vorbild Sam Fisher lösen möchte, der muss sich damit abfinden vorher ausgiebig die Umgebung auszukundschaften, die Wachen zu zählen, ihre Patroullienwege zu studieren um dann am Ende das Lager erfolgreich, aber mit wenigen Leben (oder gar keinem), auf dem Gewissen zu verlassen.
Genauso sollte man sich benehmen wenn man den Zielort ohne große Schwierigkeiten komplett säubern möchte. Hier kommt man mit "wo geh ich lang" nicht weiter. Man muss viel weiter denken. "Welches Gebäude kann ich klären ohne das der Rest der Truppe etwas mitbekommt. An welchen Punkt gehe ich danach um mich zurück zu ziehen oder um mich für den nächsten Schlag vorzubereiten. Was mach ich dann um meinen Rückzug zu decken? Wo tauche ich wieder unter?"
Afrika ist keine Großstadt. Die Umgebung ist zum größten Teil mehr als still. Man selbst hört die Feinde auch auf große Entfernungen reden und kann die Motoren der Boote und Jeeps ausmachen. Da darf man nicht erwarten das ein Sniperschuss aus der Dragunov in 500 Metern Entfernung unentdeckt bleibt...
Wenn man so an die Sache ran geht bekommt man sicher nicht die übliche Shooterkost nach der sich die Meisten sehnen. Aber man hat die Chance auf ein sehr intensives, unvergleichliches Erlebnis. Man muss es nur durch die richtigen Augen betrachten. (Nochmal klar: Ich will nicht sagen dass das Spiel bedingungslos gut ist, aber das es ganz sicher ein Potential hat das viele die es kritisieren noch nicht erkannt haben. Muss nicht jedem gefallen.)
Beim Spielen habe ich dann mehr und mehr gemerkt wie gerne ich ein neues Tom Clancy's Game hätte das das von mir beschriebene Erlebnis fortführt und noch weiter ausbaut. Von Hinten mit der Machete muss es Quickkills geben. Man sollte sich mehr vertikal bewegen können, also vielleicht an Wänden hoch klettern. Dann sollte es mehr erweiterbare Features geben. Darunter stelle ich mir zB vor das man anfangs ein ganz normales GPS hat auf dem man die Karte sieht. Später kann man dann wie in FC markante Punkte wie MG-Stellungen, Scharfschützen und Fahrzeuge auf der Karte per Fernglas markieren. Dann vielleicht auch Punkte auf der Karte, die einem im HUD markiert mit Weg (den man selbst verändern kann) angezeigt werden sobald man den dazugehörigen Befehl per Mikrofon ausgesprochen hat. (Bsp: Ich schalte den Sniper von Punkt Alpha aus und habe geplant mich danach zu Punkt Bravo zurück zu ziehen. Nach dem Schuss "Bravo" ins Mikro und das HUD zeigt mir per grüne Pfeile auf dem Boden (verschiedene Farben für verschiedene Punkte) den Weg zum Punkt den ich mir vorher auf der Karte markiert habe). Später kann man dann nach und nach mehr bewegliche Objekte, also Feinde und Fahrzeuge markieren die per Satellit erfasst werden und im HUD rot umrahmt sind (wie bei GRAW). So wird man am Ende des Spiels zum Profi der fast alle Eventualitäten vorher eliminiert und den Gegnern per HUD, GPS und diverser Fallen immer einen Schritt vorraus ist.
Die Rambos können auch Waffen und Sprengsätze upgraden um, zwar trotzdem auf Planung und Übersicht angewiesen, den Job mit Geballer und Bums erledigen zu können.
Das wäre doch was für Far Cry 3. Sonst einfach nur noch ein klein wenig an der KI feilen, die Gegner realistisch auf Treffer reagieren lassen und die Umgebung ein wenig mehr optimieren. Für mich dann das zukünftige GotY.
Passt halt nicht in die Casual-Schiene

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