Klostabora siegt in den Ardennen
Nach dem Rennen zeigte sich Klostabora sichtlich zufrieden mit dem Rennausgang. Er sprach über seine Leistung im Qualifying, das sehr chaotische Rennen und das letztlich erfolgreiche Ende.
I: "Klostabora, Glückwunsch zum zweiten Sieg in dieser Saison. Was geht Ihnen derzeit durch den Kopf."
K: "Aktuell nicht viel, ich bin einfach nur glücklich. Es war das vermutlich schwerste Saisonrennen bisher, dazu noch das chaotischste Wochenende."
I: "Beginnen wir im Qualifying. Da hatten Sie von Beginn an alles im Griff, oder?"
I: "Es lief von Beginn an gut. Wir entschieden uns, uns auf harten Reifen zu qualifizieren, sodass wir taktischen Spielraum für das Rennen haben, denn Regen war ja vorhergesagt. Dazu kam es ja dann garnicht, weil es von Beginn an schüttete. (lacht). Wir wollten zum Schluss mit einem frischen harten Reifensatz nochmal nachlegen, um auch für das Rennen bessere Karten zu haben. Allerdings ist uns dabei ein Timing-Fehler unterlaufen. Ich lief auf silbex360 auf, dadurch konnte ich mich nicht mehr verbessern und brach meine Runde ab."
I: "Die Startsituation war dann mehr als unübersichtlich. Schildern Sie die Dinge aus Ihrer Sicht."
K: "Ich kam vernünftig weg und konnte meine Position verteidigen. Doch bevor ich in die Kurve einlenkte, wurde ich von hinten getroffen. Dadurch musste ich die Strecke verlassen und drehte mich. Es hat sich wie eine Ewigkeit angefühlt, bis ich wieder auf der Strecke unterwegs war. Das war sehr frustrierend, wir müssen das noch genauer analysieren."
I: "Danach konnten Sie sich relativ schnell nach vorne arbeiten, Ihr Auto lief anscheinend auch im Regen sehr gut."
K: "Die Balance im Auto war wirklich perfekt, wir haben vor dem Rennen die richtigen Einstellungen vorgenommen. Ich konnte schnell gute Rundenzeiten fahren und wieder aufschließen. Erst zog ich an sanifox, dann an i am a xbox vorbei. Letzterer schnappte mich wieder in der Bus-Stop-Schikane, sodass ich nicht nur die Position verlor, sondern auch eine weite Linie wählen musste. Beim erneuten Überholmanöver berührten wir uns dann und ich drehte mich erneut in Kurve 1. Wieder verlor ich massig Zeit, sodass ich zwischenzeitlich nicht mehr an ein gutes Resultat geglaubt habe."
I: "Woran lag es letztendlich, dass Sie danach so schnell unterwegs waren?"
K: "Ich versuchte, die Dinge ruhig anzugehen. Wir wussten, dass das Auto zu konstanten Rundenzeiten bei diesen wechselhaften Bedingungen in der Lage war, also setzten wir es um. Mein Team gab mir die Freigabe höherer Drehzahlen und ich konnte schnellste Rennrunden markieren. Gerade in der Schlussphase, als der Regen geringer wurde, konnten wir ordentlich zulegen. Ich musste mehr Risiko gehen, aber es hat sich ausgezahlt."
I: "Schließlich gelang es Ihnen, den Führenden Nick Namel3ss auf der Strecke zu überholen."
K: "Ja, es war ein tolles, wenn auch knappes Manöver. Bereits eine Runde zuvor war ich ausgangs des zweiten Sektors nah an ihm dran, wollte dann aber nichts riskieren. In der Folgerunde setzte ich dann mein KERS ein, um auf der Geraden an ihm vorbeizugehen."
I: "Kurios war dann ihr Doppelreifenwechsel an der Box..."
K: "Da ist uns ein taktischer Fehler unterlaufen. Wir setzten auf die Intermediates, um auf die Konkurrenz zu reagieren. Meine Regenreifen weisten Blasenbildung auf, es war sozusagen ein Sicherheitsboxenstopp. Doch nach dem Rausfahren aus der Box war die Strecke trockener als erwartet! Ich rutschte um den Kurs und nach der Outlap waren meine Reifen überhitzt. Ich wechselte schließlich auf die Options und konnte so das Rennen zu Ende fahren. Wir haben also in der Addition einen Wechsel zu viel gemacht, dazu habe ich mir beide Male bei der Boxeneinfahrt den Fronflügel beschädigt. Dinge, die es abzustellen gilt für die kommenden Rennen."
I: "In der Schlussphase des Rennens zeigten Sie beeindruckende Rundenzeiten. Warum waren Sie so viel schneller als Ihre Verfolger?"
K: "Das lässt sich so nicht vergleichen. Einige Fahrer befanden sich im Duell, sodass diese Zahlen nicht aussagekräftig sind. Ich kann nur sagen, dass unser Setup genau das richtige war. Sowohl im Nassen, als auch im Trockenen waren wir heute sehr stark."
I: "Nach vier von sechs WM-Rennen haben Sie 8 Punkte Rückstand auf den Führenden Barry the Scary. Sie haben es also selbst in der Hand."
K: "Ich bin froh, dass wir nach dem schlechten Saisonauftakt nun in die Spur gefunden haben. Mit Abu Dhabi und Sao Paulo stehen zwei Highlights an. Wir wollen alles geben und auch dort triumphieren."
I: "Klostabora, vielen Dank für das ausführliche Interview."